Das Horror Schiff Repost

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Telefon Numaram: 00353 515 73 20

Das Horror Schiff Repost1 Wie viele Frauen habe ich ein Faible für Kleinanzeigen. Irgendwie ist es idiotisch, aber ich glaube doch insgeheim, dass besonders dort Schnäppchen „versteckt“ sein könnten. An diesem Morgen erregte ein Eintrag in der Rubrik „Reisen“ mein besonderes Interesse: Attraktive Nebentätigkeit für Damen mit Erfahrung aus der Reisebranche, für Telemarketing im Bereich „Kreuzschifffahrt“ gesucht! Danach kam noch eine Mobilnummer – mehr nicht. Ich weiß nicht, warum ich mich ausgerechnet von dieser Anzeige angesprochen fühlte, eigentlich war daran nichts Besonderes. Gut – ich war Reiseverkehrskauffrau, von daher war die einzige genannte Voraussetzung schon erfüllt. Aber der Reiz ging für mich von dem Wort „Kreuzschifffahrt“ aus. Sofort erinnerte ich mich an unsere Hochzeitsreise vor 2 Jahren und vor meinem geistigen Auge tauchten die phantastischen Erinnerungen an die luxuriöse Karibikkreuzfahrt auf einem Clubschiff auf… Nachdem ich ein paar Minuten lang vor mich hin geträumt hatte, schnappte ich mir kurz entschlossen das Telefon und rief die Nummer an. „Platinum Seetravel, guten Tag – mein Name ist Franck – was kann ich für sie tun?“ Ich schluckte – was für eine Wahnsinnstimme! Dieser Mann klang so wie Robert Redford in der deutschen Synchronisation seiner Filme. Ich musste mich räuspern und ärgerte mich gleichzeitig über mich selbst. Super – meine Nervosität konnte ich noch nicht mal vor den ersten Worten verbergen – eine Spitzen -„Visitenkarte“ für meine Bewerbung! Jetzt bloß keine „Ähhs“ mehr… „Guten Morgen Herr Franck, ich rufe wegen ihrer Anzeige im „Bergischen Kurier“ an. Mein Name ist Andrea Conrady und ich interessiere mich für die Nebentätigkeit im Bereich Kreuzfahrten!“ „Frau Conrady, ich grüße Sie! Die erste Prüfung haben Sie bereits bestanden, denn Sie haben eine sehr gute Telefonstimme und man merkt sofort, dass Sie in Kommunikation geübt sind. Aber bevor wir uns weiter unterhalten geben Sie mir doch bitte ihre Festnetznummer. Ich rufe Sie gleich zurück und Ihnen entstehen dann auch keine hohen Gesprächskosten!“ Ich überlegte kurz und nannte ihm dann unsere Nummer. Schließlich standen wir ja auch im Telefonbuch und die ganze Hysterie mit dem Datenschutz hielt ich sowieso für übertrieben. Nach etwa 5 Minuten klingelte dann das Telefon. Das Display signalisierte nur „Anruf von Extern“, also meldete ich mich „ordentlich“. Aber er war es und entschuldigte sich zunächst dafür, dass ich etwas warten musste – sehr charmant…! Dann fragte er mich nach der korrekten Schreibweise meines Namens, Adresse, Alter, Familienstand etc. und ich hörte im Hintergrund, wie er die Informationen gleich in seinen PC einzutippen schien. Bei der Frage nach meinen bisherigen beruflichen Erfahrungen war er sehr erfreut zu hören, dass ich „vom Fach“ war. Dadurch wusste er automatisch auch, dass man als Angestellte in einem Reisebüro nicht reich werden kann, aber mit knapp 25 Jahren doch einige Wünsche hat, die man sich gern erfüllen würde! Schließlich sagte er: „Nun Frau Conrady, bisher scheinen Sie alle Voraussetzungen zu erfüllen. Ich erzähle Ihnen jetzt einfach mal worum es geht…!“ Dann berichtete er ausführlich von dem „Platinum“ – Konzept. Dabei ging es um ein 7-Sterne Kreuzfahrtschiff, das ganzjährig in den schönsten Gewässern der Welt unterwegs sein sollte. Aufgrund der außerordentlichen Exklusivität sollten die potentiellen Gäste aber nur persönlich angesprochen werden und zwar zunächst telefonisch von ausgewählten und speziell geschulten Fachkräften. Insgesamt gäbe es etwa 120 Gebiete in Deutschland und die Bearbeitung pro Gebiet würde nur von einer Beraterin übernommen werden. Als Gesprächsunterlage würden mir wöchentlich per Email Informationen über Interessenten aus meinem Umkreis zugesandt werden. Der regionale Bezug sei deshalb wichtig, da nach dem ersten telefonischen Kontakt in vielen Fällen auch ein persönlicher Beratungsbesuch erforderlich sei. Neben der kompletten Übernahme unserer Telefonkosten – auch der privaten – und der eventuellen Fahrtkosten, nannte mir Herr Franck noch einen sehr akzeptablen Fixbetrag pro Beratungsgespräch und stellt darüber hinaus eine attraktive prozentuale Umsatzbeteiligung in Aussicht. Ich war begeistert und gab mir auch keine Mühe, das zu verbergen. Spontan sagte ich ihm, dass ich sehr interessiert daran sei, ein Gebiet in meiner Nähe zu übernehmen. Er bedankte sich bei mir und dämpfte meine Euphorie etwas indem er sagte, dass ich sicherlich gute Chancen hätte, aber das Auswahlverfahren natürlich noch nicht abgeschlossen sei. Er würde sich aber in jedem Fall in ca. 4 Wochen wieder bei mir melden. Sofort rief ich Matthias im Büro an. Er mochte es nicht so gern wenn ich ihn wegen jeder Kleinigkeit – ich hatte es in Spitzenzeiten schon auf über 10 Mal am Tag geschafft – anrief, aber das war jetzt ein echter Grund! Seine anfängliche Skepsis wich nach und nach, je mehr er von dem Konzept hörte. „Das klingt wirklich nicht schlecht und wir können das Geld gut gebrauchen. Mit dem was wir beide bisher verdienen, können wir uns noch nicht mal EIN Kind leisten. Und den Job könntest du ja dann auch trotzdem weiter machen. Wie hast du dir denn die „Arbeitszeiten“ vorgestellt?“ „Na die Leute in der „Zielgruppe“ sind doch tagsüber wahrscheinlich alle superbeschäftigt, da muss man sowieso abends anrufen – oder am Wochenende. Ich denke das kann ich wirklich gut nebenbei machen!“ „Ich denke auch. Schauen wir mal, ob sich dein Herr Franck noch mal meldet…!“ Nach ziemlich genau einem Monat kam dann der ersehnte Anruf. Ich war in den letzten 2 Wochen sogar mit dem Handy auf die Toilette gegangen vor Angst, Herr Franck könne mich nicht erreichen und würde dann einfach die Nächste von der Liste anrufen. Aber er erwischte mich einfach im Wohnzimmer – auf dem normalen Telefon. „Hallo Frau Conrady, erinnern Sie sich noch an unser Gespräch…? Die Vorauswahl ist jetzt abgeschlossen und ich würde Sie gern persönlich kennen lernen. Nächste Woche wäre ich in ihrer Region unterwegs, wann würde es ihnen denn passen?“ Wir verabredeten einen Termin am späten Nachmittag der kommenden Woche. Der Treffpunkt sollte die Lobby eines 5-Sterne-Hotels in Köln sein. Aufgeregt und viel zu früh fuhr ich an dem betreffenden Tag los und musste dort noch über eine Stunde warten. Es waren nur wenige Gäste zu sehen und von der Bar aus beobachtete ich einen Mann um die fünfzig, der sich angeregt mit einer hübschen jungen Frau unterhielt. „Hoffentlich keine Konkurrentin…“, dachte ich. Endlich erhoben sie sich und verabschiedeten sich voneinander. Nachdem die Frau das Hotel durch die Drehtür verlassen hatte, kam der Mann direkt auf mich zu. Er streckte mir schon von weitem die Hand entgegen. „Sie müssen Frau Conrady sein, richtig…? Kommen Sie, wir setzen uns dort drüben hin!“ Er war groß und nicht ganz so gut aussehend, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Aber er war attraktiv und hatte eine starke Ausstrahlung. Und sein Händedruck hatte mich überrascht – kräftig, aber doch gefühlvoll! „Eigentlich gibt es gar nicht viel zu besprechen, denn wir haben uns schon für Sie entschieden. Und da sie hierhergekommen sind gehe ich davon aus, dass auch Sie immer noch daran interessiert sind! Nun, warum wir uns hier trotzdem persönlich treffen hat aber zwei wichtige Gründe: Einerseits wollte ich Sie einfach sehen, denn um ganz ehrlich zu sein – für die Kundenbesuche ist es einfach wichtig, dass Sie auch ein entsprechendes Äußeres haben!“ Er betrachtete mich jetzt genau von oben bis unten, aber ich fühlte mich nicht unwohl, es schmeichelte mir. Ich hatte ein figurbetontes, aber trotzdem seriöses Kostüm mit einem kurzen Rock angezogen. Oben gab es einen Hauch meines schönen Dekolletees zu sehen und meine braunen Beine steckten in sehr transparenten, leicht schimmernden halterlosen Strümpfen, die mir einen samtigen Glanz verliehen. Und die Wildlederpumps waren gerade so hoch, dass sie immer noch ede
l, aber gleichzeitig schon aufreizend wirkten. „Aber auch diese Prüfung bestehen Sie mit Bravour, wenn ich Ihnen dieses Kompliment machen darf…! Und die zweite Sache, die ich Ihnen erzählen wollte wird Ihnen sicher gefallen. Die letzten Arbeiten am Schiff sind so gut wie abgeschlossen und wir haben uns überlegt, alle Beraterinnen mit ihren Ehemännern für eine Woche zur Jungfernfahrt einzuladen. Der Abreisetermin ist für den 1. Samstag im September geplant und wir übernehmen selbstverständlich sämtliche Kosten. Leider können wir keinen Ausweichtermin anbieten, es wäre also wichtig, dass Sie beide in der Zeit auch Urlaub nehmen können. Wie finden Sie die Idee…? Es ist doch eine tolle Sache das Produkt persönlich kennen zu lernen, dann wird es viel einfacher sein, Andere davon zu begeistern!“ Ich war hin und weg und checkte in Gedanken unsere Urlaubskalender. Das müsste zu machen sein – auch bei Matthias – und ich sagte es gleich Herrn Franck. Er war sehr erfreut das zu hören. Die Details zur Reise würden wir dann rechtzeitig bekommen, sagte er während er gleichzeitig aufstand. Er reicht mir seine gepflegte Hand, um mich zu verabschieden. Ich war schon fast bei der Tür, als er mich noch einmal zurückrief… „Frau Conrady, eine Sache noch…! Da das Konzept so exklusiv und immer noch geheim ist möchte ich Sie bitten, außer mit Ihrem Mann mit niemandem darüber zu reden. Wir haben sogar das Schiff extra im Ausland bauen lassen und es wäre doch schade, wenn die Überraschungswerbekampagne durch vorzeitiges bekannt werden verwässert würde…!“ Das leuchtete mir sofort ein und ich versprach es ihm. Noch knapp 6 Wochen bis zur Abreise… Kaum war ich vor dem Hotel und außer Sichtweite, wühlte ich gleich aufgeregt in meiner Handtasche nach dem verdammten Handy, das sich schon wieder versteckt hatte. Nach einer Ewigkeit – das heißt ungefähr 3 Mal klingeln – meldete sich endlich Matthias und ich überschüttete ihn schäumend vor Freude mit der Neuigkeit. Er war sofort Feuer und Flamme und wollte gleich am nächsten Morgen seinen Urlaub für diese Zeit anmelden. Die nächsten Wochen fieberten wir der Abreise entgegen und ich kaufte mir fast täglich etwas Schickes für die Reise, aber Matthias ertrug es gelassen, schließlich würden wir im Gegenzug umsonst verreisen! Ich war schon drauf und dran Herrn Franck noch mal anzurufen, aber endlich – am Mittwoch vor der Abreise – kamen die Tickets mit der Post. Ich öffnete hektisch den Umschlag und war überrascht. Es waren ganz normale Bahnfahrkarten nach Budapest… 2 Matthias hatte dafür natürlich gleich eine Erklärung: „Ist doch klar, das dient der Geheimhaltung! Und ich finde es so irgendwie auch spannender. Komm, das Ganze wird uns eine Menge Spaß machen, lass uns schon mal die Koffer packen!“ Die Zugfahrt war dann doch nicht so langweilig, wie ich befürchtet hatte. Denn in Wien war Herr Franck zugestiegen und ging von Abteil zu Abteil um alle Mitarbeiterinnen zu begrüßen – nun waren wir schon alle zusammen in einem Zug. Ich hatte mir schon so etwas gedacht, denn die „Anhäufung“ von jungen Paaren um Mitte 20 war nicht zu übersehen gewesen. Nach der offiziellen Begrüßung von Herrn Franck durften wir uns dann auch offiziell untereinander über unseren neuen Job unterhalten und so verging die restliche Fahrtzeit bis Budapest wie im Flug. Am Bahnhof standen bereits 4 große Reisebusse für uns bereit und wir fuhren los, sobald alle Koffer und Paare „verstaut“ waren. Matthias hatte kurz überschlagen und schätzte die Zahl der Paare auf etwa 120. Das würde genau der Anzahl der Gebiete entsprechen, dachte ich und sah aus dem Fenster. Die Bebauung wurde immer spärlicher und nach etwa 2 Stunden bogen wir von der Hauptstraße nach rechts auf eine schnurgerade Straße ab. Nach weiteren 30 Minuten tauchte dann ein Flugplatz auf. Wir fuhren mit den Bussen durch ein unbewachtes, rostiges Tor direkt auf das Flugfeld. Dort warteten bereits zwei Maschinen. Je zwei Busse hielten unmittelbar vor der Gangway einer Maschine und wir stiegen aus. Ein freundlicher Steward winkte uns vom Eingang der Maschine her zu und wir trotteten einer nach dem anderen die Treppe hinauf. Ich drehte mich oben noch mal um und sah, dass unsere Koffer bereits von den Bussen in die Flugzeuge geladen wurden. Innen im Flugzeug wirkte alles sehr neu, aber sämtliche Beschriftungen waren in Englisch und einer Sprache, die ich nicht identifizieren konnte. Ich tippte auf Arabisch und fragte Matthias, aber er war sich nicht sicher. Als wir alle saßen, kam Herr Franck noch mal kurz in unsere Maschine. Über das Mikrophon wünschte er allen einen guten Flug und machte noch einen treffenden Scherz über unsere „007“-Reise. Wir lachten, aber die Stimmung war auch so schon gut. Dann sah ich durch das Fenster, wie er die Treppe zu der anderen Maschine hochging. Hinter ihm wurde die Tür geschlossen und die Gangway wurde von den Männern weggerollt, die auch die Koffer umgeladen hatten. Jetzt starteten die Turbinen und die Maschinen rollten kurz darauf langsam zum Startpunkt. Irgendwie war das schon merkwürdig, denn außer uns war niemand sonst auf dem Flugplatz. Nur am Rand standen einige alte, vergammelte Maschinen von denen Matthias meinte, das seien russische Militärflugzeuge. Er war sich auch sicher, dass dies ein ehemaliger Militärflugplatz war, aber er schien nicht sonderlich beeindruckt, sondern fand das Ganze einfach nur „cool“. Unsere Maschine beschleunigte nun sehr stark und hob kurze Zeit später sicher ab. Die Sonne wird bald untergehen, dachte ich noch und schlief kurz danach ein. Ein Ruck weckte mich auf – wir waren gelandet! Nach einer Weile öffnete der Steward die Tür und gab uns ein Zeichen zum Aussteigen. Es war schon Nacht geworden, trotzdem war die Luft heiß und trocken. Unten an der Treppe warteten bereits wieder Busse auf uns, diese sahen allerdings sehr viel klappriger aus als die ungarischen. „Ein Glück, dass wir nicht noch mit der Maschine da fliegen müssen…!“, sagte Matthias als wir in den Bus einstiegen und zeigte auf das Flugzeug neben uns. Es war deutlich größer, aber auch in meinen unfachmännischen Augen sah es nur wenig Vertrauen erweckend aus. Ich sah nach oben. Das Cockpit war erleuchtet und die Piloten hatten Kopfhörer auf – wollten die etwa mit dem Ding noch fliegen…? Wieder ging Herr Franck von Bus zu Bus. „So, bald haben wir es geschafft. Keine Angst, wir werden nicht mit der Maschine fliegen, die sich gerade auf den Start vorbereitet. Wir fahren sofort zum Hafen und werden von dort dann direkt zum Schiff übersetzen. Und machen Sie sich keine Gedanken um ihr Gepäck, das wird separat befördert werden!“ Jetzt fühlte ich mich schon etwas besser. Obwohl der Busfahrer mit dem Palästinensertuch ziemlich verwegen aussah. Wo wir wohl waren – vielleicht Ägypten…? Ich sah mich um. Alle lachten und unterhielten sich, die Stimmung war super. Auch Matthias redete gerade über den Gang hinweg mit seinem Sitznachbarn und so behielt ich meine etwas zweifelnden Gedanken für mich. Die Busse setzten sich in Bewegung und wir fuhren auf unbeleuchteten Straßen durch die stockdunkle Nacht. Nach etwa 20 Minuten sah ich ein paar Lichter und wir fuhren auch wirklich darauf zu. Es war ein kleiner Hafen, aber von dem Schiff war nichts zu sehen. Nachdem alle ausgestiegen waren fuhren die Busse schnell wieder davon. „Meine Herrschaften, darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten…?“ Die kräftige Stimme von Herrn Franck übertönte das allgemeine Geschnatter und schnell kehrte Ruhe ein. „Sie werden jetzt gleich an der ersten Seenotübung teilnehmen – allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Denn wir werden nun in die bereitstehenden Rettungsboote der „Platinum“ einsteigen, die uns dann zum Schiff bringen werden. Wie sie vielleicht bemerkt haben, gibt es hier für ein Schiff dieser Größenordnung keine Möglichkeit direkt an Land anzulegen. Bitte folgen Sie mir! Wir gingen hinter Herrn Frank her, auf den betonierten Steg und sahen nach wenigen Schritten bereits das erste Boot aus der Dunkelheit auftauchen. Es hat
te bereits am Steg festgemacht und schaukelte sanft im Wasser. An Bord und auf dem Steg stand jeweils ein Matrose in Uniform – es waren sehr große und kräftige schwarze Männer, die uns freundlich beim Übersteigen halfen. Sobald eines der geräumigen Rettungsboote gefüllt war, setzte es sich in Bewegung und die nächste Gruppe ging an Bord eines weiteren Bootes. Mit dem dritten Boot verließen wir den kleinen Hafen und fuhren auf das Meer hinaus. Es dämmerte bereits etwas und wir waren alle sehr müde. Nach einer Fahrt von etwa einer Stunde kam die „Platinum“ endlich in Sicht. Es war nun schon hell geworden, aber die meisten von uns dösten vor sich hin. Ich war nun wieder wach und blickte gebannt in Richtung Schiff. Je näher wir kamen umso gigantischer wirkte es. Schließlich waren wir auf wenige Meter herangekommen und eine Tür öffnete sich knapp oberhalb der Wasserlinie. Trotz des geringen Seegangs war es dann doch ziemlich schauklig an Bord zu kommen, aber nach einer Weile hatten es alle geschafft. Wir sammelten uns oben auf dem Sonnendeck und sahen den Seeleuten dabei zu, wie sie routiniert die Rettungsboote mit den Kränen wieder an den dafür vorgesehenen Plätzen verstauten. Schon auf dem Weg nach oben hatten wir gesehen, wie prunkvoll die Einrichtung und die Dekoration des Schiffes waren. Es gab 4 richtige Aufzüge wie in einem Hochhaus, und vieles schien aus richtigem Gold zu sein. Die Teppiche waren dick und weich und in einem dunklen Rot gehalten, das hervorragend mit den Goldtönen harmonierte. Ich wäre gern stehen geblieben um mich umzuschauen, doch die Stewards wiesen uns freundlich aber bestimmt an nach oben zu gehen und dort zu warten. Die Stewards waren ebenfalls wie die übrigen Seeleute ausnahmslos schwarz. Ich war darüber etwas empört und fand es diskriminierend, dass auf diesem Luxusschiff die reichen weißen Gäste sich nur von Schwarzen bedienen lassen würden. Ich sagte es Matthias doch der meinte nur, dass sie keinen unglücklichen Eindruck machen würden und man sie dafür auch sicherlich gut bezahlte. Ich zuckte mit den Schultern und sah, wie Herr Franck an das vorbereitete Rednerpult trat. „Meine Herrschaften! Ich weiß, sie sind müde von der langen Reise und möchten sich jetzt gern ausruhen. Ich verspreche Ihnen, dass ich sie nicht mehr allzu lange strapazieren werde! Darf ich Sie nun bitten mir zu folgen und sich am Eingang zum Theater einen Begrüßungscocktail zu nehmen? Ach und noch etwas, wir haben eine kleine Überraschung für sie vorbereitet – dafür müssen die Damen und Herren aber getrennt sitzen…! Wenn die Damen also auf der linken Seite des Mittelgangs Platz nehmen würden und die Herren auf der rechten… – Vielen Dank und bis gleich!“ Herr Franck ging zügig zum Treppenhaus und wir folgten ihm die zwei Decks nach unten zum Theatereingang. Dort nahmen wir unsere Cocktails und leerten sie gierig, denn bisher hatten wir nur wenig zu trinken bekommen. Ich gab Matthias noch einen flüchtigen Kuss auf den Mund und sagte: „Bis gleich mein Süßer…!“ Dann ging ich die Stufen nach oben und suchte mir einen Platz. Der Saal war riesig. Er war so breit wie das gesamte Schiff und unglaublich hoch. Durch die Form eines Amphitheaters hatte man von jedem Platz aus eine sehr gute Sicht auf die Bühne. Ich sah rüber zu den Männern. Matthias winkte mir lachend zu und ich schickte ihm eine Kusshand zurück. Irgendetwas hatten sie alle gemeinsam, aber ich kam nicht drauf… Die Stimme von Herrn Franck riss mich aus meinen Gedanken. „So meine Herrschaften, das Schiff befindet sich bereits in Fahrt und wird in wenigen Augenblicken außerhalb jeglicher Hoheitsgewässer angekommen sein. Ich bitte Sie nun, mir wirklich aufmerksam zuzuhören, denn die folgenden Anweisungen sind sehr wichtig für Ihre zukünftige Zeit an Bord…!“ Es war plötzlich mucksmäuschenstill im Saal. Ich schaute rüber zu Matthias und sah, dass sich in den Gängen etwa alle 2 Meter uniformierte und bewaffnete Männer aufgestellt hatten – alle schwarz. „Entgegen des Ihnen bekannten Konzeptes werden Sie auf unbestimmte Zeit hier an Bord bleiben und Ihre Dienste verrichten. Auf diese Aufgaben werden Sie in den folgenden Wochen schrittweise vorbereitet werden. Gleich an dieser Stelle: Für Sie gilt ab sofort absolutes Redeverbot, Zuwiderhandlungen werden schwer bestraft! Und zwar „Paarweise“, das heißt, auch der unbeteiligte Teil eines Paares erhält dieselbe Strafe! Solange Sie aber tun was von Ihnen verlangt wird, haben Sie nichts zu befürchten. Damit beginnen wir auch schon mit den ersten Vorbereitungen, darf ich Sie alle bitten sich nackt auszuziehen…!“ Ich war zwar müde und mir war auch plötzlich etwas schummerig von dem Cocktail, aber ich hatte mich wohl verhört. Ein leises Raunen ging durch den Saal und alle blickten sich unschlüssig um. Matthias schaute empört zu mir herüber, ich gab ihm instinktiv ein Zeichen ruhig zu bleiben. „Gut, das kommt jetzt vielleicht für Sie etwas überraschend, deshalb werde ich nicht gleich so hart durchgreifen, sondern Ihnen eine weitere Gelegenheit zur freiwilligen Kooperation geben! Wie gesagt, wir befinden uns nun außerhalb jeglicher Hoheitsgewässer und werden uns zukünftig auch nur noch außerhalb dieser bewegen. Das Betanken und das Fassen von Vorräten werden ebenfalls weit ab den Schifffahrtsrouten stattfinden. Erinnern Sie sich noch an das leicht „angeschlagene“ Flugzeug von vorhin…? Mit dieser Maschine sind Sie gerade eben über dem offenen Meer offiziell abgestürzt und mit etwas Glück wird man in den fischreichen Gewässern vielleicht noch ein paar Ihrer Gepäckstücke raus fischen…! Sie existieren also nicht mehr und diese Information sollte es Ihnen doch erleichtern, mit uns zusammen zu arbeiten. Wenn ich Sie also letztmalig bitten dürfte, meiner Anweisung von vorhin Folge zu leisten. Bitte auch Uhren, Schmuck – alles…!“ Zögerlich begannen einige der Frauen sich auszuziehen. Ich unterdrückte den Impuls zu protestieren und schloss mich Ihnen an. Nach und nach begannen nun alle Frauen sich auszuziehen, aber in der Männergruppe war noch alles still. Matthias sah zu mir rüber und ich nickte ihm unmerklich zu. Er begann nun auch sich auszuziehen und einige Männer in seiner Nähe folgten seinem Beispiel. Plötzlich brüllte ein Mann aus der vordersten Reihe los… „Was soll das denn für ein beschissenes Spiel sein, sind denn hier alle bescheuert…?“ Zwei der Wächter die ihm am nächsten standen, packten ihn links und rechts und schleppten den zappelnden und schreienden Mann ruhig in Richtung Ausgang. „Thomas – NEIN!“, rief eine Frau und Herr Franck nickte zwei anderen Wächtern zu, die sie dann aus der Frauengruppe herauszogen. Sie ließ sich widerstandslos hinter ihrem Mann herführen. Die Schwingtüren schlossen sich geräuschvoll und flappten noch zwei Mal hin und her. Dann war alles still. Niemand im Saal bewegte sich. Nach etwa 3 Minuten, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen, waren die 4 Wächter wieder da – Allein…! Mir gefror das Blut in den Adern bei dem Gedanken… – sie werden sie doch nicht etwa…? „Wie gesagt, wir befinden uns hier auf hoher See…! Wenn sie also das Auskleiden jetzt zügig hinter sich bringen wollen…?“ 3 Ich sah verunsichert rüber zu Andrea. Sie hatte als eine der Ersten angefangen sich auszuziehen und andere Frauen waren ihr gefolgt. Ihr Blick sagte mir, dass ich es auch tun sollte. Die Situation war völlig bizarr und meine Gedanken waren verworren. Vermutlich lag es am Drink, bestimmt hatten sie da was rein getan. Ich verließ mich auf Andreas Intuition und begann ebenfalls mich auszuziehen. Irgendwie lag eine mysteriöse Spannung in der Luft. Warum hielt der Blödmann da vorne nicht einfach seine Klappe, jetzt würde er bestimmt was auf die Nase bekommen…! Aber die Wächter brachten ihn einfach raus und zwei andere seine Frau hinterher. Naja, die würden sich schon wieder beruhigen. Ist ja auch nicht so schlimm nackt in der Gegend herum zu stehen, FKK machen wir sonst ja auch ab und zu. Komisch die Typen sind schon wieder da…!? „Wie gesagt, wir befinde
n uns hier auf hoher See…! Wenn sie also das Auskleiden jetzt zügig hinter sich bringen wollen…?“ Ich war geschockt und sah rüber zu Andrea. Sie starrte einfach nur regungslos auf Franck. Ich zweifelte jetzt keine Sekunde mehr daran, dass die Wächter das Paar einfach über Bord geworfen hatten. Einige Männer schienen das Ganze noch für einen schlechten Scherz zu halten, aber schließlich standen dann doch alle nackt in den Reihen. Auf der Bühne teilte sich der Vorhang und drei hoch gewachsene Schwarze schoben eine Liege auf Rollen hinein, die ein wenig an ein Krankenbett erinnerte. Franck ging nach vorn an die Bühne. „Dürfte ich Sie bitten zu mir auf die Bühne zu kommen…?“ Er zeigte auf eine sehr hübsche zierliche Blondine, die sich hektisch nach beiden Seiten umsah in der Hoffnung, jemand Anderes als sie könne gemeint sein. Langsam und mit gesenktem Kopf ging sie nun die Bühne entlang zur Seitentreppe und dann nach oben. Sie ging auf Franck zu und blieb in etwa 1 Meter Abstand vor ihm stehen. Ein paar Reihen vor mir entstand etwas Unruhe, anscheinend war dort ihr Mann, den die Anderen unauffällig zu beruhigen versuchten. Es gelang Ihnen tatsächlich. Die Frau auf der Bühne zitterte vor Angst. Plötzlich bemerkte ich, wie sich eine kleine Pfütze vor ihren Füßen bildete. Sie hatte sich nass gemacht, aber Franck ignorierte das anscheinend. Er gab den drei Schwarzen ein Zeichen mit dem Kopf und sie zogen sich aus. Da sie ohnehin nur Shorts und T-Shirts anhatten, ging das Ganze ziemlich schnell. Sie waren sehr muskulös und alle drei hatten enorme Schwänze. Einer von ihnen ging nun auf die im Vergleich zu ihm winzige Blondine zu und hob sie mühelos aus ihrer Pfütze heraus, während ein Anderer sich mit dem Rücken auf die Liege legte. Er begann sofort damit etwas aus einer Tube auf seinen riesigen Schwanz zu massieren und brachte ihn so in wenigen Sekunden in Stellung. Mit dem nun hoch aufgerichteten Ständer grinste er breit ins „Publikum“. Die beiden anderen standen nun mit der Frau am Fußende der Liege. Sie packten die wie eine Puppe wirkende Frau jetzt jeweils mit einer Hand unter einen Schenkel und stützten sie mit der anderen Hand an Rücken und Hintern ab. So wurde sie mit gespreizten Beinen genau über die Schwanzspitze des Liegenden bugsiert. Dann wurde sie „eingefädelt“ und der Liegende stützte sie zusätzlich an den Schultern ab. Plötzlich ließen die beiden anderen sie ohne Vorwarnung bis zum Anschlag auf seinen Schwanz gleiten, wobei sie hörbar aufschrie. „Bitte meine Liebe, geben Sie sich so viel Mühe wie möglich. Sie helfen dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch Ihrem Mann…!“ Francks Stimme war eiskalt. Trotz der verrückten Situation war ich irgendwie erregt. Verdammt, ich sollte froh sein, dass es nicht Andrea getroffen hatte, aber ich war nicht der einzige. Ich sah mich um und bemerkte, dass der Großteil der Männer sichtlich erregt war…! Schuldbewusst sah ich rüber zu Andrea und sie schickte mir einen enttäuschten Blick. Die Kleine auf der Bühne war inzwischen etwas aktiver geworden und machte mit. Auch als einer der beiden anderen Männer hinter ihr auf die Liege kletterte und ganz langsam sein mächtiges Gerät zusätzlich in ihren engen Hinterausgang schob, drehte sie nur kurz den Kopf und hob dann ihren Arsch sogar noch ein wenig höher, um ihm das Eindringen zu erleichtern. Zum Schluss stellte sich der dritte Mann noch so hin, dass sie auch ihn noch mit dem Mund bedienen konnte und sie schleckte und saugte im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben. Alle drei kamen nun kurz hintereinander und spritzten ihren Saft hemmungslos in die ihnen „zur Verfügung gestellten“ Löcher. Dann löste sich die Gruppe und die Kleine wurde neben der Liege abgestellt. Etwas breitbeinig und immer noch angsterfüllt stand sie dort und ein beachtliches Rinnsal weißen Saftes lief innen an ihren Schenkeln herunter. Auf der Leinwand über der Bühne erschienen nun zwei überdimensionale Fotos – eines zeigte die Frau und das andere einen Mann – ihren Mann. Ich erkannte ihn sofort, es war derjenige, der vorhin etwas „unruhig“ geworden war. „Danke Nicole, Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht – auch ihr Mann…! Gehen Sie jetzt bitte wieder an ihren Platz zurück!“ Ihre Anspannung löste sich und Bäche von Tränen liefen über ihr Gesicht. Aber kein Laut kam über ihre Lippen, während sie langsam an ihren Platz zurückging. „Ich denke das genügt, um ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeitsweise zu geben…! Sie werden nun gruppenweise in ihre Quartiere gebracht werden!“ Sie begannen bei uns Männern. Einer der Wächter zählte die ersten 10 Männer ab, die dann von einer Eskorte von genauso vielen Wächtern aus dem Theater geführt wurde. Ich war in der 6. Gruppe und hielt so lange Blickkontakt mit Andrea wie ich nur konnte. Sie weinte still und ich ebenfalls. So langsam kamen meine Gedanken wieder in Gang und ich erfasste das schreckliche Ausmaß unserer Situation… Wir würden hier auf dem Schiff als echte Sexsklaven gehalten werden und das wahrscheinlich für sehr lange Zeit – wenn nicht für immer. Da wir jetzt erst mal getrennt wurden, musste ich mich so vorbildlich wie möglich verhalten um Andrea nicht zu gefährden. Sie würde dasselbe für mich tun, davon war ich überzeugt. Wir liebten uns so sehr, irgendwie würden wir auch das überstehen, das hoffte ich zumindest. Der Wächter schob mich weiter und ich konnte sie nun nicht mehr sehen…! Wir gingen das Treppenhaus hinunter, bei keinem der Männer machte sich Widerstand bemerkbar. Sicherlich dachten alle dasselbe wie ich und wollten ihre Frauen unter allen Umständen schützen. Wir erreichten eines der untersten Decks und wurden nacheinander in die offenen „Kabinen“ geschoben, deren schwere Stahltüren sich unmittelbar danach schlossen. Bis auf ein leises Lüftungsgeräusch war nun alles still. Ich sah mich um. Außer einer ungepolsterten Liege und einer kleinen Schiffstoilette gab es nichts in dieser winzigen fensterlosen Kabine. Auf der Liege lag ein kleines Päckchen, aber ich wagte nicht es anzurühren. Ich blieb einfach in der Mitte stehen. Nach einer halben Stunde kam eine bekannte Stimme aus einem Lautsprecher: „So meine Herren, ich hoffe Sie sind jetzt alle gut untergebracht. Falls sie Durst haben benutzen Sie bitte den kleinen Schlauch am Kopfende ihrer Liege. Zu Essen werden Sie erst morgen wieder etwas bekommen. Öffnen Sie nun bitte das Päckchen und lesen Sie sich die Gebrauchsanweisung aufmerksam durch. Dann legen sie Ihren persönlichen Schmuck selbständig an. Bitte denken Sie daran, dass wir jedes Geräusch und jede Bewegung von Ihnen überwachen. Sie möchten doch nicht dass ihren Frauen etwas zustößt, mit denen wir uns jetzt noch ein bisschen beschäftigen werden…!“ Der letzte Satz versetzte mir einen Schlag in die Magengrube. Die betäubende Wirkung des Drinks hatte nachgelassen und eine unbändige Wut und Verzweiflung kochte in mir hoch. Ich ballte meine Fäuste und stellte mir meine Andrea vor, wie sie von mehreren der Schwarzen gleichzeitig genommen wurde…! Die Gedanken daran waren fast schlimmer als es mit ansehen zu müssen und ich hatte Mühe die Beherrschung zu behalten. Plötzlich hörte ich Geräusche und abgedämpftes Gebrüll, vermutlich aus der Nachbarkabine. Gleich darauf hörte ich die dumpfen Schritte mehrerer Wärter und laute Stimmen, dann war alles wieder still. Mein Nachbar hatte es wohl nicht mehr ausgehalten und war abgeholt worden und seine Frau war nun bestimmt schon auf dem Weg zu ihm! Es schauderte mich und ich setzte mich erschöpft auf die Liege. Dann fiel mir das Päckchen wieder ein und ich öffnete es schnell. Es enthielt einen Keuschheitsgürtel aus stabilem, transparentem Kunststoff. Ich hatte davon gehört, aber noch nie einen gesehen. Ich las die Gebrauchsanleitung und probierte dann die verschiedenen Ringe mit Hilfe der beigefügten Creme, um die richtige Größe zu ermitteln. Nummer „2“ passte mir gerade so. Jetzt musste ich nur noch meinen wieder geschrumpften Schwanz in die Röhre stecken, was mir relativ müh
elos gelang. Dann steckte ich die Röhre wie beschrieben auf den Ring und ließ zur Sicherung noch das kleine Sicherheitsschloss einrasten. Das war ein seltsames Gefühl und erst jetzt fragte ich mich nach dem Sinn. Was hatten sie wohl mit uns vor…? Die zukünftige Rolle der Frauen war mir nach der „Demonstration“ relativ klar, aber wir Männer…? Ich packte die restlichen Teile und die Verpackung ordentlich zusammen und stellte alles zusammen an die Tür. Dann legte ich mich auf die Liege und trank einen Schluck Wasser aus dem Schlauch. Das Decken licht ging aus, aber gleichzeitig ging eine schwache rote Lampe in der Ecke an. Ich blieb still liegen, bestimmt würde auch im Halbdunkel noch alles überwacht werden können. Ich war davon überzeugt keine Ruhe finden zu können, aber nach einigen weiteren Stunden mit quälenden Gedanken schlief ich dann doch erschöpft ein. Irgendwann wurde ich von einem unangenehmen Gefühl geweckt, ich hatte eine Erektion, die sich aber in der engen Röhre nicht entfalten konnte. Ich versuchte mich zu konzentrieren und nach einer Weile klang sie dann ab. Am Morgen – zumindest hielt ich es für den Morgen, denn ich hatte jedes Zeitgefühl verloren – wiederholte sich das Spiel, auch diesmal war es noch sehr schmerzhaft. Nachdem es endlich nachgelassen hatte verspürte ich nun auch einen Druck auf meiner Blase und setzte mich instinktiv auf die Toilette. Ich verkrampfte unbewusst ein wenig, aber als ich dann doch locker ließ, sprudelte es irgendwie unten heraus. Ich stand auf und das Licht ging an, kurze Zeit später hörte ich, wie die Tür von außen geöffnet wurde… 4 Ich war schon ziemlich enttäuscht. Da wird eine Frau vor den Augen aller aufs Tiefste gedemütigt und diese Neandertaler – meiner eingeschlossen – findet das auch noch geil. Aber die traurige „Vorstellung“ war jetzt erst mal vorbei und die Angst vor dem was noch kommen würde machte sich nun in meinem Bauch und meinem Kopf breit. Ich sah ununterbrochen zu Matthias und er zu mir, niemand hatte gesagt dass das verboten sei. Nun setzte sich seine Gruppe in Bewegung und er verschwand aus meinem Blick. Ein tiefer Stich fuhr mitten in mein Herz – wann würde ich ihn wieder sehen…? Nach einer Weile waren alle Männer verschwunden. Einige der Wächter leckten sich die Lippen, würden wir jetzt „dran“ sein…? „So meine Damen, ich werde ihnen jetzt noch ein paar Informationen darüber geben, was in der nächsten Zeit auf Sie zukommen wird. Wie Sie sich sicherlich schon denken können wird ihre Aufgabe hauptsächlich darin bestehen, die ausschließlich männlichen Gäste zu unterhalten. Wir legen besonderen Wert darauf, dass diese Gäste weitestgehend „normal“ veranlagt sind, sie müssen also nicht mit Praktiken rechnen, bei denen ihr Körper geschädigt wird oder die besonderen Ekel hervorrufen. In Grenzfällen wird ihnen einer der Betreuer zur Seite gestellt werden und das Ganze beaufsichtigen und gegebenenfalls auch einschreiten. Die Überwachung hier auf dem Schiff ist lückenlos, es gibt nicht einen einzigen Winkel, an dem wir Sie nicht sehen oder hören können. Deshalb werden Sie sich auch ab sofort frei an Bord bewegen können, denn wir befinden uns auf hoher See und wo sollten Sie schon hin – außer vielleicht ins Meer springen…? Seien Sie versichert, dass wir in diesem Fall Ihren Mann dann unverzüglich hinterher befördern werden, damit er Ihnen Gesellschaft leisten kann…! Umgekehrt ist ihr Leben auch von dem Wohlverhalten Ihres Mannes abhängig. Denken Sie also immer daran, wie viel Ihre Männer aus Liebe zu Ihnen auf sich nehmen müssen…! Wenn Sie also jetzt durch den Ausgang gehen, werden Sie von unseren Betreuern ein vorläufiges Zugangsband bekommen, mit dem Sie alle öffentlichen Bereiche und Ihre Kabine betreten können. Schauen Sie sich in Ruhe auf dem Schiff um, genießen Sie die Restaurants und die Freizeiteinrichtungen, die Sie jetzt noch allein nutzen können, denn die ersten Gäste kommen erst nach Abschluss aller Vorbereitungen. Aber – reden Sie nicht miteinander, das ist strengstens verboten!“ Nach diesen Worten zeigte Herr Franck mit einer ausladenden Geste zum Ausgang. Unsicher setzten sich die ersten Frauen in Bewegung, aber er nickte uns ermunternd zu. Gut, dieser Mann meinte also immer genau was er sagte und ich beschloss, seinen Anweisungen aufs Genauste zu folgen. Am Eingang wurde ich mit einer Digitalkamera fotografiert und innerhalb von Sekundenbruchteilen erschienen alle meine Daten auf dem Bildschirm des Computers. Aus einer Art Drucker fiel ein schmaler Plastikstreifen in ein Kästchen und ich bekam diesen als Armband von einem der Wächter um mein Handgelenk gelegt. Der Verschluss klickte hörbar ein und wurde mit einer Art Zange versiegelt. Ich betrachtete es kurz. Es war orangefarben und in der Mitte war eine kleine Erhebung, darunter befand sich wahrscheinlich ein Chip oder so. Die aufgedruckte vierstellige Nummer bedeutete sicherlich meine Kabinennummer – 5117! Auch ohne den ausdrücklichen Hinweis von Herrn Franck wusste ich, dass ich auf keinen Fall daran herumfummeln würde…! Ich war gerade durch den Ausgang gegangen, als die Frau neben mir anfing zu schreien. Zwei Wächter nahmen Sie in die Mitte und führten sie ab. Sie hatte nichts Verbotenes getan… – also ihr Mann…! Alle hatten es mitbekommen, aber wir lernten schnell. Ich ging ruhig in Richtung Aufzug weiter und versuchte zu verdrängen, was gerade passierte. Auch die übrigen Frauen verhielten sich so wie ich… Ein Aufzug war schon da, die Türen standen offen. Ich ging hinein und drückte auf „5“. Die Glastüren schlossen sich langsam und der Aufzug setzte sich sanft in Bewegung. Auf Deck 5 angekommen suchte ich meine Kabine – 5117 – hier war es! Etwa in Augenhöhe blinkte ein rotes Lämpchen mitten auf der Tür. Ich hielt das Armband davor, die Farbe wechselte auf grün und die Tür schob sich lautlos zur Seite. Eine Sekunde lang hatte ich noch die Hoffnung, Matthias würde hier schon auf mich warten… Gespannt betrat ich die Kabine. Matthias war leider nicht da und aus meiner Brust löste sich ein tiefer Seufzer. Erschreckt sah ich nach oben, natürlich das konnten sie doch sehen und hören…! Ich stand einen Moment unbeweglich in der Mitte des Raumes, aber niemand kam. Langsam drehte ich meinen nun Kopf, um mir die Kabine bewusst anzusehen. Mein Blick fiel zunächst auf das riesige Bett – bestimmt drei Meter breit – das mit dem Kopfende an der Außenwand der Kabine stand. Darüber ging über die gesamte Breite und bis runter auf Matratzenhöhe ein Panoramafenster. Einen kurzen Moment vergaß ich meine Situation und schaute durch das Fenster raus aufs Meer – die Aussicht war atemberaubend! Schnell holte mich die Realität wieder zurück und ich inspizierte den Rest der Kabine. Die Kabinentür hatte sich automatisch geschlossen und bildete zusammen mit der gesamten Wand eine durchgehende Spiegelfläche. In den beiden anderen Wänden befand sich jeweils in der Mitte eine matte Glastür, und daneben blinkten an beiden Seiten rote Lämpchen. Ich trat näher und sah, dass es sich um Türen von Einbauschränken handeln musste, aber mit meinem Armband ließen sie sich nicht öffnen. Die Glastür öffnete sich zur Seite sobald ich darauf zuging, dahinter befand sich ein luxuriöses Bad mit großem Whirlpool, aber auch „normaler“ Badewanne, Dusche, Waschbecken, Bidet und einem Schminktisch. Ich zog eine Schublade auf, es war alles vorhanden – die teuersten Kosmetikprodukte die es gab…! Ich verließ das Bad und ging zur der anderen Glastür. Dieser Raum war nicht so groß, aber ebenfalls mit Toilette, Dusche und Bidet ausgestattet. Mein Blick fiel auf den Boden. An verschiedenen Stellen waren so eine Art Schienen im Boden eingelassen, sie erinnerten mich irgendwie an Gardinenleisten. Ein Strang führte am Fußende des Bettes entlang bis in beide Bäder und teilte sich dort in beide Richtungen. Ein anderer Strang lief vom Fußende genau auf den Eingang zu. Da ich hier nun fast alles gesehen hatte ging ich auf die Tür zu. Erst kurz davor bemerkte ich eine winzige rote Lampe
in der Spiegelfläche und hielt mein Armband davor. Die Tür öffnete sich wieder lautlos und bevor ich in den Gang nach links abbog, schaute ich noch kurz auf den Boden. Die Schiene lief von meiner Tür aus direkt bis unter die gegenüberliegende Kabinentür… Ich ging den Gang entlang und sah eine nackte Frau auf mich zukommen. Natürlich wir hatten ja alle nichts mehr an…! Als wir auf gleicher Höhe waren lächelte sie mich an und nickte kurz mit dem Kopf. Ich erwiderte ihren Gruß und ging weiter ohne mich umzudrehen. Auf diesem Deck und dem darüber liegenden schien es nur Kabinen zu geben. Die Türen auf meiner Seite des Gangs hatten den gleichen Abstand und so vermutete ich, dass alle Frauen hier untergebracht waren. Im Treppenhaus konnte ich zwar weiter nach unten gehen, aber die Zugänge zu den Decks von 4 und 3 ließen sich mit meinem Armband nicht öffnen. Weiter unten versuchte ich es dann gar nicht mehr und fuhr gleich mit dem Aufzug bis Deck 7. Ich schaute nach links – ach ja, hier ging es zum Theater…! Ich schlug die andere Richtung ein. Hier passierte ich zunächst eine Designer – Bar und begegnete vielen Frauen, die nun ebenfalls das Schiff erkundeten. Überall standen merkwürdig geformte Möbel herum, die keinen Zweifel daran ließen, wofür sie vorgesehen waren…! Hinter der Bar begann ein riesiger Fitnessraum mit unglaublich vielen Geräten und in seiner Mitte gab es einen großzügigen Pool mit einer phantasievoll gestalteten Badelandschaft. Ich ging die Treppe am Ende hinauf, jetzt war ich bei Deck 8 angekommen. Hier befanden sich verschiedene Restaurants, teilweise mit Terrasse aber auch mit Séparées. Weiter vorn bildete dann wieder eine Bar den Abschluss und hinter dem vorderen Treppenhaus mit den Aufzügen befanden sich die oberen Theaterzugänge. Ich ging weiter nach oben. Nun war ich auf dem Deck angelangt, auf dem Herr Franck seine erste Begrüßungsrede gehalten hatte. In der Mitte befand sich der Außenpool in den sich über eine durchgehende bepflanzte Natursteinwand ein kleiner Wasserfall ergoss. Hinter dem Wasserfall ragte der mächtige Schornstein der „Platinum“ in den Himmel und es gab dort keine sichtbaren Durchgänge nach hinten. Um den Pool herum waren im Halbkreis viele bequem aussehende Doppelliegen aufgestellt. Ich drehte mich um und ging zurück nach vorn. Auf der rechten Seite war eine Poolbar und davor gab es eine Art Tanzfläche, der Boden war aus einem anderen Material und viel glatter. Auf diesem Deck fand ich dann im vorderen Teil des Schiffes einen sehr großzügigen Wellness Bereich, mit verschiedenen Saunen und allem was dazu gehört. Vor dem Ruhebereich der Sauna erstreckte sich über die gesamte Schiffsbreite noch ein schönes Sonnendeck, das mit großen Fensterwänden vor dem Fahrtwind geschützt wurde. Ich hatte nun mehr oder weniger alles erkundet und war ziemlich beeindruckt. Jetzt ertappte ich mich aber dabei, wie ich lächelnd in der Sonne stand und schämte mich sofort dafür. Wie konnte ich diesem Wahnsinn noch etwas Schönes abgewinnen wo ich noch nicht einmal wusste, was mit Matthias geschehen war…? Traurig trat ich den Rückweg zu meiner Kabine an und lief unterwegs noch mal durch den Restaurantbereich, aber es war kein Essen zu sehen, auch kein Personal. Ich öffnete meine Kabinentür und trat gedankenversunken ein. Vor dem Bett blieb ich stehen und erstarrte. Erst jetzt sah ich den Mann auf meinem Bett liegen, er war völlig nackt und kam mir noch schwärzer vor als die anderen, die ich bis jetzt gesehen hatte. Mein Blick fiel auf seinen mächtigen Schwanz, der sich allein bei meinem Anblick schon merklich vergrößerte. Er streckte mir seine große Hand entgegen und ich gab ihm meine wie in Trance. Langsam zog er mich zu sich auf das Bett… 5 Die Wächter ließen uns wieder in Gruppen von 10 Mann antreten. Alle Ehemänner trugen nun ihre KG’s und wir gingen stumm den Gang entlang, bis er in einen größeren Raum mündete. Auch hier war alles aus Edelstahl, so wie auch in unseren „Kabinen“ – es war eine Art Gemeinschaftsdusche. Aus dem Lautsprecher ertönte die Stimme Francks, aber es klang deutlich nach Aufzeichnung: „So meine Herren, nun folgt eine weitere Phase der Vorbereitung! Ich darf sie bitten, sich jetzt zu rasieren – und zwar am GANZEN Körper. Entfernen Sie also gründlich jegliche Behaarung an Beinen, Armen, Kopf – auch die Augenbrauen und lassen Sie sich gegebenenfalls von ihrem Nachbarn helfen, zum Beispiel am Rücken. Im Intimbereich kürzen sie die Haare bitte nur mit der Schere auf eine Länge von etwa 2-3 Millimeter – nicht mehr!“ Die Wächter gaben uns Wegwerfrasierer und traten wieder einen Schritt zurück. Ich stellte mich als erster unter die Dusche, drehte das Wasser auf und begann bei der Rasur mit den Beinen. Mit dem ersten Rasierer kam ich bis zur Mitte des Bauchs, dann war er stumpf. Ich hielt ihn einem Wächter entgegen, der mir daraufhin einen anderen gab. Überhaupt blieben die Wächter absolut neutral, ich hatte irgendwie damit gerechnet, dass sie uns schikanieren oder gewalttätig sein würden, aber nichts dergleichen. Anscheinend lief hier alles gewaltfrei ab, solange man nur das tat was Franck sagte… Ich brauchte noch 2 weitere Rasierer bis ich mich soweit allein rasiert hatte wie es ging. Aus einer kleinen Wunde an der Brustwarze blutete ich ein wenig. Meinen Kopf hatte ich schon vorrasiert, was bei meiner bisherigen 5mm – Frisur auch kein besonderes Problem gewesen war. Wir waren alle fast gleichzeitig fertig geworden und sahen nun wie rosige Ferkel aus, besonders diejenigen, die wie ich etwas Übergewicht hatten. Mir fiel auf, dass keiner von uns besonders groß war, alle hatten wir ungefähr eine Höhe. Das war sicher kein Zufall, dachte ich, hier war alles bis ins Detail durchdacht und sie hatten uns in den Wochen vor der Abreise sicher genauestens beobachtet… Ich nahm Blickkontakt mit meinem Nachbarn auf und gab ihm meinen Rasierer. Er kontrollierte zunächst meinen Kopf und rasierte an verschiedenen Stellen noch mal nach, besonders an den Augenbrauen. Dann kamen noch ein paar vergessene Haare auf den Schultern dran, der Rest war anscheinend in Ordnung. Ich tat das Gleiche dann für ihn und schließlich gaben alle ihre letzten Rasierer zurück an die Wächter. Einer von ihnen trat vor und hielt uns eine Schale mit stumpfen Haarscheren hin. Jeder von uns nahm eine Schere und kürzte damit seine Behaarung im Schambereich, soweit das der KG zuließ. Zum Schluss wies uns ein Wächter mit einer Handbewegung an, uns noch mal abzuduschen. Dann wurden wir nass den Gang zurückgeführt, was aber nicht wirklich unangenehm war, da alles anscheinend für den „Nacktbetrieb“ klimatisiert war. Überraschenderweise gingen wir an unseren Zellen vorbei und über das Treppenhaus ein Deck weiter nach unten. Dort kamen wir in einen Raum der aussah wie ein riesiger Friseursalon. Es gab etwa 40 Arbeitsplätze mit merkwürdig aussehenden Sesseln und ebenso viele geschäftige „Friseure“. Diese Männer waren auch nackt und alle Rassen und Nationalitäten schienen vertreten zu sein. Jetzt drehte sich einer zu uns um und ich war geschockt – er war völlig kastriert…! Ich betrachtete die anderen „Friseure“ nun genauer und sie sahen „dort“ genauso aus wie er. Mein Herz klopfte heftig und ich atmete schwer, würden wir das gleiche Schicksal wie sie erleiden…? Der „Cheffriseur“ geleitete uns nun auf freie Plätze, denn außer uns befanden sich schon 2 andere Gruppen im Raum. Hinter jedem freien Sessel wartete bereits einer dieser feminin aussehenden Männer. Ich nahm auf dem mir zugewiesenen Sessel Platz. Es war so eine Mischung aus Frauen- und Zahnarztstuhl. Die Rückenlehne wurde nach unten gefahren und mein Kopf, Arme und Beine mit Schnallen fixiert. Ich schloss ängstlich die Augen und wartete, jetzt hörte ich ein Zischen und ein kaltes Spray wurde auf meinem Schambereich verteilt. Dann spürte ich nur noch dass dort etwas geschah, aber nicht was. Meine Neugier war schließlich stärker als meine Angst und ich blinzelte unter meinen Lidern hindurch. Der „Friseur“ hatte den KG entfernt
und vermaß nun meinen durch die Kälte stark geschrumpften Schwanz und meine Eier mit akribischer Präzision. Er probierte noch verschiedene ovale Ringe, die mit einem Scharnier wie bei einer Handschelle versehen waren und trug die Ergebnisse auf einer Liste ein. Nun nahm er ein Gerät, das aussah wie ein Lötkolben und hielt die Spitze an eines der kurz geschnittenen Haare im Intimbereich. Es gab ein zischendes Geräusch und ein kleines Rauchwölkchen stieg auf. Der Geruch von verbranntem Haar stieg in meine Nase. Ich versuchte mich zu entspannen und schloss wieder die Augen. Zumindest hier und jetzt würden wir wohl nicht entmannt werden… Die Prozedur dauerte mehrere Stunden. Zum Schluss wurden wir noch abgewaschen und dick eingecremt, bevor der KG wieder angebracht wurde. Ich erwartete eigentlich, dass wir jetzt wieder zurückgebracht würden, aber der „Friseur“ nahm auch noch unsere Fußabdrücke mit dafür vorbereiteten Schalen, in denen sich eine weiche verformbare Masse befand. Zum Schluss wurden noch unsere Köpfe vermessen, dann ging es wieder zurück. Erst als ich wieder in meiner Zelle lag dachte ich plötzlich an Andrea und wie es ihr wohl bisher ergangen war. Ich ärgerte mich nun ein wenig darüber, dass meine eigenen Ängste mir davor keinen Raum für Gedanken an sie gelassen hatten. Aber jetzt sah ich ihr Gesicht mit geschlossenen Augen und eine Welle der Liebe durchströmte meinen Körper. Der Lautsprecher knackte: „Leider sind die meisten von Ihnen etwas zu „gewichtig“ und deshalb werden wir Ihre Ernährung umstellen müssen. Wenn sie also den kleinen Hebel neben dem Wasserschlauch umlegen, dann erhalten Sie anstelle von Wasser Astronautennahrung, sobald Sie auf den Knopf drücken. Die maximale Dosierung ist vor eingestellt, Sie brauchen also keine Angst zu haben zu viel zu essen…!“ Ich verspürte nun doch einen starken Hunger und testete die „Astronautennahrung“. Sie schmeckte gar nicht so schlecht, leicht süßlich, ein bisschen wie Haferflocken. Ich saugte, bis der Flüssigkeitsstrom mit einem „Klack“ stoppte. Verdammt, das war doch viel zu wenig…! Nachdem ich den Hebel wieder umgelegt hatte konnte ich zumindest wieder Wasser trinken. Dafür schien es kein Limit zu geben, deshalb trank ich solange, bis das Hungergefühl verschwunden war. Mit dem Schlauch im Mund schlief ich ein… 6 Er legte mich behutsam neben sich auf das Bett und schaute mir direkt in die Augen. Dann nahm er meinen Kopf in beide Hände und küsste mich zärtlich auf den Mund. Ich schloss die Augen und überlegte, die Gedanken rasten durch meinen Kopf. Wenn ich hier jetzt bockte, dann gefährdete ich mein Leben und auch das von Matthias. Ich entschied mich deshalb spontan für eine aktive Strategie, öffnete meinen Mund ein wenig, ließ meine Zunge zwischen meinen Lippen herausschlüpfen und leckte damit ganz sanft über seinen Mund. Er löste sich ein wenig von mir und ich öffnete die Augen. Ein breites zufriedenes Lächeln huschte über sein Gesicht und er näherte sich wieder, um mich wieder zu küssen. Ich schloss die Augen und versuchte mir vorzustellen, dass es Matthias sei, aber es gelang mir nicht. Wider Erwarten fand ich es aber andererseits auch nicht SO abstoßend einen fremden Mann zu küssen wie ich gedacht hatte. Seine Zunge suchte nun ganz behutsam den Weg in meinen Mund und ich erwiderte den Kuss so leidenschaftlich es mir möglich war. Dabei dachte ich nun nicht mehr an Matthias, sondern versuchte mich einfach nur auf die Reize zu konzentrieren, die ja für sich genommen nicht unangenehm waren. Meine Gedanken schweiften zwar immer wieder ab, aber so könnte es vielleicht funktionieren – die Liebe im Herzen „parken“ und die Sinne für den losgelösten Sex öffnen… Seine rechte Hand wanderte nun langsam über meinen Körper, streichelte meine Brüste und näherte sich geschickt meiner Muschi, die ich durch ein leichtes Öffnen meiner Schenkel freigab. Meine Technik schien zu funktionieren, mein Körper reagierte nun wirklich positiv auf die Berührungen, ohne dass meine inneren Gefühle davon betroffen wurden. Jedenfalls redete ich mir das so ein und es half. Sein Zeigefinger kreiste nun um mein Lustknöpfchen herum, fuhr dann ein wenig auf und ab und teilte meine zarten Lippen. Ich spürte wie ich zunehmend feuchter wurde und seine positive Resonanz darauf fühlte ich über seine immer heißeren Küsse. Mit der linken Hand fuhr ich nun vom Nacken angefangen, über seinen muskulösen Rücken bis in seine Lendengegend und suchte seinen Schwanz. Er war nicht schwer zu finden bei der Größe, auf die er jetzt angeschwollen war. Ich war nun mittlerweile ziemlich erregt und an einem Punkt angelangt, von dem aus dann alles irgendwie von allein lief. Ich ließ mich einfach von meiner neu entdeckten, „lieblosen“ Geilheit leiten und drehte mich herum, so dass ich seinen Schwanz jetzt direkt in Mundreichweite hatte. Er war beschnitten und ein Lusttröpfchen bildete sich wie eine Perle auf der Spitze. Ich leckte sanft darüber und er stöhnte leise auf. Ich arbeitete mich mit meiner Zunge vor bis zu den Eiern und wieder zurück. Dann ließ ich seinen Schwanz in meinen Mund gleiten und begann kräftig zu saugen. Er drehte sich jetzt über mich, aber ich klammerte mich mit meinen kleinen Händen an seinem langen Schwanz und seinen fetten Eiern fest und saugte weiter. Jetzt lagen wir in der „69“, er oben und ich spürte seine lange Zunge an meinen empfindlichsten Stellen. Und er leckte und saugte mich so gut, wie ich es noch nie vorher erlebt hatte…! Ein gewaltiger Orgasmus kündigte sich von ganz unten aus der Tiefe kommend an und ich löste mich deshalb schnell aus seiner Umklammerung. Dann zerrte ich fast an ihm, um ihn schnell auf den Rücken zu drehen, aber er verstand gleich und half mir dabei. Gierig warf ich ein Bein über ihn hinweg und brachte mich mit meiner tropfnassen, vor Lust angeschwollenen Muschi genau über seinem Schwanz in Position. Ich nahm ihn in beide Hände und fuhr mit der Spitze ein paar Mal durch meine heiße Spalte, bevor ich mich langsam und genüsslich auf seinem Pfahl hinab gleiten ließ. Mit langsamen und sehr sanften Stößen bezwang er die Enge meiner Muschi, bis ich ihn schließlich bis zum Anschlag aufgenommen hatte. Ich fing nun an, ihn immer schneller zu reiten und spürte, wie ich kurz davor war unglaublich zu kommen. Jetzt versteifte sich sein Schwanz noch ein bisschen mehr, gleich würde er abspritzen und als ich die erste Ladung seines heißen Saftes in mir fühlte, wurde ich von einem nicht enden wollenden Orgasmus ins Universum katapultiert! Erschöpft ließ ich mich neben ihm auf das Bett plumpsen. Die Geilheit ebbte ab und die Gedanken kamen zurück. Was um alles in der Welt hatte ich da eben getan…? Meine Emotionen kippten um 180 Grad und ich wurde brutal von einer depressiven Welle mitgerissen. Mein armer Matthias, ich war so eine Sau…! Stumme Tränen rollten über mein Gesicht. Es war nicht die Tatsache DASS ich es getan hatte, dazu hatte es ja praktisch keine Alternative gegeben. Aber wie konnte ich so viel Lust dabei empfinden und das völlig ohne Liebe? Ich schämte mich so sehr. So viele schöne Liebesnächte hatte ich mit Matthias gehabt, aber rein auf den Sex bezogen, hatte sie das Erlebnis von eben einfach weggefegt! Ich spürte, wie mein „Lover“ aufstand, seine Sachen vom Boden aufhob und fast lautlos den Raum verließ. Nach einer Weile hatte ich meine Gefühle wieder im Griff und verspürte einen großen Hunger. Ich duschte mich kurz ab und machte mich dann auf den Weg zum Restaurantdeck. Ja endlich, jetzt gab es dort etwas zu essen! Und was für Essen, das Buffet war sensationell…! Überall saßen Frauen und aßen die leckeren Sachen, aber die ungewohnte Stille dabei war irgendwie beängstigend, trotz der dezenten Hintergrundmusik. Ich nahm gleich einen großen Teller und belud ihn mit allem, was meine hungrigen Augen erfassten. Dann suchte ich mir einen freien Tisch mit Blick aufs Meer und verschlang gierig die Köstlichkeiten. Jetzt gab es auch Personal das die Tische abräumte, aber unsere Männer waren nicht dabei – oh mein G
ott, die hatten ja unten nichts mehr dran…!? Mir wurde schlecht, würden sie das mit Matthias auch machen…? Ich versuchte mich zu beherrschen und schaute in die Gesichter der anderen Frauen, alle schienen dasselbe zu denken wie ich. Aber diese „Männer“ hier redeten miteinander und sahen auch nicht wirklich unglücklich aus, vielleicht waren das „freiwillige“ Eunuchen? Ich beschloss, sie einfach zu ignorieren so gut es ging und mir keine Gedanken mehr darüber zu machen. Ich sah Frauen mit gläsernen Weinkrügen zurückkommen, an der Getränketheke schien es sogar Wein zu geben. Ich holte mir noch einen weiteren Teller mit Essen und füllte mir dazu eine mittlere Karaffe mit Rotwein ab. Die ersten zwei Gläser kippte ich ziemlich schnell runter und eine wohlige Gleichgültigkeit breitete sich langsam auf meiner angekratzten Seele aus. Wahrscheinlich bekamen unsere Männer den gleichen Komfort wie wir, nur halt auf den für uns gesperrten Decks. Vielleicht hatten sie sogar auch Frauen dabei – wer weiß…? Mit diesen selbsttröstenden Gedanken machte ich mich auf den Rückweg zu meiner Kabine. Irgendwie war ich nicht wirklich überrascht meinen „Betreuer“ von vorhin dort wieder zu finden. Ich legte mich matt neben ihn und er nahm mich einfach in seine starken Arme, er wollte anscheinend jetzt keinen Sex. Nach einer Weile drehte ich mich auf die Seite und er „löffelte“ sich zärtlich an mich. Ich verspürte nun doch ein gewisses Gefühl der Geborgenheit und schlief nach wenigen Minuten ein… 7 Am nächsten Morgen wurden wir wieder in 10er – Gruppen vom Zellengang weggeführt. Die Zusammensetzung der Gruppe war fast genauso wie gestern, aber ich vermisste meinen „Duschnachbarn“… Vielleicht hatte es seine Frau nicht geschafft…? Ich war überrascht darüber, wie viel weniger es mich heute schon als gestern schockierte! Wir gingen jetzt nach unten, aber bogen nicht links ab zum „Friseur“, sondern gingen rechts herum. Kurz darauf erreichten wir eine Art „Krankenstation“. Dort empfingen uns zwei Männer, die anscheinend Ärzte waren, außerdem schwirrten noch mehrere „Eunuchen“ – Schwestern herum. Die beiden ebenfalls schwarzen Ärzte drehten sich um, gingen jeder in einen Behandlungsraum und die Wächter schickten die beiden ersten von uns hinterher. Die Untersuchung dauerte pro Person nur etwa 10 Minuten und einige kamen mit Filzstiftmarkierungen auf dem Körper wieder heraus – ich gehörte ebenfalls dazu…! Nachdem alle von unserer Gruppe durch waren kamen die „Schwestern“ und brachten jeden von uns in eine Einzelkabine. Ich bekam eine klare ölige Flüssigkeit zu trinken und verspürte kurz danach den Drang mich zu entleeren. Nach einer Weile kam ich dann auch wieder von der Toilette runter und legte mich auf die Liege. Kaum hatte ich jedoch eine halbwegs bequeme Position eingenommen schossen zwei der Schwestern herein und verpassten mir einen Einlauf, aber einige Zeit später war auch das überstanden. Dann gaben sie mir noch eine dicke Tablette und etwas Wasser, um sie runter zu spülen. Ich wurde müde, aber in dem Moment wo ich schon fast eingeschlafen war, holten mich die Schwestern ab und brachten mich in einen OP-Raum. Dort legten sie mich auf den Tisch und fixierten mich mit mehreren Riemen fest an Armen und Beinen. Warum war ich nur so unbeteiligt, hatten sie mir auch ein Beruhigungsmittel verpasst…? Die Schwestern trafen Vorbereitungen im Raum, aber ich konnte sie nicht sehen. Plötzlich kamen die Ärzte und der am Kopfende drückte mir gleich eine Atemmaske auf Mund und Nase. Erst wollte ich versuchen die Luft anzuhalten, aber dann atmete ich doch weiter, ich wollte keinen Ärger machen und damit vielleicht Andrea gefährden! Ich wachte wieder auf… Wie lange war ich weg gewesen und was hatten sie mit mir gemacht…? Meine Hände waren frei und ich fuhr schnell damit unter das Laken. Puh – da war noch alles dran, ich fühlte den KG. Aber mein Bauch schmerzte und jetzt erst registrierte ich den festen Verband, der meinen gesamten Oberkörper umschoss. An einer Seite kam ein kleiner Schlauch aus dem Verband und führte nach unten zu einer Plastikflasche. Ich überlegte – hatten sie mich etwa abgesaugt…? Und wenn ja warum, so dick war ich ja nun auch wieder nicht gewesen! Nach einer Weile kam eine der Schwestern und öffnete eine kleine Klappe in der Wand neben meinem Kopf. Sie zog einen Schlauch heraus und steckte ihn mir in den Mund. Heraus kam eine Mischung aus Wasser und der Astronautennahrung – ziemlich dünn, aber besser als gar nichts. Nichts passierte und ich lag noch einige Stunden wach. Nach ein paar Tagen auf der Krankenstation wurde der Verband gewechselt, ich war jetzt tatsächlich viel schlanker geworden, aber alles war noch grün und blau. Schon am nächsten Morgen wurden einige von uns abgeholt und in einen Saal gebracht, in dem eine Reihe von Trainingsmaschinen standen. Ich bekam einen Pulsmesser am Handgelenk angebracht und einer der Wächter stellte ein Fettverbrennungsprogramm an dem für mich bestimmten Gerät ein. Dann ging die erste Einheit los und ich musste bis an den Rand der Erschöpfung trainieren. Unmittelbar danach ging es wieder zurück in meine „Stamm“ – Zelle. In den nächsten 4 Wochen änderte sich dieser Rhythmus nicht und die langen Stunden der Isolation in meiner Zelle brachten mich fast an den Rand des Wahnsinns. Meine Gedanken kreisten um Andrea und ob es ihr gut ging und die Sehnsucht nach ihr fraß mich auf. Anfänglich hatte ich dann von Zeit zu Zeit noch schmerzhafte Erektionen, aber inzwischen hatte sich mein „Kleiner“ an das Gefängnis gewöhnt und versuchte es nur noch selten… Nach schätzungsweise einer weiteren Woche wurde endlich der Verband entfernt und auch der KG. Unmittelbar danach bekam ich ziemlich schmerzhafte Injektionen rund um die Peniswurzel herum und spürte wie alles taub wurde. Mein Schwanz zog sich richtig klein zusammen und kam mir nach der langen Zeit ganz fremdartig vor! Dann wurde ich mit einer Gruppe zum Duschen gebracht. Dabei bemerkte ich, dass diejenigen die vorher noch nicht beschnitten gewesen waren, jetzt auch operiert waren… Um diesen Eingriff war ich hier herumgekommen, denn bei mir war das schon kurz nach meiner Geburt gemacht worden. Wir alle hatten aber gleich bei der ersten Operation hier ein Piercing bekommen und zwar einen etwa 2 Millimeter starken Ring mit einem Durchmesser von etwa 8 Millimetern, der quer unterhalb der Mitte der Eichel tief die Haut durchbohrte. Ich war jetzt wirklich ziemlich schlank, ohne Bauch und auch schon ganz gut trainiert. Von der OP waren keine Spuren mehr zu sehen und mir fiel auf, dass mein Muttermal neben dem Nabel auch spurlos entfernt worden war…! Wir mussten uns frisch rasieren und uns auch wieder gegenseitig dabei helfen. Als wir damit fertig waren bekam ich plötzlich ein ganz ungutes Gefühl – wir sahen jetzt bis auf unsere Gesichter alle fast gleich aus, Körpergröße, Gewicht – kaum noch Unterschiede…! Ich hing diesem Gedanken auf dem Rückweg noch nach als mir auffiel, dass wir nicht in unsere Zellen zurückgebracht wurden. Wir gingen in einen Bereich, den ich bisher noch nicht gesehen hatte und schon von weitem er schnupperte ich den Metallgeruch… Der Raum war so etwas wie eine Schmiede und ich bekam zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder Panik. Nicht dass ich mich in den letzten Wochen gut gefühlt hätte, aber irgendwie war eine gewisse Routine in die täglichen Abläufe rein gekommen, die etwas Beruhigendes hatte. Jetzt begann anscheinend eine neue Phase und meine Augen erfassten im Moment nichts, was mir meine Angst nehmen konnte – ganz im Gegenteil! Hier arbeiteten keine Eunuchen, sondern sehr kräftige Schwarze und sie schienen Freude an ihrer Arbeit zu haben. Einer kam auf mich zu und gab mir mit dem Kopf ein Zeichen ihm zu folgen. Mein Magen ballte sich zusammen, doch ich ging brav hinterher. Er bedeutete mir, dass ich mich auf einen Stuhl mit einer U-förmigen Sitzfläche setzen sollte, darunter befand sich ein Spiegel. Jetzt war ein zweiter Mann zur Stelle, der einen handschellenartigen ovalen Ring um mein
e Eier und meinen gefühllosen Schwanz herum schloss. Unten am Ring befand sich ein Scharnier und oben an jeder Ringhälfte eine Öse, die sich genau deckten, sobald der Ring geschlossen war. Der Helfer schob jetzt noch einen kurzen Bolzen von hinten durch die Ösen, so dass er genauso weit raus schaute wie die beiden Bolzen, die sich vorn am Ring auf beiden Seiten befanden. Ich beobachtete die routinierte Arbeit der beiden so, als ob ich selbst gar nicht betroffen sei, dies schien mir die beste Beruhigungsstrategie zu sein…! Jetzt befestigte der „Meister“ einen stabilen Nylonfaden an meinem Piercing, das Ende hatte er bereits durch die Röhre des neuen KG gefädelt. Bevor er meinen Schwanz in die Röhre zog, trug er noch ein Gleitmittel auf, von dem er auch etwas in die Röhre hinein drückte. Nun schob er die Röhre mit leichtem Druck auf meinen Schwanz, während er ihn gleichzeitig mit dem Nylonfaden unterstützend hineinzog. Die Röhre war zwar etwas enger als die bisherige, aber mein Schwanz war bereits problemlos darin verschwunden. Über dem Röhreneingang und links und rechts daneben waren drei kurze Hülsen, in die die drei Bolzen des ovalen Ringes genau hineinpassten. Der Helfer presste die beiden Teile bis zum Anschlag zusammen und fixierte sie zunächst provisorisch mit einer kleinen Klemme. Dann wurde ich von ihm soweit abgedeckt, dass keine nackte Haut mehr in diesem Bereich zu sehen war und der andere Mann verschweißte von vorn einen Bolzen nach dem Anderen, wobei der Helfer gleich nach dem Schweißen einen Lappen mit Wasser auf den jeweiligen Bolzen drückte, damit ich keine Brandwunden bekam. Schließlich verschliff er die Schweißpunkte noch sauber mit einer Miniatur – Flex und entfernte dann die Klemme. Zufrieden begutachtete er seine Arbeit und ich betrachtete nun ebenfalls das „Werk“. Die Röhre bestand aus zwei Teilen – aus einem etwa 8 cm langen Käfig aus 7 bleistiftdicken Edelstahlstäben und einer Art „Innenkondom“ aus stabilem Edelstahl – Drahtgeflecht. Am oberen Teil „wuchsen“ die Stäbe aus dem Hülsen – Ring und auch die Kondomöffnung war dort nahtlos eingefasst. Im unteren Teil liefen die Stäbe wie eine kleine Raketenspitze zusammen, dort war auch die Spitze des „Kondoms“ befestigt. An der Unterseite war vorn in dem Drahtgeflecht eine kleine eingefasste Öffnung, über die genau der 7. Stab hinwegging, der an dieser Stelle aber unterbrochen war. Ich hatte das über den Spiegel erkennen können, der unter dem Sessel angebracht war. Die Männer zogen mich jetzt aus dem Sessel und legten mich bäuchlings und breitbeinig auf eine Spezialliege. Trotz der Betäubung spürte ich spürte ein leichtes Ziehen an dem Piercing und wenig später den nassen Lappen auf meinen Eiern. Sie hatten wohl gerade den Piercingring auf den unteren Stab gefädelt und ihn dann zugeschweißt. Jetzt erst wurde mir das Ausmaß meiner Situation schlagartig voll bewusst – dieser KG war nun fest mit meinem Körper verbunden – und das nicht nur Übergangsweise, dies war eine Endlösung…! 8 Am Morgen glaubte ich zunächst Zuhause aufzuwachen, denn ein vertrauter Duft stieg in meine Nase…! Ich öffnete die Augen und blickte in das lächelnde Gesicht meines Betreuers, der mir eine große dampfende Tasse Milchkaffee entgegenstreckte. Ganz automatisch griff ich danach und quittierte den Empfang ebenfalls mit einem kleinen dankbaren Lächeln. Vorsichtig führte ich die heiße Tasse an meine Lippen und schlürfte – perfekt…! Woher wussten die nur dass ich es liebte, den ersten Kaffee des Tages schon im Bett zu trinken und auch wie viel Zucker ich nahm…? Wahrscheinlich wussten die alles von uns, zwischen dem ersten Gespräch und der Abreise waren ja dafür auch mehrere Wochen Zeit gewesen! Meinen Kaffee trank ich ganz in Ruhe und mit geschlossenen Augen, dabei spürte ich, wie mein Betreuer mich fortwährend anschaute. Ich öffnete die Augen und sah ihn an, er wich meinem Blick nicht aus. Unter anderen Umständen hätte ich ihn vielleicht sogar ganz nett finden können – aber so…? Er nahm mir die leere Tasse aus der Hand und zeigte mit dem Kopf zur Badezimmertür. Aha, jetzt will er wahrscheinlich eine Nummer im Pool, oder…? Trotzdem gehe ich vorher erst mal in Ruhe aufs Klo! dachte ich und stand auf. Die Toilette war ein supermodernes Teil mit vollautomatischen Reinigungsdüsen – man brauchte überhaupt kein Papier! Als ich aus der Tür kam hob ich stolz den Kopf und ging schnurstracks rüber ins Bad. Nach dem Zähneputzen ging ich noch kurz unter die Dusche, aber er kam nicht zu mir! Also trocknete ich mich ab und ging dann mit nassen Haaren raus, weil ich den blöden Fön nicht finden konnte, falls es einen gab. Er stand schon an der Tür und wartete auf mich. Hinter ihm auf der „Toilettenseite“ war aber jetzt eine der Türen geöffnet und ich sah schon von weitem, dass dies ein Kleiderschrank war. Ich ging einfach an ihm vorbei, schließlich musste ich sehen, was es dort alles gab…! Ein erster Blick sagte mir gleich, dass von meinen Sachen nichts dabei war, die waren dann wohl wirklich mit dem Flugzeug abgestürzt. Unten im Schrank standen mehrere Paar Schuhe, alles High – Heels Marke Sex Shop, aber trotzdem sehr edel. Die Absatzhöhe schätzte ich bei allen auf 13 cm, aber damit hatte ich kein Problem, im Gegensatz zu vielen anderen jungen Frauen trug ich oft und gern hohe Schuhe. Ich sah mich kurz zu meinem Betreuer um und er hatte den gleichen selbst bemitleidenden und leicht verzweifelten Blick drauf, den Matthias auch immer hatte, wenn ich ihn dummerweise zum Shoppen mitnahm. Jaja, ich schaue doch nur mal kurz durch, hättest den Schrank ja nicht aufmachen brauchen…! Ich probierte verschiedene Schuhe an, sie passten alle perfekt und entschied mich dann doch für das erste Paar – hohe Pantoletten mit zwei zierlichen Riemchen knapp hinter den Zehen. Komisch, ich war noch total nackt, aber allein schon mit den Schuhen fühlte ich mich viel besser. So, was würde jetzt gut dazu passen…? Meine Finger streiften über die Oberseite der Kleiderbügel wie über eine Harfe, das meiste gehörte zur Kategorie Lack / Leder / Latex, aber auch ein paar erotische „Klassiker“ waren dabei. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter und drehte mich um. Mein Betreuer zeigte mit den Augen zur Tür, wir mussten wohl jetzt gehen. Ob ich wenigstens die Schuhe anbehalten dürfte…? Er schien meine Gedanken zu erraten, denn er blickte erst nach unten und sah mich dann an, dabei nickte er zustimmend. Na also, geht doch…! Welche Frau würde nicht auch in so verrückten Situationen trotzdem versuchen, ein kleines bisschen Macht zu behalten…? Wir gingen leider nicht zum Frühstück, sondern fuhren mit dem Aufzug nach unten und kamen zu einer Arztpraxis. Hier warteten bereits einige andere Frauen und jede schien einen Betreuer nur für sich zu haben, aber die wenigsten hatten schon Schuhe an. Trotz der allgemein undurchsichtigen Lage gelang es mir, die neidischen Blicke der „Schuhlosen“ zu genießen…! Das entschädigte mich etwas für das entgangene Frühstück, denn normalerweise bin ich „ohne“ nicht zu ertragen. Nach etwa 15 Minuten betrat ich mit meinem Betreuer ein Behandlungszimmer und der Arzt begann sofort mit der Untersuchung, jedoch ohne mir irgendwelche Fragen zu stellen. Er machte so eine Art allgemeinen Check: Mund auf, reingucken, Ohren, abhorchen usw. Dann grabschte er noch an meinen Brüsten herum, aber die fand er wohl in Ordnung. Frecher weise hob er beim Betrachten meines winzigen Speckröllchens eine Augenbraue und rollte die Haut kopfschüttelnd ein wenig zwischen Daumen und Zeigefinger. Auch mein Hintern war ihm anscheinend ein wenig zu dick und er kontrollierte doch tatsächlich, ob ich schon Cellulitis hätte – Spinnt der denn…? Der soll sich lieber mal die Kühe vor der Tür vornehmen! Etwas beleidigt setzte ich mich in den Gynäkologenstuhl, zu dem er mich rübergeschickt hatte und legte meine Beine gleich in die Halteschalen. Der Arzt hatte kurz den Raum verlassen und eine Eunuchenschwester kam rein. Zunächst nahm sie mir ein wenig Blut ab und machte d
ann eine Scheidenspülung, dabei kam noch Einiges von dem Saft meines Betreuers mit heraus… Dann gab sie mir noch einen „Pipi“ – Becher für später. Jetzt war der Arzt auch wieder da und zog sich einen Rollhocker ran, um mich zu untersuchen. Die Instrumente waren kühl und ich hatte das Gefühl immer schon gehasst, so „aufgesperrt“ zu werden. Aus einer Schachtel zog der Arzt eine lange Plastiktüte, die er ganz vorsichtig aufriss. Darin war ein dünnes Röhrchen, etwas dicker als ein Strohhalm, das er mir nun langsam einführte. Ich spürte das Röhrchen jetzt am Muttermund und es war einen Moment lang ziemlich unangenehm. Schließlich nahm er das Röhrchen wieder heraus, schaute noch mal in die obere Öffnung und entfernte dann die Sperre. Etwas aus dem Röhrchen war jetzt in mir drin, wahrscheinlich so eine Art Spirale. Darüber war ich nicht unglücklich – im Gegenteil – ich hatte mir schon darüber Gedanken gemacht, dass ich hier ungewollt schwanger werden könnte… Dabei dachte ich wieder an Matthias und was er wohl machte – würde ich jemals Kinder von ihm bekommen…? Der Arzt und mein Betreuer unterhielten sich noch kurz in einer mir unbekannten Sprache und dann gingen wir endlich zum Frühstück, das wurde ja wohl auch Zeit…! Ich wollte gleich zum Buffet „stürmen“, aber mein Betreuer geleitete mich zu einem freien Tisch und bedeutete mir, dass ich mich hinsetzen und warten solle. Er ging zum Buffet zurück, kam nach kurzer Zeit mit vielen „gesunden“ Sachen zurück und ich verdrehte die Augen – dieses Zeug sollte ich doch wohl nicht essen…? Doch! – er stellte den Teller genau vor mich hin und sein Blick wurde auf einmal ziemlich streng. OK, dachte ich, für den Anfang sollte ich es wohl nicht übertreiben… Mit Todesverachtung ass ich den gesamten Teller leer und er registrierte es mit Genugtuung. Dann musste ich auch noch einen ekligen Vitaminsaft trinken, dabei hätte ich viel lieber noch ein nutellatriefendes Schokocroissant als Nachtisch gegessen! Überall im Frühstücksraum saßen jetzt Frauen mit ihren schwarzen Betreuern, es war schon ein merkwürdiger Anblick. Wir verließen unseren schönen Tisch am Fenster und gingen quer durch den Saal zum Ausgang. Dann fuhren wir nach unten und kamen in einen riesigen Kosmetiksalon. Hier liefen ganz viele von diesen Eunuchen herum und einer von Ihnen kam gleich auf mich zu und führte mich zu einem freien Platz. Er betrachtete kurz mein Gesicht und lief dann zur Wand, um mit einem Gerät auf einem Rollwagen zurückzukommen. Ich hatte damit noch keine Erfahrung gemacht, aber ich war mir sicher, dass dieses Teil zum tätowieren war…! Der Eunuch schaltete das Gerät ein, wechselte noch irgendetwas aus und senkte dann meine Rückenlehne ab. Jetzt war ich schon nicht mehr so mutig, was hatten sie vor…? Er gab mir mit der Hand ein Zeichen, ganz ruhig zu bleiben und näherte sich mit dem summenden Nadelteil meinem Auge. Ich starb fast vor Angst, aber nun spürte ich, wie er mit der anderen Hand die untere Lid kante ein wenig zurückzog und anfing sie zu bearbeiten. Mir fiel ein Stein vom Herzen – er würde nur ein permanentes Make-up machen! Es pikste ganz schön, aber ich ertrug es tapfer, denn insgeheim hatte mich schon mal darüber informiert, aber es war mir einfach zu teuer gewesen. Und jetzt bekam ich es ganz umsonst. Ich wusste nur nicht, ob ich mich wirklich darüber freuen sollte, denn den wahren Preis dafür kannte ich ja noch nicht…! Aber was sollte ich tun, schließlich wollte ich nicht über Bord geworfen werden. Ich hatte auch so schon immer Angst vor dem Meer und tiefem Wasser gehabt… Er machte noch das andere Unterlid fertig, dann gab es eine kleine Ruhepause. Ich schaute in den Spiegel – Wahnsinn was so ein schwarzer Strich unter dem Auge schon ausmachte. Dann kamen die Oberlider dran und ich musste mich unglaublich zusammennehmen um nicht zu zwinkern. Der Eunuch hatte mir zwar vorher eine betäubende Salbe auf die Augen gestrichen, aber es tat auch so noch höllisch weh. Endlich war es geschafft und ich blinzelte neugierig in den Spiegel. Unglaublich, ich sah aus wie Elisabeth Taylor in „Cleopatra, den Schinken hatte ich vor kurzem erst noch im Fernsehen geschaut! Zum Abschluss bekam ich auch noch die Lippenkonturen in einem dunklen Rot nachtätowiert und er schminkte mich ganz leicht nach, so bekamen wir einen ersten Gesamteindruck. Er war begeistert und ich ebenfalls. Meine langen dunkelbraunen Haare fielen in sanften Wellen auf meine Schultern und mein Gesicht sah phantastisch dazu aus, trotz der leichten Schwellungen und dem bisschen Schorf, der sich gebildet hatte. Ich dachte nun, wir wären jetzt fertig, aber der Eunuch hatte bereits begonnen, sich als „Intimfriseur“ zu betätigen. Ich rasierte mich zwar auch ab und zu mal „ganz“, aber meistens war ich zu faul, es regelmäßig zu wiederholen. Auch dann das Gepikste nach ein paar Tagen störte mich sehr, aber grundsätzlich fand ich es eigentlich OK, besonders weil das Gefühl beim geleckt werden dann noch schöner war. Er kürzte die Haare zunächst mit einer Schere, aber dann rasierte er mich nicht, sondern „brannte“ die Härchen eins nach dem andern weg, mit einem Ding das so ähnlich aussah wie der Tätowierstift. Es dauerte ewig bis er den Hauptteil geschafft hatte, Brünette sind nun mal ziemlich behaart! Mit der Hand machte er eine kurbelnde Bewegung in der Luft was bedeutete, dass ich morgen noch mal wieder kommen sollte. Damit hatte ich kein Problem, dieser Raum könnte problemlos zu einem meiner Lieblingsorte auf dem Schiff werden… 9 Nach dem Schock fiel ich in völlige Resignation, die Männer drehten mich noch ein paar Mal, deckten mich vor den Funken ab, um hier und da noch etwas anzubringen, aber mir war alles egal…! Sie stellten mich wieder auf die Füße und ein Wächter brachte mich zur Gruppe zurück. Bis auf zwei von uns waren schon alle fertig. Ich betrachtete die anderen. Wir hatten noch einen engen Edelstahlgürtel um die Taille herum bekommen, der ebenfalls fest verschweißt worden war. Von den beiden seitlichen Hülsen des KG liefen nun V-förmig zwei feine, aber stabile Edelstahlketten bis zu dem Taillengürtel, wo das letzte Glied jeweils fest in einem Ring endete. An dem untersten Punkt des ovalen Rings war ebenfalls ein kleinerer Ring angeschweißt worden, von dem aus zwei Ketten auch V-förmig über den Hintern nach oben zum Taillengürtel gingen. An dem untersten Ring war aber auch noch eine etwa 70 cm lange Kette befestigt. Diese hing jedoch lose zwischen den Beinen nach unten, berührte aber noch nicht den Boden. Am Ende war etwas befestigt, das aussah wie die Achse eines Spielzeugautos – nur größer. Die relativ kleine Röhre unserer KG’s stand nun senkrecht vom Körper weg und darunter schauten die nutzlosen, fast lächerlich anmutenden Hoden hervor. Bisher hatte ich immer noch eine kleine Hoffnung gehabt, doch noch irgendwie aus der Sache herauszukommen, aber dieser letzte Funke war jetzt erloschen. Einen Moment lang dachte ich daran los zu toben und dem Ganzen damit ein Ende zu machen, aber das wäre eine egoistische Entscheidung gegenüber Andrea gewesen, die sich ja offensichtlich bisher korrekt verhalten hatte, schließlich waren wir noch am Leben… Unsere Gruppe war jetzt fertig und wir setzten uns in Bewegung. Ich war nun völlig deprimiert und absolut unfähig, auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Wir gingen zunächst zurück zur Dusche und wurden angewiesen uns ausgiebig abzuseifen. Neben der Kopfbrause gab es dort auch einen kleinen Schlauch mit einer Düse, den wir bisher noch nicht benutzt hatten. Einer der Wächter gab mir den Schlauch in die Hand und zeigte auf einen Hebel der Duscharmatur. Ich legte den Hebel um und mit einer kleinen Verzögerung kam ein kräftiger und fein geperlter Wasserstrahl aus der kleinen Düse. Ich brauste damit zunächst den Bereich um den KG herum ab und näherte mich dann vorsichtig der Röhre. Mittlerweile hatte die Betäubung schon etwas nachgelassen und ich spürte einen leichten Schmerz vom Piercing, wahrscheinlich hatte ich doch trotz der Vorsichtsm
aßnahmen eine kleine Verbrennung erlitten! Ich fühlte wie der Duschstrahl das Stahlgeflecht des KG durchdrang und gleichzeitig für eine angenehme Kühlung sorgte – auch die „Tiefenreinigung“ dürfte damit kein Problem sein… Neben der Dusche befand sich eine Art Umkleideraum, den wir bisher noch nicht betreten hatten. Heute wurden wir erstmals dort hineingeführt und von den Wächtern nach einem genauen Plan vor den offenen Spinden verteilt. Die Spinde hatten mehrere Fächer und der Truppenführer zeigte zunächst auf das unterste. Ich griff hinein und holte ein Paar merkwürdig aussehende Stiefel heraus. Ich schlüpfte zuerst in den linken Stiefel und zog den Schaft hoch. Das Material war synthetisch und sehr weich, die Oberfläche war fein perforiert. Die Farbe war silbrig, fast glänzend und der Schaft ging mir bis über das Knie, den Abschluss bildeten kräftige Schnallen. Ich zog den Reißverschluss an der Rückseite hoch und verschloss die Schnalle, der Stiefel passte wie angegossen. Nachdem ich auch den zweiten Stiefel anhatte wippte ich ein wenig vor und zurück und bemerkte dabei, dass die Oberseite der Stiefel im Bereich der Fußrücken recht unflexibel war, anscheinend war dort eine Art Verstärkung eingearbeitet. Ich sah nach unten und entdeckte in der Mitte über dem Fuß so etwas wie ein Schlüsselloch… Wir wurden nun angewiesen, das zweite Teil aus dem Spind zu nehmen – es war eine Haube aus dem gleichen Material. Unsicher zog ich sie mir über den Kopf und rückte sie zurecht. Dann griff ich hinter meinen Kopf, zog den Reißverschluss ganz herunter und schloss das Band der „Abschlussschnalle“ hinten am Hals Ich hatte das Gefühl durch eine Sonnenbrille zu schauen, drehte meinen Kopf ein wenig zur Seite und bekam den zweiten Schock des Tages als ich die Anderen sah…! Die Hauben verhüllten eng anliegend den gesamten Kopf und Hals. In die Öffnungen für die Augen waren verspiegelte und lang gezogene sechseckige Gläser eingearbeitet. Auch eine auffällige eckige Metallkappe für die Nase, an deren Unterseite sich ein Luft sieb aus Edelstahlgeflecht befand. Aber die Mundöffnung war winzig – nur eine Art Öse von vielleicht einem Zentimeter Durchmesser…! Ich hatte einen Moment zu lange geträumt und der Wächter tippte mich freundlich an weiterzumachen. In dem letzten Fach befanden sich Handschuhe, die ebenso wie die Stiefel bis über die Ellenbogen gingen und mit einem Reißverschluss und Schnallen geschlossen wurden. Um die Handgelenke gab es noch zusätzliche kleine Schnallen, so dass ein Abstreifen unmöglich gemacht wurde. Das Spind war nun leer und die Wächter ließen uns jetzt einzeln antreten, um die Reißverschlüsse zu versiegeln. Dazu benutzten sie eine Spezialzange, mit der kleine stabile Metallhülsen durch die Ösen der Zugplättchen und den Ösen der Abschlussschnallen genietet wurden. Das Ganze konnte nur ein Alptraum sein und ich versuchte aufzuwachen, aber es war die Realität…! Wir sahen nun wirklich alle absolut identisch aus und waren völlig entpersonalisiert und zu geschlechtslosen, stummen „Robo – Wesen“ umgewandelt worden! Ich konnte meinen Brechreiz nur mit Mühe unterdrücken und war deshalb fast froh, als die Gruppe wieder in Gang gesetzt wurde. Die Gruppe wurde aufgeteilt und wir wurden jetzt einzeln von je einem Wächter auf höher liegende Decks geführt. In einem hellen Gang mit dickem Teppichboden stoppte mich der Wächter vor einer Kabine. Er hielt sein Armband vor die Tür und sie schob sich nach oben. Ich hatte nicht erwartet, dass es noch schlimmer kommen würde. Es war wieder eine Zelle, diesmal aber noch viel enger und niedriger als die erste…! Der Wächter drückte mich noch im Gang nach unten und öffnete einen kleinen Deckel im Boden mit einem Spezialschlüssel. Dort führte er das Ende meiner „losen“ Kette – mit der kleinen Achse und den Röllchen – in eine Bodenschiene ein. Er prüfte kurz die Funktion, klappte zufrieden den Deckel herunter und schloss wieder ab. Nun musste ich in meine Zelle kriechen, sie war nur circa 80 cm breit, die Liege schloss an beiden Seiten mit der Wand ab. Meine Kette verhakte sich einmal kurz und zog dabei unangenehm an meinen Eiern, aber dann lief der kleine Schlitten sauber in seiner Führung. Etwa 40 cm hinter dem Eingang befand sich noch vor dem Fußende der Liege eine sehr niedrige Edelstahltoilette, sie war höchstens 20 cm hoch. An der Vorderseite hatte sie eine kleine Wulst, ähnlich wie bei den Babytoilettensitzen. Wahrscheinlich damit wir mit unseren abstehenden KG’s nicht über den Rand hinaus pinkeln, dachte ich.An der Seite bemerkte ich einen kleinen Duschkopf, so wie ich ihn vorhin schon in der Dusche gesehen hatte… Ich krabbelte vorsichtig über das Klo hinweg auf die Liege und zog dabei mit der Hand den Schlitten meiner Kette nach. Die Schiene hatte neben dem Klo eine Kurve gemacht, war ein Stück in der Wand nach oben gelaufen und lief jetzt am linken Rand der Liege entlang. Die Decke war so niedrig, dass ich sie beim Krabbeln mit dem Kopf berührte. Mühsam drehte ich mich in der engen Box herum und lag jetzt auf dem Rücken. Einige Stellen der Edelstahlliege waren gepolstert und in der Rückenlage lag ich nun zumindest im ersten Moment nicht zu unbequem. Für die Arme gab es sogar leicht erhöhte Armlehnen und am Kopfende entdeckte ich den Versorgungsschlauch. Bevor der Wächter jedoch die Tür schloss, drückte er meine Füße in eine gestreckte Haltung und arretierte sie in dieser Position mit dem Spezialschlüssel. Jetzt war ich allein und das Licht wechselte sofort auf Rot. Ich versuchte meine Füße nach oben zu klappen, aber ich konnte noch nicht einmal die Fußspitzen anheben…! Ich verstand: Mit der kurzen Kette hätte ich – wenn auch nur stark gebückt – trotzdem noch gehen können, aber so würde ich nur noch auf allen vieren kriechen… 10 Nach dem Kosmetiksalon ging es dann hoch an die frische Luft. Ich hätte mich am liebsten voll in die Sonne „geknallt“, aber mein Betreuer zeigte auf meine frischen Tätowierungen und schüttelte mit dem Kopf. Na gut, dann eben in den Schatten, ich würde sicher noch andere Gelegenheiten zum Sonnenbaden bekommen. Vom Typ her war ich das, was man allgemein so als „südländisch“ bezeichnet und in diesem Sommer war ich schon recht knackig braun geworden. Mein Betreuer gab mir jetzt ein fragendes Handzeichen für Trinken und ich nickte. Er schoss gleich davon, so als ob er genau wüsste was ich wollte, und kam dann mit zwei großen Gläsern stillem Wasser zurück. Na wenigstens zeigte er sich solidarisch und trank nicht noch einen leckeren Cocktail vor meiner Nase… Ich trank das Glas in einem Rutsch leer – wenn man wirklich Durst hat, dann ist Wasser doch gar nicht so schlecht! Um mich hinzulegen wollte ich die Rückenlehne selbst runter klappen, aber mein Betreuer sprang gleich auf und erledigte das für mich. Ich schloss die Augen und dachte nach. Über meine bisherige Behandlung konnte ich mich nicht beklagen, bis auf die … – obwohl eine richtige Vergewaltigung das auch nicht gewesen war…! Mein Körper erinnerte sich noch an den Orgasmus und ich bekam allein von dem Gedanken eine Gänsehaut. Aber es war nicht in Ordnung, schließlich liebte ich meinen Matthias! Bestimmt ging es ihm auch gut, das Schiff war ja riesengroß und es war noch viel Platz für die Männer übrig. Vielleicht hatten sie ihren Pool auf der anderen Seite der Natursteinwand und er lag im selben Moment dort auf einer Liege. Und wenn sie ihm eine nackte Frau präsentieren würden, dann müsste man ihn bestimmt nicht lange bitten…! Es war doch nur Sex – sagten die Männer immer – aber lieben tue ich nur dich! Vielleicht war es das auch, was ICH gestern empfunden hatte…? Denn meine Gefühle für Matthias hatten sich dadurch nicht verändert, aber der Sex mit meinem Betreuer hatte schon was gehabt… Aber das war hier kein Spaß, ich hatte keinen Zweifel daran, dass die armen Menschen wirklich über Bord geworfen wurden, wenn sie sich nicht fügten. Deshalb musste ich mich hier unbedingt anpassen, sonst wäre plötzlich auch eine von ihnen –
und wenn, dann wollte ich wenigstens vorher noch ein bisschen Spaß haben! Ja, ich würde das Beste aus meiner Situation machen… Wir gingen zum Mittagessen und wieder bekam ich ein „gesundes“ Essen serviert. Aber wenigstens genehmigte er mir dazu ein kleines Gläschen Weißwein, das hob sofort meine Stimmung. Ich sah mich im Saal um, viele Frauen waren bereits im Kosmetiksalon gewesen. Einige waren nur zum Teil rasiert, das sah witzig aus. Aber alle auf einmal fertig zu bekommen war sicher nicht möglich, ich musste ja auch morgen noch mal hin. Nach dem Essen hätte ich gern ein Mittagsschläfchen gemacht, aber mein Betreuer schleppte mich in das Fitnessstudio. Scheiße, wie ich das hasste…! Ich sah doch so auch super aus, warum sollte ich mich unnötig rumquälen? Alle meine Freundinnen beneideten mich dafür, dass ich Essen und Trinken konnte was ich wollte ohne zuzunehmen. OK, ich hatte vielleicht 1-2 Kilo zu viel, aber deswegen so einen Aufstand…? Daran war bestimmt dieser blöde Arzt schuld, der hatte mir das eingebrockt. Und wozu…? Ich wurde plötzlich wieder sehr nachdenklich. Natürlich, ich war hier nicht im Urlaub, auch wenn ich krampfhaft versuchte mich so zu verhalten…! Herr Franck hatte etwas von Gästen gesagt, die irgendwann „nach den Vorbereitungen“ kommen würden. Und dann würde es auch mit dem Zuckerschlecken vorbei sein und ich würde als Sexsklavin arbeiten müssen, bei dem Gedanken schüttelte es mich… Jetzt war ich wieder zurück in der Realität. Mein Gott sind wir Frauen blöd: Ein aufmerksamer Kavalier, ein guter fick, Schuhe, Kosmetik und ein bisschen Luxus und schon lassen wir uns einwickeln! Und das in nur einem Tag – ich wusste jetzt schon dass es schwer werden würde, auf Dauer einen klaren Kopf zu behalten…Brav trabte ich nun auf dem Laufband weiter und schaute immer wieder rüber auf meine neuen Schuhe – die hatten bestimmt ein Vermögen gekostet… In den folgenden Wochen passierte nichts Besonderes – zumindest was den Tagesablauf betraf. Frühstück, Kosmetik, Sonnen, Baden, Mittagessen – natürlich gesund, Sport, Sauna, Abendessen und dann… Es war schon merkwürdig, aber ich begann meinen Betreuer zu mögen. Nicht dass ich Matthias vergessen hätte – nein, ich dachte wahnsinnig oft an ihn und meine Sehnsucht nach ihm war oft unerträglich. Aber er war nicht da und es gab einfach keine andere Person bei der ich Trost finden konnte – außer Lou. Wir durften unsere Betreuer jetzt beim Namen nennen, aber nur um sie zu rufen – sonst nichts, außerdem hätte ich seine Sprache sowieso nicht verstanden. Aber er sagte oft Andrea zu mir und es tat einfach gut, wenigstens meinen Namen zu hören. Vielleicht war er ja auch nicht ganz freiwillig hier, dann wären wir sogar so etwas wie „Leidensgenossen“. Aber auch wenn nicht, er machte sicher nicht nur einfach so seinen Job, dafür ging er viel zu liebevoll mit mir um! Ich hatte mal was vom „Stockholm – Syndrom“ gehört, wonach oft eine Solidarisierung von Geiseln mit ihren Entführern beobachtet werden kann, wenn die Geiseln gut behandelt werden. Möglicherweise passierte mit mir etwas Ähnliches…? Wie auch immer, Lou wurde mir mit der Zeit immer sympathischer und ich mochte ihn jetzt richtig gern. Er war immer für mich da – Tag und Nacht – und ich fühlte mich in seiner Nähe einfach wohl. Nach der ersten „Bühnenshow“ hatte ich noch gedacht, wir Frauen auf dem Schiff wären jetzt alle Freiwild und die ganzen Schwarzen würden uns bespringen wie es ihnen gerade passt. Aber ich war bis jetzt nur mit Lou zusammen gewesen und er hatte mich beschützt… In den ersten Tagen der Kosmetikbehandlungen hatte er mich ganz lieb umsorgt und wir hatten auch keinen Sex, denn die Tätowierungen mussten ja erst abheilen. Aber bald waren auch die „Nacharbeiten“ erledigt, meine Beine und auch die übrigen Körperteile fast für immer dauerhaft enthaart worden und auch das anfangs verhasste Training hatte angeschlagen. Ich sah so gut aus wie noch nie zuvor in meinem Leben. Auch mein schöner Busen war durch gezieltes Training noch fester geworden und meine Beine und mein Po waren superknackig. Ich ging einmal die Woche zum „Friseur“ und hatte inzwischen auch gelernt, mich selbst so toll zu schminken. Und ich hatte ein neues Code band bekommen, ein feines etwa 1 cm breites Metallgliederband aus einem mattgrauen Material, das ich wie eine eng anliegende Halskette trug. Es gab irgendwie keinen Verschluss, sie hatten es zusammengesteckt und etwas war eingerastet. Vorn in der Mitte war es etwas breiter und dort befand sich ein roter Edelstein – jedenfalls sah es so aus. Und wenn ich vor der Kabinentür stand, dann ging sie von allein auf. Auch meine Tage waren schon zweimal ausgeblieben, aber ich konnte nicht schwanger sein, denn am Tag der Abreise hatte ich die letzte Pille aus dem Päckchen geschluckt. Es hing sicher mit der „Spirale“ zusammen und ich vermisste diese blöden Tage auch nicht. Und ich hatte auch keine „lustlosen“ Zeiten mehr, aber das hing vielleicht eher mit der spannenden Situation zusammen… Lou hatte mich überhaupt nicht mehr bedrängt, nur zärtlich gestreichelt und geküsst und dann bin ich auf ihn zugekommen – aus Dankbarkeit, Einsamkeit, Anspannung, ja – auch irgendwie aus aufgestauter Lust – und der Sex mit ihm wurde von Tag zu Tag besser! Es tat mir gut, es befreite mich und deshalb hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, denn Matthias liebte ich immer noch sehr… Es waren etwa 6 Wochen vergangen und wir kamen eines Abends etwas früher vom Abendessen nach unten in unsere Kabine, als ich eine Fernbedienung mitten auf dem Bett fand. Sie hatte nur zwei Knöpfe – einen grünen und einen roten. Ich sah Lou an aber er lächelte nur geheimnisvoll als wollte er sagen: Probier es doch aus! Ich drückte zuerst den roten Knopf, aber nichts passierte. Dann drückte ich den grünen und unsere Kabinentür ging auf. So ein Quatsch dachte ich, dafür braucht man doch keine Fernbedienung, als ich bemerkte, dass sich auch gegenüber eine kleine Tür geöffnet hatte. Ich konnte nicht genau sehen was sich dahinter verbarg, denn in dem Raum war es ziemlich dunkel, bis auf ein schwaches rötliches Licht. Jetzt bewegte sich dort anscheinend etwas und ich stellte mich halb hinter Lou und hielt ihn fest umschlungen, weil mir das Ganze unheimlich vorkam. Aus der niedrigen Öffnung schaute nun ein silberner Kopf hervor und ein bizarres Wesen schob sich langsam weiter aus der Öffnung heraus. Es war nun in der Mitte des Gangs angekommen und ich erkannte jetzt Arme, Beine und einen blassen Körper – das war ein Mensch…! Ich löste mich jetzt von Lou und winkte ihn heran, zögernd krabbelte er weiter bis in die Mitte unserer Kabine. Lou nahm mir die Fernbedienung aus der Hand und drückte den roten Knopf. Ich sah wie sich die Öffnung auf der anderen Seite des Gangs von oben schloss, danach fuhr unsere Kabinentür zu. Ich stand neben ihm und betrachte ihn von der Seite. Seltsame Stiefel und Handschuhe, und er sah so dünn aus! Um seine Taille hatte er einen engen Metallgürtel, von dem aus Ketten über seinen Hintern nach unten liefen. Langsam ging ich um ihn herum, stellte mich hinter ihn und ging in die Hocke. Um seine Eier hatte er einen Ring und von da aus ging eine etwas längere Kette bis zu der Schiene in unserem Boden. Nun wusste ich wofür die Schienen gedacht waren… Sein Schwanz steckte in so einem merkwürdigen Rohr und das Ganze war mit weiteren Ketten und Metallteilen miteinander und an seinem Körper befestigt. Ich stand wieder auf, ging nach vorn und setzte mich aufs Bett, um ihn besser von vorn zu sehen. Die Maske bedeckte den ganzen Kopf, ich fasste unter sein Kinn und zog es sanft nach oben. Die Augen waren von spiegelnden facettenartigen Gläsern abgedeckt, die Blechnase sah aus wie von einem Roboter und der Mund war ganz zu, bis auf eine kleine Öffnung. Er sieht aus wie ein großes Insekt, dachte ich. Auf ein Mal fiel es mir wie Schuppen von den Augen und mir wurde schlecht. Ich rannte in die Toilette und übergab mich. Erst nach etwa 10 Minuten hatte ich den Schock der E
rkenntnis ein wenig überwunden. Mein Herz raste und meine Gedanken überschlugen sich, wieso war ich nicht gleich drauf gekommen, hatte die Sonne mein Gehirn schon verschrumpelt…? Das war einer unserer Männer, ganz klar! Er hatte Genitalien und er war weiß, es konnte also keiner von den Eunuchen sein! Ich weinte und schluchzte auch dabei, das war mir im Moment egal. Irgendwie war ich aber sicher dass es nicht Matthias sein konnte, der war doch dicker und ziemlich behaart – obwohl ich mich selbst in der Zeit ja auch schon um einiges verändert hatte… Woran könnte ich es dann erkennen, Augen, Hände, Gesicht waren ja verdeckt und der Rest…? Wusste ich überhaupt noch wie der Körper meines Mannes aussah? Und waren sich da nicht alle ähnlich, wenn sie ungefähr die gleiche Größe und Körperbau hatten? Und das hatten sie – jetzt fiel es mir wieder ein! Das war die Gemeinsamkeit, auf die ich im Theater nicht gleich gekommen war! Ich überlegte verzweifelt, aber Matthias hatte keine auffälligen Narben – doch, das Muttermal! Ach, das kann man auch verschwinden lassen, schließlich sind das Profis… Ich ging wieder aus dem Bad, blickte auf den Mann und dann zu Lou. Lou schüttelte leicht den Kopf. OK, der hier war es dann nicht, ich glaubte Lou, aber ich war sicher, dass sie ALLE Männer so „verwandelt“ hatten, die Frauen hatten ja auch keine unterschiedlichen Rollen bekommen. Und ich würde wahrscheinlich niemals erfahren, welcher von ihnen es ist! Ich konnte jetzt nicht mehr und wollte, dass Lou ihn wegschickt. Aber er schüttelte wieder mit dem Kopf und streckte die Hand nach mir aus – so wie beim ersten Mal…! Völlig kraftlos ließ ich mich im doppelten Sinn des Wortes fallen, ich wollte einfach nur vergessen… 11 Ich wartete schon seit Stunden darauf dass etwas passierte. Die Stille machte mich verrückt. Ich hörte, wie das Blut in meinen Ohren rauschte und versuchte mir einfach schöne Dinge vorzustellen um nicht durchzudrehen. Ich fing an, ein Buch im Kopf zu schreiben und mir jedes einzelne Wort zu merken. Immer wieder fing ich von vorn an, überprüfte den Text aufs Neue und fügte erst dann etwas hinzu, wenn der Rest saß. Ab und zu trank ich einen Schluck Wasser, der Versorgungsschlauch passte gerade so durch die Mundöffnung. Ich war so vertieft in mein „Buch“ dass ich erst gar nicht merkte, wie die Liege begonnen hatte sanft zu vibrieren. Von vorn drang Licht in meine Zelle und ich richtete mich auf – meine Tür hatte sich leise geöffnet und ich konnte bis in die gegenüberliegende Kabine blicken! Dort saß eine rothaarige Frau auf dem Bett und schaute angestrengt in meine Richtung. Sollte ich jetzt etwa raus krabbeln…? Andererseits war ich ja an der Schiene befestigt und diese lief bis rüber in die andere Kabine. Das muss also so gedacht sein, überlegte ich und bewegte mich mühsam in Richtung Ausgang. Endlich hatte ich es bis in den Gang geschafft und schaute nach links. Weit entfernt am anderen Ende war auch gerade jemand kriechend in der gegenüberliegenden Kabine verschwunden, also krabbelte ich einfach weiter bis zu der Frau. Als ich bei ihr angekommen war sah ich, dass auch ein Wächter bei ihr war. Ich erkannte ihn wieder, er war einmal beim Duschen dabei gewesen… Die Frau war sehr schön, es war ein ungewohntes Gefühl nach so langer Zeit wieder eine nackte Frau zu sehen. Ich spürte, wie sich mein Schwanz fest und schmerzhaft von innen an seine Röhre presste, das hatte er schon lange nicht mehr gemacht. Warum hatten sie mich nicht zu Andrea geschickt…? Andererseits sollte ich froh sein, dass überhaupt etwas passiert war, und mit so etwas wie jetzt hatte ich überhaupt nicht gerechnet…! Die Frau hatte sich neben mich auf den Boden gehockt und betrachtete mich genauestens von der Seite. Plötzlich bekam ich so etwas wie einen elektrischen Schlag – nein, sie hatte mich einfach nur angefasst…! Sie berührte meine Haut so, als ob sie sich von meiner Echtheit überzeugen müsste. Ich wunderte mich nicht darüber, wir sahen wirklich sehr futuristisch aus. Nun drehte sie mich zu sich herum und näherte ihr Gesicht meiner Maske bis auf wenige Zentimeter. Sie hatte perfekte Gesichtszüge, so eine schöne Frau war mir auf der Reise gar nicht aufgefallen. Ohne den Kopf zu bewegen „schwenkte“ ich meine Augen nach unten und betrachtete ihre herrlichen Brüste, die verführerisch schaukelten. Meine Röhre drohte jetzt fast zu platzen und ich versuchte, an etwas anderes zu denken, aber es gelang mir nicht… Schließlich schüttelte die Frau langsam mit dem Kopf, stand auf und entfernte sich ein paar Schritte, um sich dann wieder nach mir umzudrehen. Jetzt schaute sie nachdenklich durch das dunkle Fenster aufs Meer. Hatte sie jetzt mit dem Kopf geschüttelt weil sie wusste, dass ich nicht ihr Mann war, oder weil es ihr einfach nicht möglich war es herauszufinden…? Ich tippte auf das Letztere und ließ meinen Blick kurz durch den Raum schweifen. Das sah hier alles unglaublich luxuriös aus, den Frauen schien es bisher nicht schlecht gegangen zu sein. Und dafür mussten wir Männer so leiden, würde sich diese Situation jemals ändern…? Die Frau zuckte mit den Schultern und ging rüber zu dem Wächter. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und gab ihm einen langen Zungenkuss. Er packte ihren süßen Arsch fest mit beiden Händen und zog sie dicht an sich heran. Was hatte das zu bedeuten…? Ich hatte irgendwie gedacht, dass die Frauen hier streng dominiert würden und mir immer eine harte SM – Atmosphäre vorgestellt. Aber das hier sah ja nicht nur nach Freiwilligkeit aus, diese Frau hatte eindeutig unaufgefordert die Initiative ergriffen! Dachte sie denn gar nicht an ihren Mann, schließlich könnte ich es doch auch sein…? Vor meinem inneren Auge tauchte Andrea auf und wie sie sich in Ekstase mit einem der Wächter auf dem großen Bett herumwälzte. Ich war kurz davor los zu schreien, aber im letzten Moment rettete mich ein zusätzlicher Gedanke. Natürlich gaben die Frauen ALLES – damit halfen sie doch auch uns… Es sah zwar freiwillig aus, aber es konnte ja nur indirekt aufgezwungen sein – so schnell würden uns die Frauen doch nicht vergessen haben können…? OK, so wird es sicher sein, trotzdem war es eine Qual den beiden dabei zuzusehen, auch wenn dies nicht meine Frau war… Mittlerweile hatte sie ihm die wenigen Kleidungsstücke vom Leib gezerrt, war vor ihm auf die Knie gegangen und lutschte gierig seinen ebenholzfarbenen Luststengel. Dabei massierte sie wild ihre glattrasierte Muschi, die bereits tropfnass glänzte. Jetzt war ich mir mit meiner selbstgestrickten Erklärung von vorhin nicht mehr so sicher, denn diese Frau hier war TATSÄCHLICH geil, so konnte das man nicht spielen. Vielleicht war ihre Ehe nicht so gut gewesen und ihr Mann hatte sie sogar betrogen…? Dann „rächte“ sie sich jetzt sicher dafür und lieferte mir stellvertretend für ihren Mann diese Show…! Sein vor Speichel glänzender dicker Schwanz stand jetzt hoch aufgerichtet und die Frau stellte sich mit einem triumphierenden Blick darauf wieder hin. Jetzt legte sie ihre Arme um seinen starken Hals und zog sich daran hoch, während er zwischen ihre Beine griff und mit beiden Händen ihren Arsch hochhob wie ein Tablett. Einem Moment lang schwebte ihre Muschi noch direkt vor der dunkelviolett leuchtenden Eichel, bevor er sie mit einem einzigen kräftigen Stoß bis zum Anschlag aufspießte. Sie stöhnte vor Lust laut auf und klammerte sich mit ihren Beinen fest um seine Taille, um den Druck sogar noch zu verstärken. Der Wächter trug die Frau jetzt rüber zum Bett und legte sie ab, ohne sich aus ihr zurückzuziehen. Dann begann er sie langsam und gefühlvoll zu ficken wobei sie ihm ihr Becken immer ungeduldiger entgegenstreckte. Jetzt wurden ihre Bewegungen schneller und wilder und kurz danach verschmolzen beide gleichzeitig zu einem gigantischen Höhepunkt! Ohne sich von ihr zu lösen drehte er sich auf den Rücken und sie kuschelte sich an seine Brust. In dieser Position schliefen sie kurz danach ein, ich bemerkte es an der ruhigen und gleichmäßigen Atmung. So langsam bekam ich auc
h meinen kleinen Freund wieder unter Kontrolle und überlegte, was ich jetzt tun sollte. Schließlich krabbelte ich leise zur Tür, machte das Licht aus und machte es mir auf dem dicken Teppichboden am Fußende des Bettes bequem… Ich blieb 3 Tage bei diesem Paar. Fast die gesamte Zeit, die sie in der Kabine verbrachten, durfte ich auch dort sein. Aber immer wenn sie die Kabine verließen, dann musste ich zurück in meine Zelle. Dort konnte ich dann „Essen und Trinken“ und auch die Toilette benutzen. Außerdem hatte ich einen Knopf entdeckt, mit dem eine Art Massageeinrichtung der Liege gestartet werden konnte. Die Armlehnen bewegten sich dann abwechselnd auf und ab und auch das geteilte Fußende hob und senkte meine Beine in einem gleichmäßigen Rhythmus. Drüben in der Kabine bekam ich auch etwas zu tun. Am zweiten Morgen sagte die Frau zu mir „Bade mich…!“ und ich folgte ihr ins Bad. Die Schienenführung war so, dass ich mich vor der Badewanne hinknien und dadurch meine Arbeit relativ unbeschwerlich verrichten konnte. Außerdem unterstützte mich die Frau dabei, indem sie bewusst in meiner „Reichweite“ blieb. Nach dem Bad legte sie sich quer auf das Fußende des riesigen Bettes und ich rasierte ihr die feinen, fast unsichtbaren Resthärchen weg, die man nur im Gegenlicht sehen konnte. Danach ließ sie sich von mir mit einer duftenden Lotion eincremen, die ich gefühlvoll in ihre bronzefarbene samtige Haut einmassierte – die Handschuhe waren im Bereich der Finger so dünn, dass eine gewisse Sensibilität noch vorhanden war. Der Wächter war dabei nicht immer anwesend und in meiner ausweglosen Situation war das Gefühl, mit einer schönen nackten Frau in einem Raum allein sein zu dürfen, ein echtes Highlight! Am dritten Abend wurde ich dann sehr spät wieder in meine Zelle zurückgeschickt und in der Nacht weckte mich der Vibrationsalarm der Liege. Die Tür ging auf und ein Wächter löste die Verriegelung meiner Stiefel. Nachdem er noch die Kette aus dem Bodendeckel raus gezogen hatte gingen wir in Richtung Treppenhaus. Unterwegs trafen wir noch einige andere Wächter – / „Wesen“ – Paare, die anscheinend alle das gleiche Ziel hatten – den Umkleideraum. Dort konnten wir endlich – bis auf den KG – die „Kleidung“ ablegen, wobei vorher erst noch die aufwändigen Nieten entfernt werden mussten. Dann gingen wir durch eine Verbindungstür in den Fitnessraum, den ich schon kannte und mussten für schätzungsweise 2 Mal eine halbe Stunde an verschiedenen Geräten trainieren. Verschwitzt wurden wir nun zum Duschen und Rasieren geführt. Nach dem Rasieren mussten wir Schwimmbrillen aufziehen und wurden mit einem leicht brennenden Mittel eingesprüht – wahrscheinlich einem Desinfektionsmittel. Danach ging es wieder zurück in den Umkleideraum, dort wartete ein frisches „Outfit“ auf uns. Auf dem Rückweg bemerkte ich sofort, dass ich in eine andere Zelle gebracht würde, wir waren eine Etage weiter nach oben gegangen. Aber dort sah alles identisch aus, von der Klo / Bidet – Kombination bis zum Versorgungsschlauch. Ich schlief sofort ein und wurde irgendwann wieder von meinem Vibrationsalarm geweckt… 12 Am nächsten Morgen war er weg! Als wir unsere Kabine verließen um zum Frühstück zu gehen, starrte ich verstört auf die verschlossene Öffnung gegenüber unserer Tür. In diesem Loch steckt jetzt also ein Mensch und wartet darauf, dass ICH Lust habe auf einen grünen Knopf zu drücken… Welche Qualen müssen unsere Männer bisher erlitten haben, um uns zu beschützen…? Dieser brutale Metallgürtel und die unmenschlichen Verhüllungen, mussten sie das etwa immer tragen…? Und wir verlebten hier einen 5-Sterne Urlaub wie Single – Frauen in der Karibik! Lou zog mich weiter und mir war von meinen Gedanken schon fast wieder so schlecht wie gestern Abend. Der Gang zum Frühstück war eigentlich überflüssig gewesen, ich brachte keinen Bissen herunter. Ununterbrochen sah ich Matthias vor mir, sein Gesicht unter dieser Maske, wie er in dem engen Loch lag und wartete – stundenlang…! Ich schämte mich jetzt so sehr für die kleinen „Ablenkungen“, die ich mir bisher auf dem Schiff gegönnt hatte. Aber ich konnte ja nicht ahnen, dass sie mit unseren Männern so etwas machen würden – oder…? Aber was hatte ich eigentlich gedacht? Wenn ich ganz ehrlich war, hatte ich mich schon irgendwie selbst belogen, ich wollte gar nicht so genau wissen, was hier so vorging und hatte es deshalb auch weitestgehend erfolgreich verdrängt. Deshalb traf mich die Wahrheit nun umso härter! Ich sah mich im Saal um, viele der Frauen sahen sehr schlecht aus – verweint und nach wenig Schlaf – sie hatten also alle dieselbe Erfahrung gemacht wie ich… Nach dem Frühstück führte mich Lou in Richtung Theater. Es war ein komisches Gefühl, denn seit dem ersten Abend an Bord hatte ich einen hohen Bogen um diesen Bereich gemacht. Wir gingen hinein und suchten uns einen freien Platz. Immer mehr „Paare“ – fast nackte, wunderschöne und junge weiße Frauen mit ihren schwarzen uniformierten „Betreuern“ – strömten nun in den Saal, der bald bis zur Hälfte gefüllt war. Es war ohnehin schon sehr ruhig, aber als Herr Franck die Bühne betrat und ans Rednerpult ging herrschte Totenstille…! „Meine verehrten Damen, ich möchte mich zunächst bei Ihnen bedanken, dass Sie unser neues Konzept bisher so konsequent und verständnisvoll umgesetzt haben – zumindest die meisten von Ihnen…!“ Herr Franck machte eine kurze Pause und ließ seinen kalten Blick durch den Saal schweifen. „Dadurch haben sich die jetzt hier anwesenden Damen für die nächste Runde qualifiziert, für die es auch neue Spielregeln geben wird. Seit gestern Abend wissen Sie, dass auch viele ihrer Ehemänner gut durchgehalten haben, wenngleich plötzlich einige nicht mehr mit der von uns vorgesehenen Rollenverteilung einverstanden waren. Ich muss Ihnen leider an dieser Stelle berichten, dass eine nicht unbeträchtliche Anzahl ihrer Männer gestern Abend plötzlich eine äußerst egoistische Entscheidung treffen wollte und versucht hat, bewusst eine Bestrafung zu Erwirken, die einige von Ihnen, meine Damen, dann auch betroffen hätte…! Wenn aber Männer, deren Motivation über Wochen angeblich die Liebe zu Ihnen war, nun spontan aufgrund scheinbar ungünstigerer Umstände derart radikale einseitige Entscheidungen treffen, dann war die Triebfeder dafür nicht die Liebe, sondern Neid und Eifersucht! Die Haltung der übrigen Männer ist aber durchaus anerkennenswert und wird es auch bleiben. Sie werden allerdings keinerlei Möglichkeit haben herauszufinden, ob IHR Mann Ihre Liebe verraten hat, oder ob er zu der anderen Gruppe gehört… Und da wir die verbliebenen „Pfleger“ – so nennen wir sie ab jetzt – in einem roulierenden System laufend wechseln werden, sollten Sie ohnehin dazu übergehen, eine kollektive Dankbarkeit zu entwickeln und von individuellen Gedanken Abstand zu nehmen. Und damit weiterhin jeder von Ihnen ein Pfleger zur Verfügung gestellt werden kann, haben wir mit Ersatzkräften vorgesorgt. Dabei handelt es sich um Herren, die sich sogar freiwillig für diesen Dienst gemeldet hatten – zeitlich befristet – wobei die Aufenthaltsdauer dabei allerdings von UNS festgelegt wird…! Ach ja, die „Paarbestrafungsregel“ ist damit logischerweise außer Kraft gesetzt, was die „Pfleger“ aber nicht erfahren werden. Sie, meine Damen, werden also ab sofort auch nur dann bestraft werden, wenn sie selbst ein Fehlverhalten an den Tag gelegt haben. Leider müssen wir bei der Maximalstrafe auch bei kleinsten Vergehen bleiben, der Abschreckungseffekt hat sich wirklich positiv bewährt… Aber es gibt nun andererseits auch Aufstiegschancen für diejenigen, die sich besonders kooperativ verhalten – insbesondere bei der Gästebetreuung. Und für die Besten von Ihnen besteht sogar die Möglichkeit, das Schiff irgendwann wieder verlassen zu können! Dann allerdings ohne ihren Mann – falls er noch existiert – seine Dienste werden wir unbegrenzt in Anspruch nehmen müssen. Sie könnten ihn allerdings erlösen, wenn Sie dafür se
lbst auf Aufstiegsmöglichkeiten verzichteten…! Ich denke das genügt erst mal, sie sollten nun in Ruhe über das soeben Gehörte nachdenken. In den nächsten Wochen wird sich das System mit den Pflegern sicherlich einspielen und erst danach werden dann die ersten Gäste kommen. Ich werde Sie rechtzeitig an dieser Stelle darüber informieren und Ihnen gegebenenfalls neue Informationen geben. Übrigens ist auch das Redeverbot ab sofort gelockert und Sie können sich mit Ihren Betreuern und Kolleginnen eingeschränkt unterhalten und den Pflegern Anweisungen geben. Konkret heißt das, dass Themen die Ihre frühere Existenz betreffen, oder die Diskussion über die Bordregeln, verboten sind. Auch Fragen bezüglich der Pfleger zur Erkundung von „Einzelschicksalen“ sind absolut untersagt. Reden Sie über das Essen, das Wetter, Kosmetik, Sex… – es gibt so viele unbedenkliche Themen – haben wir uns verstanden…? Dann danke ich für Ihre Aufmerksamkeit!“ Wir verließen still den Saal. Jede der Frauen war nun mit der Frage beschäftigt, ob die Liebe Ihres Mannes stark genug gewesen war… Ich wusste nicht mehr was ich denken sollte und behandelte später ALLE Pfleger so freundlich wie möglich, aber ich versuchte bewusst nicht mehr zu ergründen, ob Matthias nun noch dabei war oder nicht. Die Liebe zu Matthias gab mir zwar weiterhin Kraft, aber ich liebte den Matthias, den ich gekannt hatte. Es fiel mir schwer, ihn mir unter dieser Maske vorzustellen, mein Gehirn weigerte sich einfach, den Bezug zwischen unseren Männern und den insektenhaft wirkenden Pflegern herzustellen…! Aber zunächst begannen wir Frauen ganz vorsichtig mit der Kontaktaufnahme untereinander. Wie heißt du, ich heiße Andrea usw. Es dauerte nicht lange, bis wir die erste Scheu verloren hatten und uns dann stundenlang unterhielten. Dabei vermissten wir nur selten, dass wir nicht über Erlebnisse aus der Vergangenheit reden durften – unser Hauptthema waren die anderen Frauen – und zwar in ständig wechselnden Allianzen. Diese neue Redefreiheit half sicherlich allen Frauen sehr stark dabei, schneller mit der neuen Situation fertig zu werden. Auch die Möglichkeit mit den Betreuern zu reden war lustig, denn die meisten sprachen noch nicht mal Englisch und so ergaben sich daraus viele komische Situationen, in denen wir laut und befreiend lachen konnten. Und mit den „Pflegern“ war es am Anfang alles etwas verkrampft, aber mit der Zeit kamen wir dann gut miteinander aus. Ich lernte zunächst, mich auch in ihrer Anwesenheit Lou gegenüber unbefangen zu verhalten und auch vor ihnen Sex mit ihm zu haben. Schließlich war das die ihnen zugedachte Rolle und ich beruhigte mein Gewissen damit, dass dies für sie immer noch besser sei, als gegenüber in diesem engen Loch eingesperrt zu sein! Und auch wenn man bei ihnen keinerlei Emotionen erkennen konnte spürte ich doch, dass es ihnen irgendwie Freude machte uns zu verwöhnen. Ich merkte zwar immer wann sie ausgetauscht wurden, aber nur an kleinen Nuancen im Verhalten, ansonsten waren sie einfach nur optisch identische und gut funktionierende Arbeit – „Insekten“… 13 In den nächsten Wochen blieb dieser Rhythmus erhalten – alle 3 Tage wurden wir einer anderen Frau zugewiesen und in der Nacht davor fand jeweils das Hygiene- und Fitnessprogramm statt. Ich hoffte natürlich darauf, dass ich nun auch bald Andrea zu sehen bekommen würde und dachte die ganze Zeit darüber nach, wie ich mich ihr zu erkennen geben könnte. Nach langen Überlegungen – ich verfügte ja über fast unendlich viel Zeit zum Nachdenken – kam ich von dem Gedanken endgültig ab und beschloss, unter keinen Umständen etwas zu tun was sie gefährden könnte, auch wenn mir das was ich eventuell sehen würde nicht gefiel… Aber meine Entscheidung schien überflüssig gewesen zu sein denn ich wurde ihr einfach nicht zugeteilt. Vielleicht war es im Verteilungsplan sogar so vorgesehen, dass wir gar nicht zu unseren Frauen kommen würden…? Aber auch bei einem regelmäßigen Plan würde ich bei 120 Frauen nur einmal im Jahr für drei Tage bei ihr sein können…! Trotzdem versuchte ich innerhalb meines Rahmens, das Beste aus der Situation zu machen. Ich gehorchte immer sofort und ohne jegliche Verzögerung auf Anweisungen und hoffte dadurch, mit längeren Anwesenheitszeiten in den Kabinen belohnt zu werden. Es gab auch bisher wirklich keine Frau, die nicht nett zu mir gewesen wäre – alle waren sie sehr freundlich! In der Anfangszeit uşak escort gab es hier und da noch sehr unsichere Reaktionen, einige der Frauen dachten sicher oft daran, dass irgendwann auch mal ihr Mann zu ihnen in die Kabine kommen könnte. Aber diese Zurückhaltung fand ich nach ein paar Wochen bei keiner Frau mehr und sie hatten dann alle irgendwann wieder zügellosen und ungehemmten Sex in meiner Anwesenheit, so wie schon die Frau am ersten Abend. Ich war auch längst nicht mehr enttäuscht über ihr Verhalten und hatte sogar ein gewisses Verständnis für dieses „Ventil“ entwickelt, das ich selbst ja auch gern gehabt hätte…! Durch das permanente Tragen des KG war ich – trotz meiner Lage – ununterbrochen geil und spürte von Zeit zu Zeit, wie sich ein kleiner Strom an Samenflüssigkeit löste. Immerhin hatte ich es aber geschafft, das schmerzhafte Anschwellen mental halbwegs unter Kontrolle zu bringen, denn gegen die permanenten optischen Reize war ich nun schon etwas abgestumpft, aber die versehentlichen – und manchmal auch beabsichtigten – Berührungen der Frauen ließen mich nach wie vor explodieren…! Seit ein paar Tagen schien sich nun irgendetwas an Bord zu verändern. Die Frauen machten auf mich einen nervöseren, unruhigen Eindruck und auch die Wächter waren nicht mehr so oft und so lange bei Ihnen. Eine Nacht hatte sich eine der Frauen sogar zu mir auf den Boden gelegt und sich an mich gekuschelt, weil sie nicht allein sein wollte. Ich war schon fast dabei gestorben, als ich nur ihre kühlen festen Brüste in meinem Rücken spürte, aber dann massierte sie auch noch ganz sanft meine Eier und ich sah ab da nur noch Sterne… Nun würden sicher gleich die Wächter hereinstürmen, um uns über Bord zu werfen, aber es blieb alles ruhig. Irgendwie schaffte ich es, mich dann doch wieder zu entspannen und bekam nach einer Weile tatsächlich so etwas Ähnliches wie einen Orgasmus, indem ich „pumpte“ und meine Arschbacken zusammenkniff – nur etwas weiter vorn… Dieses Gefühl hatte etwas unglaublich Erlösendes und ich war mir gar nicht sicher ob die Frau wusste, was sie da Phantastisches für mich getan hatte. Ich drehte mich zu ihr um und in ihrem Blick war ein triumphierender Stolz zu erkennen – sie wusste es genau! „Dreh dich rum…!“, sagte sie zu mir und kuschelte sich an mich, um zu schlafen. Ich lag aber noch sehr lange wach… Gleich als ich am nächsten Tag wieder in ihre Kabine kam fühlte ich die Veränderung. Sie saß etwas unglücklich aussehend und barfuß in einem knallengen Latex – Minikleid auf dem Bett und sah mich hilflos an. Ihre vollen, hellen Brüste, die aus zwei engen Öffnungen in dem Kleid heraus quollen, bildeten dabei einen krassen Kontrast zu der tiefschwarzen Farbe des Kleides. Ein Geräusch kam aus dem Bad, die Tür öffnete sich und da war er – der erste Gast…! Es war ein Weißer, Mitte 40 und von dem leichten Bauchansatz abgesehen ganz passabel aussehend. Er war ganz nackt und sein Schwanz hatte sich in freudiger Erwartung schon leicht aufgerichtet. Ohne mich zu beachten ging er an mir vorbei und stellte sich direkt vor die Frau, sein Schwanz berührte dabei fast schon ihre Lippen. Sie zögerte einen Moment und drehte den Kopf leicht in meine Richtung, als er ihr plötzlich eine schallende Ohrfeige verpasste. Sie war davon auf dem Bett umgekippt aber rappelte sich jetzt wieder auf und begann sofort damit, seinen Schwanz etwas übertrieben genüsslich und von leisen Stöhn lauten begleitet zu schlecken und zu saugen. Dies schien so aber seiner Vorstellung zu entsprechen, er schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken. Die Frau wickste seinen Schwanz jetzt zusätzlich mit der rechten Hand u
nd massierte mit der linken seine Eier. Ich sah, dass er kurz davor war zu kommen und nur wenige Sekunden später pumpte er seine gesamte Ladung in ihren Mund. Sie schluckte so gut sie konnte und leckte ihn dann auch noch sauber wie ein kleines Kätzchen. Zufrieden streichelte er ihren Kopf und schaute gnädig auf sie herab. „Let’s go to the dining room!”, sagte er und öffnete mit seinem eleganten Code band einen Schrank, in dem schon seine Kleidung untergebracht war. Er suchte sich ein paar sportlich legere Sachen heraus und öffnete dann den Schrank der Frau. Aber nichts schien ihm so richtig zu gefallen, er drückte ihr lediglich noch ein paar abenteuerlich hohe Riemchensandaletten in die Hand. Dann schloss er den Schrank wieder und zog sich an. Während die Frau ihre Lederriemen hochschnürte sah ich, dass sich seine Finger auf ihrer linken Wange deutlich abgezeichnet hatten. Als sie mich zufällig ansah, tippte ich mit meinem Handschuh auf mein Gesicht. Sie blickte kurz in den Wandspiegel, nickte mir dankbar zu und verschwand dann im Bad. Nach wenigen Momenten kam sie wieder heraus, sie hatte die Rötung geschickt mit Make-up abgedeckt. Der Gast stand schon an der Tür und im Vorbeigehen klopfte sie mir noch schnell anerkennend auf den Rücken – braver Hund…! Dann gingen die beiden raus und ich blieb zum ersten Mal allein in einer dieser Luxuskabinen. Aber ich war ja nicht wirklich allein, die Überwachungskameras hatten mich im Blick und was sollte ich schon anrichten…? Also blieb ich dort wo ich war und machte ein paar Dehnübungen. Plötzlich hörte ich ein Geräusch an der Tür und bekam einen Schreck, aber es kam nur einer der Eunuchen mit neuen Handtüchern und einem Rollwagen mit Reinigungsutensilien. Er ging direkt ins Bad und nach etwa 5 Minuten noch in die Toilette, dann verschwand er wieder. Als spät in der Nacht der Gast und die Frau zurückkamen, hatten sie beide etwas getrunken und alberten herum. Sie gingen gleich ins Bett und fingen sofort an, miteinander zu „spielen“. Jetzt verhielt sich die Frau aber von Anfang an genauso engagiert, wie sie es auch bei ihrem Betreuer gewesen war… 14 Etwa 6 Wochen nach der letzten Ansprache informierte uns Herr Franck im Theater darüber, dass schon am nächsten Tag die ersten Gäste kommen würden. Es gäbe dafür eigentlich keine besonderen Regeln, die Wünsche der Gäste sollten einfach nur befolgt werden, dann würde sich der Rest schon einspielen. Die Gäste hätten sich ihre Damen bereits im Vorfeld anhand von Videos ausgesucht, so dass hier an Bord keine „Fleischbeschau“ stattfinden müsste. Sollte allerdings ein Gast erst an Bord den Wunsch verspüren, eine zweite Dame mit dazu zu nehmen, oder auch die Dame zu wechseln, dann würde man darauf selbstverständlich entsprechend flexibel reagieren. Und da die Aufenthaltsdauer der Gäste und auch die Buchungshäufigkeit der Damen recht unterschiedlich ausfalle, könne das feste Betreuungskonzept nun nicht mehr aufrechterhalten werden, zumal die Betreuer auch noch andere Aufgaben an Bord hätten. Demzufolge würden die Damen, die jeweils keine Buchung hätten, sich dann allgemein um das Wohlbefinden der Betreuer kümmern müssen… Zum Abschluss wies uns Herr Franck aber noch darauf hin, dass das beim letzten Mal erwähnte Aufstiegssystem im Wesentlichen darauf basiere, dass eine Dame immer möglichst ausgebucht sei. Weitere Bewertungsparameter seien noch die Kundenzufriedenheit und die Anzahl und der Buchungswert der gewonnenen Stammkunden. Alle Frauen verließen nachdenklich das Theater, unsere Betreuer waren heute nicht dabei gewesen. Wahrscheinlich würde ich Lou so schnell auch nicht wieder sehen – schade, ich hatte mich schon richtig an ihn gewöhnt…! Aber es tat nicht weh, denn ich liebte ihn nicht – diese konsequente Trennung hatte ich mir bewahrt. Andere Frauen anscheinend nicht, denn ich sah dass einige weinten, sie hatten sich wohl schon in ihre Betreuer verliebt. Aber vielleicht hatten sie auch nur Angst, denn niemand von uns wusste, welche Veränderungen die Gäste jetzt mit sich bringen würden. Ich erinnerte mich daran, dass Herr Franck uns gesagt hatte, dass es „normale“ Gäste sein würden, aber was war auf diesem Schiff schon normal? Wenn einer von ihnen uns „aus Versehen“ umbringen würde, dann hätte das für ihn sicherlich keinerlei Konsequenzen… Nachdenklich ging ich zurück in meine Kabine. Ich wollte jetzt nicht allein sein und drückte auf die Fernbedienung. Meine „Ameise“ – so nannte ich sie jetzt insgeheim – krabbelte bald darauf auf mich zu. Ich hatte inzwischen gelernt, sie als eine eigene Art anzusehen und dachte fast überhaupt nicht mehr daran, dass Matthias einer von Ihnen sein könnte. Meine Gefühle für ihn hatten sich so verändert, wie wenn ich einen geliebten Menschen bei einem Unfall verloren hätte und DIESE Liebe konservierte ich. Für eine abstrakte Liebe hatte ich in meinem persönlichen Überlebensmodell jetzt keinen Platz mehr, denn wir waren nun alle zu Konkurrentinnen geworden. Das Aufstiegsmodell von Herrn Franck erinnerte mich stark an das Provisionssystem meines Reisebüros! Ich gab meiner „Ameise“ freundlich die Anweisung mich zu massieren und legte mich so aufs Bett, dass ich gut erreicht werden konnte. Bald spürte ich das duftende Öl auf meinem Rücken und die angenehmen sanften Berührungen. Er machte das wirklich gut, aber es gab qualitative Unterschiede. Ich wusste von den anderen Frauen, dass sie sie auch manchmal „benutzten“, aber so weit wollte ich nicht gehen. Ich hatte mir den notwendigen emotionalen Abstand erarbeitet und beurteilte meine Lage nun ganz realistisch. Ich würde Matthias – falls er überhaupt noch lebte – nicht retten können. Es war ja auch fraglich, ob die Aufstiegschancen für uns überhaupt wirklich gegeben waren, aber ich sollte es trotzdem probieren. Ja, ich würde versuchen, ein besonders fleißiges „Bienchen“ zu sein und damit vielleicht erreichen, irgendwann einmal von hier weg zu kommen… Am nächsten Morgen wartete ich mit einigen anderen Frauen am Pool darauf, dass die ersten Gäste kommen würden. Aber wir waren auf hoher See und seit unserer Abreise hatten wir kein Land mehr gesehen. Nur zwei Mal hatte ich selbst Schiffe in unserer Nähe gesehen, eines davon hatte uns über einen langen Schlauch betankt. Und das andere war langsam neben uns hergefahren und während der Fahrt wurden dann viele kleine Container mit einem Kran in den „verbotenen“ Bereich hinter der Pool wand gehoben. Aber sicherlich hatte es noch mehr Versorgungsschiffe gegeben, die ich nicht bemerkt hatte, nur jetzt war weit und breit nichts zu sehen. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass wir irgendwo anlegen würden, denn wir waren ja extra hier draußen in Gebieten, die zu keinem Land gehörten – keine Regierung der Welt würde sich jemals für uns interessieren…! Plötzlich hörte ich ein Motorengeräusch und schaute in die Richtung aus der es kam. Dann entdeckte ich einen schwarzen Punkt am Himmel der langsam größer wurde – ein großer Hubschrauber! Er umkreiste das Schiff zwei Mal und landete dann anscheinend hinter dem Schornstein. Natürlich, das Dach der Restaurantebene hatte wohl auch eine Landefläche…! Kurz darauf startete der Hubschrauber wieder, ohne den Motor inzwischen überhaupt abgestellt zu haben. Nach zwei Stunden hörte ich ihn dann noch mal, aber da saß ich schon mit meinem ersten Gast an der Bar und wir tranken einen „Begrüßungscocktail“. Es war ein Asiat – Japaner, Chinese – keine Ahnung, ich kannte mich da nicht so aus… Obwohl ich gedacht hatte schon gut vorbereitet zu sein, fühlte ich mich jetzt doch sehr unwohl. Er war nicht wirklich hässlich oder abstoßend, aber der Gedanke jetzt gleich „leidenschaftlichen“ Sex mit diesem unbekannten Mann haben zu müssen, drehte sich die ganze Zeit in meinem Kopf. Denn es würde nicht reichen nur so zu tun, diese Männer hatten sicher ein Vermögen für genau diesen Unterschied bezahlt…! Bis jetzt hatte er mich noch nicht angefasst, aber er starrte mich mit großen Augen an. Wahrscheinlich konnte er es selbs
t kaum glauben, dass er mich gleich „haben“ dürfte, auf jeden Fall machte mich seine kleine Schüchternheit ein wenig selbstbewusster. Ich reichte ihm meine Hand und er ließ sich von mir bereitwillig vom Barhocker herunterziehen. Auf meinen High-Heels überragte ich das schmächtige Kerlchen um fast einen Kopf und ich fühlte mich nun noch ein bisschen besser! Kaum waren wir in der Kabine angekommen düste er ins Bad und kam nach 10 Minuten im Bademantel wieder raus. Seine pechschwarzen Haare glänzten in der Sonne und er sah sich suchend um – „Husband…?“ Aha, das war es also, sie hatten Ihnen sicher erzählt, dass jede von uns IHREN Ehemann als Pfleger hätte. Gut, warum nicht, dann war ich wenigstens nicht mit ihm allein… Ich drückte den entsprechenden Knopf der Fernbedienung und mein „Kleiner“ schaute nun schon ganz aufgeregt zur Tür. Als die „Ameise“ nun endlich zu uns ins Zimmer gekrabbelt war, klatschte er vor Freude sogar in die Hände wie ein Kind. Dann zündete er sich eine Zigarette an, was mich tierisch nervte, und ging ganz nah an Pfleger heran, um ihn sich genau anzuschauen. Plötzlich hielt er die Zigarette mit der Glut gegen die Hoden des Pflegers, was den armen Kerl zu einem heftigen, aber stark unterdrückten Schmerzlaut veranlasste. Ich war entsetzt, aber zum Glück machte mein Gast die Zigarette gleich wieder aus, vermutlich hatte er nur testen wollen, ob dies wirklich ein Lebewesen war! Mein erschrecktes Gesicht schien ihm zu gefallen, er lachte jetzt und sagte noch mal „Husband“. Dann zeigte er auf das Bett, ich sollte mich dort hinsetzen. Den Pfleger dirigierte er dann so weit nach vorn, dass seine Blechnase direkt in meiner Muschi steckte und mein Gast stellte sich hinter ihn. Jetzt öffnete er den Bademantel und holte seinen steifen Schwanz hervor, der gar nicht so klein war, wie man von den Asiaten immer behauptete. Wollte er ihn dem Pfleger etwa in den Arsch stecken…? dachte ich, aber er fing einfach nur an zu wicksen und sah mir dabei breit grinsend in die Augen. Schon nach wenigen Momenten war er kurz vor dem Abspritzen und bückte sich dann bei dem ersten Strahl schnell ein wenig, um ihn in die Ritze des Pflegers zu lenken. Er stöhnte bei jedem Schuss laut auf und hatte schließlich eine ganz beachtliche Menge Saft auf dem Pfleger verteilt. Die ganze Zeit über hatte er mich nicht aus den Augen gelassen und forderte mich jetzt mit dem Finger auf, zu ihm zu kommen. Er ging einen Schritt zurück, zeigte auf den Pfleger und dann auf mich, dabei machte er eine leckende Geste mit seiner Zunge. Ich kniete mich hinter den Arsch des Pflegers und fing ohne zu Zögern an, den Saft aufzuschlecken, der jetzt seine Spalte hinunterlief und teilweise schon auf den Boden tropfte. Ich machte dabei ein Gesicht, als sei es das Leckerste von der Welt und hielt dabei Blickkontakt zu meinem Gast, den das sichtbar erregte. Von den Eiern bis hoch zu seinem Loch und wieder zurück ließ ich meine lange Zunge durch die glitschige Ritze des Pflegers fahren, solange bis er absolut sauber war. Dann setzte ich mich zufrieden lächelnd zurück und sah, wie sich an der Spitze seines Röhrchens ein kleiner klarer Tropfen gebildet hatte, der sich nun an einem langen Faden langsam in Richtung Boden absenkte wie eine kleine Spinne. Es tat mir so leid, dass ich nicht mehr für ihn tun konnte…! Ich ging ins Bad und machte mich frisch, wenig später gingen wir zum Essen. 15 Seit die Gäste gekommen waren, konnte der 3 – Tage – Zyklus nicht mehr aufrechterhalten werden. Manchmal waren es nur 2 Tage manchmal auch 4 oder 5, je nachdem ob wir nun über Nacht in der Kabine behalten wurden oder nicht. Es gab auch Gäste, die uns überhaupt nicht dabei haben wollten und so verbrachte ich einmal 2 Zyklen hintereinander nur in meiner Zelle, was mich fast wahnsinnig gemacht hatte. Aber auch der umgekehrte Fall war nicht so erstrebenswert, denn außerhalb unserer Zelle bekamen wir nichts zu essen und für die Toilettenfrage gab es nicht wirklich eine Lösung… Wahrscheinlich war das ursprüngliche Konzept so gewesen, uns grundsätzlich immer in unsere Zellen zurückzubringen, sobald ein Paar seine Kabine verließ. Aber nun ließen uns viele Gäste auch einfach so in ihrer Kabine zurück und dann wurde es oft problematisch. Einmal hielt ich es nicht mehr aus und benutzte die Toilette in der Kabine, ich konnte mich gerade so, und nur mit großer Mühe darauf hieven, wobei meine Schienenkette dabei schon mehr als straff gespannt war, aber wenigstens funktionierte es! Und trinken konnte ich aus dem Bidet, indem ich Wasser in die Schüssel laufen ließ und dann mit der Maske bis über die Mundöffnung eintauchte, aber zu essen gab es in den Kabinen nichts! Irgendwann fiel der Groschen aber auch bei den Frauen und sie sorgten dann dafür, dass wir wenigstens ein Mal am Tag in unsere Zellen zurückkamen. Mit den Gästen verhielt es sich dann so, wie anfangs mit den Betreuern. Nachdem die Frauen sich allmählich an die neue Situation gewöhnt hatten, wurden sie auch immer besser und unbefangener beim Sex, bis ich nach ein paar Monaten gar keinen Unterschied mehr bemerkte. Den meisten von ihnen gelang es von einem bestimmten Punkt ab auch, wirklich erregt zu sein und echte Orgasmen zu bekommen, und genau das wurde auch von ihnen erwartet. Natürlich waren ihre Lebensumstände sehr viel besser als unsere, aber eigentlich waren sie für ihre Rolle genau so wie wir stufenweise abgerichtet worden – zu wunderschönen, perfekten und lebenden Fickmaschinen! Fast jede von Ihnen vermittelte inzwischen ihrem jeweiligen Gast das Gefühl, der beste und begehrenswerteste Lover aller Zeiten zu sein – egal wie alt, oder hässlich, oder welcher Rasse sie auch sein mochten! Aber natürlich gelang das einigen besser als anderen, und die „besseren“ Frauen wurden dann auch mit den attraktiveren Gästen belohnt, anscheinend wurde da etwas „steuernd“ eingegriffen. Und die nicht so „erfolgreichen“ Frauen mussten sich dann um die anderen Gäste kümmern, die oft auch als Gruppen kamen und teilweise sehr ausgefallene Wünsche hatten… Und natürlich auch um das ausschließlich schwarze Personal – die Wächter, Ärzte, Offiziere – ich erkannte einige davon wieder. Aber auch die erfolgreichen Frauen kümmerten sich um die Mannschaft und zwar immer dann, wenn sie keine Buchung hatten, niemals blieb eine von ihnen allein! Anders als ich erwartet hätte, kamen die meisten Gäste aber mit ganz „normalen“ Wünschen hierher, sie wollten einfach nur guten hemmungslosen Sex. Auch die Ohrfeige, die ich ganz am Anfang miterlebt hatte war eine Ausnahme geblieben, und SM – Wünsche gab es nur wenige und wenn, dann sehr „softe“. Die Gäste suchten hier vor allem etwas anderes, nämlich die ideale Geliebte auf Zeit! Aber einmal wurde ich in die Kabine gerufen und war überrascht, dort ACHT Männer zu finden, die alle im Kreis um die Frau herum auf dem Bett knieten und kräftig wicksten. Schließlich spritzte einer nach dem anderen auf sie ab und die Frau blieb lächelnd liegen, mit einer gewaltigen Menge an Saft überall auf ihrem Körper. Die Männer hoben sie dann gemeinsam hoch, transportierten sie vorsichtig in der waagerechten vom Bett herunter und legten sie vor mir auf dem Boden ab. Während ich noch überlegte was das jetzt zu bedeuten hatte, nahm einer von ihnen einen kurzen Schlauch und steckte ihn in meine Mundöffnung. Dann drückte er mich nach unten und ich wusste nun was sie wollten – ich sollte den ganzen Saft von ihr runter saugen! Vielleicht hatten sie etwas anderes erwartet, aber ich folgte sofort, auch wenn der ungewohnte Geschmack und die Klebrigkeit mir beim Schlucken Probleme bereiteten. Nachdem ich ungefähr die Hälfte geschafft hatte wurde ihnen das Zusehen langweilig und sie gingen einfach aus der Kabine, die Frau ließen sie liegen. Sie zog mir den Schlauch aus der Mundöffnung und stand auf, um ins Bad zu gehen. Nach ein paar Minuten kam sie frisch geduscht zurück und setzte sich neben mir auf den Boden, mit dem Rücken an das Bett gelehnt. Dann zog sie mich zu sich heran und nahm mich in die Arme wie ei
n Baby, dabei wiegte sie sich vor und zurück. Für mich war das ein sehr angenehmes und schönes Gefühl, aber sie tat mir auch leid – so würde sie es nicht schaffen, zu den „Erfolgreichen“ zu gehören…! Etwa ein Jahr nachdem die ersten Gäste gekommen waren, wurde ich nicht mehr immer wieder anderen Frauen zugeteilt, sondern ich wurde nun nach jedem Zyklus immer wieder in dieselbe Zelle zurückgebracht. Ich gehörte jetzt der Blondine, die gleich am ersten Abend auf die Bühne geholt worden war und sie schien zu den Topfrauen an Bord zu gehören. Ich hatte inzwischen schon sehr vielen Frauen beim Sex zugeschaut und das Ganze war für mich zu einer echten Kunstform geworden, aber Tanja war darin eine herausragende Meisterin. Es ist schwer mit Worten zu beschreiben, aber sie ging einfach virtuos mit ihrem Körper und auch mit denen ihrer Gäste um. Sie spürte genau wann, wer, wie weit war und steuerte ihre eigenen Orgasmen und die ihrer Gäste mit einer unglaublichen Präzision. Und es schien ihr wirklich Spaß zu machen, sie hatte sich total mit der Rolle der perfekten Liebesmaschine identifiziert. Vielleicht hatte ja auch das Ereignis des ersten Abends etwas bei ihr ausgelöst, das sie sich insgeheim schon immer erträumt hatte…? Und sie hatte viele Stammkunden, einige blieben oft bis zu 2 Wochen. Tanja schien auch zu wissen, dass ich ihr jetzt fest zugeteilt war und war sehr freundlich zu mir, wobei sie aber fast schon eine divenhafte Selbstgefälligkeit an den Tag legte! Ich war nun schon fast 2 Jahre bei ihr, als wir nach einem Zyklus einen anderen Weg einschlugen. Ich bekam unglaubliche Panik, denn mittlerweile war ich schon so an die Routinen an Bord gewöhnt, dass mich bereits kleinste Veränderungen gefühlsmäßig aus der Bahn warfen. Der Wächter stoppte mich jetzt, anscheinend waren wir an dem neuen Ziel angekommen… 16 Seit über 2 Jahren betreute ich jetzt schon unsere Gäste und hatte mich inzwischen auch mit allen Sinnen voll darauf eingestellt. Nur in der Anfangszeit hatte ich noch an Matthias gedacht, aber ich war davon immer extrem traurig geworden. Diese depressiven Stimmungen wirkten sich aber nicht unbedingt positiv auf den Umgang mit den Gästen aus und deshalb versuchte ich dann bewusst, all unsere schönen gemeinsamen Erinnerungen endgültig zu verdrängen, was mir allmählich auch immer besser gelang. Jetzt war ich bald 3 Jahre hier und gehörte zweifelsohne zu den erfolgreichsten Frauen an Bord. Natürlich gab es keine offizielle Statistik darüber, aber jede von uns kannte genau ihre Position auf der ungeschriebenen Rangliste! Etwa ein halbes Jahr nachdem die ersten Gäste gekommen waren gab es wieder eine Versammlung im Theater. Zunächst berichtete er darüber, wie begeistert die überwiegende Zahl unserer Gäste von unserem Service sei und dass wir unsere Sache wirklich sehr gut machen würden. Überraschenderweise forderte er uns am Schluss noch dazu auf, doch ruhig etwas zu sagen, falls wir Verbesserungsvorschläge hätten. Ich sah mich im Saal um, keine der Frauen meldete sich. Ich überlegte – bisher hatte Herr Franck uns noch nie angelogen, zumindest seit wir hier auf dem Schiff waren…! Entschlossen stand ich jetzt auf und meldete mich, Herr Franck lächelte mich an und winkte mich dann zu sich runter ans Mikrophon. Mit einem mulmigen Gefühl ging ich hoch auf die Bühne ans Rednerpult und hoffte, jetzt nicht den zweiten großen Fehler meines Lebens gemacht zu haben… „Herr Franck, wir haben uns glaube ich alle ganz gut an Bord eingewöhnt und jede von uns hat inzwischen so etwas wie ihren eigenen Stil entwickelt… Die Organisation hier auf dem Schiff ist wirklich perfekt, daran gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen, aber in Zusammenhang mit der eben von mir erwähnten persönlichen Note würde ich es begrüßen, wenn die Pfleger nicht laufend ausgewechselt würden, sondern fest zugeteilt. Ich finde es einfach lästig, wenn man ihm zum Beispiel 3 Tage lang beigebracht hat, wie und wo man am liebsten massiert wird und dann am nächsten Tag wieder von vorn beginnen muss! Und für die Gästebetreuung wäre es doch sicher auch von Vorteil, wenn die Pfleger und wir ein eingespieltes Team wären. Außerdem denke ich – und damit mache ich mich jetzt bei meinen Kolleginnen vielleicht unbeliebt – dass die Zuteilung talentierterer Pfleger auch in das Belohnungssystem eingebunden werden könnte!“ Mit diesen Worten ging ein lautes Raunen durch die Reihen, aber viele begannen auch zu klatschen, offensichtlich gab es mehr Zustimmung als Ablehnung. Ich schaute nun Herrn Franck an, der meine kleine Rede aufmerksam verfolgt hatte. Er nahm sich das Mikrophon aus der Halterung. „Vielen Dank Andrea für diese interessanten Anregungen! Ich habe selbst schon darüber nachgedacht, das Rotationsprinzip aufzuheben, allerdings mehr aus logistischen Gründen. Aber, meine Damen, was halten Sie denn von einer Abstimmung…?“ Ich stand immer noch mit weichen Knien auf der Bühne und sah nun in die Gesichter der Frauen, die sich alle aufgeregt umschauten, um eine Meinung bei ihren Freundinnen „abzulesen“. „Gut, heben sie jetzt also bitte ihre Hand wenn Sie dafür sind, dass die Pfleger fest zugeteilt werden…!“ Zögernd gingen die ersten Arme nach oben, aber dann wurden es immer mehr und am Schluss meldeten sich fast alle! „Fein, dann werden wir die Organisation bis auf weiteres entsprechend umstellen, bei einer SO hohen Zustimmung gibt es da ja dann keine Zweifel mehr. Und was ist mit der zweiten Idee von Andrea…? – geben Sie dazu bitte jetzt ihr Handzeichen…!“ Diesmal meldeten sich nicht ganz so viele der Frauen, aber es war immer noch eine deutliche Mehrheit. Offensichtlich befürchteten die nicht so erfolgreichen Frauen eine Verschlechterung, denn sie hatten sich besonders zurückgehalten. „Danke, Andrea! Ein mutiger Beitrag von einer außergewöhnlichen Frau…! Sie können jetzt wieder alle gehen, die Versammlung ist hiermit beendet!“ Stolz schritt ich nun aus dem Theater heraus und genoss das Lob der mir nah stehenden Frauen, aber auch die neidvollen Blicke der anderen. Schon am dem übernächsten Zyklus bekam ich einen „festen“ Pfleger. Ich testete gleich seine Massagequalitäten – er war wirklich sensationell. Trotz der Handschuhe spürte ich deutlich seine geschickten Finger auf meinem Körper und er sorgte für einige wohlige Schauer mit Gänsehaut… Dabei dachte ich noch mal an Matthias, denn nach dem Theater war mir doch kurz der Gedanke gekommen, dass wir jetzt vielleicht unsere Männer zurückbekommen würden. Aber diesen Gedanken hatte ich mittlerweile verworfen. Erstens gab es gar nicht mehr alle Ehemänner, zweitens war es ja unsere Entscheidung gewesen und drittens hatte mich Matthias nie so toll massiert – immer nur ich ihn…! Wir wurden ein immer besseres Team, meine „Ameise“ verstand bald, dass ich es nicht mochte Anweisungen zu geben, sondern es am liebsten hatte, wenn er auch ohne Worte verstand was zu tun war. So wusste er bald wann ich gebadet, geduscht, eingeölt, massiert oder auch nur gestreichelt werden wollte, ohne dass ich es überhaupt sagen musste. Nach wenigen Wochen umsorgte er mich so, wie eine „Königin“ von ihren „Arbeiterinnen“ eben verwöhnt wird – bedingungslos ergeben und ohne jegliche Gegenleistung zu erwarten. Und das war gut so, denn ich wollte auf keinen Fall eine gefühlsmäßige Bindung an ihn zulassen und verhielt mich deshalb äußerst neutral, fast schon ignorant. Und irgendwann nahm ich ihn dann auch wirklich nur noch als „Serviceeinrichtung“ war… Ich stellte mich nun 100%ig auf jeden Gast individuell ein und versuchte, ihn nicht nur sexuell in jeder Hinsicht zu befriedigen, sondern ihm auch sonst an Bord eine optimale Gesellschafterin zu sein. Nach diesen 3 Jahren an Bord sprach ich inzwischen neben einem guten Englisch, auch etwas Französisch, Spanisch und sogar Japanisch, worauf ich besonders stolz war. Dies alles trug natürlich dazu bei, dass ich einige Top – Stammkunden gewonnen hatte, zu denen ich auch eine gewisse freundschaftliche Beziehung über den üblichen Rahmen hinaus pflegt
e. Besonders ein sehr smarter Südamerikaner namens Raoul, der mir auch in der „normalen“ Welt sicher gut gefallen hätte, machte mir regelrecht den Hof. Er kam einmal im Quartal und blieb dann immer 14 Tage, in denen wir „Urlaub“ auf einem Luxusdampfer spielten. Er wollte auch nicht, dass mich andere Männer dann nackt sahen und beschenkte mich deshalb mit Kleidern, Schuhen und Schmuck, die ich immer außerhalb der Kabine tragen sollte, wenn wir zum Essen gingen, oder an die Bar. Selbst am Pool sollte ich ein Oberteil tragen – er war einfach süß! Und im Bett war er ein phantastischer Liebhaber, er liebte es MICH zu verwöhnen und es fiel mir bei ihm überhaupt nicht schwer, echte Leidenschaft zu entwickeln. So freute ich mich auch immer schon auf seinen nächsten Besuch, denn sie waren für mich ein wohltuender Balsam – in jeder Beziehung… Kurz vor einem seiner Besuche trübte eine gravierende Veränderung meine Stimmung – meine „Ameise“ war gestorben! Ich hatte mich schon gewundert, warum er nicht auf den Befehl der Fernbedienung reagiert hatte und ging zur Tür um nachzuschauen. Er lag ganz still gegenüber auf seiner Liege, zwei Wächter kamen bereits um die Ecke gerannt. Ich stand fassungslos im Türrahmen und sah ihnen dabei zu, wie sie den schlaffen, leblosen Körper aus der engen Kabine herauszogen. Einer von den Wächtern gab mir unaufgefordert eine Erklärung, obwohl er es sicher nicht hätte tun müssen – „Problems with air- condition…“ – er war also erstickt! Ich weinte jetzt ein wenig, nicht wirklich um ihn, denn ich hatte ihn ja gar nicht als Person gekannt, sondern weil ich dem Tod noch nie so nah begegnet war. Traurig drehte ich mich um und legte mich aufs Bett, bis zu meinem routinemäßigen Arztbesuch hatte ich noch etwas Zeit. Nach einer Weile hörte ich Arbeitsgeräusche aus dem Flur, wahrscheinlich wurde das „Problem“ jetzt behoben. Natürlich, ich war eine der Top – Frauen, morgen würde sicher schon wieder ein neuer Pfleger für mich bereitstehen! 17 Ich war in einer anderen Zelle gleichen Typs untergebracht worden, aber auf der anderen Seite des Schiffes. Das war mir eigentlich egal, denn ich hatte das Innere des Schiffes seit unserer Ankunft ohnehin nicht mehr verlassen dürfen. Aber ich war schon traurig, dass ich Tanja jetzt nicht mehr sehen würde, denn ich hatte mich bei ihr sehr wohl gefühlt. Manchmal wenn wir allein waren, hatte sie mich sogar etwas geknuddelt und ich strengte mich danach immer noch mehr an, ihr die Wünsche von den Augen abzulesen! Dieser Gang hier war ebenfalls im „Frauenbereich“ und ich war offensichtlich einer anderen zugeteilt worden. Aber warum, ich hatte meine Sache doch immer recht gut gemacht…? Meine Liege vibrierte und ich machte mich sofort auf den Weg. Sie stand schon drüben in der Tür und hinter ihr schien die Abendsonne durchs Fenster, ich konnte zunächst nur ihre traumhafte Silhouette erkennen. In der Kabine angekommen drehte ich mich zu ihr um und hatte das Licht im Rücken – es war Andrea…! Mein Herz begann sich zu überschlagen, wie lange hatte ich mir diesen Moment herbeigesehnt… Ich konnte mich kaum beruhigen, aber ich durfte mich nicht zu auffällig verhalten, wenn ich unser beider Leben nicht gefährden wollte. Meine Atmung bekam ich jetzt langsam wieder etwas besser in den Griff und schaute sie mir nun genau an. Sie war unglaublich schön geworden und in Verbindung mit der Reife von nun fast 29 Jahren hatte sie eine fast göttliche Ausstrahlung bekommen. Ich hatte hier schon so viele schöne Frauen gesehen, dass ich mir jetzt auch bei Andrea ein objektives Expertenurteil zutraute – sie war die Beste! „Hör genau zu, ich mag es im Allgemeinen nicht, wenn mein Pfleger nicht mitdenkt und ich ihm alles sagen muss. Also beobachte mich und meine Gewohnheiten und folge mir in der Kabine überall hin, wo es eventuell etwas für dich zu tun geben könnte – und dann tu es einfach – das ist eigentlich schon alles!“ Ihre Stimme war nicht unfreundlich gewesen, aber doch sehr bestimmt – so sprach man mit Untergebenen… Aber das war ich auch schon ein bisschen von Tanja gewöhnt gewesen, wahrscheinlich benutzten jetzt fast alle Frauen diesen „Schutzmechanismus“… Sie ging in Richtung Bad und ich folgte ihr. Der Weg war weiter, diese Kabine hier war deutlich größer als die von Tanja. Andrea setzte sich an den kleinen Kosmetiktisch und begann damit, sich abzuschminken. Wir waren zwar nur zwei Jahre zusammen gewesen, weniger Zeit als wir jetzt schon getrennt auf dem Schiff verbracht hatten, aber ich kannte Andrea trotzdem gut genug – sie wollte jetzt Baden! Ich ließ das Wasser einlaufen und stellte die Temperatur ein – heiß, gerade noch so erträglich. Dann wählte ich aus der beeindruckenden Sammlung von Badezusätzen ein pflegendes Avocado Öl und wartete. Sie beobachtete mich „unauffällig“ über den Spiegel und lächelte, anscheinend hatte ich schon die ersten Punkte gemacht. Nun stand sie auf und ging majestätisch auf die Wanne zu, ihre hohen Pantoletten erzeugten auf den Fliesen einen vertrauten Klang. Vor der Wanne schlüpfte sie aus den Schuhen und stieg sofort mit einem Bein ins Wasser, ohne die Temperatur vorher geprüft zu haben. Nach wenigen Sekunden ließ sie sich ganz in das duftende, schaumige Bad gleiten und sah mich an. „Du bist gut vorbereitet worden…!“, sagte sie anerkennend und legte den Kopf mit geschlossenen Augen zurück. Ich nahm den weichen Naturschwamm und begann, sie vom Hals bis zu den Füssen mit sanften kreisenden Bewegungen zu waschen. Dabei ließ ich jeder Stelle ihres herrlichen Körpers die gleiche Aufmerksamkeit zukommen und hütete mich davor, zu lange an bestimmten Stellen zu verweilen! Zum ersten Mal wieder seit langer Zeit meldete sich auch mein vernachlässigtes Schwänzchen wieder, wobei es allerdings nur einen matten Druck aufbauen konnte. Ein Gefühl der Wut schäumte kurz in mir auf, bestimmt würde ich impotent sein, falls ich jemals aus dem KG herauskäme…! Andrea hatte sich jetzt herumgedreht und kniete in der Wanne. Ich wusch noch ihren Rücken und ihren phantastischen Hintern mit einem schweren Stein im Bauch, dann brauste ich sie mit klarem Wasser ab. Sie stieg elegant aus der Wanne heraus und zog sich einen flauschigen Bademantel an. Ich trocknete gleich ihre perfekt gepflegten Füße und Beine ab, dabei blieb sie still in der Mitte des Bades stehen. Als ich fertig war streifte sie ihren Bademantel einfach nach hinten über die Schultern ab, ging zum Bett und legte sich quer aufs Fußende. Ich hatte schon vorhin im Bad ihr geliebtes Hanföl entdeckt, das ich jetzt gleich mit nach draußen nahm. Andrea lag mit geschlossenen Augen auf dem Bett und wartete. Vor dem Bett angekommen öffnete ich die kleine Flasche und ließ etwas Öl in meine behandschuhte Hand laufen. Ich verrieb es leicht zwischen beiden Händen um es aufzuwärmen und begann dann zunächst Andreas Nacken und Schultern zu massieren. Dann die Arme – ganz langsam bis zu den Fingerspitzen. Sie schnurrte ein paar Mal wie ein Kätzchen, aber als ich mich über den Rücken bis zum Po vorgearbeitet hatte, hatte sie am ganzen Körper eine Gänsehaut bekommen und wackelte leicht mit dem Hintern hin und her. Plötzlich konnte sie es nicht mehr aushalten und schob eine Hand unter ihrem Bauch vor bis zu ihrem Lustknöpfchen und begann, sich dort mit ihren langen schlanken Fingern sanft zu streicheln. Ich massierte nun die zarten Innenseiten ihrer Oberschenkel und sah, wie ab und zu ein Finger unter ihrer nun schon feuchtglänzenden Muschi hervor blitzte. Immer schneller und wilder wurden ihre Bewegungen bis sie plötzlich aufhörte, sich schnell auf die Seite rollte und ihre Knie mit beiden Armen fest an den Körper zog, wobei sie gleichzeitig ihre Schenkel fest zusammen presste. Langsam ebbte ihr Orgasmus ab und sie öffnete verwundert die Augen, so als ob ihr das noch nie passiert sei… Sie schaute mich kurz an, stand auf, und ging an mir vorbei ins Bad. Ich krabbelte schnell hinterher, aber es gab nichts für mich zu tun, sie schminkte sich. Danach öffnete sie einen Kleiderschrank –
sie hatte viel mehr Dinge zum Anziehen als Tanja – und zog sich ein richtiges Kleid an, darunter trug sie sogar sexy Unterwäsche! Nachdem sie auch noch sehr elegante Schuhe angezogen hatte ging sie aus der Kabine, ohne sich noch mal nach mir umzusehen. Alle möglichen Gedanken gingen nun durch meinen Kopf. Hatte sie mich vielleicht doch erkannt…? Sollte ich mich zu erkennen geben…? Ich beantwortete mir dann beide Fragen selbst mit nein, die nächste Zeit wollte ich einfach erst mal ruhig abwarten und sehen, wie sich unser „Verhältnis“ unter den jetzigen Umständen entwickelte. Vielleicht gab es ja doch noch eine Hoffnung…! Viele Stunden später kam sie wieder, aber sie war nicht allein. Lachend und offensichtlich sehr guter Laune betrat Andrea als erste die Kabine und ein großer, gut aussehender, dunkelhaariger Mann folgte ihr und schloss die Tür. Jetzt stand er dicht vor ihr und obwohl sie sehr hohe Schuhe trug, musste sie noch etwas zu ihm aufschauen. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und zog ihn sanfter Gewalt zu sich runter, bis sich ihre Lippen berührten. Mit geschlossenen Augen gab sie ihm dann einen sehr langen und leidenschaftlichen Zungenkuss und dieser Anblick versetzte mir einen heftigen und glühendheißen Stich direkt in mein Herz. Aufgrund der Zeit bei Tanja war ich schon gewohnt, einiges zu sehen, aber das hier war irgendwie anders. Das war keine normale Kundenbeziehung, das spürte ich sofort, zwischen den beiden war mehr – viel mehr…! „Oh, Raoul…!“, stöhnte Andrea mit heiserer, erregter Stimme als er ihr das Kleid über den Kopf zog. Darunter war sie nackt und ihre dunklen Brustwarzen waren schon deutlich aufgerichtet. Fassungslos beobachtete ich die unglaubliche Szene, die sich hier direkt vor meinen Augen abspielte. Andrea öffnete nur den oberen Knopf seines Hemdes und riss es dann einfach mit einer kräftigen Armbewegung ganz auf, so dass die übrigen Knöpfe in der Gegend herum flogen. Dann öffnete sie zügig und in nervöser Erwartung seine Hose und zog sie ihm bis auf die Schuhe herunter. Jeden Fuß befreite sie gleichzeitig von Hosenbein, Socken und Slipper, so dass er schließlich nackt vor ihr stand. Langsam richtete Andrea sich nun wieder auf und leckte im Aufstehen ganz kurz über Raouls halbsteifen Schwanz, der bei dieser unerwarteten Berührung zuckte und deutlich nach oben schnellte. Andrea umfasste das imposante Teil mit der rechten Hand und ging langsam rückwärts, dabei zog sie Raoul wie an einem Griff hinter sich her bis zum Bett. Erst hier ließ sie ihn los und legte sich auf den Rücken, ohne den Blickkontakt zu ihm auch nur einen Moment abreißen zu lassen. Sie zog nun ihre langen schlanken Beine ein wenig an und spreizte gleichzeitig die Schenkel, so dass die volle Sicht auf ihre wunderschöne leicht geöffnete Muschi frei wurde. Raoul fiel vor dem Bett auf die Knie und zog Andrea soweit an den Beinen wieder an die Bettkante, dass ihre verführerische Lustspalte nur noch wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war. Dann begann er sie mit seiner langen Zunge geschickt zu lecken und umkreiste dabei immer wieder wie zufällig ihr zartes Knöspchen, das nun schon dunkelrot angeschwollen war. Andrea warf ihm ihr Becken nun förmlich entgegen, aber Raoul „quälte“ sie weiterhin mit der gleichen langsamen Verwöhnungstaktik. Jetzt hielt sie es nicht mehr aus und gab ihm einen kräftigen Stoß mit den Füßen, so dass er nach hinten über kippte und auf dem Rücken landete. Aber schon war sie über ihm und führte seinen stoßbereiten prallen Schwanz schnell in ihre tropfnasse, vor Lust glühende Muschi ein. Nach nur wenigen sanften auf und ab Bewegungen ihres Hinterns begann Andrea, Raoul immer wilder zu reiten. Er hatte sie fest um die Hüften gepackt und unterstützte ihren Ritt, indem er für eine perfekte Führung auf seinem Lustkolben sorgte. Ich konnte genau erkennen wie er sie soweit hochhob, bis die untere Hälfte seiner dicken Eichel zu sehen war, um sie dann wieder kräftig nach unten zu ziehen, so dass ihr Hintern klatschend auf seinen Eiern landete. Beide schienen sie den Höhepunkt noch hinauszögern zu wollen, aber jetzt versteifte sich Andrea und presste ihre Schenkel fest an Raoul, der sich unmittelbar darauf laut stöhnend in heftigen Schüben entlud. Andrea ließ sich erschöpft auf seine Brust sinken, dabei behielt sie seinen Schwanz aber noch genüsslich in sich drin. Sie drehte nun den Kopf und sah genau in meine Richtung. Aber sie blickte einfach durch mich hindurch und hatte dabei einen verklärten und äußerst glücklichen Gesichtsausdruck… In den nächsten Wochen wurde es für mich immer klarer, dass Andrea sich wirklich in Raoul verliebt hatte und ich konnte mich einfach nicht an den Gedanken gewöhnen. Es schmerzte mich mehr als alles Andere, das ich hier bisher auf dem Schiff ertragen musste. Endlich, nach 4 Wochen, fuhr Raoul wieder weg und in der Zwischenzeit hatten sie das ideale Liebespaar abgegeben. Andrea hatte sogar ein wenig Spanisch für ihn gelernt und sie hatten viel Spaß bei den Unterhaltungen. Als sie von der Verabschiedung zurück in die Kabine kam weinte sie, und warf sich traurig und wütend zugleich auf ihr Bett. Ich krabbelte zu ihr, um sie ein wenig zu streicheln, aber sie schubste meine Hand weg und drückte sogar auf die Fernbedienung – ich sollte verschwinden! Zerknirscht machte ich mich auf den Weg in meine Zelle. 18 Verdammt, jetzt war es passiert…! Ich hatte es sogar schon geschafft meinen Mann zu vergessen, und jetzt verliebte ich dumme Kuh mich Hals über Kopf in einen Gast und zwar so heftig, dass ich an nichts Anderes mehr denken konnte als an Raoul. Je länger ich mit ihm zusammen war, umso mehr liebte ich ihn und kurz vor dem Ende seines langen Besuches vertraute ich mich ihm vorsichtig an. Er reagierte überhaupt kein bisschen überrascht und schenkte mir ein geheimnisvolles Lächeln – „Es ist alles geregelt…!“, sagte er nur. Am Tag seiner Abreise war ich am Boden zerstört und zerfloss geradezu vor Liebeskummer. Meine schwermütige Laune ließ ich dann auch noch an der unschuldigen Ameise aus, was mir im Nachhinein sehr leid tat. Meine Gedanken drehten sich nun immer um denselben Punkt – wie könnte ich in meiner jetzigen Verfassung einen anderen Gast überzeugend betreuen – es erschien mir unmöglich…! Bis zum Abend blieb ich in meiner Kabine und ging nur noch einmal kurz nach oben um etwas zu essen. Es waren schon wieder neue Gäste gekommen, aber für mich war niemand dabei. Auch in der Kabine wartete keiner von der Mannschaft auf mich, sollte ich heute Nacht etwa allein bleiben…? – das wäre dann das erste Mal, seit ich auf das Schiff gekommen war… Ich holte mir die Ameise zurück und ließ mich von ihr Baden, was mich wirklich ein wenig entspannte und bei der nachfolgenden Massage schlief ich dann einfach ein. Jetzt war ich schon 3 Wochen ohne Gast gewesen und die Sache begann mir langsam unheimlich zu werden. Einerseits war ich froh, im Moment keinen Sex mit irgendjemand anderem als Raoul haben zu müssen, aber was steckte dahinter…? Die anderen Frauen begannen schon, ein wenig auf Abstand zu mir zu gehen und ich suchte mir bald schon von mir aus die ruhigen Plätze auf dem Schiff aus, um allein sein zu können. Es war auch eine blöde Situation, alles war hier auf „Paarbetrieb“ ausgelegt und ich fühlte mich komisch, allein am Pool zu liegen oder an der Bar zu sitzen, während rund um mich herum unzählige Paare exzessiven Sex hatten! Plötzlich war Raoul wieder da, aber er konnte nur für 5 Tage bleiben und dieses Spiel wiederholte sich im nächsten Monat noch mal. Aber in diesen jeweils 5 Tagen hatten wir unglaublich viel Sex und ich holte alles nach. So langsam wurde mir klar, dass Raoul mich exklusiv gebucht haben musste, denn ich bekam keine anderen Gäste mehr! Ich wartete nun schon wieder ungeduldig auf den nächsten Besuch von Raoul, er war jetzt schon einige Wochen nicht mehr da gewesen. Das Ganze schlug mir sogar schon auf den Magen und ich ging schließlich wegen der immer wieder kehrenden Übelkeit zum Arzt. Diesmal wurde ich sehr intensiv untersuc
ht und während des Ultraschalls wurde mir auf einmal alles klar – ich war schwanger…!!! Natürlich, wie konnte ich so naiv gewesen sein, alles passte zusammen! Bei dem letzten Arztbesuch war die Spirale nicht erneuert, sondern entfernt worden. Und danach war ich nur noch mit Raoul zusammen gewesen und er wollte sicher gehen, dass das Kind nur von ihm sein könne… Der Arzt schien meine Gedanken von meinem Gesicht ablesen zu können und sagte mir freundlich: „Everything’s fine!“ Ich war hin und her gerissen – ein Kind – wie würde es jetzt weitergehen…? Ich horchte in mich hinein, aber es brachte mir im Moment nicht viel – die Glücksgefühle und die Ängste wechselten sich rasend schnell ab. Im Laufe des Tages beruhigte ich mich etwas, aber es war so schwer, mit niemandem darüber reden zu können. Was hätte ich jetzt darum gegeben, mit meiner besten Freundin sprechen zu können! Aber eins wusste ich jetzt schon genau – ich würde dieses Baby haben wollen – um jeden Preis! Ich lag strahlend auf meinem Bett und streichelte meinen schlanken Bauch, der noch nichts von meiner Schwangerschaft verriet. Mehr und mehr überwogen die positiven Gedanken und ich war überzeugt, dass Raoul schon eine Lösung für uns finden würde. Ich liebte ihn und ich liebte auch schon dieses Baby – wir würden sicher eine gemeinsame Zukunft haben… Jetzt rollte wieder eine dicke Glücksträne über mein Gesicht und meine Ameise war ganz verunsichert, was sie denn für mich tun könne. Aber ich wollte nichts, nur so da liegen und träumen…! Es dauerte noch 4 weitere Tage bis Raoul endlich wieder bei mir war – er wusste es schon! Gleich nachdem er in meine Kabine gekommen war umarmte und drückte und küsste er mich überglücklich und ich hätte ihm am liebsten gleich die Kleider vom Leib gerissen, um „unser“ Baby richtig zu feiern, aber er zog mich erst mal aus der Kabine und wir hatten ein erotisch romantisches Frühstück in einem der Restaurant – Séparées. Aber auch am Abend hatten wir keinen „richtigen“ Sex und obwohl ich versuchte ihm zu erklären, dass das dem Baby auf keinen Fall schaden könne, blieb er ganz süß und fast schüchtern zurückhaltend. Ich wartete nun schon seit 2 Wochen darauf, dass er mir irgendeinen Hinweis darauf geben würde, wie es denn jetzt mit uns weiterginge, aber wir hatten wieder das ganz normale „Urlaubsprogramm“ – nur ohne richtigen Sex und leider auch ohne Wein. Ich war ein wenig traurig, denn ich hätte ihn so gern wieder in mir gespürt, aber ich respektierte dann doch schweren Herzens seine übervorsichtige Einstellung und verwöhnte ihn eben auf die andere Art… Anfang der dritten Woche wurde ich nun sehr nervös und ich befürchtete, dass Raoul einfach wieder so abreisen würde. Mein Verdacht schien durch ein traumhaftes Candlelight – Dinner bestätigt zu werden, war dies jetzt unser Abschiedsessen…? Wir gingen zurück in unsere Kabine, die Ameise war nicht da. Dafür lag mitten auf dem Bett ein großer Koffer und alle Dinge, die mir Raoul geschenkt hatte, waren schon eingepackt. „Möchtest du sonst noch etwas mitnehmen…? – wir fahren morgen früh!“ Mein Herz machte vor Erleichterung und Freude einen riesigen Sprung – verdammter Kerl – warum hast du mich fast platzen lassen…? Raoul strahlte jetzt über beide Ohren, die Überraschung war ihm gelungen und er genoss es sichtlich. Ich hüpfte aufgeregt wie ein Huhn in der Kabine hin und her und konnte es gar nicht fassen – ich würde dieses Schiff morgen verlassen…! Raoul musste einen unermesslichen Preis dafür bezahlt haben mich mitnehmen zu können, davon war ich überzeugt. Wollte ich nun von den anderen Sachen noch was mitnehmen…? Nein – nichts von der Kleidung, aber bei zwei Paar meiner Lieblingsschuhe konnte ich nicht widerstehen. Ich stopfte sie in den Koffer und machte ihn zu. Raoul hob den Koffer vom Bett und wir legten uns hin. Er nahm mich in den Arm und ich kuschelte mich an seine starke Brust. Bald spürte ich seinen gleichmäßigen Atem – er war eingeschlafen, aber ich machte die ganze Nacht lang kein Auge zu… Über ein mir unbekanntes schmales Treppenhaus gingen wir nach oben. Ich wusste sofort wo wir waren, dies war die Rückseite des Pooldecks! Der Hubschrauber stand schon in dem Landekreis bereit und ich stieg mit klopfendem Herzen ein. Auch ein paar andere Gäste waren mit dabei. Jetzt sah ich, wie der Schatten der Flügel am Boden anfing sich zu drehen und das Motorgeräusch immer lauter wurde. Ein kleiner Ruck – und wir flogen! Schnell stieg der Hubschrauber nach oben und zog dann in einer engen Kurve nach hinten weg. In einem weiten Bogen umkreiste er noch mal das Schiff und flog dann dicht über dem Wasser fliegend davon. Ich konnte es immer noch nicht glauben – endlich war ich von diesem Schiff runter! Im selben Moment durchfuhr mich eine schmerzliche Erinnerung wie ein Blitz – Matthias…! Ich hatte überhaupt nicht mehr an ihn gedacht, so sehr war ich mit meinem eigenen Schicksal beschäftigt gewesen. Aber bald tröstete ich mich mit dem Gedanken, dass ich ihm ohnehin nicht hätte helfen können und er sicher auch gewollt haben würde, dass es wenigstens einem von uns wieder gut ging… Nach etwa 2 Stunden Flug landeten wir auf einem kleinen versteckten Flugplatz und von dort aus ging es für die Gäste mit verschiedenen Flugzeugen weiter. Raoul und ich landeten dann nach etwa 1 Stunde auf einem sehr großen internationalen Flughafen. Hier standen viele Maschinen von allen Fluggesellschaften der Welt, aber es gelang mir nicht herauszufinden, wo wir waren. Wir wurden von unserem Flugzeug direkt zu einer sehr großen Maschine gebracht und der Fahrer des Wagens sah etwas asiatisch aber auch irgendwie indisch aus. Beim Einsteigen registrierte ich, dass es sich um eine Maschine der „United“ handelte, aber nach Amerika sah es hier nicht aus… Nach einem sehr langen Flug kamen wir in Los Angeles an und flogen von dort aber gleich weiter und erreichten nach weiteren Zwischenstopps dieser endlosen Reise das Ziel – Asunción in Paraguay! Von hier war er also, mein Raoul, aus dem Herzen Südamerikas… Trotz des First – Class – Services war ich doch ziemlich erschöpft und froh, mich nun wieder ein bisschen bewegen zu können. Mit einer Limousine wurden wir in die Stadt gebracht und checkten in einem sehr luxuriösen Hotel ein. Nach einem ausgiebigen Bad fühlte ich mich nun schon sehr viel besser und freute mich bereits auf das Abendessen. Der Wagen brachte uns zu einem traumhaften Restaurant und es war einfach ein unvergleichliches Gefühl, wieder von „normalen“ Menschen umgeben zu sein. Obwohl diese hier sicherlich nicht unbedingt dem einkommensmäßigen Durchschnitt der hiesigen Bevölkerung entsprachen… Aber es war himmlisch, ich fühlte mich einfach phantastisch und der Besuch einer Salsa – Tanzbar bildete für mich als leidenschaftliche Tänzerin den krönenden Abschluss. Am nächsten Morgen fuhren wir leider schon wieder zu einem kleinen privaten Flughafen. Raoul erklärte mir, dass er eine große Farm besitze, die aber etwas außerhalb liege und da die Straßen hier im Allgemeinen sehr schlecht oder gar nicht vorhanden seien, wäre es einfach angenehmer zu fliegen. Das leuchtete mir ein, trotzdem kletterte ich etwas missmutig in den engen Hubschrauber. Ich war überrascht, als Raoul sich auf den Pilotensitz schwang und sich die Kopfhörer aufsetzte. Auf sein Zeichen hin nahm ich mir das andere Paar und beobachtete ihn stolz dabei, wie er routiniert den Startvorgang einleitete. Bald waren wir in der Luft und ich bestaunte die abwechslungsreiche endlose Landschaft. Wir flogen nun schon über zwei Stunden und ich musste nun so langsam mal wieder auf die Toilette – etwas außerhalb war wohl leicht untertrieben gewesen! Raoul zeigt nach vorn, mitten im Wald auf einer großen Lichtung sah ich ein helles Haus, das sich beim näher kommen in einen wahren Palast verwandelte. Wir landeten direkt auf der Wiese vor dem Haus und stiegen aus, kurz danach betraten wir die angenehm kühle Eingangshalle und ich sah mich um. Dieser Raum war fast so groß wie
das Theater auf dem Schiff und zwei mächtige Treppen führten links und rechts nach oben zu einer Galerie. Wir standen in der Mitte des kreisrunden Raumes, der mit edlen, auf Hochglanz polierten Steinplatten ausgelegt war und Raoul sagte: „Jetzt werde ich dir unsere kleine Familie vorstellen…!“ Er klatschte in die Hände und oben auf der Galerie erschienen nun zwei Frauen, beide schritten jetzt erhaben je eine der Treppen hinunter. Dahinter tauchten aber immer neue Frauen auf und diejenigen, die schon unten bei uns angekommen waren, stellten sich vor uns im Halbkreis auf. Ich begriff überhaupt nichts und schaute Raoul fragend an. Dann blickte ich in die Runde der Frauen und zählte – es waren 23…! Immer noch war ich nur auf ihre Gesichter fixiert und betrachtete sie nun insgesamt genauer. Sie trugen alle luftige Sommerkleider und – mir wurde schwarz vor Augen – sie waren alle in verschiedenen Stadien schwanger…! 19 In der folgenden Zeit hatte ich Andrea viel für mich allein, aber ich kam trotzdem nicht näher an sie heran. Sie „trauerte“ um Raoul und ich konnte lediglich dazu beitragen, sie ein wenig zu trösten. Erstaunlicherweise hatte Andrea keine anderen Gäste, wie lange war sie wohl schon ausschließlich für ihn da gewesen…? Sie blieb immer öfter in der Kabine seit sie allein war und verließ sie an manchen Tagen nur zu den Mahlzeiten. Aber wenn Raoul wieder da war, dann lief sie zu Höchstform auf und die beiden liebten sich fast ununterbrochen, worunter ich immer noch sehr litt. Oft wollten sie dabei allein sein und ich war fast froh, wenn ich dann in meine Zelle rüber krabbeln durfte. Raoul war jetzt schon zum dritten Mal hier, seit ich wieder bei Andrea war und abgesehen von dem was er laufend mit meiner Frau machte, störte mich auch noch etwas Anderes an ihm, aber ich konnte es nicht greifen… Ich lag nun wieder nachdenklich in meiner Zelle und heute Nacht würde sicher wieder ein Zyklus stattfinden – es war an der Zeit. Und wie immer nach jedem Zyklus hatte ich große Angst, wieder woanders hingebracht zu werden. Aber alles war OK, ich war wieder bei Andrea oder zumindest in ihrer Nähe. Irgendwann wachte ich auf und hatte ein „Morgengefühl“. Mir fehlte zwar das Tageslicht zur Orientierung, aber mit der Zeit hatte ich doch auch so ein Zeitgefühl entwickelt. Warum holten sie mich nicht, daran war sicher dieser Raoul schuld! Endlich nach langen Stunden des Wartens gingen die Türen auf und ich krabbelte in freudiger Erwartung rüber in die Kabine. Die Tür schloss sich automatisch hinter mir und ich hörte ein plätscherndes Geräusch aus dem Bad. Ich krabbelte sofort dorthin, aber – die Frau in der Wanne war Tanja…! Ich war völlig irritiert, was war hier los…? „Ah, da bist du ja endlich… – jetzt gehörst du wieder mir…! Komm und bade mich schön, das hat mir gefehlt…!“ Ich gehorchte mechanisch, aber ich war nicht bei der Sache. Wo war Andrea und warum hatten sie mich wieder Tanja zugeteilt…? Vielleicht hatte Raoul etwas gemerkt und deshalb den Tausch veranlasst… – aber warum überließen sie dann Tanja diese deutlich größere Kabine…? Eine furchtbare Ahnung kroch in mir hoch – hatte Andrea das Schiff etwa verlassen…? Auch in den nächsten Tagen konnte ich mich nicht zusammen reißen und das wirkte sich erheblich auf meine Qualitäten als Pfleger aus. Tanja wurde immer unzufriedener und schimpfte mit mir. „Was ist denn mit dir los, so kenne ich dich ja gar nicht…?“ Anscheinend wusste sie, dass ich der Pfleger war, den sie vorher schon hatte. Ich war mir jetzt mit meiner Vermutung sicher: Andrea war weg, dadurch war Tanja „Nummer 1“geworden und hatte die größere Kabine und den besten Pfleger bekommen. Und nun war sie enttäuscht über meine ungewohnt schwachen Leistungen! Aber ich konnte mich einfach nicht aufraffen mehr zu tun als unbedingt nötig, ich fühlte mich allein und verlassen und es war mir auch alles irgendwie egal… Tanja reagierte schnell und konsequent, schon wenige Zyklen später wurde ich in eine andere Zelle zurückgebracht. Ich hatte schon damit gerechnet, aber was könnte mir jetzt noch Schlimmeres passieren…? Am nächsten Morgen weckte mich die Vibration und ich machte mich auf den Weg nach gegenüber. Die Frau, die in der Tür stand war sehr hübsch, aber sie hatte nicht die Ausstrahlung von Andrea oder Tanja, das spürte ich gleich. Sie sah müde aus und als ich in der Kabine angekommen war, entdeckte ich drei schlafende Kerle von der Mannschaft in ihrem Bett! Natürlich, die wollten auch ihren Spaß haben – und dafür waren anscheinend die Nicht – Topfrauen da… Sie ging ins Bad und ich krabbelte hinterher und ließ ihr ein Bad ein, sie schien es wirklich nötig zu haben. Unbeweglich saß sie auf dem Hocker des Schminktisches, bis das Bad vorbereitet war, dann stieg sie kraftlos in die Wanne. Sie tat mir jetzt richtig leid und ich gab mir besonders viel Mühe zärtlich zu ihr zu sein. Ich spürte wie die Anspannung aus ihrem Körper wich und sie langsam anfing mit geschlossenen Augen meine Pflege zu genießen. Jetzt hatte sie ihre großen siamkatzenblauen Augen wieder geöffnet und sah mich dankbar an. „Ich heiße Stephanie…!“, sagte sie ganz leise. Geschützt durch den Schaum auf der Wasseroberfläche begann ich mit dem Finger meinen Namen Buchstabe für Buchstabe auf ihren strammen Bauch zu schreiben – M A T T H I A S …! Ich hatte diese Idee schon seit langem gehabt, aber ich war das Risiko bei Andrea nicht eingegangen. Aber diese Frau brauchte unbedingt einen Freund und ich brauchte eine Aufgabe, die mich motivierte – die verwöhnte Tanja würde auch gut ohne mich auskommen! Stephanie formte mit den Lippen meinen Namen ohne ihn laut auszusprechen und ich nickte unmerklich. Sie gehörte vermutlich zu denjenigen Frauen, die einfach nicht mit der Vorstellung zurechtgekommen waren, dass ihr Mann auch unter einer dieser Masken steckte. Nun wusste sie wenigstens, dass er es diesmal nicht war, aber dass trotzdem ein wirklicher, denkender Mensch darunter verborgen war, was einige der „Topfrauen“ wohl inzwischen vergessen hatten… Ich wusch noch ihre naturfarbenen, honigblonden Haare und half ihr dann beim Abtrocknen, so gut es meine kurze Kette zuließ. Während sie sich föhnte massierte ich ihre hübschen Füße und sie schaute sehr nachdenklich auf mich herab. Dann gingen wir in die Kabine zurück, sie war leer. „Ich gehe jetzt frühstücken und komme dann gleich wieder…!“, sagte Stephanie recht laut und selbstbewusst, als sie schon an der Tür stand. Hoffentlich würde sie sich dadurch keine Schwierigkeiten einhandeln! Aber es passierte nichts, anscheinend waren die Regeln doch nicht mehr so streng wie am Anfang und wir führten ja auch keine Unterhaltung, sie gab mir lediglich „etwas“ über die Anweisungen hinausgehende Hinweise. In den nächsten Tagen gewöhnten wir uns sehr schnell aneinander und ihre besondere Art mit mir umzugehen, tröstete mich etwas über den Verlust von Andrea hinweg. Sie schien vor der „Strafe“ keine allzu große Angst mehr zu haben und hatte deshalb auch keine Hemmungen mich – viel mehr als die anderen Frauen bisher – wie eine richtige Person zu behandeln! Natürlich überschritt sie dabei nicht leichtfertig die Grenzen, aber es war doch schon eine gewagte Gradwanderung… Stephanie hatte bisher noch keine Gäste gehabt seit ich bei ihr war und schien wohl auch nur für das Personal da zu sein. Die waren allerdings nicht mehr so lieb und nett wie in der Zeit der individuellen Betreuung und behandelten sie ziemlich rüde. Manche kamen einfach rein und rüttelten sie aus dem Schlaf und Stephanie musste ihnen dann sofort einen blasen oder einfach für einen Quickie die Beine breit machen. Und sie kamen ziemlich oft, im Schnitt hatte sie so 8 – 10 „Besucher“ am Tag, manchmal sogar noch mehr. Trotzdem versuchte sie immer alles zu geben, um dadurch vielleicht doch noch mal aufzusteigen, aber mir war klar, dass sie so keine reelle Chance darauf hatte. Aber sie beklagte sich nicht und schien ihr Schicksal seit meiner Anwesenheit auch leichter zu ertragen.
Nachts schliefen wir oft eng aneinander gekuschelt auf dem Boden, was man auf dem Wärmebild der Kamera sicherlich deutlich sehen konnte, aber es wurde geduldet. Nur einmal kamen zwei Wächter herein um sich deswegen einen Spaß mit uns zu machen. Sie weckten uns und brachten Stephanie auf allen vieren in „Hundestellung“. Dann zog einer von ihnen einen natürlich geformten Dildo aus der Tasche, der innen hohl war und den er unsanft auf mein Röhrchen steckte. Er passte genau und es war ein ganz seltsamer Anblick, als ich an mir runter schaute! Dann brachten mich die Wächter genau hinter Stephanie in Position und ich musste sie mit dem künstlichen Schwanz hart ficken, während sie sehr überzeugend so tat, als sei dies für sie das Geilste der Welt. Ich hatte dabei aber auch gleichzeitig den Eindruck, dass sie wirklich etwas für mich tun wollte und spürte jetzt deutlich, wie mein Schwanz sich in seiner engen Röhre an die Seiten presste. Das funktionierte also doch noch…! Stephanies samtweiche Hinterbacken berührten bei jedem Stoß meine Oberschenkel und in meinem Kopf entstand die Illusion von echtem Sex. Ich spürte nun plötzlich wie ich einen echten Orgasmus bekam – irgendwie anders als früher – aber es war einer! Jetzt riss mich einer der Wächter nach hinten und zog mir ziemlich brutal den Dildo von der Röhre. Er drehte ihn um, eine weißliche Flüssigkeit kam heraus und tropfte auf den Boden. Die beiden Wächter schauten sich an und machten nun verängstigte Gesichter – sie waren wohl zu weit gegangen…! Und so schnell wie sie gekommen waren, verschwanden sie auch wieder und zumindest diese beiden bekamen wir nie mehr zu Gesicht. Aber interessanterweise war danach dann auch bei den anderen eine kleine Verhaltensänderung bemerkbar geworden, man begegnete Stephanie jetzt deutlich respektvoller – hätte sie etwa die Möglichkeit sich zu beschweren…? 20 Ich muss wohl wirklich bewusstlos geworden sein, auf jeden Fall wachte ich in einem Bett wieder auf. Eine hübsche brünette Frau um Mitte 30 saß bei mir auf der Bettkante und sah mich an. Sie lächelte freundlich und strahlte etwas Beruhigendes aus. „Soy Cristina, como te encuentras, chica…?“ – Ich bin Cristina, wie geht es dir, Mädchen…? „Es geht mir gut, aber was ist passiert…?“, antwortete ich auf Spanisch. Die Frau begann zu erzählen und obwohl ich einiges davon nicht verstand, konnte ich mir doch bald ein Bild machen: Alle Frauen hier seien Eigentum von „Don Raoul“ und vielen von ihnen ginge es hier viel besser, als dort wo sie vorher gewesen waren… Ich würde mich sicher auch bald an das Leben auf der Farm gewöhnen und es zu schätzen lernen. Hier brauche man nicht schwer zu arbeiten, es gäbe genug zu essen und auch vor den Männern habe man seine Ruhe – wir Frauen seien hier ganz unter uns. Die Bedingung für dieses schöne Leben sei aber, dass man Don Raoul so viele Babys schenke wie nur möglich…! Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen und war geschockt und zutiefst verletzt. Gerade hatte ich begonnen Raoul wirklich zu lieben und nun das, wie konnte er mich nur so belügen und betrügen…? In meine Trauer mischte sich jetzt auch Wut – dieses Schwein dachte wahrscheinlich sogar noch, er hätte mir damit einen Gefallen getan! Was für eine beschissene Karriere – von der Fickbarbie zur Haremsmutti – ich hätte fast lachen können, wenn das Ganze nicht so unglaublich deprimierend gewesen wäre. Und das Kind – ich hatte mich so darauf gefreut – warum das Ganze…? Ich fragte Cristina unsicher danach. Ihr Bauch lag beim Sitzen schon auf ihren Schenkeln auf, ihr Baby würde sicherlich bald kommen. „Die Kinder dürfen wir nicht behalten – er ist ja der Vater und bestimmt, was mit ihnen passiert…!“ Das haute mich vollends um und mir wurde furchtbar schlecht. Ich trank schnell einen Schluck Wasser und hoffte damit zu vermeiden, mich übergeben zu müssen. Meine Liebe zu Raoul hatte sich innerhalb von 10 Minuten in abgrundtiefen Hass verwandelt, ich empfand nichts mehr für ihn! Dieser Mann musste geistesgestört sein – ein „Sammler“ – nur dass er die Frauen nicht umbrachte, sondern uns hier in einem Haus „verwahrte“ und dafür sorgte, dass immer alle „schön“ schwanger von ihm waren. Aber was machte er mit den Babys – umbringen, verkaufen? – ich traute ihm jetzt alles zu. Ich hatte keine genaue Vorstellung, aber selbst wenn er 100.000 Dollar dafür bekam, konnte es kein wirkliches Geschäft sein – schon um mich zu bekommen, musste er sicher das Vielfache bezahlt haben! Meine Wut lenkte mich jetzt von meiner verletzten Seele ab und ich fing an zu rechnen: Mit mir waren es hier jetzt 24 Frauen, das bedeutete im Schnitt 2 Babys pro Monat, wenn man noch eine kleine Erholungspause einrechnete… Sicher, da käme schon einiges zusammen, aber trotzdem – das reichte noch nicht aus, um dies alles hier bezahlen zu können. Bestimmt war er ein durch geknallter Erbe, der sich auf diese Art und Weise „verewigen“ wollte! Cristina saß immer noch bei mir und streichelte über mein Haar. „Du bist sehr schön…!“, sagte sie leise und es hörte sich nach einem aufrichtigen Kompliment an. Ich dankte ihr mit einem etwas mühevollen Lächeln, denn meine Gefühlswallungen waren mir wie üblich auf den Magen geschlagen, der sich jetzt mit krampfartigen Schmerzen meldete. „Komm wir gehen zu den Anderen und trinken einen Tee, das wird dir gut tun!“ Cristina stand auf und ging zur Tür und ich folgte ihr in einem bodenlangen Nachthemd aus Baumwolle – weiß mit kleinen blauen Blümchen – das wäre auf dem Schiff ein echter Liebestöter gewesen! Aber hier brauchte ich wohl nicht mehr um „Aufstiegspunkte“ zu kämpfen und vielleicht – immerhin wusste ich jetzt ungefähr wo ich war… Wir kamen in den „Salon“, einen riesigen Raum mit viel Holz, Messing und antiker Dekoration. Überall standen kleine Sofas, Sessel und Ottomanen in kleinen Gruppen um massive niedrige Holztische herum, auf denen Schüsseln mit frischem Obst, aber auch Süßigkeiten und Gebäck bereitstanden. Bei unserem Eintreten wurde es augenblicklich still im Raum und soweit ich es überblicken konnte, waren wohl auch alle Frauen anwesend – sie hatten auf mich gewartet. Alle schauten nun erwartungsvoll in unsere Richtung und Cristina durchbrach das Schweigen als Erste. Sie erzählte den Anderen, dass ich nicht so gut Spanisch sprechen würde und sie deshalb ein bisschen Geduld mit mir haben, und mich auch nicht gleich „überfallen“ sollten. Dann zeigte sie auf einen freien Platz am größten Tisch im Raum und ich setzte mich nervös dort hin. Immer noch spürte ich alle Augen auf mir und ergriff deshalb die Initiative. „Also, ich heiße Andrea und komme aus Deutschland – spricht hier jemand Deutsch…?“ Ich blickte vor mir nur in kopfschüttelnde Gesichter und drehte mich herum, aber auch hier war niemand dabei. „Oder vielleicht Englisch…?“ Ebenfalls Fehlanzeige! Es waren durchwegs sehr attraktive Frauen, die auch oder vielleicht gerade wegen ihrer Schwangerschaften eine tolle Ausstrahlung hatten, aber ich konnte keine europäischen Gesichtszüge unter ihnen erkennen – alles Latinas…! Vermutlich war ich nun der „exotische Sportwagen“, den sich dieses Arschloch Raoul geleistet hatte. „Bist du schon schwanger…?“ Die Frau direkt neben mir warf einen kritischen Blick auf meine noch fehlenden Rundungen. „Ja, aber noch ganz am Anfang…! Könnte ich bitte erst mal einen Tee bekommen…?“ „Aber natürlich, wie unhöflich wir doch sind…! Maribel, bringst du bitte eine frische Tasse rüber…?“ Jetzt wurde eine Tasse gebracht und Zucker und Limettensaft vor mich hin gestellt. Cristina übernahm die Rolle der „Gastgeberin“ und schenkte mir ein. Ich nahm viel Zucker, um meine Nerven und meinen Magen zu beruhigen und schlürfte nun gierig den ersten Schluck. Sie ließen mir noch ein paar Momente der Ruhe, aber dann prasselten die Fragen von allen Seiten auf mich ein und ich beantwortete sie so gut ich konnte: Wie alt ich war, ob das mein erstes Baby sei, warum ich von Deutschland weggegang
en war, was Raoul mir erzählt hatte usw., usw.… Ich erzählte ihnen die Geschichte von Anfang an und trotz meiner dürftigen Spanischkenntnisse rührte ich sie damit zu Tränen, bis ich dann selbst weinen musste. Meine Nachbarin nahm mich in den Arm und tröstete mich und eine Frau, die hinter mir stand, streichelte meinen Rücken. Nachdem wir uns alle wieder ein bisschen beruhigt hatten, äußerten sich die Frauen sehr kritisch über Raoul – alle waren sie von ihm reingelegt worden. Cristina war die erste gewesen und mit ihren 38 Jahren war sie nun die Älteste von uns. Ich fand, dass sie immer noch phantastisch aussah, trotz der vielen Kinder, die sie hier schon geboren hatte… Es war ungeheuerlich – 12 Kinder in 15 Jahren – dieses miese Schwein! Mit meiner Vermutung hatte ich auch richtig gelegen, er verkaufte die Babys immer etwa 6 Wochen nach der Geburt in die USA. Die jüngste von uns war erst 17, aber sie sah deutlich älter aus. Sie hatte als Prostituierte in Montevideo gearbeitet und der „tolle“ Raoul hatte sie aus dem Martyrium befreit. Die meisten anderen hatten auch eine ähnlich traurige Vergangenheit, aber dennoch bestand für alle Frauen kein Zweifel, dass man dem „Erlöser“ Raoul dafür nicht auch noch besonders dankbar sein müsse… Ich wollte nun wissen, warum sie dann nicht versucht hätten von hier wegzukommen, aber sie schüttelten mit dem Kopf. Wir seien hier mitten in der Wildnis, nur im Haus und im Garten wäre man einigermaßen sicher vor wilden Tieren. Und es gäbe keine Straßen oder sonst irgendwelche Orientierungsmöglichkeiten, nur Dschungel, Sümpfe und gefährliche Flüsse. Deshalb bräuchten sie hier auch nicht bewacht zu werden, man könne sowieso nirgendwohin davonlaufen. Aber wie denn dann die Versorgung funktioniere, wollte ich nun wissen und Marta, eine beeindruckend schöne Mulattin mit pechschwarzen langen Haaren bis zum Po, beantwortete mir die Frage. Einen Teil ihrer Nahrung würden sie selbst im Gemüsegarten anbauen und zwei Mal die Woche käme der Hubschrauber und brächte Lebensmittel und was sie sonst so brauchten. Außer Raoul gäbe es auch noch zwei andere Piloten, diese würden allerdings niemals ins Haus kommen, sondern die Sachen einfach auf dem Landeplatz ausladen und dann gleich wieder wegfliegen. „Und wenn die Kinder auf die Welt kommen…?“ Ich ahnte nun fast schon die Antwort. „Das machen wir alles ganz allein, was hast du denn gedacht…?“ Einige Frauen lachten darüber, wie ich so naiv sein konnte. „Aber gibt es denn niemals Komplikationen…? hakte ich nach. „Doch, sicher…!“ Cristina sah sich um, einige der Frauen schauten nun stumm auf den Boden. „Du bist eine gesunde Frau und du siehst jünger aus als du bist, mach dir keine unnötigen Gedanken, Chica!“ Ich gewöhnte mich schneller an das Zusammenleben mit den Frauen als ich gedacht hatte und mein Spanisch machte enorme Fortschritte. Die Stimmung zwischen uns war bis auf kleinere Reibereien sehr harmonisch und auch die gemeinsame Erledigung aller Hausarbeiten machte mir zusehends mehr und mehr Spaß. Das Haus war riesig und hatte eine Form wie ein „U“ und in jedem der Flügel befanden sich 20 Zimmer wie in einem Hotel. Und obwohl wir hier in der Wildnis natürlich keinen „richtigen“ Strom hatten, war dank der großen Solaranlage auf dem Dach die Verfügbarkeit von heißem Wasser nicht ganz so umständlich, wie ich anfangs befürchtet hatte. Die Anlage lieferte auch ein bisschen Strom für die spärliche Beleuchtung und die Wasserpumpen, aber vieles Andere war ziemlich primitiv und improvisiert und erschwerte uns den Alltag. Aber wir hatten wenigstens fließendes Wasser in jedem Raum und auch richtige Toiletten. Das Frischwasser kam vermutlich aus dem kleinen Bach, der direkt am Haus entlang vorbeiplätscherte und in den zum Glück erst am Ende des Gartens das große Abflussrohr aus dem Haus mündete. Insgesamt waren die Lebensumstände im Vergleich zum Schiff schon anders und sicher war ich hier deutlich besser aufgehoben, aber ich war nach wie vor eine Gefangene und diesen Zustand konnte und wollte ich einfach nicht akzeptieren! Meine erste Begegnung mit Raoul hatte ich erst nach etwa 3 Wochen und sie war völlig unspektakulär, er nickte mir nur kurz zu und ging dann an einfach mir vorbei. Im Haus interessierte er sich nur für die Frauen, die nach einer Geburt und einer kurzen Erholungspause jetzt wieder geschwängert werden konnten und er „beglückte“ auch nur diese, die Schwangeren ignorierte er konsequent. Ich hätte diesen Dreckskerl am liebsten umgebracht, aber dann wären wir entweder irgendwann verhungert, oder die anderen Piloten hätten sich weiter um uns „gekümmert“… Bei der ersten Geburt, bei der ich anwesend war, bin ich dann gleich umgekippt, so blutig hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber Cristina bestand darauf, dass gerade die Frauen mit wenig oder noch gar keiner Erfahrung davon so viel lernen mussten wie möglich. Das nächste Baby war dann das von Cristina, ein süßer Junge, und ich konnte mich dabei schon etwas nützlicher machen. Aber es war so grausam, wenn die Babys dann irgendwann von Raoul mitgenommen wurden, die Mütter waren immer völlig fertig und hätten sich ohne den Beistand der Anderen wahrscheinlich umgebracht. Wir machten an diesen Tagen am Abend immer eine gemeinsame Gedenkfeier und die Frauen stellten dann auch Kerzen auf die unscheinbaren kleinen Hügel hinter dem Haus – dort lagen die Babys, die es nicht geschafft hatten und auch eine von uns… Nach etwa einem halben Jahr war es dann bei mir so weit. Obwohl ich ja wusste, dass ich bald dran sein würde, war ich dann doch überrascht, als es dann wirklich passierte. Es dauerte eine Ewigkeit bis mein Baby endlich raus kam und ich verfluchte Raoul und auch alle um mich herum wegen der Schmerzen, die ich bei der Geburt ertragen musste. Aber als Cristina mir dann meine kleine Tochter auf die Brust legte – noch blutverschmiert und auch ein wenig verschrumpelt – da war das alles vergessen, ich hatte nur noch Augen für sie! Am Tag als Raoul sie mir wegnahm wurde ich hysterisch und drehte völlig durch. Ich schrie und tobte bis zur totalen Erschöpfung und die Frauen konnten mich kaum beruhigen. Und in den Wochen danach war ich völlig apathisch, nur mit großer Mühe konnte ich mich zu überhaupt irgendetwas aufraffen. Die Frauen zeigten trotzdem ein unendliches Verständnis für mich und bald tat es mir leid, meinen Kummer auch an ihnen ausgelassen zu haben. Aber keine von ihnen war nachtragend und mit ihrer Hilfe fand ich allmählich wieder in das Leben zurück. Aber schon nach nur drei Monaten kam Raoul dann überraschend zu mir ins Zimmer und sagte mir zur Begrüßung, ich solle jetzt nur keine Zicken machen… Ich verabscheute ihn zutiefst und obwohl ich vorher schon versucht hatte, mich auf diesen unausweichlichen Moment vorzubereiten, traf mich die Realität dann viel brutaler, als ich es mir vorgestellt hatte. Angewidert zog ich mich aus und legte mich steif und möglichst gelangweilt auf den Rücken, er sollte so wenig Spaß wie möglich dabei haben! „Na meine Schönste, haben wir denn alles vergessen, was wir auf dem Schiff gelernt haben…? Hör zu, du kleine Nutte, ich erwarte von dir jetzt einen absolut erstklassigen und überzeugenden Service, ansonsten werde ich eine von deinen Freundinnen mitnehmen und unterwegs aus dem Hubschrauber werfen – du kannst sie dir sogar selbst aussuchen…!“ Verdammt, diese elende perverse Drecksau hatte mich am Haken! Nun musste ich im wahrsten Sinne des Wortes gute Miene zum bösen Spiel machen und ihm einen phantastischen fick vorgaukeln… Nachdem Raoul endlich abgespritzt hatte sagte er zu mir, dass ich noch eine Weile so liegen bleiben solle und schob mir sogar noch ein Kissen unter den Hintern. Ich war jetzt mental wieder völlig am Boden und hoffte, dass ich nie mehr schwanger werden würde, aber leider hatte gleich schon dieser Versuch wieder „gesessen“! Aber trotz der erzwungenen Befruchtung begann ich dann doch wieder, auch dieses kleine Leben in meinem Bauch lieben zu lernen und schwor mir, ihm mein Baby n
icht wieder zu überlassen – um keinen Preis… 21 Stephanie hatte es nicht zuletzt auch durch meine Unterstützung geschafft – wir waren „aufgestiegen“… Es hatte fast ein Jahr gedauert und sicherlich hatten auch die nun „freundlicheren“ Bewertungen des Personals dazu beigetragen, deren „Anteil“ machte jetzt aber nur noch ungefähr ein Drittel aus. Und von den Gästen kamen die meisten aus sehr exklusiven Kreisen und hatten weltmännische Umgangsformen, von denen auch Stephanie auch allgemein profitierte. Inzwischen hatten wir beide auch unter vorsichtigster Nutzung der „Badewannenschreibmaschine“ einen Zeichencode entwickelt, mit dem wir uns schon ganz gut verständigen konnten, diese Form der nonverbalen Kommunikation gab uns beiden einen enormen seelischen Halt. Gleichzeitig fürchteten wir aber die ganze Zeit über, dass wir wieder getrennt werden könnten und wussten beide, dass wir die Kraft für einen erneuten Anlauf dann nicht noch einmal aufbringen könnten… Wie immer wenn Stephanie keinen Gast hatte lagen wir eng aneinander gekuschelt auf dem weichen Boden und schliefen. Plötzlich wurden wir durch ein lautes Klopfen an der Tür geweckt. „Aufmachen, sofort – oder wir brechen die Tür auf…!“ Im ersten Moment dachte ich: Das war’s jetzt… – aber etwas stimmte nicht – natürlich, die sprachen ja Deutsch…! Schnell krabbelte ich zur Tür, drückte auf den Öffnungsschalter und sofort stürmten 3 Männer in schwarzen Uniformen herein. Sie trugen Nachtsichtgeräte und waren mit Schnellfeuergewehren bewaffnet. Nach einem kurzen Check der Kabine sprach einer von ihnen in sein Helmmikrophon: „ST12 in Kabine 6048 – 2 Ziele gefunden und markiert!“, während die beiden anderen uns signalgelbe Armbänder um die Handgelenke banden. „Machen Sie sich keine Sorgen, der Spuk ist vorbei…! Bitte bleiben Sie in der Kabine, schließen Sie die Tür und öffnen sie nur auf mein Zeichen – 5 kurze Klopftöne. Wir werden Sie abholen, sobald wir das Schiff vollständig unter Kontrolle haben. Und bitte entfernen Sie nicht die Armbänder, sie dienen der Identifizierung und damit ihrer Sicherheit. Haben Sie alles verstanden…?“ Stephanie und ich nickten zur Bestätigung. Die Soldaten verließen zügig die Kabine und während ich die Tür schloss sah ich, wie im Flur einige Wächter und Gäste in Handschellen abgeführt wurden. Dann hörten wir auch einige Schüsse, danach blieb alles ruhig. Stephanie saß immer noch wie betäubt am Boden, sie war noch gar nicht richtig wach – das Ganze hatte nicht länger als 2 Minuten gedauert. Jetzt rieb sie sich die Augen und schaute mich gespannt an – „Ist das ein „Spiel“…?“ In meinem Kopf fügten sich die einzelnen Informationen wie ein Puzzle zusammen und mein jetzt hellwacher Verstand ergänzte die Lücken durch logische Überlegungen. Nein, das war kein Spiel. Irgendjemand hatte uns gesucht und gefunden und dies sah sehr überzeugend nach einer echten Befreiungsaktion aus! Außerdem waren auch Gäste abgeführt worden und einen davon hatte ich erkannt, der würde so ein „Spiel“ niemals mitmachen! Und die deutschen „Soldaten“ waren sicherlich professionelle Söldner und überhaupt – was für einen Sinn sollte so eine Aktion als Spiel denn haben…? Ich war nun ganz aufgeregt, denn ich hatte einen Entschluss gefasst… „Umm –ummn…!“ Allein schon mein eigenes Räuspern ließ mein Herz bis zum Hals klopfen. „Stephanie…!“ Meine Stimme klang ein wenig belegt und schwach, aber sie war noch da! „Weißt du, dass ich schon seit fast 5 Jahren kein einziges Wort mehr gesprochen habe…?“ Stephanie riss die Augen weit auf und warf sich mir an den Hals. „Oh Matthias, glaubst du wirklich das das hier dann alles vorbei ist, ich…“ Sie fing an zu weinen, laut und schluchzend und drückte mich so sehr, dass ich fast keine Luft mehr bekam. Ich weinte ebenfalls, Bäche von Tränen, die aus den Luftlöchern der Nasenkappe wieder heraustropften und über Stephanies Rücken hinunter liefen. Aber das spielte jetzt keine Rolle, die Anspannung der letzten Jahre löste sich mit einem Schlag und es tat uns gut. Nach einer Weile atmeten wir beide wieder ruhig durch, immer noch hielt ich Stephanie still im Arm. Sie hob jetzt ihren Kopf von meiner Schulter und sah mich durchdringend an. „Dann werde ich auch bald dein Gesicht sehen, oder…?“ „Ja, ich denke schon! Ich kann es auch noch nicht wirklich fassen, aber etwas Unglaubliches ist geschehen. Ich habe zwar schon eine Vorstellung davon was passiert sein könnte, aber ich möchte es dir noch nicht erzählen, um dir eine eventuelle Enttäuschung zu ersparen… Lass uns mal in Ruhe abwarten, aber wenn alles so läuft wie ich hoffe, dann wird wirklich wieder alles gut!“ Meine Stimme klang durch die Maske noch etwas dumpf, aber sie war wieder voll da. „Du hast so eine tolle Stimme, ich kann gar nicht erwarten dich auch zu sehen. Schon tausende Male habe ich versucht mir vorzustellen wie du aussiehst, aber es entstand einfach kein Bild… – weißt du was ich meine…?“ „Ja, ich denke ich weiß, was du meinst – hoffentlich wirst du dann nicht enttäuscht von mir sein…?“ Ich fischte selbstbewusst nach Komplimenten. „Nein ganz sicher nicht, du bist auch so schon der schönste Mann der Welt für mich!“ Sie gab mir einen dicken Schmatzer auf die Stirn und zog mich danach wieder ganz fest an sich. Meine Gedanken fingen an, jetzt auch weitere Kreise zu ziehen… „Was ist mit deinem Mann – möglicherweise ist er noch auf dem Schiff…?“ Ich wollte das Thema eigentlich erst später anschneiden, und dann vielleicht etwas sensibler, aber irgendwie mussten wir uns ja auch der Realität annähern… „Ich habe schon daran gedacht, gleich als die Soldaten weg waren und davor natürlich auch oft. Weißt du, am Tag der Abreise habe ich durch einen dummen Zufall herausgefunden, dass er eine Freundin hat – nicht nur so eine Affäre, sondern so richtig. Er hat es dann auch zugegeben und ich war so traurig und wütend, dass ich am liebsten gar nicht mehr weg gefahren wäre. Aber da saßen wir schon in der zweiten Maschine…!“ „Du Arme, dann wärst du ja fast noch um diesen Alptraum hier herumgekommen!“ „Ja, ich darf gar nicht dran denken…! Und du, was ist mit …“ In diesem Moment klopfte es 5 mal kurz an die Tür. Stephanie stand auf um zu öffnen, und einer der Soldaten kam herein. „Die oberen Decks haben wir jetzt schon alle unter Kontrolle, aber im unteren Teil des Schiffes wird es noch ein wenig dauern…! Aber sie sind auf jeden Fall sicher, hier kann nichts mehr passieren. Drehen Sie sich doch bitte mal um, damit ich diese Sicherungen entfernen kann!“ Jetzt sah ich, dass er eine der Zangen in der Hand hatte, mit denen die Nieten entfernt werden konnten und auch einen der Spezialschlüssel. Er hatte etwas Mühe mit der Zange umzugehen und war auch sehr vorsichtig, weil er mir nicht wehtun wollte. „Was ist mit den Schuhen, können Sie die bitte auch aufschließen…?“ Es hatte 5 Mal geknackt, die Nieten an Haube, Handschuhen und Stiefeln waren weg, aber meine Fußrücken waren immer noch in „Ballerina“ – Position! „Ach so, ja richtig, setzen sie sich noch mal anders herum hin. Übrigens sind Sie der Erste, der überhaupt etwas gesagt hat!“ Der Soldat fummelte jetzt ungeübt mit dem Spezialschlüssel an meinen Schuhen herum. „Wir durften hier seit 5 Jahren nicht reden, einigen der „Kollegen“ fällt es jetzt sicher schwer…!“ Der Soldat sah auf meinen KG herunter und schüttelte verständnislos den Kopf. „Ja, hier scheint eine ziemliche Scheiße abgegangen zu sein…! Ziehen sie sich das Zeug schon mal aus und kommen Sie dann beide ins Theater, dort erhalten sie dann auch weitere Informationen. Die Bodenklappen im Flur habe ich alle schon geöffnet!“ Er drehte sich um und verschwand aus der Tür. Ich krabbelte in den Gang und schaute nach beiden Seiten. Nur ein paar der Soldaten waren zu sehen. Zügig kroch ich weiter bis zur Klappe und hakte die Bodenkette aus der Schiene aus. Dann stellte ich mich hin, ging in die Kabine zurück und sc
hloss die Tür. Stephanie stellte sich ganz dicht vor mich. „Du bist so groß, das ist ganz ungewohnt für mich…! Komm zieh das Zeug aus, ich platze gleich vor Aufregung!“ „Frag mich mal…! OK, jetzt machen wir es noch mal spannend…!“ Ich zog öffnete zunächst die Schnallen der Handschuhe, zog die Reißverschlüsse herunter und streifte sie dann ab. Stephanie verfolgte jede meiner Bewegungen gebannt mit ihren großen blauen Augen… „Zeig mal deine Hände – die sind wirklich schön und du kannst so wahnsinnig gut damit umgehen…!“ Sie nahm meine rechte Hand und küsste sie zärtlich. Ich bückte mich nun, um die Schnallen und Reißverschlüsse der Stiefel zu öffnen und kickte die verhassten Dinger in die Ecke. Dann öffnete ich die Schnalle am Hals, griff hinter meinen Kopf und zog den Reißverschluss nach oben – nun brauchte ich die Haube nur noch abzuziehen! „Ich möchte, dass du es machst…!“, sagte ich feierlich zu Stephanie. Stephanie streckte langsam ihre Arme nach der Haube aus und zog sie dann ganz behutsam mit beiden Händen über mein Gesicht nach unten – jetzt stand ich ihr zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber! „Oh mein Gott, Matthias, ich…, du bist…, halt mich fest – mir wird schwindelig…!“ „Sehe ich so schlimm aus…?“ Ihre Reaktion hatte mich etwas erschreckt. „Nein, ganz im Gegenteil, ich bin einfach nur überwältigt!“ Stephanie leuchtete mir mit ihren großen blauen Scheinwerfern direkt in die Augen… Sie hielt mich jetzt ganz fest umklammert und bedeckte mein Gesicht mit unzähligen sanften Küssen ihrer heißen, weichen Lippen. Jetzt näherte sie sich langsam meinem Mund und wir küssten uns so unendlich leidenschaftlich, ihre samtige fordernde Zunge löste ein Feuerwerk in meinem Kopf aus – es war ein unbeschreibliches Gefühl…! Mit geschlossenen Augen ging sie ein paar Schritte zurück und schaute mich nun wieder nachdenklich an. Sicher wegen dem KG, ohne Maske fühlte ich mich jetzt auch ziemlich unwohl damit, hoffentlich würde ich das Ding bald loswerden! Und würde ich dann immer noch ein „richtiger“ Mann sein…? Ich versuchte jetzt, mit einem Scherz meine eigene Unsicherheit zu überspielen. „Darf ich mal dein Bad benutzen…? sagte ich betont unschuldig und zog meine kaum vorhandene Augenbraue hoch. Stephanie brüllte los vor Lachen und begleitete mich ins Bad. Ich hätte gern gebadet, aber wir wollten auch nicht zu spät im Theater ankommen. Also stellte ich mich unter die Dusche und Stephanie seifte mich von oben bis unten mit ihrem Schwamm ab. Nach dem „Klarspülen“ gab sie mir einen Klaps auf den Po und sagte: „So, mein süßer Knackarsch, am besten ziehst du dir den Bademantel über!“ Arm in Arm gingen wir jetzt in Richtung Theater. Unterwegs sahen wir noch andere „Paare“, die aber längst nicht so vertraut miteinander umgingen wie wir. Im Treppenhaus standen auf jedem Treppenabsatz die „Soldaten“, aber sie wirkten jetzt schon ziemlich relaxt. Vor dem Theatereingang hatte sich eine Traube von Menschen gebildet und die Soldaten hatten große Mühe die aufgeregten Männer und Frauen davon zu überzeugen, nicht stehen zu bleiben, sondern weiter in den Saal durch zu gehen. Einige Ehepaare schienen sich schon gefunden zu haben, aber die meisten Frauen und Männer standen noch verunsichert herum und ihre Blicke huschten ängstlich und verkrampft von Gesicht zu Gesicht. Auf der Mitte der Bühne stand ein grauhaariger Mann am Rednerpult, der mit Worten und Handzeichen verzweifelt versuchte uns dazu zu bewegen, dass wir uns doch alle erst mal dort hinsetzen sollten wo wir gerade waren, dann würde auch alles viel übersichtlicher werden, aber niemand hörte auf ihn… Es vergingen dann noch gut 20 Minuten bis sich das Chaos einigermaßen gelichtet hatte, aber der Mann wartete geduldig – und neben ihm stand jetzt Tanja…! Überall saßen jetzt überglückliche Paare ganz dicht zusammen und berührten und küssten sich, weinten und lachten gleichzeitig, und konnten es kaum fassen. Manche hatten sich erst gar nicht erkannt, vor allem wenn aus einem haarigen Dickerchen ein nackter drahtiger Glatzkopf geworden war. Und auch aus einigen ehemals etwas „untrainierten“ Damen waren inzwischen schlanke, knackige Models geworden. Stephanie saß neben mir und schaute immer wieder zum Eingang, ihr Mann war wohl noch nicht da. Aber jetzt wurde es am Eingang noch einmal unruhig, und eine größere Gruppe Nachzügler betrat den Saal. Es waren 4 Frauen und ungefähr 20 Männer, alle trugen KG’ s und machten einen äußerst ungepflegten Eindruck. „Ich glaube der da ist es…!“ Ihre Stimme klang enttäuscht. „Sven..?“ Einer der schmuddeligen, langhaarigen Männer schaute nach oben. Stephanie winkte ihm kurz zu und er kam zögernd hoch zu unserer Reihe. Unschlüssig stand er nun neben Stephanie und sie verhielt sich sehr abweisend – über 5 Jahre lang hatte sie ihre Wut und Enttäuschung unvermindert konserviert… „Setz dich erst mal hin, wir können uns vielleicht später unterhalten…!“, sagte sie ohne ihn anzusehen und versuchte ruhig zu bleiben, aber ich sah, wie sie bebte. Ich nahm ihre Hand in meine und tätschelte sie ganz sanft, es schien sie etwas zu beruhigen. Sven schaute rüber zu uns, aber er sagte nichts. Stephanie drehte sich jetzt zu mir und eine plötzliche, neue Anspannung war auf ihr Gesicht geschrieben… „Matthias, wo ist DEINE Frau…?“ Sie schaute nun nervös auf meine Lippen, als ob sie dort schon die Antwort erkennen könnte. Ich hatte gespürt, dass ihr diese Frage schon in der Kabine auf der Zunge gebrannt hatte und merkte nun, wie mir die Tränen kamen, das Glück der Anderen hatte meinen Schmerz unendlich verstärkt. „Sie ist nicht mehr auf dem Schiff…!“ Diese Worte konnte ich gerade noch mit erstickter Stimme herauspressen, dann ließ ich meinen Kopf mutlos in meine Hände sinken. Ich fühlte Stephanies kleine Hand auf meinem borstigen Kopf, sie streichelte mich zärtlich. „Andrea! Sie ist es, oder…?“ Ich richtete mich wieder auf und nickte stumm. „Ich habe oft mit ihr gesprochen, sie war immer sehr nett, nicht so wie einige Andere…!“ Sie schaute nach vorn zu Tanja. „Das tut mir so leid für dich, aber ich werde für dich da sein – wenn du es willst…!“ Ich schaute sie verlegen an. Stephanie schien es wirklich ehrlich zu meinen und meine Gefühle für sie waren auch sehr stark und unter anderen Umständen… Aber jetzt war alles wieder aufgebrochen und die Sehnsucht nach Andrea verursachte fast körperliche Schmerzen bei mir. Stephanie erfasste intuitiv meine Gedanken. „Es ist absolut OK, dass du deine Frau liebst, etwas anderes hätte mich jetzt auch wirklich enttäuscht…! Aber deshalb kann ich doch trotzdem deine Freundin sein…!“ Ich wollte etwas sagen, aber Stephanie legte ihren Zeigefinger auf meinen Mund, sie wollte die Antwort nicht hören… Stattdessen rückte sie noch etwas näher an mich heran und legte ihren Kopf auf meine Schulter. Ich schaute aus dem Augenwinkel zu Sven, aber der starrte teilnahmslos nach vorn auf die Bühne. Vereinzelt saßen im Saal auch Männer, die ihre Frauen anscheinend nicht gefunden hatten. Das kam mir merkwürdig vor, denn es waren keine Frauen mehr „übrig“… Vorn neben Tanja stand jetzt auch ein Mann, vermutlich ihrer, und der grauhaarige Herr klopfte an das Mikrophon. „So meine Herrschaften, jetzt haben sich ja schon fast alle von ihnen wieder gefunden…! Darf ich mich Ihnen zunächst mal vorstellen – mein Name ist Wolfgang Behringsdorf und ich bin der Vater von Tanja, die hier neben mir steht. Sie hat mir schon Einiges von dem erzählt was sich hier zugetragen hat und ich bin entsetzt darüber. Sie haben einerseits sicherlich viele Fragen und wir werden noch ausführlich Gelegenheit haben, auf der Rückfahrt im Detail über alles zu reden. Aber sie möchten jetzt andererseits natürlich auch gern mit ihrem Partner allein sein und deshalb erzähle ich ihnen heute nur das Wichtigste in Kürze: Ich hatte nach diesem mysteriösen Flugzeugabsturz meine Zweifel und war glücklicherweise in der Lage, mir
eigene Untersuchungen finanziell leisten zu können. Einige Wrackteile wurden dann auch tatsächlich gefunden, aber keinerlei Spuren von den Passagieren. Deshalb startete ich eine weltweite Suche nach Spuren, bis ich schließlich konkrete Hinweise auf die Existenz dieses Schiffes bekam. Trotzdem hatte es dann noch einige Zeit gedauert, bis wir es dann tatsächlich gefunden hatten. Und nach ausführlichen Vorbereitungen konnten wir dann endlich die heutige Befreiungsaktion durchführen, aber wie sie sehen, hat es doch ganz gut geklappt…! Leider ist Herr Franck nicht an Bord, ich hätte ihn gern persönlich „begrüßt“. Er hat sie mit verabscheuungswürdigen Tricks gefügig gemacht, aber niemand ist dabei zu Tode gekommen! Die Gruppe, die eben zuletzt ins Theater gekommen ist, sind die Männer und Frauen, die „bestraft“ worden waren. Aber danach mussten sie „verschwinden“ und haben seitdem in den untersten Decks schwerste Arbeiten verrichtet. An ihre Stelle rückten dann tatsächlich „Freiwillige“, die sich ihren Aufenthalt hier aber wohl auch kürzer und angenehmer vorgestellt hatten! Einen von ihnen haben wir tot im Kühlraum gefunden, aber nach einer ersten Überprüfung durch unsere Ärzte, ist er wohl eines natürlichen Todes gestorben… Aber auch ohne „Mord“ dürfte es für Herrn Franck reichen – Entführung, Freiheitsberaubung, schwere Körperverletzung in vielen Fällen – auf die anderen Dinge möchte ich hier gar nicht näher eingehen… Der weitere Plan ist nun wie folgt: Alle Frauen gehen jetzt erst mal mit ihrem Partner in die Kabine zurück, in der sie bisher schon untergebracht waren. Alle Überwachungskameras und Mikrophone auf diesen Ebenen sind bereits ausgeschaltet, sie brauchen also keine Bedenken zu haben. Diejenigen von Ihnen, die noch keine Kabine auf den Ebenen 5 oder 6 haben, melden sich bitte am Ausgang des Theaters bei dem Herrn an dem kleinen Tisch, ihnen wird dann eine freie Kabine zugewiesen werden. Und ab morgen früh werden sie Kabine für Kabine abgeholt und von dem „Metallschmuck“ befreit, danach geht es zur ärztlichen Untersuchung – natürlich mit unseren eigenen Ärzten! Dann endlich beginnt ihre wirkliche Erholungszeit hier an Bord, bis wir wieder in Deutschland angekommen sind, dies wird etwa 5 – 6 Wochen dauern. Unterwegs werden wir das Personal und die Gäste „absetzen“ und auch wenn einigen von Ihnen diese Lösung vielleicht als zu milde erscheint – es ist der beste Kompromiss… Die Verhandlungen in Deutschland würden sich über Jahre hinziehen und am Schluss doch zu nichts führen! Sicherlich würden einige von ihnen am liebsten sofort nach Hause zurückfliegen, aber nach Ansicht der Psychologen, von denen auch zwei mit an Bord gekommen sind, sollten sie in der Gruppe und am Ort des Geschehens noch einige Zeit zusammenbleiben und viel miteinander über das Erlebte und ihre Ängste reden, nur so werden Sie letztendlich erfolgreich darüber hinweg kommen können…! Falls es sie interessiert, wir befinden uns hier ein gutes Stück südwestlich der Philippinen, mitten im Pazifik. So, und nun wünsche ich Ihnen eine gute erste und freie restliche Nacht an Bord dieses Schiffes!“ Alle standen nun auf und applaudierten Herrn Behringsdorf. Auch während des Vortrags hatte es schon an einigen Stellen deutliche Reaktionen aus dem Publikum gegeben. Aha, das war also der Papa der verwöhnten Tanja…! Naja, vielleicht würde ich schon morgen Gelegenheit haben mit ihm zu sprechen und möglicherweise wusste er sogar etwas von Andrea…? Langsam bewegten sich die Paare nun in Richtung Ausgang, und die „Einzelpersonen“ ohne Frauen blieben zunächst noch sitzen. Stephanie saß immer noch an mich angelehnt und machte keine Anstalten aufzustehen. Schließlich erhob sich Sven ziemlich schwerfällig und ging aus der Reihe hinaus. Im Gang drehte er sich um und schaute ausdruckslos in unsere Richtung. „Ich lasse mir jetzt mal eine Kabine geben und steige als erstes in die Badewanne. Meinst du, wir können uns dann morgen unterhalten…? Ich habe viel nachgedacht, und es gibt Einiges was ich dir gern sagen würde…!“ Er tat mir jetzt irgendwie leid. „Wir werden sehen, auch ich muss noch über Vieles nachdenken – Gute Nacht!“ Stephanie hatte nur ganz kurz in seine Richtung gesehen und wartete jetzt darauf, dass er endlich verschwand. Sven zuckte kurz mit den Schultern und trottete dann davon. Sie schaute mich nun fast herausfordernd an, aber ich maßte mir nicht an, sie zu kritisieren – das ging nur die Beiden etwas an. Wir saßen noch eine Weile still und nachdenklich im Theater, alle anderen waren schon gegangen. Nur vorn auf der Bühne standen noch Tanja, ihr Mann und ihr Vater. Sie schaute sich im Saal um und entdeckte uns. „Hey ihr Beiden, habt ihr kein Zuhause…? Dann kommt doch mal zu uns nach vorn!“ Sie war sehr fröhlich und ihre Laune schien ausgesprochen gut zu sein. Für sie hätte sich ihr Vater die Psychologen sparen können, dachte ich, aber bestimmt würde ich sie mal in Anspruch nehmen… Wir waren nun auf der Bühne angekommen und Tanja war uns ein paar Schritte entgegen gegangen, ihr Vater unterhielt sich weiter angeregt mit seinem Schwiegersohn. „Hallo Stephanie – richtig…?“ Sie war einfach ein Luder, denn alle Frauen kannten sich doch ziemlich gut…! „Hallo Tanja!“, sagte Stephanie, ohne die Spitze zu erwidern, „das ist Matthias…!“ Ich betrachtete Tanja nun das erste Mal ohne „Brille“ und auch mehr oder weniger angezogen. Sie fing meinen forschenden Blick auf. „Du schaust so… – kennst du mich…? Ich meine das ist alles irgendwie blöd, aber du weißt schon…“ Ich hatte sie tatsächlich ein wenig verunsichert. Ja, ich wusste – wir waren alle gleich für euch gewesen – nur Stephanie hatte das System mutig durchbrochen! „Es ist etwa ein Jahr her und meine Leistungen hatten etwas nachgelassen…!“ Ich versuchte, besonders cool zu klingen. „Oh Scheiße, du bist das… Vor dieser Begegnung hatte ich am meisten Angst und jetzt gleich beim ersten Gespräch… Ich… Ähh… Es war nicht so leicht für mich, das zu tun… Aber die Bewertung…“ Tanja war kreideweiß geworden und drehte sich zu „ihren“ Männern um, aber die hörten uns nicht zu. Ich wollte sie nicht unnötig zappeln lassen und es war mir nach der ganzen positiven Zeit mit Stephanie inzwischen auch ziemlich egal. „Tanja es ist schon in Ordnung, wir haben hier alle Dinge getan, die wir unter normalen Bedingungen niemals für möglich gehalten hätten…!“ „Nein, sei nicht so verdammt großherzig zu mir, ich habe mich danach total schlecht gefühlt und auch echt versucht dich zurück zu bekommen, aber es ging nicht mehr…! Aber was war denn eigentlich mit dir los gewesen…?“ Tanja zeigte wirkliche Betroffenheit. „Meine Frau hatte das Schiff verlassen…!“ Völlig irritiert blickte sie nun zu Stephanie und dann wieder zurück zu mir. „Ich dachte du und Stephanie…?“ „Nein, ich bin nur diejenige, die sich um ihn gekümmert hat, nachdem du ihn nicht mehr haben wolltest…!“ Stephanie hatte sich mit diesem schneidend scharfen Satz in das Gespräch eingeklinkt und legte demonstrativ einen Arm um meine Hüfte. „Und ich bin wirklich froh darüber…!“ Tanja machte nun ein noch etwas betreteneres Gesicht und überlegte. „Andrea…! Du musst der Mann von Andrea sein…!“ Ich nickte schweigsam. „Jetzt wird mir Einiges klar… Aber weißt du denn dass…?“ Tanja biss sich auf die Lippen und dachte, sie hätte sich jetzt verplappert. Ich half ihr. „Ja, denn nachdem ich das erste Mal bei dir war, bin ich zu Andrea gekommen bis „er“ sie mitgenommen hat. Ich kenne diesen Raoul und ich werde ihn solange suchen bis ich ihn finde…“ Beide Frauen machten jetzt ein entsetztes Gesicht und Stephanie hielt sich die Hand vor den Mund. „Du warst bei deiner EIGENEN Frau…?“ Tanja war echt geschockt. „Ich hatte sogar gebetet, dass mich mein Mann niemals so sieht…“ Jetzt fand auch Stephanie ihre Sprache wieder und ihre Augen waren voller Tränen. „Matthias, das muss doch ganz furchtbar schrecklich für d
ich gewesen sein, ich darf gar nicht daran denken… Und wusste sie es auch…?“ In meinen Gedanken spulte ich die unzähligen Male ab, in denen ich mich ihr anvertrauen wollte und es dann doch nicht tat… „Nein, ich denke nicht…!“ 22 Raoul hatte ich seit der „Besamung“ nur einmal von weitem gesehen, ansonsten vermied ich es im Blickfeld zu sein, wenn der Hubschrauber kam. Auch meine zweite Schwangerschaft verlief bisher völlig problemlos. Ich war jetzt in der 18. Woche und mein Bäuchlein war schon deutlich zu sehen, aber es behinderte mich überhaupt noch nicht. Aber falls ich irgendwie flüchten wollte, dann müsste es schon ziemlich bald sein… Ununterbrochen dachte ich nun darüber nach, wie ich von hier weg kommen könnte und hatte auch schon ein paar Mal den Garten verlassen, um die nähere Umgebung zu erkunden. Aber der Wald war so gut wie undurchdringlich und auch mit einer Machete, diesem beeindruckend großen Messer das ich nur aus Filmen kannte, wäre ich sicher kaum vorangekommen und hätte wahrscheinlich sowieso nicht damit umgehen können. Dazu kam noch, dass ich unheimliche Angst vor den Schlangen hatte, die hier überall in den Bäumen hingen! Und das vermeintliche Fauchen eines Jaguars gab mir dann den Rest… OK, durch den Wald ging es also nicht! Aber was war mit dem Bach…? Ich hatte mal in einer Zeitschrift von einer jungen Frau gelesen, die als Einzige einen Flugzeugabsturz im Urwald Brasiliens überlebt hatte. Sie war immer dem Fluss stromabwärts gefolgt in der Hoffnung, irgendwann auf eine Siedlung zu treffen, die ja meist in der Ufernähe liegen. Die Ufer unseres Baches waren sehr dicht bewachsen, man müsste also im Wasser laufen…! Aber selbst mit entsprechenden Stiefeln wäre das schon der Wahnsinn, denn in der lehmig braunen Brühe würde man nicht sehen wo man hintritt. Dazu noch Wasserschlangen, Piranhas und vielleicht noch Alligatoren – wer weiß…? Den Plan zu Fuß abzuhauen gab ich dann sehr schnell auf. Eine Zeitlang spielte ich noch mit dem Gedanken, eventuell die Frauen in meine Pläne mit ein zu beziehen, aber das war auch riskant. Natürlich hassten sie alle Raoul, aber sie fürchteten auch die Strafe, die sie für die Unterstützung meiner Flucht sicher bekommen würden. Nein – wenn, dann musste ich das allein machen! Meine Überlegungen gingen jetzt in Richtung Hubschrauber…! Fliegen könnte ich so ein Ding natürlich nicht, aber vielleicht „entführen“…? „Verführen“ hatte schon mal eine von uns versucht, aber die Piloten ließen sich auf nichts ein, der Respekt vor Raoul war zu groß. Und danach hatte er als Strafe die Lebensmittelrationen für alle Frauen drastisch gekürzt und die Einschränkung erst nach 4 Wochen wieder zurückgenommen. Der einzig mögliche Weg schien mir deshalb ein Überraschungsangriff zu sein! Dazu müsste ich ganz dicht an einen der Piloten rankommen und ihn mit dem Messer bedrohen, eine andere Waffe hatte ich nicht. Aber es gab in der Nähe des Landeplatzes im Umkreis von 50 Metern keine Deckung, nichts wo ich mich hätte verstecken können… Anschleichen über diese Distanz schied aber auch aus, die Piloten sahen sich beim Ausladen laufend hektisch um wie Vögel am Boden! Also wie…? Es war strikt verboten sich in die Nähe der Hubschrauber zu begeben, aber vielleicht unter einem guten Vorwand…? Aber selbst wenn mir wirklich was Gutes eingefallen sollte, um bis an den Piloten ranzukommen, ohne dass er zur Sicherheit seine Pistole ziehen würde und es mir dann auch noch gelänge, ihm das Messer an die Kehle zu halten – was dann…? OK, Pistole wegnehmen, zum Einsteigen zwingen und … – wenn er sich dann weigerte zu fliegen…? Ihn dann umbringen…? Er wüsste doch genau, dass ich gar kein wirkliches Druckmittel hätte! Doch, um ihm meine Ernsthaftigkeit klar zu machen, könnte ich ihn mit dem Messer verletzen – gerade nur so viel, dass er noch fliegen könnte… Ach, das war alles Scheiße – lauter „Wenn’s“ und „Vielleichts“…! Allein war so eine Aktion schwer durchführbar und man brauchte auch noch eine gehörige Portion Glück dazu. Ich beschloss aber, mich trotzdem auf die „Entführung“ vorzubereiten so gut es ging, vielleicht würde mir der Zufall dabei auch noch unter die Arme greifen. Am Landeplatz versteckte ich deshalb ein scharfes Messer unter einem kleinen Busch und wartete auf eine Gelegenheit… Die Wochen vergingen und meine Hoffnung auf eine eventuelle Fluchtmöglichkeit wurde immer geringer. Ich belauerte die Piloten wie ein Luchs, aber sie leisteten sich nicht den kleinsten Fehler. Einmal ging ich nur so „testweise“ um das Haus herum und wie zufällig ein klein wenig näher heran, da hatte der Pilot schon seine Waffe in der Hand und brüllte mich an zurückzugehen, ansonsten würde er mich sofort erschießen! Ich war sehr erschrocken, denn er klang äußerst glaubhaft und mit so einer heftigen Reaktion hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Die Piloten hatten also knallharte Anweisungen von Raoul… Ich überlegte, ob ich dann nicht doch lieber auch das Messer wieder aus dem Versteck nehmen sollte, aber dann ließ ich es doch da, so war es wenigstens mein kleines geheimes Symbol des stillen Widerstands! Ich war jetzt im 6. Monat und war nachts schon einige Male durch die Bewegungen des Babys geweckt worden. Aber seit ein paar Tagen spürte ich nichts mehr und war sehr beunruhigt. Schließlich sprach ich mit Cristina darüber und sie untersuchte mich so gut sie konnte. Mit einem primitiven Hörrohr, das eine der Frauen aus einem Stück Bambus und etwas Plastikfolie gebastelt hatte, lauschte sie an verschiedenen Stellen an meinem Bauch. Ihr Blick war sehr angestrengt und sie runzelte besorgniserregend ihre Stirn. Dann sah sie mich an und schüttelte fast unmerklich mit dem Kopf… Es dauerte dann ungefähr noch eine Woche bis das Mittel wirkte, dass Susana – unsere „Indianerin“ – aus allen möglichen Kräutern und Beeren zusammengebraut hatte. Diese Wartezeit war für mich fast unerträglich gewesen – zu wissen, dass man ein totes Baby in sich trägt… Dann kamen sehr schlimme und schmerzhafte Wehen und nach ein paar Stunden wurde ich im Moment der Geburt bewusstlos. Als ich aufwachte hatten sie es schon weggebracht. Ich wollte unbedingt wissen was es war, aber die Frauen sagten es mir nicht. „Es ist besser so für dich…!“, sagte Cristina, aber ich gab keine Ruhe. Schließlich brach sie ihr Schweigen und erzählte mir, dass es ein Junge gewesen war, die Nabelschnur hätte um seinen Hals gelegen… „Dios hat es so gewollt und so wird auch Raoul ihn nicht bekommen!“, sagte Cristina feierlich, aber sie konnte mich in diesem Augenblick damit kaum trösten. Trotzdem konnte ich mich dann irgendwie schneller damit abfinden, als wenn er mir das Baby wieder weggenommen hätte – so blieb es für immer meins! Wir beschlossen alle gemeinschaftlich trotz des Ärgers, den wir alle dadurch bekommen würden, Raoul erst mal nichts davon zu sagen. So würde ich ein paar Monate mehr Ruhezeit haben und würde dann auch nicht schwanger sein, falls sich vielleicht doch noch eine Möglichkeit zur Flucht ergeben würde… Ich hatte nachts oft Alpträume und sah dann ganz schreckliche Bilder von Matthias in seinem Anzug und wie er litt… Schreiend und schweißgebadet wachte ich dann auf, aber die Bilder verfolgten mich auch noch, wenn ich schon längst wach war. Ich hatte schon so oft darüber nachgedacht, wie ich ihn dort einfach hatte zurücklassen können. Im Nachhinein konnte ich es überhaupt nicht mehr verstehen. Sicher, ich war sehr verliebt gewesen und glücklich, aber obwohl ich eine der Topfrauen mit „Einfluss“ gewesen war, hatte ich ihn einfach im Stich gelassen und noch nicht einmal versucht, etwas für ihn zu tun… Je mehr ich über mein egoistisches und ignorantes Verhalten nachdachte, umso mehr hasste ich mich dafür. Und wenn Matthias jemals erfahren sollte, unter welchen Umständen ich von Bord gegangen war, dann würde auch er mich sicher auch hassen… Cristina bemerkte, dass ich immer depressiver wurde und beschloss, mich nicht mehr unbeaufsichtigt zu lassen. Des
halb schlief jetzt nachts Sonia bei mir, mit der ich mich auch sonst sehr gut verstand. Es tat mir gut, wieder die Nähe eines Menschen zu spüren, auch oder vielleicht gerade weil es nichts mit Sex zu tun hatte. Mein offizieller Geburtstermin rückte nun immer näher und ich hatte mich wieder einigermaßen unter Kontrolle. Das schlechte Gewissen gegenüber Matthias blieb, aber die Alpträume kamen nur noch selten. Er war jetzt für mich so etwas wie ein Heiliger geworden und ich sprach oft in Gedanken zu ihm und fragte ihn um Rat. Er hatte früher immer eine Lösung für alle Probleme gewusst und ich versuchte nun so zu denken wie er, vielleicht würde mir das weiterhelfen… 23 Gegen Mittag klopfte es an die Tür. Stephanie und ich hatten tief und fest geschlafen und immer noch hielt sie mich fest von hinten umschlungen. Ich benutzte die Fernbedienung, so brauchte ich wenigstens nicht aufstehen… Tanja kam rein und setzte sich auf meiner Seite ungefragt aufs Bett. Dann fuhr sie mit der Hand über mein Gesicht und lächelte. „Du siehst richtig süß aus – schade, dass ich dich nicht schon vorher gesehen habe…!“ „Guten Morgen Tanja, wie geht es denn deinem Mann…?“ Stephanie war aufgewacht und zischte diese „Begrüßung“ über meine Schulter hinweg in Tanjas Richtung. „Das könnte ich dich auch fragen, gerade du brauchst ja wohl nicht auf eifersüchtig zu machen… Ich wollte euch eigentlich auch nur sagen, dass ich für euch schon einen frühen Termin organisiert habe, um das „Zeug“ loszuwerden. Mein Mann ist noch unten, mit den KGs scheint es etwas länger zu dauern, sie rechnen mit 3 – 4 Tagen bis alle durch sind… Also am besten geht ihr gleich runter!“ Tanja stand auf und ging raus in den Flur, ohne eine Antwort abzuwarten. Ich sah ihr hinterher, das Halsband hatte sie nicht mehr an. Und in dem knappen Bikini den sie trug, kam ihre tolle Figur fast noch besser zur Geltung als nackt. Stephanie beugte sich über mich und sah mich etwas angesäuert an. „Du findest das wohl in Ordnung, wie sich die „Prinzessin“ hier aufführt…! Hast du eigentlich schon vergessen, wie sie dich behandelt hat…? Aber sicher findest du sie trotzdem „toll“ – Männer sind doch alle gleich!“ Sie warf sich jetzt schmollend herum und drehte mir den Rücken zu. Auch das noch… Ich drückte erst mal wieder den Türknopf auf der Fernbedienung. „Stephanie komm, jetzt sei doch nicht so… Sie hat ein schlechtes Gewissen und möchte einfach was für mich tun – das ist alles!“ Ich küsste sie zärtlich aufs Ohr und arbeitete mich durch ihr duftendes Haar bis zum Nacken vor. Sie bekam eine Gänsehaut. „Klar, jetzt verteidigst du sie auch noch – deine FREUNDIN!“ Stephanie musste bei diesen Worten aber schon ein wenig schmunzeln. „Dann komm du Frauenheld, lass uns mal nach unten gehen…“ Ich stand auf und zog meinen Bademantel an, viel mehr Auswahl an Kleidung hatte ich auch nicht. Stephanie stand auf der anderen Seite des Bettes vor dem geöffneten Kleiderschrank und schaute unschlüssig hinein – „normale“ Sachen gab es eigentlich nicht. „Zieh doch auch einen Bademantel an, das ist doch das Praktischste!“ „Ich dachte, du verstehst etwas von Frauen…?“, sagte Stephanie geheimnisvoll und holte einen ultraknappen Badeanzug aus einem Netzmaterial aus der Schublade, der mehr zeigte als verbarg. Mit lasziven Bewegungen zog sie ihn an und drehte sich zufrieden vor dem Spiegel. „So, ich bin fertig – wir können gehen…!“ Ich schüttelte leicht mit dem Kopf und gab ihr belustigt einen Kuss, dann machten wir uns auf den Weg. „Ihr Name bitte…?“ Vor dem Eingang zur Krankenstation wartete ein Soldat mit einer umfangreichen, handgeschriebenen Liste. „Matthias Conrady“, antwortete ich und er fuhr mit dem Finger über das Papier bis er meinen Namen fand. „Ah ja, gehen Sie mit diesem Herrn, sie werden zunächst von diesem „Ding“ befreit werden, dann kommen Sie wieder zu mir zurück! Und Sie“ – dabei wandte er sich an Stephanie – „können gleich durchgehen, zweite Tür rechts!“ Stephanie gab mir einen „Abschieds“ – Kuss und sagte, dass sie dann später in der Kabine auf mich warten würde. Der andere Soldat setzte sich in Bewegung und ich ging hinter ihm her – das war der Weg zur Schmiede! Als wir eintraten hatte ich aufgrund der lebhaften Erinnerungen an meinen letzten Besuch hier schon jede Menge Adrenalin im Blut und dann sah ich auch noch sie – dieselben Schwarzen, die mir damals den KG verpasst hatten… Mein Begleiter bemerkte mein Entsetzen. „Sie werden das sicherlich ungewöhnlich finden, aber es ist der beste Weg, sie alle so schnell wie möglich davon zu befreien. Sie brauchen keine Angst zu haben, die „Herren“ haben sich freiwillig zur 100%igen Kooperation bereit erklärt…!“ Mit einer freundlichen Handbewegung forderte mich der Meister auf, mich zu hinzulegen. Es gab noch 4 andere „Teams“ und jedes wurde von zwei bewaffneten Soldaten überwacht. Zunächst wurden die Ketten und das Hüft band entfernt. Ich hörte nur ein merkwürdiges Knacken und Surren, das schien alles sehr leicht zu gehen. Mit sehr gemischten Gefühlen lag ich auf dem Bauch und schloss instinktiv die Augen. Die Bilder des Einschlusses liefen jetzt noch einmal wie ein Film in meinem Kopf ab. Jetzt spürte ich das Kältespray und automatisch hielt ich die Luft an. Aber es tat nicht weh, ich hörte nur noch zwei Mal das metallische Knacken. Dann halfen mir die beiden aufzustehen und mich in den Sessel zu setzen. Der „Meister“ hielt ein Gerät in der Hand das aussah, wie eine große, klobige Kneifzange mit einem Schlauch dran. „Das ist ein hydraulischer Bolzen schneider“, sagte einer der Soldaten, der meinen fragenden Blick aufgefangen hatte. Jetzt wurde das Gerät direkt am Ring so angesetzt, das einer der Metallstäbe gerade so zwischen den Schneiden des Bolzenschneiders lag. Der Meister drückte auf einen roten Knopf auf der Zange doch außer einem Summen schien sich nichts zu tun. Aber dann kam wieder dieses Knackgeräusch und der Stab war mühelos durchschnitten! Stab für Stab wurde nun durch knabbert bis der Käfig frei lag. An der Unterseite war ja bereits als erstes der Stab direkt vor und hinter dem Piercingring durchtrennt worden und der Meister zog den Käfig jetzt vorsichtig ab. Nun steckte ich nur noch in dem Kondom aus Drahtgeflecht. Ich musste mich wieder hinlegen und spürte ein unangenehm schmerzhaftes Ziehen an dem Piercing. Natürlich, es war sicher etwas eingewachsen und er musste eine Stelle freilegen, wo der kleine Ring durchtrennt werden konnte… Leider wiederholte sich die Prozedur auf der anderen Seite auch noch mal, dann durfte ich mich wieder in den Sessel setzen. Das kleine Stückchen Stab mit dem Ringsegment lag etwas blutig drüben auf dem Tisch und ich schluckte… Jetzt wurde ich mit schweren Lederschürzen abgedeckt und die kleine Schleifmaschine kam zum Einsatz. Der Meister schliff die Schweißpunkte der drei Bolzen ganz herunter und ging dann vorsichtig mit einem großen Schraubenzieher zwischen den ersten und zweiten Ring. Er brauchte nur ganz leicht zu hebeln und schon glitten die Bolzen aus der Führung. Bevor er den vorderen Ring mit dem Metallkondom allerdings ganz abzog, sprühte er alles noch einmal mit einer öligen Flüssigkeit ein, die ein wenig brannte. Jetzt kam der spannendste Augenblick und mein Puls war auf 180 hochgeschossen! Langsam wurde der Ring zurückgezogen aber ich konnte vor Angst nicht hinschauen… Nach dem Herausziehen des oberen Bolzens war dann auch der zweite Ring schnell aufgeklappt – ich war frei…! „Kommen Sie, wir müssen jetzt gleich auf die Krankenstation gehen, damit sie weiter versorgt werden können!“ Die Stimme drang wie durch Watte an meine Ohren – war etwas nicht in Ordnung…? Ich stand mechanisch auf, alles fühlte sich so leicht an, aber auf dem Weg zur Krankenstation hatte ich ein ungutes Gefühl… Es gab keine Wartezeit, das Behandlungszimmer war frei und ein freundlicher deutscher Arzt wies mich an, mich hinzulegen. „Das wird jetzt etwas ziepen, wir müssen noch das restlich
e Stück vom Ring entfernen!“ Ich hielt den Atem an und lag völlig verkrampft auf der Liege. „Machen Sie sich keine Gedanken, das ist nur Metallabrieb und eine speckige Schmutzschicht – sonst ist alles OK!“ Ich atmete auf und zentnerschwere Steine plumpsten von meiner Seele… „Ich werde ihnen jetzt noch ein Antibiotikum spritzen und auch ein entzündungshemmendes Mittel. Diese Tabletten hier enthalten die gleichen Wirkstoffe, nehmen Sie sie bitte genau entsprechend der Packungsbeilage ein. Und die Salbe tragen Sie bitte regelmäßig auf die geröteten Stellen auf. Die Verletzung durch den Ring ist aber minimal und die Schwellung wird schon morgen abgeklungen sein – ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft…!“ Der Arzt gab mir die Hand und ich setzte mich auf. Der scheue, flüchtige Blick auf meinen „Kleinen“ versetzte mich nicht gerade in Hochstimmung. Ich schloss den jetzt verschmutzten Bademantel und nahm die Tabletten. Mit gemischten Gefühlen ging ich hoch zu Stephanies Kabine und klopfte an die Tür. Sie öffnete sich und Stephanie sprang erwartungsvoll auf mich zu. „Und…?“ „Ich weiß nicht, ziemlich trauriger Anblick, aber angeblich ist alles in Ordnung… Ich werde jetzt erst mal den Schmutz abwaschen, dann darfst escort uşak du mich auch sehen, OK…?“ Stephanie schaute ein bisschen beleidigt, aber sie hatte Verständnis. „Gut, dann mach dich mal „frisch“ und danach essen wir erst mal was. Ich besorge dir auch einen neuen Bademantel, solange du im Bad bist!“ Sie gab mir einen Kuss und hüpfte in ihrem aufreizenden Outfit aus dem Zimmer. Für den Rest der Reise wird das sicherlich noch für interessante Erlebnisse sorgen, wenn die Damen weiterhin diese Kleidung tragen, dachte ich und ging ins Bad. Ich sehnte mich jetzt nach einem Bad und der Arzt hatte es ja nicht verboten… Noch während das Wasser einlief lag ich schon in der Wanne und spürte das prickelnde Gefühl auf der Haut. Nachdem ich ein wenig eingeweicht war rubbelte ich sanft mit dem Finger über die bisher abgedeckten Stellen und fühlte, wie sich die oberste Hautschicht löste. Vorsichtig wusch ich mich jetzt überall mit dem Schwamm und rubbelte hier und da noch mit den Fingern. An der Piercingsstelle brannte es zwar ein wenig, aber mein Glücksgefühl bügelte diesen kleinen Schmerz einfach weg. Jetzt war ich bereit mal nachzuschauen und schob deshalb den Schaum zur Seite. Langsam drückte ich mein Becken in Richtung Oberfläche und da war er…! An ein paar Stellen sah er noch ein wenig fleckig aus, aber sonst eigentlich schon ganz passabel. So, das reichte erst mal! Ich duschte mich ab und verteilte nach dem Abtrocknen sehr großzügig die Salbe auf den angegriffenen Stellen. Stephanie kam in dem Moment in die Kabine zurück, als ich das Bad verließ. Ich stand nun völlig nackt vor ihr und sie musterte mich interessiert von oben bis unten. Dann begann sie über das ganze Gesicht zu strahlen. „Na das sieht doch recht viel versprechend aus – darf ich…?“ Sie wartete nicht darauf ob ich etwas sagte, sondern nahm meinen Sch**nz ganz behutsam in die eine Hand und streichelte ihn mit der anderen wie einen kleinen Hamster. „Einige der Frauen sagen, dass es noch eine Weile dauern kann bis…“ Stephanie sprach nicht weiter und sah stolz nach unten. „…aber in diesem Fall anscheinend nicht!“ Ich hatte bis eben noch nicht so viel gespürt, aber durch Stephanies Berührung war er innerhalb von Sekunden zu seiner vollen Größe angewachsen. Es tat ziemlich weh, ein Gefühl wie ein Muskelkater, aber ich war trotzdem froh – das funktionierte also noch alles… „Au Stephanie, du bringst mich um!“, jammerte ich etwas übertrieben, aber sie durchschaute mein Theater gleich. „Stell dich nicht so an mein Süßer! OK, bis heute Abend darfst du dich noch daran gewöhnen, aber dann gehörst du mir…!“ Sie hatte diesen Satz zwar betont selbstbewusst gesagt, aber ich spürte ihre kleine Unsicherheit. Nein, ich würde sie nicht enttäuschen, dieses erste Mal gehörte ihr! Ich nahm sie fest in die Arme und spürte meine glühende Spitze an ihren kühlen Schenkeln. „Ich kann es kaum noch erwarten…!“, flüsterte ich ihr ins Ohr und gab ihr dann einen langen gierigen Kuss. Mein Schwanz zuckte und drückte, aber das Gefühl war nun schon nicht mehr ganz so ungewohnt. „Aber falls wir es schaffen, ihn irgendwie wieder klein zu kriegen, dann würde ich jetzt gern was essen und auch raus gehen, denn seit fünf Jahren habe ich keine Sonne mehr gespürt…“ 24 Das Gefühl war unbeschreiblich. Die Sonne brannte heiß auf meiner Haut und ich wäre ihr am liebsten noch entgegen geflogen. „Matthias sei jetzt bitte nicht unvernünftig, du musst dich eincremen und bleibst die ersten Tage am besten im Halbschatten…“ Stephanie hatte natürlich Recht und ich ließ mich von ihr wie ein Baby mit Faktor 30 einsprühen. Wir lagen am Pool und überall um uns herum waren junge glückliche „echte“ Paare. Stephanies Mann Sven hatten wir beim Essen gesehen, aber er war nicht an unseren Tisch gekommen. Ich fragte sie, wie das denn nun weitergehen sollte. „Ich werde schon noch mit ihm sprechen, keine Angst! Wenn du es genau wissen willst habe ich auch noch gewisse Gefühle für ihn, aber er hat mich sehr verletzt und ich bin nicht sicher, ob er eine zweite Chance verdient. Natürlich hätte er mich jetzt gern bei sich, aber was ist, wenn er dann seine Freundin wieder sieht…? Nein Matthias, die Angelegenheit muss er zunächst mal für sich klären und erst wenn ich sicher sein kann, dass er mich wirklich noch liebt, dann bin ich eventuell bereit es zu versuchen. Und im Moment bist du mir sehr viel näher als er und mindestens solange wir auf dem Schiff sind, werde ich bei dir bleiben…“ Entschlossen blickte sie mich an. Das war eine so klare Aussage, dass ich nichts dagegen einwenden konnte. Stephanie wusste, dass ich Andrea noch liebte, aber sie wollte es jetzt trotzdem so – trotz aller emotionalen Risiken. Was sollte ich also noch sagen? – wir wussten beide worauf wir uns einließen… „Na ihr Turteltäubchen, alles klar…?“ Tanja stand plötzlich vor uns und schaute ungeniert auf die Stelle, die bisher von dem KG umgeben gewesen war… Ich trug eine knappe Badehose aus dem Bestand der Mannschaft, fühlte mich aber unter ihren Blicken trotzdem nackt. „Mein Vater würde dich gern sprechen – Stephanie du hast doch sicher nichts dagegen, wenn ich ihn dir ein bisschen entführe…?“ Sie streckte ihre Hand aus um mich von der Liege hoch zu ziehen, aber ich stand lieber ohne ihre Hilfe auf. Sollte ich Stephanie besser fragen, ob sie mitkommen wollte…? „Ich warte hier auf dich, das wird ja sicher nicht so lang dauern…!“ Stephanie nahm mir die Entscheidung souverän ab. Sie sprach zwar zu mir, schaute dabei aber Tanja an und zog verächtlich die linke Augenbraue nach oben. Diese beiden würden sicherlich keine besten Freundinnen werden! Jetzt legte Tanja auch noch provokativ einen Arm um meine Hüfte und zog mich etwas an sich, doch Stephanie atmete nur kurz tief durch und schaute in eine andere Richtung. Tanja und ich gingen los in Richtung Treppenhaus und ich drehte mich „sicherheitshalber“ nicht mehr nach Stephanie um… „Die meisten haben sich jetzt schon „entdeckt“, weißt du, so wie wir gestern Abend… Und einige der Frauen meinen es wäre doch ganz nett, wenn wir uns so richtig bei denjenigen bedanken würden, die uns so lange gepflegt haben…!“ Ich blieb stehen und schaute verblüfft an, aber sie war kein bisschen verlegen! Sie plapperte weiter… „Ist doch im Prinzip nichts Anderes, als was wir hier die ganze Zeit über getan haben, oder…?“ Ich wusste nicht was ich sagen sollte, hier spielten sich jetzt vermutlich überall unglaubliche Szenen ab. Natürlich, Tanja war die blonde Versuchung pur, aber was ging in ihr vor? War es nur ein Spiel, wollte sie einfach nur „mächtiger“ sein als Stephanie…? Oder hatten einige der Frauen hier wirklich ihre „Berufung“ gefunden…? Ich versuchte die Entscheidung zu vertagen. „Wir haben ja noch ein paar Wochen Zeit, viellei
cht werde ich wirklich auf dieses verlockende Angebot zurückkommen… Was sagt denn eigentlich dein Mann dazu…?“ „Oh, der findet die Idee echt super. Aber natürlich werde ICH ihn erst mal beschäftigen…!“ Tanja zwinkerte mir verschwörerisch zu. Auch für einen Mann der liebt ist es schwer, einer solchen Frau zu widerstehen, aber ich würde es zumindest versuchen… „Aber du musst mich auf jeden Fall noch mal massieren, das war einfach göttlich!“ Ich schüttelte schmunzelnd mit dem Kopf, sie war einfach unverbesserlich! Ihren Vater trafen wir auf der Brücke, hier wimmelte es nur so von Soldaten. Er kam schon mit der zum Gruß ausgestreckten Hand auf mich zu. „Herr Conrady, ich hoffe es geht Ihnen gut…? Bisher scheinen alle Männer keine schlimmeren Schäden davon getragen zu haben – wir hatten anfangs etwas anderes befürchtet… Sie laufen ja auch halb nackt herum, wir müssen das Schiff noch mal nach Kleidung durchsuchen, von der Mannschaftskleidung ist sicherlich Einiges verwendbar!“ Sein kritischer Blick fiel jetzt auf seine Tochter, die in ihrem knappen Bikini für einige Ablenkung auf der Brücke sorgte. „Ich habe gehört, dass ihre Frau als einzige dieses Schiff verlassen hat, und zwar mit einem Gast. Wir sind gerade dabei die Bordcomputer zu überprüfen, aber anscheinend ist es noch im letzten Augenblick gelungen, sämtliche Aufzeichnungen zu löschen. Alle Systeme sind zwar voll betriebsbereit, aber die historischen Daten sind gänzlich verschwunden. Auch die Belegungspläne und Buchungslisten sind weg und damit auch die eventuellen Hinweise auf die „Gäste“…“ Herr Behringsdorf schaute mich mitleidig an. Irgendeinen Hinweis musste es doch geben! „Herr Behringsdorf, bitte sagen Sie doch einfach nur Matthias zu mir. Könnte ich vielleicht mit dem Computerspezialisten sprechen…? Wir gingen rüber zu einem Mann, dessen Finger in rasender Geschwindigkeit über die Tastatur flitzten. Er stand auf um uns zu begrüßen und schenkte Tanjas, aus ihrem knappen Oberteil hervorquellenden Busen, einen besonders aufmerksamen Blick… Ich fragte ihn was er schon alles versucht hatte und er kannte sich wirklich gut aus, aber er war nur ein sehr versierter PC – Anwender, sein eigentliches Spezialgebiet waren Navigations- und Steuerungssysteme und die funktionierten wieder! Ich erzählte ihm von der Möglichkeit, dass man mit Spezialprogrammen sogar Daten von formatierten Festplatten wieder sichtbar machen könne, aber damit kannte er sich nicht aus. Ich schon, denn wenige Wochen vor unserer Reise hatte ich damit einem Kollegen sehr geholfen, der versehentlich seinen Laptop „getötet“ hatte… Die Satellitenverbindung zum Internet war bereits hergestellt und so lud ich das „Recovery “- Programm von der mir noch bekannten Cracksite herunter. Inzwischen gab es schon die Version 4.0., die ich nach wenigen Minuten herunter geladen und installiert hatte. Jetzt lief das Analyseprogramm und wir starrten gebannt auf den Bildschirm und warteten auf die Rückmeldung… Treffer!!! Das Programm identifizierte eine große Anzahl gelöschter Daten und wir speicherten sie auf einem anderen Computer. Vieles davon war aber nicht mehr lesbar oder nur noch in Bruchstücken vorhanden. Aber dann fanden wir eine Buchungsliste, sie waren wochenweise abgelegt worden und sie enthielten die Namen der Gäste! Gezielt suchten wir nun nach Dateien gleichen Typs, klickten uns durch und dann fanden wir ihn – Raoul Ballester Diaz… Es gab leider keinen Hinweis auf seine Adresse und ich hoffte zutiefst, dass dies wenigstens sein richtiger Name war. Herr Behringsdorf leitete den Namen gleich weiter und versprach mir, diesen Namen durch alle verfügbaren Computer laufen zu lassen. Ich hatte jetzt zwar neue Hoffnung geschöpft, war aber gleichzeitig auch wieder enttäuscht, nicht mehr erfahren zu haben. Allein ging ich zu Stephanie zurück und erzählte ihr, was wir auf der Brücke raus gefunden hatten. Sie hörte mir aufmerksam zu, aber sie sagte nichts… Bis zum Abend blieben wir auf dem Pooldeck im Schatten und schauten uns gemeinsam den Sonnenuntergang an. Dann fasste Stephanie feierlich meine Hand und wir gingen schweigend in die Kabine. Sie zog ihren Badeanzug aus und ging unter die Dusche. Ich hörte das Rauschen des Wassers und bekam ein wenig Lampenfieber – gleich würde es soweit sein… Jetzt kam sie nackt und verführerisch duftend aus dem Bad und schon allein bei ihrem Anblick schoss das Blut in meine Lenden. Ich wollte jetzt auch kurz noch unter die Dusche, aber sie hielt mich fest… „Ich will dich so, wie du bist…!“ Stephanie ging vor mir in die Knie und streifte meine Badehose herunter. Sofort schnellte mein Schwanz in die Höhe und leicht schmerzend pulsierte das Blut in ihm. Sie stand auf und schob mich rüber zum Bett, dabei schaute sie mir tief in die Augen. Ohne den Blick von ihr zu lösen krabbelte ich irgendwie rückwärts aufs Bett und legte mich auf den Rücken. Stephanie war jetzt über mir und ich fühlte ihren heißen Schoß bereits an meiner aufs äußerste angeschwollenen prallen Eichel. Immer noch hatten wir intensiven Blickkontakt und ich spürte jetzt, wie sie ihre Hand zur Hilfe nahm und meinen erregten, knüppelharten Schwanz mit sanftem Druck zum Eingang ihrer Lustspalte führte. Dann ließ sie mich langsam in sich hinein gleiten und blieb ganz still auf mir sitzen. Ihre wundervoll geschwungenen Lippen lächelten auf mich herab und ihre unglaublich blauen Augen schienen von innen heraus zu leuchten. Jetzt begann sie sich zu bewegen, das heißt sie bewegte sich nicht wirklich, sondern nur ihre wundervolle Muschi hielt nun von innen meinen Schwanz einen Moment lang ganz fest umklammert und löste sich dann immer wieder… Es war eine unglaubliche Massage, ich glaubte fast eine innere Hand zu spüren und dann konnte ich mich nicht mehr zurückhalten – der gewaltigste Orgasmus meines Lebens erfasste meinen Körper wie ein Erdbeben. Immer noch kamen kleine Wellen nach, bis sich die Anspannung löste – ich begann zu weinen… Durch den Schleier der Tränen sah ich immer noch Stephanies Gesicht, nicht eine Sekunde hatten wir uns aus den Augen gelassen. Jetzt beugte sie sich zu mir nach unten und küsste mir die Tränen aus meinem Gesicht. „Das war sehr schön, genau so habe ich es mir mit dir vorgestellt…“ Ihr fester Busen berührte ganz sanft meine Brust und ich streichelte zärtlich mit beiden Händen über ihren Rücken. Wir veränderten unsere Positionen nicht mehr und ich schlief glücklich ein, während wir noch zu einer Einheit verschmolzen waren… 25 Beim Frühstück kam Behringsdorf quer durch den Speisesaal auf uns zu. „Guten Morgen, ich hoffe Sie beide haben gut geschlafen und sind durch unsere kleine Aktion nicht geweckt worden…?“ „Was für eine Aktion…?“, fragte ich sehr interessiert. „Nun, ich hatte ja bei meiner Ansprache im Theater bereits angedeutet, dass wir das „Personal“ unterwegs absetzen würden… Und gestern Nacht haben wir alle „Wächter“, wie Sie sie nennen mit den Beibooten bis auf 200 Meter an eine Insel herangefahren, dort mussten sie sich dann nackt ausziehen und den Rest schwimmen…!“ Herr Behringsdorf lachte verschmitzt, dann fuhr er fort… „Es ist eine schöne Insel, etwa 12 Kilometer lang und 4 Kilometer breit. Sie gehört eigentlich zu den Philippinen, wurde aber schon seit dem zweiten Weltkrieg von den Amerikanern als Militärbasis beansprucht. Die haben die Basis zwar mittlerweile aufgelöst, aber das Territorium trotzdem noch nicht zurückgegeben, deshalb ist die Insel unbewohnt. Aber es gibt dort Süßwasser, Früchte, und auch das Meer ist dort in Strandnähe sehr fischreich. Ein paar der alten Baracken sind sicherlich noch bewohnbar und ab und zu schauen die Amerikaner auch mal vorbei – im Schnitt so alle 2 Jahre – die können sich ja dann mit den neuen „Bewohnern“ auseinandersetzen…“ „Herr Behringsdorf, Sie sind ein Fuchs!“ Ich nickte anerkennend und er strahlte vor Stolz. Sollte ich ihn jetzt schon fragen, ob er bereits etwas über Raoul herausgefunden hatte…? Aber warum eigentlich nicht…
„Herr Behringsdorf, haben Sie schon etwas gehört…?“ Ich knabberte nervös an meiner Unterlippe. Er schaute mir fest in die Augen, dann rüber zu Stephanie und wieder zu mir zurück. „Sind Sie sicher, Matthias, dass Sie Ihre Frau wirklich finden wollen…? Immerhin scheint sie das Schiff nicht ganz unfreiwillig verlassen zu haben…“ Aber noch bevor ich darauf antworten konnte hörte ich Stephanie sagen: „Ja, das ist er! Und ich werde ihm dabei helfen…!“ Behringsdorf schaute nun sichtlich beeindruckt in das hübsche entschlossene Gesicht von Stephanie. Sie war wirklich eine besondere Frau und ich bedauerte jetzt schon, ihr vielleicht schon bald wehtun zu müssen… „Gut, Sie beide scheinen ein ungewöhnliches Team zu sein und ich wünsche Ihnen, dass ihre Erwartungen erfüllt werden…“ Behringsdorf hatte meinen Gedanken aufgenommen, aber er kritisierte uns nicht, was ihn mir noch sympathischer machte. „Ja, es gibt in der Tat schon Spuren, aber ich möchte die Information an Sie erst weiter geben, wenn ich wirklich ganz sicher sein kann – Sie verstehen das doch…?“ „Ja, natürlich…!“ Ich machte ein etwas enttäuschtes Gesicht, aber ich wollte ihn auch nicht bedrängen. „Aber vielleicht können Sie mir noch ein bisschen mehr über die Befreiungsaktion erzählen, vor allem wie Sie überhaupt darauf gekommen sind, dass etwas nicht stimmte…!“ Auf diese Frage schien er schon gewartet zu haben, sicherlich hatte er sie schon zigmal an Bord gestellt bekommen. „Wissen Sie, Tanja hatte auch mir keine Details erzählt, weil sie ja versprochen hatte Stillschweigen zu bewahren. Zumindest hatte sie aber angedeutet, dass es etwas mit einem exklusiven Luxusliner zu tun habe. Ich bin selbst auch als Zulieferer mit meiner Firma für Kälte- und Klimatechnik im Schiffsbau tätig. Zufällig sprach ich mit einem Kunden über aktuelle Projekte und er erzählte mir von einem Kreuzfahrtschiff, das in Finnland bei der „REKA“ – Werft nur teilausgebaut fertig gestellt worden war, aber die Werft für den Endausbau in den USA niemals erreicht hatte – das war am Tag Ihrer Abreise… Als ich dann am nächsten Tag von dem Flugzeugabsturz hörte, versuchte ich gleich nach dem ersten Schock etwas über den Veranstalter herauszufinden – aber Fehlanzeige auf ganzer Linie! Ich konnte mir nicht gleich einen Reim darauf machen, aber ich war mir sicher, dass da etwas faul war. Naja, und den Rest kennen Sie ja schon… Sie glauben nicht, wie viele junge Menschen jedes Jahr verschwinden und womöglich ein ähnliches Schicksal erleiden wie Sie…!“ Behringsdorf machte jetzt ein sehr trauriges Gesicht und konnte seine Rührung nur mit großer Mühe zurückhalten. Die Vorstellung, was hier alles mit seiner Tochter passiert war, schien ihn enorm zu belasten. So würde es dann sicherlich allen unseren Verwandten und Freunden gehen… Die meisten von uns hatten schon mit Deutschland telefoniert, aber noch nichts Genaueres erzählt. Zum Glück hatten wir ja noch einige Zeit, uns darauf vorzubereiten… Ich fragte Behringsdorf jetzt, wie die nächsten Schritte aussehen würden. „Wir werden morgen vor Manila in öffentlichen Gewässern stoppen und die „Gäste“ mit einem gecharterten Hubschrauber ausfliegen und an Land unauffällig absetzen. Sie können dann selbst sehen, wie sie mit den Behörden zurechtkommen, aber für diese Leute dürfte das wohl kein Problem darstellen… Am selben Abend werden wir dann etwa 80 philippinische Seeleute, Köche und Kabinenpersonal an Bord nehmen, natürlich alle mit ordentlichen Papieren! Und in den Tagen danach werden wir dann das „alte Servicepersonal“ in Malaysia, Thailand und später auch in Indien an Land bringen und Ihnen auch ein bisschen Geld für die Weiterreise geben. Unser deutsches Sicherheitspersonal bleibt bis zur Ankunft in Hamburg an Bord, denn ein Gegenangriff ist unter Umständen nicht auszuschließen – und auch in dieser Seeregion hier gibt es immer noch Piraten!“ Ich war beeindruckt, Behringsdorf hatte alles bestens organisiert. „Das muss Sie ja alles ein Vermögen kosten, wie können wir das je wieder gutmachen…? „Matthias, natürlich wollte ich meine Tochter retten, aber ich bin auch Geschäftsmann. So wie die Sache im Moment aussieht, gehört dieses Schiff Ihnen allen, denn Sie haben es von der Mannschaft verlassen auf hoher See „gefunden“. Ich denke nicht, dass Herr Franck noch irgendwelche Ansprüche geltend machen wird, er hat sicher genug damit zu tun, sich vor uns und vor seinen „Gesellschaftern“ zu verstecken…“ Behringsdorf hatte nun ein spitzbübisches breites Grinsen auf dem Gesicht. „Ich habe bereits meine Kontakte spielen lassen und einen seriösen Kaufinteressenten für dieses Schiff gefunden. Er wird noch Einiges in den Umbau investieren müssen, aber dafür werden wir ihm ja auch einen Sonderpreis machen. Trotzdem wird für jedes Paar dann nach Abzug meiner Aufwendungen immer noch über eine Million Euro übrig bleiben…“ Jetzt war ich sprachlos. „Ich lasse Sie jetzt mal in Ruhe frühstücken – wenn ich etwas weiß, dann melde ich mich wieder bei Ihnen…!“ Behringsdorf stand auf und ging zu einem anderen Tisch. „Mensch Matthias, das ist ja der Wahnsinn – so viel Geld…!“ Stephanie hatte die Augen weit aufgerissen. „Ich glaube das haben wir uns auch wirklich verdient, oder…? Dann können wir uns sogar etwas zum Anziehen leisten…“ Ich schaute lächelnd und unverschämt auffällig auf Stephanies nur halbverdeckte wunderschöne Brüste. Sie zog die Schultern ein wenig zusammen und neigte sich noch etwas weiter nach vorn. Zwischen meinen Beinen regte sich schon wieder etwas… „So besser mein kleiner Spanner…?“, fragte sie kokett. „Aber du hast Recht, wir gehen jetzt gleich mal zur Handtuchausgabe, da soll es ab heute Morgen auch Shorts und T-Shirts geben! Möchtest du dich dann gleich sonnen, oder lieber noch etwas „ausruhen“…?“ Bei diesen Worten legte sie unauffällig ihre Hand auf meinen Schenkel und fuhr damit langsam nach oben – ich zuckte erregt zusammen! „Du hast mich gerade überzeugt – ich fühle mich wirklich noch etwas schwach…“ Ich machte ein lustig leidendes Gesicht und Stephanie schickte mir einen schmachtenden Luftkuss. Wir beeilten uns dann sehr damit, das Frühstück nicht zu lange auszudehnen… 26 Cristina hatte Raoul einfach erzählt, dass ich mein Baby pünktlich bekommen hätte und dass alles in Ordnung sei. Er sah sich „seine“ Kinder niemals an und so konnten wir durch diese Lüge noch 3 – 4 Monate Zeit gewinnen. Ich war ihr einerseits dankbar dafür, aber ich hatte trotzdem mit Cristina geschimpft, denn dieses Gespräch mit Raoul war vorher nicht mit mir abgestimmt gewesen. „Warum hast du das getan, alle Frauen werden jetzt darunter leiden müssen!“ Ich war ziemlich ärgerlich. „Du brauchst dich nicht aufzuregen, was ändert sich dadurch schon…? Dann hätten wir es gleich nach der Fehlgeburt erzählen müssen und das haben wir nicht gemacht. Der Ärger war also sowieso nicht mehr vermeidbar…“ Sie hatte Recht – und vielleicht passierte ja noch etwas. Ich war jetzt wieder fit und machte täglich Krafttraining – für alle Fälle! Aber wieder vergingen die Wochen, ohne auch nur den Hauch einer Gelegenheit zur Flucht. Und je fixer sich diese Hoffnung in meinem Kopf festsetzte, umso deprimierter war ich dann an den Tagen, wenn der Hubschrauber wieder ohne mich startete. Zum Glück schlief ich immer noch nicht wieder allein und so kuschelte ich dann freundschaftlich mit Sonia, was mir fast immer etwas Trost und Entspannung verschaffte. An einem Abend war ich wieder völlig aufgelöst, die Frauen hatten mich nur mit Gewalt zurückhalten können einfach raus zustürmen und mit einem Küchenmesser auf den Piloten loszugehen. Apathisch lag ich jetzt auf dem Bett und ließ mich von Sonia wie eine Puppe ausziehen. Sie schob mich unter die Decke und legte sich nackt zu mir, das hatte sie bisher noch nie getan… „Komm Chica, ich halte dich ein bisschen…!“, sagte sie und rutschte ganz dicht an mich heran. Ich war überrascht, es war ein ungewohntes
, aber sehr angenehmes Gefühl. Ich spürte ihren großen weichen Busen in meinem Rücken und drehte mich zu ihr um. Ihre schwarzen Augen funkelten im Schein der schwachen Beleuchtung. Unsere Gesichter lagen sich jetzt unmittelbar gegenüber, nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Sonia streifte mir die Haare aus dem Gesicht und fuhr dann mit ihrer Hand über meinen Rücken bis zur Hüfte, dann streichelte sie sehr zärtlich meinen Po. „Du hast eine unglaublich schöne Figur, man sieht überhaupt nicht, dass du schon Kinder bekommen hast… Und du hast Muskeln – nicht wie ein Mann – aber es ist alles so fest und es macht Freude dich zu berühren…“ Dann kam sie näher und küsste mich, und ohne nachzudenken erwiderte ich ihren Kuss. Es war ganz anders als bei Männern, ihre Zunge war so zart und glatt, und zum ersten Mal seit langer Zeit spürte ich wieder das Kribbeln in meinem Körper. Ich wurde immer heißer und erforschte Sonias Körper immer leidenschaftlicher und wilder mit meinem Mund und meinen Händen. Ich saugte an ihren großen Brüsten und küsste mich immer weiter nach unten über ihren leicht gewölbten Bauch – sie war im dritten Monat! Jetzt schmiegte ich mein Gesicht in ihren duftenden Schoß, dem ich mich mit großer Neugier immer mehr genähert hatte und Sonia zog die Knie ein wenig an und spreizte ihre Beine ein wenig – so nah hatte ich es noch nie zu sehen bekommen… Mit den Fingern zog ich die zarte Haut etwas auseinander und ein Lustknöpfchen so groß wie meine Brustwarze kam zum Vorschein. Ich berührte es nur kurz mit der Zungenspitze, aber Sonia zuckte dabei zusammen wie bei einem Stromschlag. Jetzt nahm sie meinen Kopf in ihre Hände und schob mir lüstern ihr Becken entgegen. Ich legte meinen Mund über das Knöpfchen und saugte es vorsichtig ein, dann umkreiste ich es ganz langsam mit der Zunge. Ich schloss die Augen und in meiner Vorstellung war ich diejenige, die geleckt wurde und so führte ich meine Zunge so, wie ich es selbst besonders gern hatte. Sonia warf sich hin und her und stöhnte vor Lust, sie presste ein Kopfkissen auf ihr Gesicht, damit die Anderen uns nicht hörten. Sie war tropfnass geworden und der süßliche Saft strömte nur so aus ihr heraus. Ich presste meine Schenkel rhythmisch zusammen und spürte, dass ich auf diese Art bald zu einem Orgasmus kommen würde… „Wenn du so weitermachst, dann komme ich gleich – nein, warte…!“ Sonia schob meinen Kopf weg und schaute mich an. „Komm, dreh dich rum und setz dich über mich, ich will dich auch ein bisschen verwöhnen…“ Darauf hatte ich schon gehofft – und geil und ohne zu Zögern drehte ich mich herum und brachte meine nasse Muschi direkt über Sonias Gesicht in Position. Sie fasste meinen Hintern mit beiden Händen und zog mich leicht nach unten – dann fühlte ich ihre Zunge an meinem Knöpfchen… Es durchfuhr mich wie ein Blitz und die Lust breitete sich bis in meine Zehenspitzen aus. So war ich noch nie geleckt worden – kein Mann hatte meine Muschi jemals so meisterlich verwöhnt wie jetzt Sonia. Es war die perfekte Mischung – ein wenig Saugen, Lecken, schnelle kleine Massagen des Knöpfchens mit der Zunge – und ich gab ihre Impulse genauso an ihre heiße Lustspalte weiter, wie ich sie von ihr empfing. Jetzt war es gleich so weit, es kam mir von ganz tief unten und auch Sonia presste ihre Schenkel nun so fest zusammen, dass mir die Ohren wehtaten. Mit meiner zweiten Welle entspannte sich auch Sonia und lockerte den festen Griff ihrer Schenkel. Ich war fertig und mein Gesicht lag jetzt erschöpft auf ihrer noch leicht zuckenden und feuchten Muschi. Und sie leckte immer noch ganz sanft von außen über meine vor Lust angeschwollenen Lippen. Erst nach ein paar Minuten schaffte ich es, mich zu ihr umzudrehen. Sonia küsste mich… „Du schmeckst nach meiner coño…!“, sagte sie frech schmunzelnd. „Und du nach meiner…!“ Ich fühlte mich gut. „Das war sehr schön, hast du das vorher schon mal gemacht – für mich war es das erste Mal…“ „Ja, aber da war ich noch nicht hier! Wir waren 16 und beste Freundinnen und vor der Ehe gibt es bei uns nicht so viele Möglichkeiten…“ Ihr Gesicht erhellte sich, bestimmt erinnerte Sonia sich gerade an ihre „Jugenderlebnisse“… „Du wirst es doch hier keiner erzählen, oder…? Cristina hat es zwar nicht verboten, aber ich möchte nicht dass die Anderen denken… weil, ich stehe eigentlich nur auf Männer – verstehst du was ich meine…?“ „Ich verstehe genau was du meinst! Mach dir keine Gedanken – es war sehr schön und es hat uns beiden gut getan, oder…? Komm, lass uns jetzt schlafen, du hast mich fix und fertig gemacht!“ Ich gab Sonia noch einen Gute-Nacht-Kuss und löschte das Licht. Sie drehte sich herum und ich kuschelte mich ganz dicht an sie. Nach dem nächsten Besuch von Raoul kam Cristina zu mir. „Er will dein Baby beim nächsten Mal mitnehmen…“ Sie machte ein sehr besorgtes Gesicht. „Mierda – was sollen wir jetzt tun…?“ Die ganze Zeit über hatte ich diesen Moment verdrängt, aber jetzt musste uns etwas einfallen. „Ich werde erst mal mit ihm reden und ihm einfach die Wahrheit erzählen!“ Cristina klang selbstsicher. „Was ist denn schon groß passiert, nur deine Erholungszeit war ein wenig länger…!“ „Ja, aber auch wenn er das so akzeptieren sollte, wird er dann gleich wieder zu mir kommen…“ Ich schüttelte mich unbewusst, allein schon der Gedanke daran erzeugte Übelkeit bei mir. Es war soweit. Der Hubschrauber war gelandet und nach etwa einer Stunde klopfte es an meine Tür. Dann sah ich wie der Knauf sich drehte und Raoul sein widerlich grinsendes Gesicht durch die Tür schob. „Na mein Täubchen, was höre ich denn da für Sachen…? Aber ich bin ein verständnisvoller Mann, du kannst es jetzt gleich wieder gut machen…“ Ich stand mit verschränkten Armen in der Ecke am Kopfende des Bettes. „Ich kann das nicht mehr, bitte lass mich in Ruhe!“ Raoul kam langsam näher und stand nun direkt vor mir. Mit einem großmütigen Blick sah er auf mich runter. Dann packte er mich mit beiden Händen schmerzhaft fest an den Oberarmen und warf mich aufs Bett. „Zieh dich aus – los…!“ Ohne mich weiter zu beachten setzte er sich mit dem Rücken zu mir aufs Bett und beugte sich nach unten, um seine Schuhe auszuziehen. Wie im Schnellvorlauf sah ich vor meinem geistigen Auge was jetzt gleich kommen würde und da brannten meine Sicherungen durch. Ferngesteuert nahm ich den schweren Kerzenleuchter vom Nachttisch, holte aus und schlug ihm damit auf den Kopf. Verblüfft machte er noch eine halbe Drehung, sah mich mit wirren Augen an und rutschte dann von der Kante. Erst als er geräuschvoll auf dem Boden aufschlug „wachte“ ich auf. Er blutete aus einer Platzwunde und sein rechtes Ohr war eingerissen, mein Schlag war etwas abgerutscht. Die Tür sprang auf und Cristina kam rein geschossen. „Dios mio, was ist denn hier los…?“ Sie beugte sich über Raoul und schüttelte mit dem Kopf. „Ist er tot…?“, fragte ich ängstlich. „Nein, du hast ihn nicht richtig getroffen…!“ Cristina klang fast enttäuscht. „Komm, wir müssen ihn auf den Stuhl setzen und fesseln, er wird sicher gleich aufwachen!“ Sie sah zur Tür, die Köpfe der anderen Frauen drängten sich dort im Rahmen. „Los, geht nach unten, wir machen das hier schon – wird’s bald…?“ Widerwillig gehorchten sie und ich schloss die Tür. Dann zerrte ich Raoul gemeinsam mit Cristina auf den Stuhl und wir fesselten ihn mit Stoffstreifen, die wir hastig aus meinem Nachthemd rissen. Jetzt war er fest verschnürt und er sah ziemlich schlimm aus. Sein Kopf war nach vorn auf seine Brust gesackt und das Blut lief ihm an der Seite herunter und tropfte auf sein Hemd. Seine Hose war ihm bei der Aktion auf die Füße runtergerutscht und ein Schuh fehlte. Wir standen beide vor ihm und betrachteten ihn schweigend. Plötzlich hatte Cristina eine Idee. „Gib mir eine Schere… Na los gib mir eine Schere, vertrau mir!“ Ich lief zur Kommode und holte eine Schneiderschere. Cristina kniete sich neben Raoul hin und zerschnipselte sei
ne Unterhose, dann zog sie die Stücke unter seinem Hintern raus. Sein Schwanz und seine Eier lagen nun schlaff auf der Sitzfläche auf. Cristina hatte bereits den Schnürsenkel aus einem von Raouls Schuhen entfernt und legte eine Schlinge um seine Eier herum. Dann zog sie so fest zu wie sie konnte und machte mehrere Knoten zur Sicherung. Innerhalb von wenigen Sekunden liefen seine Eier blau an. Danach band sie auch noch seinen Schwanz ab – ebenfalls sehr fest… Ich sah sie verständnislos an. „Nicht nur einen Latino – Mann muss doch die Vorstellung verrückt machen, dass seine besten Stücke so langsam aber sicher absterben. Und wenn er sich dabei zwei verzweifelten, zu allem entschlossenen Frauen gegenübersieht …?“ Das also hatte sie vor, warum waren wir da nicht schon früher drauf gekommen…? Cristina ging ins Bad und holte eine Schüssel mit kaltem Wasser. Sie stellte sich vor Raoul und kippte es ihm mit Schwung ins Gesicht. Er wachte sofort auf. „Puta, was hast du gemacht, dafür wirst du teuer bezahlen…!“ Er schaute mich hasserfüllt an. Jetzt meldete sich Cristina. „Bevor du hier deine Klappe aufreißt schau erst mal an dir runter. Wenn du tust was wir dir sagen, dann werden wir die Verschnürung wieder öffnen, ansonsten kannst du dich von deinen cojones in schätzungsweise zwei Stunden verabschieden, claro…? Raoul schaute nach unten, aber er blieb sehr gelassen. „Cristina, corazon, wie lange kennen wir uns schon…? Natürlich könnte ich jetzt so tun als ob ich auf eure Forderungen eingehen würde. Vielleicht würden wir sogar zu dritt los fliegen – aber dann…? Wir kommen nicht weit, selbst wenn ich wollte, denn der Sprit reicht höchstens für zwei Stunden. Und das ist hier mein Land – ich habe überall Freunde… Also sei vernünftig und mach mich los, dir wird nichts geschehen. Aber die Wildkatze da muss ihre Strafe bekommen…“ Cristina sah mich unschlüssig an und ich sie. Er hatte Recht, wir hatten keine Chance! Und auch ohne dass er es aussprach wussten wir, dass die anderen Piloten genaue Instruktionen für den Fall hatten, dass er nicht zurückkommen würde… 27 In den folgenden Tagen wartete ich voller Spannung darauf, dass Herr Behringsdorf sich wieder bei mir meldete, aber trotzdem konnte ich die Zeit auch genießen. Seitdem alle „ungebetenen Passagiere“ das Schiff verlassen hatten, war die Stimmung an Bord ungefähr so ausgelassen und fröhlich, wie ich sie mir schon für die ursprüngliche Reise vorgestellt hatte. Die Frauen amüsierten sich zwar darüber, dass das Essen nicht mehr so gut war wie vorher, aber das lag nicht an den neuen Köchen, sondern daran, dass wir uns mit den Dingen begnügen mussten, die in den Kühlkammern des Schiffes zu finden waren. Für uns Männer war nach Jahren der Astronautennahrung aber auch das schon ein Gedicht, obwohl einige von uns echte Probleme hatten, sich wieder an richtiges Essen zu gewöhnen. Meine Haut war schon leicht gebräunt und auch die malträtierten Stellen erholten sich schnell. Und meine Haare waren schon über einen Zentimeter lang, so langsam sah ich wieder wie ein Mensch aus. Nur Stephanie hatte noch einen „Verbesserungsvorschlag“. „Matthias, ich freue mich ja wirklich für dich und dass du dich jetzt so richtig entspannen kannst, aber würdest du dich für mich rasieren – im Gesicht…? Du siehst aus wie ein Igel!“ Sie lachte und gab mir dann einen Kuss „Iiihh, wie das piekst…“, quietschte sie übertrieben. Ich versprach ihr, mich noch vor dem Abendessen zu rasieren. Wir liefen jetzt auch alle herum wie Pfadfinder, denn wir trugen die frisch gewaschenen hellolivfarbenen Shorts und T-Shirts der Ex – Mannschaft. Aber am Pool und auf dem Sonnendeck gab es immer noch viel nackte Haut zu sehen. Die Frauen gingen sehr natürlich mit ihrer Nacktheit um, mit den Jahren war es selbstverständlich für sie geworden. Aber es gab hier und da auch eifersüchtige Reaktionen von Ehemännern. Und andere waren in Bezug auf ihre Frauen sehr großzügig, wollten dann aber selbst auch bei anderen Frauen etwas von der verlorenen Zeit „nachholen“. So teilte sich die Gesellschaft an Bord so langsam in zwei Gruppen – die „braven“ Paare und die „Swinger“, die aus der Rückreise eine ununterbrochene Loveparade machen wollten. Sie machten aber nur ungefähr ein Viertel von uns aus und wir verstanden uns trotzdem alle sehr gut, solange jeder wusste wo er hingehörte. Stephanie und ich waren eines der „braven“ Paare und wir waren damit absolut zufrieden. Ich holte gerade zwei Caipirinhas an der Poolbar, als Tanja plötzlich neben mir stand. „Na Süßer, wir sehen uns ja dann heute Abend, ich habe gerade mit Stephanie gesprochen…“ Ich drehte mich um und Stephanie winkte mir zu. Tanja gab mir einen Kuss auf den Mund und kniff mich dabei in den Hintern. „Du hast ja einen richtigen Knackarsch, ich freue mich schon drauf…“ Dann drehte sie sich um und stolzierte davon. Mit den Gläsern in der Hand ging ich zurück zur Liege. Ich reichte Stephanie ihren Drink und schaute sie irritiert an. „Was war das denn, wird es dir jetzt langweilig mit mir…? Warum „verleihst“ du mich an Tanja…?“ „Na ganz so war es nicht! Sie war hier und hat mich gefragt ob ich etwas dagegen hätte, wenn sie ein bisschen mit dir „feiern“ würde und ich habe gesagt, das muss er selbst entscheiden, schließlich seiest du nicht mein Eigentum… Dann ist sie gleich zu dir rüber gewackelt und hat dich abgeknutscht!“ Stephanie schien das Spiel schelmische Freude zu bereiten… „Ich hatte die Gläser in der Hand und konnte mich nicht wehren!“, versuchte ich mich zu verteidigen. „Warum hast du ihr denn nicht gleich gesagt, dass das nicht in Frage kommt…?“ „Bist du dir so sicher…? Ich sehe doch wie du sie immer anschaust und ich denke auch dass du sie nicht liebst, aber du begehrst sie sexuell – das ist doch so…? Sie zog die linke Augenbraue hoch, wie immer wenn sie wusste, dass sie Recht hatte. Warum wissen Frauen nur immer alles von uns und wir so wenig von ihnen…? „Ach Stephanie, leugnen ist sowieso zwecklos, oder…? Ja, du hast Recht, ich habe sie tausendmal dabei beobachtet und mir sehnlichst gewünscht, einmal mit einem der Männer tauschen zu können. Aber wenn ich jetzt mit dir zusammen bin, ist das Gefühl so unbeschreiblich schön, dass ich nichts vermisse, denn uns verbindet auch noch etwas anderes… Und trotzdem – ich gebe es zu, auch wenn ich noch so zufrieden bin – die Reizwirkung anderer Frauen bleibt und das lässt sich auch nicht abschalten – bei keinem Mann der Welt…!“ Stephanie schaute mich zufrieden an. „Weißt du, das liebe ich so an dir, ein Anderer hätte jetzt vielleicht versucht, mir sonst was zu erzählen. Aber du kannst ruhig mal zu ihr gehen, ich werde wirklich nicht beleidigt sein und auch nicht „kontern“, denn wir Frauen sind in der Hinsicht ganz anders veranlagt… Aber lass sie nicht triumphieren und dreh es herum – nicht sie nimmt dich, sondern du nimmst sie – verstehst du…?“ Ich war nicht sicher, ich hatte nur eine ungefähre Vorstellung von dem was Stephanie meinte. Für heute Abend würde ich Tanja auf jeden Fall cool absagen und ich freute mich dafür umso mehr auf Stephanie… Zwei Tage lang war Tanja nach meinem „Korb“ verschwunden, aber dann traf ich sie beim Sport. „Sie muss ja wirklich gut sein, wenn du sie mir vorziehst…!“, sagte sie etwas beleidigt. Tanja schien nicht daran gewöhnt zu sein, nicht immer das zu bekommen was sie wollte… „Ja, sie ist echt sensationell und gibt mir alles was ich brauche!“ Ich dachte erst, dass ich das vielleicht ein bisschen zu übertrieben gesagt hatte, aber Tanja stieg darauf ein. Sie kratzte sich verlegen an der Nase und schaute mich unsicher an. So etwas war ihr sicher noch nie passiert… „Aber wir können es ja trotzdem mal probieren, komm doch nach dem Abendessen mal in meiner Kabine vorbei…!“ Tanja nickte und sagte kein Wort, dann drehte sie sich um und verschwand. Gegen 22h klopfte es an der Tür und Stephanie öffnete. „Ach Tanja, du bist schon da…? Na dann lasse ich eu
ch mal allein – bis später…!“ Sie gab mir einen langen Kuss und ging fröhlich aus der Kabine. Tanja stand immer noch irritiert im Eingang, ich zog sie rein und schloss die Tür. Sie sah atemberaubend aus und hatte sich perfekt geschminkt, aber ich ließ mir nichts anmerken. Ich nahm ihre Hand und wir setzten uns aufs Bett. Sie schaute mich verwundert an. Sie hatte eines der wenigen „richtigen“ Abendkleider an und ich öffnete ungefragt den langen Reißverschluss, dann zog ich ihr das Kleid über die Schultern nach unten. Darunter war sie nackt bis auf die Schuhe. „Mach es dir bequem und leg dich hin!“, sagte ich ruhig, aber bestimmt und sie legte sich am Fußende auf den Bauch. Ich zog mich hinter ihr aus und bewunderte ihren traumhaften Körper – mein Schwanz stellte sich schon bei dem Anblick allmählich auf… „Du hattest dir doch eine Massage von mir gewünscht…!“ Tanja sagte nichts, aber ich sah wie sie nickte. Ich setzte mich wie ein Reiter auf ihren süßen Hintern und meine Eier drückten sich in die samtig weiche Kuhle wo die Oberschenkel in den Po übergehen. Meinen steifen Schwanz legte ich oben in ihre heiße PO spalte und bewegte mein Becken ein wenig, um mich optimal einzukuscheln. Dann verteilte ich tropfenweise Öl auf ihrem Rücken, das ich vorher schon angewärmt hatte. Ich stellte die Flasche weg und begann nun, das Öl mit langsamen kreisenden Bewegungen zu verteilen. Erst als Tanjas bronzefarbene Haut überall gleichmäßig und glänzend schimmerte, begann ich mit der eigentlichen Massage. Ich kannte ihre sensiblen Stellen genau und schon nach wenigen Minuten konnte sie nicht mehr still liegen bleiben, sondern wälzte sich vor Lust hin und her. Ich setzte mich nun verkehrt herum auf ihren glitschigen Rücken und massierte nun ihren Hintern und die Innenseiten ihrer Schenkel, wobei ich mich immer näher an das Zentrum ihrer Lust herantastete, ohne es dabei wirklich zu berühren. Tanja war jetzt schon unglaublich geil geworden und ich rieb meinen Schwanz auf ihrem Rücken, indem ich sanft mit meinem Hintern vor und zurück rutschte. Jetzt schob ich meine Hand in ihrer süßen Arschspalte entlang und ließ meine Finger wie zufällig zwischen ihre heißen vollen Lippen gleiten. Sie bäumte sich auf und ich massierte nun gezielt ihren bis aufs Äußerste angeschwollen Kitzler. Von meinen Fingern wurde er nun in einem Meer aus Öl und ihrem eigenen Saft süß gequält. Jetzt hielt sie es nicht mehr aus… „Oh Matthias, du bringst mich um… Bitte f**k mich – schnell… Oh Gott, du musst ihn mir jetzt reinstecken…“ Sie wand sich unter mir hervor und kniete sich hin. Dann beugte sie ihren Oberkörper so weit nach unten, dass ihre Brüste fast das Bett berührten und streckte mir ihr geiles Hinterteil mit ihrer tropfnassen und violett rot angeschwollenen Muschi ungeduldig wackelnd entgegen. Ich packte mit meiner linken Hand einer ihrer strammen Arschbacken und führte meinen Schwanz mit der anderen an den Eingang ihrer schon leicht geöffneten Lustspalte. Mit zwei Stößen drang ich in sie ein, sie war erstaunlich eng und ich fühlte mich gut in ihr… Ich hielt kurz still und Tanja fickte mich, indem sie ihr Becken vor und zurück bewegte, sie war kurz davor zu kommen und ich ebenfalls. Mit meinen öligen Händen griff ich mir von hinten ihre festen Brüste und rollte ihre Nippel mit sanftem Druck zwischen meinen Daumen und Zeigefingern. Ich passte meinen Rhythmus ihren Bewegungen an und jetzt kam sie – die Hände im Bettlaken festgekrallt – laut stöhnend warf sie ihren Kopf in den Nacken wie eine Löwin. Das war mein Signal! Mit wenigen festen Stößen pumpte auch ich jetzt meinen heißen Saft in sie hinein und blieb noch einen kurzen Moment bewegungslos in ihr. Ich ließ mich neben Tanja in Bauchlage auf die Matratze fallen und sie legte sich halb auf mich drauf, mit einem Bein quer über meinen Hintern. Die Hitze ihres Schoßes brannte wie Feuer auf meiner Haut, ihre Brust berührte dagegen angenehm kühl meinen Rücken. „Das war einfach unglaublich gut, meinst du wir könnten uns ab und zu mal treffen…? Nicht dass du das jetzt falsch verstehst, aber nach der Zeit auf dem Schiff hat Sex eine andere Bedeutung für mich bekommen und ich werde auch in Zukunft meine Abwechslungen brauchen…“ Sie kam wirklich schnell auf den Punkt – alle Achtung! Natürlich fühlte ich mich geschmeichelt, aber ich hatte nicht vor, jetzt darauf einzugehen. Ich stand auf und ging unter die Dusche. Als ich wieder raus kam lag sie immer noch auf dem Bett – so perfekt in Szene gesetzt wie auf einem erotischen Gemälde… Tanja glühte noch von innen und sah mich erwartungsvoll an. „Kann ich heute Nacht bei dir bleiben…?“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein, heute nicht! Ich möchte jetzt nach oben zu Stephanie gehen. Machst du dich bitte auch fertig…?“ Tanja schaute zwar sehr enttäuscht, aber schien nicht wirklich überrascht zu sein. Sie stand auf, und auf dem Weg an mir vorbei ins Bad gab sie mir einen Kuss. „Du brauchst nicht auf mich zu warten, wir sehen uns dann morgen…“ Einen Moment lang wartete ich noch, aber als ich hörte wie das Wasser zu rauschen begann, ging ich nach oben. Nach einer erfolglosen Runde über das Pooldeck versuchte ich es unten in der Bar. Stephanie und ihr Mann saßen allein an einem kleinen Tisch am Fenster und unterhielten sich. Ich wollte nicht stören, setzte mich an den Tresen und bestellte ein großes Bier. Jetzt hatte Stephanie mich gesehen und gab mir ein Handzeichen – noch fünf Minuten… Es wurden dann 10, sie verabschiedete sich von Sven und kam rüber zu mir. „Wir haben alles soweit geklärt. Ich habe ihm gesagt, dass er sich erst mal über seine wahren Gefühle klar werden muss und es dann vielleicht noch eine Möglichkeit für uns gibt… Aber ich weiß nicht – gerade hat er mir erzählt, dass er hier auf dem Schiff auch zu den „Partygängern“ gehört… Wie war’s eigentlich bei dir…?“ Sie schmiegte sich jetzt an mich und zwinkerte mir verschwörerisch zu. Obwohl sich Stephanie ganz locker verhielt, fühlte ich mich jetzt doch ziemlich unwohl und versuchte deshalb, meine Worte in Humor zu verpacken. „Du bist eine kleine Hexe – in meinem nächsten Leben werde ich auch eine Frau. Wie macht ihr das bloß…? OK, es war gut, aber durch den „offiziellen“ Charakter fehlte dann doch der letzte Kick. Ich habe mich auch an deine „Anweisungen“ gehalten, du kannst also stolz auf mich sein…!“ „So, stolz…? Na das werden wir noch sehen! Kannst du dich an die Restaurantszene aus „Harry und Sally“ erinnern? Die ältere Frau am Nebentisch sagt dann so etwas wie: Ich möchte genau das haben was sie hatte…“ Stephanie nahm meine Hand, zog mich vom Barhocker runter und ließ mich bis zur Kabine nicht mehr los. Dort stand sie dann innerhalb von Sekunden nackt vor mir und fuhr provozierend mit ihren Händen über ihre Brüste nach unten bis zu ihren Schenkeln. „Ich hoffe für dich, dass noch genug für mich übrig ist…“ Ich sah rüber zur Ablage – Öl war noch genug in der Flasche und auch ich würde mein Bestes geben…! 28 Wieder erwischte mich Behringsdorf beim Frühstück. „Matthias, ich habe Sie gestern Abend schon gesucht – es gibt Neuigkeiten!“ Ich begrüßte ihn freundlich und war froh darüber, dass er keine Ahnung hatte, mit wem ich zusammen gewesen war… „Wir wissen jetzt wo dieser Raoul zu finden ist – es ist tatsächlich sein richtiger Name!“ Die dunklen Gefühle der Vergangenheit nahmen mich wieder gefangen und ich schüttelte mich. Behringsdorf schaute mich eindringlich an und sprach weiter… „Er wohnt in Asunción, Paraguay und kommt aus einer der wohlhabendsten Familien des Landes. Außerdem scheint er eine Menge Geld mit undurchsichtigen Geschäften zu verdienen. Wir mussten bei den Recherchen sehr vorsichtig vorgehen, denn seine Kontakte reichen bis zur Regierungsspitze und die Polizei ist in diesem Fall auch kein verlässlicher Ansprechpartner… Wir haben ihn rund um die Uhr observiert, aber ihre Frau scheint nicht bei ihm zu sein! Aber ein bis zwei Mal die Woche fliegt er selb
st mit einem Hubschrauber in Richtung Wald und kommt erst am Abend wieder zurück. Derselbe Hubschrauber wird auch von zwei anderen Piloten im Wechsel benutzt, die dann immer auch diesen Kurs einschlagen. Leider konnten wir den Hubschrauber noch nicht markieren, wir haben dort nur einen Mann… Deshalb möchte ich Ihnen Folgendes vorschlagen: Ich denke, Sie wollen doch nicht untätig hier auf dem Schiff warten, oder…?“ Ich schüttelte energisch mit dem Kopf. „Gut, dann, werden Sie gemeinsam mit 6 Spezialisten nach Kapstadt gebracht, sobald wir nahe genug an Südafrika herangekommen sind. Von dort geht es weiter nach Argentinien. In Buenos Aires treffen Sie dann unseren Mann und werden die Details abstimmen. Und machen Sie sich keine Gedanken wegen der Kosten – diese „Reise“ ist selbstverständlich Teil der gesamten Aktion…!“ Wir standen auf und ich umarmte diesen Mann herzlich, wir alle hatten ihm so viel zu verdanken! Jetzt konnte ich es kaum erwarten vom Schiff runterzukommen – noch zwei Tage und wir würden in Kapstadt ankommen! Aber bis dahin hatte ich lange Diskussionen mit Stephanie, sie wollte unbedingt mitkommen und ließ sich nicht davon abbringen… „Es ist mir egal wie gefährlich das ist – ich werde auf jeden Fall bei dir bleiben…! Und ich werde für dich da sein in dem Moment wo du erfährst, was mit Andrea passiert ist – oder du ihr dann gegenüberstehst… Ich weiß, dass das total verrückt klingt, aber ich habe mir das gründlich überlegt – mein Entschluss steht fest!“ Ich resignierte, sie war einfach zu stark für mich und ich bewunderte ihre Haltung. Auch Behringsdorf versuchte nicht, sie davon abzubringen, wahrscheinlich hatte er so etwas auch schon geahnt. Am Abend verabschiedeten wir uns von allen und fuhren still mit dem Aufzug nach unten. Das schnelle Beiboot war bereits im Wasser und am Ausgang warteten Herr Behringsdorf und Tanja auf uns. Vor ihrem Vater küsste sich mich sehr gefühlvoll und drückte mich ganz fest. Aber auch von Stephanie verabschiedete sie sich jetzt sehr freundschaftlich. Die Tränen rollten über ihr hübsches Gesicht und sie versuchte zu lächeln. „Passt auf euch auf – ich möchte euch bei der großen Willkommensparty unbedingt dabei haben…“ Dann rannte sie davon. Behringsdorf schaute uns etwas irritiert an und zuckte mit den Schultern. „Das muss ich wohl nicht alles verstehen…“, sagte er und klopfte mir auf die Schulter. Er gab Stephanie die Hand und half ihr auch gleich beim Übersteigen ins Beiboot. Ich sprang als letzter hinterher, die Soldaten waren schon drin. Kraftvoll setzte sich das Boot in Bewegung und schon nach kurzer Zeit war die Platinum in der Dunkelheit verschwunden. Nach etwas über einer Stunde waren wir relativ nahe an die Küste herangekommen und fuhren nun deutlich langsamer. Einer der Soldaten stimmte sich über das Funkgerät mit jemandem ab und kurze Zeit später hörte ich das Motorengeräusch eines anderen Bootes. Wir gingen längsseits und kletterten hoch auf den Kutter, der penetrant nach Fisch roch, das Beiboot fuhr sofort zurück in Richtung Platinum. Unter Deck wurden wir von einem smarten Herrn auf Englisch begrüßt, der ein bisschen wie Roger Moore aussah. Er gab uns neue Kleidung und auch deutsche Ausweispapiere, allerdings nicht auf unsere richtigen Namen. Im Hafen wartete bereits ein Taxi auf uns, das uns zum Hotel bringen sollte. Hier trennten wir uns von den Soldaten, die jeweils zu zweit mit anderen Fahrzeugen zu verschiedenen Hotels gefahren wurden. An der Rezeption wusste man Bescheid, ein Zimmer auf „Mr. und Mrs. Hoffmann“ waren bereits reserviert. In der kleinen Suite fanden wir dann vollständig gepackte Koffer für jeden von uns sowie einen Umschlag, der unsere Flugtickets, Kreditkarten, US – Dollar und eine Notiz enthielt. Danach sollten wir schon sehr früh mit dem Taxi zum Flughafen fahren und allein einchecken, erst in Buenos Aires würden wir uns dann alle wieder treffen. Alles klappte wie geplant und nach zweimaligem Umsteigen in Johannisburg und Sao Paolo kamen wir am nächsten Abend gegen 21 Uhr in Buenos Aires an. Am Ausgang stand ein harmlos aussehender kleinerer Mann, der eine Tafel mit dem Namen „Hoffmann“ hochhielt. Dienstbeflissen schnappte er sich unsere Koffer und marschierte los zum Ausgang. Nach einer chaotischen Fahrt durch die überfüllte Metropole kamen wir an einem luxuriösen Hotel – Tower an. Auch hier waren schon Zimmer für uns reserviert und wir fuhren mit dem Aufzug hoch auf die 35. Etage. Der Ausblick über die Stadt war gigantisch, aber wir waren nur noch müde und wollten mal wieder richtig ausschlafen. Es gab auch keine Nachricht für uns und so kuschelten wir uns ohne den Wecker zu stellen zusammen. Dafür klingelte dann am Morgen unangenehm laut das Telefon! „Hallo Matthias, hier spricht Krüger! Kommen sie bitte beide in einer Stunde in den Konferenzraum „Brasil“…? Sie finden ihn auf der 4 Etage!“ Ich rieb meine Augen und betrachtete die schlafende Stephanie. Wie oft hatte ich sie schon so gesehen…? Mit einer Strähne ihrer eigenen Haare kitzelte ich sie an der Nase, bis sie etwas aufwachte. Dann gab ich ihr einen dicken Kuss. „Komm Süße, wir müssen leider schon aufstehen…!“ Langsam und unwillig wälzte sich Stephanie aus dem Bett und zottelte brav ins Bad. Mit geschlossenen Augen stellte sie sich unter die Dusche und wartete im Halbschlaf auf mich. Ich stelle mich zu ihr und drehte das Wasser auf – und ein eher kalter als warmer Regen tropfte auf uns herab. Sie quietschte los, aber bald hatte ich schon die richtige Temperatur eingestellt und wir wuschen uns nun zügig in der engen Kabine, für mehr bleib leider keine Zeit… Nach dem Frühstück kamen wir pünktlich in den Konferenzraum. Außer den uns bekannten Soldaten war dort noch der Taxifahrer, der uns vom Flughafen abgeholt hatte…! Er nickte uns zu und bat uns Platz zu nehmen. Sein Englisch hatte einen sehr harten spanischen Akzent, aber er beherrschte die Sprache gut. „Señora y Señores, würden Sie mir jetzt bitte Ihre Aufmerksamkeit schenken…? Nach meinen Informationen hat uns bisher noch niemand bemerkt und das ist wichtig für das Gelingen der Operation – wir werden ganz auf uns gestellt sein…! Noch wissen wir nicht genau, wohin Ballester regelmäßig mit seinem Hubschrauber hinfliegt. Er inspiziert ihn immer sehr genau vor jedem Flug, deshalb habe ich auch noch keinen Sender angebracht. Das können wir erst unmittelbar vor dem Flug tun, bei dem wir ihn auch verfolgen werden… Aber zunächst der Plan: Wir reisen in verschiedenen Gruppen und über unterschiedliche Wege nach Asunción. Dort kommen wir hoffentlich genau einen Tag vor dem nächsten Flug von Ballester an. Falls er doch erst einen Tag später fliegen sollte, könnte eventuell schon jemand misstrauisch werden… Aber wenn Sie meine Instruktionen befolgen, sollte auch dann alles gut gehen! Sie beide sind auf Hochzeitsreise und die anderen Herren sind Geschäftsleute. Zwei von ihnen sind im Rindfleischgeschäft und in Paraguay ist es nicht unüblich, die Herden vom Hubschrauber aus zu begutachten. Zu diesem Zweck habe ich uns bereits eine „Bell UH -1 D“ besorgt, dem Piloten unter Ihnen dürfte dieser Typ bestens bekannt sein. Es handelt sich dabei um eine ehemalige Militärmaschine, die aber jetzt für Passagier- und Frachttransporte eingesetzt wird. Wenn Ballester sich also auf den Weg zum Flugplatz macht, erhalten Sie alle von mir eine leere SMS hier auf diese Mobiltelefone. Machen sie sich dann von den verschiedenen Hotels aus – die Sie bis dahin nicht verlassen sollten – mit ihren Mietwagen auf den Weg zum Standort unseres Hubschraubers, den ich ihnen später noch genau beschreiben werde. Das „Liebespaar“ wird von mir mit einer Limousine abgeholt werden und wir fahren dann ebenfalls dort hin. Den „Original“ – Piloten werde ich schon am Abend vorher für die Dauer der Aktion außer Verkehr ziehen… Ballester nimmt jedes Mal größere Mengen an Lebensmitteln mit, die er vorher selbst bei einem Großhändler abholt. Seine Bestellung gibt er immer am Abend vorher telefonisch du
rch und sie wird dann unverzüglich zusammengestellt. Ich werde dem Lagerraum in der Nacht noch einen Besuch abstatten und den Sender sicher zwischen der Ware verstecken. Sobald sich der Sender in Bewegung setzt, wird er automatisch aktiviert und sendet ein GPS-Signal aus, das wir via Satellit empfangen und verfolgen können. Es ist also kein Problem, dass er von einer anderen Stelle startet als wir, wir werden seine genaue Position immer kennen und können so sicher außer Sichtweite bleiben. Sobald er sein Ziel erreicht hat, müssen wir außer Hörweite bleiben und in einigem Abstand landen. Das Gebiet ist zwar sehr dicht bewaldet, aber hier und da gibt es ein paar freie Flecken, notfalls muss das Team sich abseilen und der Hubschrauber ein Stück zurückfliegen. Die vier Spezialkräfte werden sich bis zum Ziel vorarbeiten und selbständig handeln, sobald die Gelegenheit dafür günstig erscheint. Aufgrund des Überraschungseffektes ist nicht mit Widerstand oder Verletzten zu rechnen, trotzdem sollten Sie sehr vorsichtig vorgehen. Nachdem sie das Ziel gesichert haben, geben sie uns das entsprechende Signal über Funk und der Hubschrauber kommt mit dem Arzt, den beiden „Zivilisten“ und mir dorthin. Dann entscheiden wir je nach Lage vor Ort über das weitere Vorgehen – ist soweit alles klar…?“ Er schaute sich in der Runde um. Die Soldaten nickten routiniert aber Stephanie und ich schauten uns schwer beeindruckt an – das war ja wie im Film! Die Versammlung wurde aufgelöst und schon am nächsten Tag flogen wir nach Asunción – die Operation hatte begonnen…! Alles verlief exakt nach Plan, aber erst als wir dann in dem dröhnenden Hubschrauber saßen wurde mir so richtig klar, dass dies jetzt die Realität war. Ich hatte zwar keine Angst, aber meine Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt… Es war relativ eng, denn wir hatten zusätzliche Fässer mit Treibstoff dabei. Ich saß neben Ramirez – unserem „Taxifahrer“ und beobachtete, wie der rote Punkt sich über das Display seines Laptops bewegte. Vier der Soldaten saßen mir jetzt in Tarnanzügen und kompletter Kampfausrüstung gegenüber und schienen nicht besonders aufgeregt zu sein. Aber sie sprachen wenig und machten einen sehr konzentrierten Eindruck. Ich fragte Ramirez, wie er das ganze Material denn unbemerkt hatte zusammenstellen können, aber er lächelte nur süffisant. Stephanie schaute die ganze Zeit nachdenklich aus dem Fenster… Jetzt blieb der Punkt stehen und Ramirez sprach etwas zu dem Piloten über den Bordfunk. Wir waren ohnehin die ganze Zeit über schon sehr niedrig geflogen, aber jetzt streiften wir fast die Baumwipfel, um eine Landemöglichkeit zu finden. Langsam gingen wir nun nach unten und um uns herum sah ich nur grün. Ein kleiner Ruck und wir standen – auf einer winzigen Lichtung! Der Pilot schaltete die Turbine ab und der Rotor lief langsam aus. Das Team war schon herausgesprungen und bepackte sich nun mit dem Rest der Ausrüstung. Einer von ihnen hatte ein sehr robust aussehendes Gerät in der Hand und auf dem kleinen Farbdisplay blinkte ein rotes Licht… „Wir gehen jetzt los!“, sagte er und schon waren die 4 Männer in dem dichten Wald verschwunden. „Es wird einige Zeit dauern bis sie am Ziel sind und wir können im Moment nichts tun als warten. Versuchen wir doch, uns ein wenig auszuruhen…“ Ramirez setzte sich zurück und schloss die Augen. Der Pilot und der Arzt unterhielten sich leise im Cockpit. Ich nahm Stephanie in den Arm und zog sie ganz dicht an mich, was mochte jetzt wohl in ihr Vorgehen…? Stundenlang saßen wir Gedankenversunken da, doch dann holte uns das Piepen des Funkgerätes zurück! „Der Vogel ist im Nest – ich wiederhole – der Vogel ist im Nest…“ 29 Ihr Blick war unnachgiebig, Cristina ließ sich nicht von Raoul einschüchtern. Stolz stand sie dort und schien zu allem bereit zu sein, aber das konnte ich nicht zulassen. Ich würde mich „opfern“ müssen, um dadurch hoffentlich die anderen Frauen schützen zu können. „Cristina, mach ihn wieder los, es gibt keine andere Möglichkeit…“ Sie schüttelte trotzig den Kopf. Plötzlich krachte es und die Tür flog bis hinten hin auf. Gleichzeitig waren zwei Männer ins Zimmer gestürmt – in Uniform und mit schussbereiten Gewehren im Anschlag! Nach einem kurzen Blick auf den wehrlosen Raoul nahmen sie ihre Waffen herunter. „Sind Sie Frau Conrady…?“ Ich hörte die Worte, aber mein Verstand reagierte nicht. „Sind Sie Frau Conrady, können Sie mich verstehen…? Er sprach so laut als ob ich schwerhörig wäre und erst jetzt bemerkte ich es – er sprach Deutsch! Ich hatte so lange kein Deutsch mehr gesprochen, dass ich nur mühsam meine Sprache fand. „Ja, ja – ich bin Andrea Conrady! Aber was… wie kommen Sie hierher und…“ Das war alles zu viel für mich! „Kommen Sie erst mal mit nach unten zu den Anderen, Sie können Ihnen dann erklären, was ich Ihnen allen mitteilen möchte!“ Er schob mich mit sanftem Druck in Richtung Tür und ich ging aufgewühlt mit ihm die Treppe hinunter. Der andere Soldat war uns bis auf den Flur gefolgt und sprach etwas in sein Funkgerät. Plötzlich hörten wir einen markerschütternden Schrei aus meinem Zimmer. Die Soldaten rannten zurück und ich hinterher. Raoul saß immer noch gefesselt auf dem Stuhl, aber er blutete sehr stark zwischen seinen Beinen und war bewusstlos geworden. Cristina stand in der Mitte des Raums und hielt die blutige Schere in der rechten und etwas blutig Tropfendes in der linken Hand – sie hatte ihm die Genitalien abgeschnitten! Sie stand offensichtlich unter Schock und machte einen sehr verwirrten Eindruck. Ich ging langsam auf sie zu. „Cristina…!“ Jetzt „wachte“ sie auf, ließ die Schere fallen und rannte ins Bad. Ich lief hinterher und sah, wie sie die „Männlichkeit“ Raouls in die Toilette stopfte und die Spülung betätigte. Dann drehte sie das Wasser auf und begann, sich in aller Ruhe das Blut von den Händen und Armen zu schrubben. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie lange ich davon schon geträumt habe…“, sagte Cristina gelassen. Sie hatte sich jetzt wieder voll unter Kontrolle. „Ich musste doch sicher gehen, dass nicht noch jemand auf die Idee kommt, ihm alles wieder dran zu nähen!“ Die Soldaten hatten Raoul bereits vom Stuhl befreit und aufs Bett gelegt. Alles war voller Blut… Ein dritter Soldat war jetzt von unten dazu gekommen und holte schnell Verbandszeug aus seinem Rucksack. In der Tür drängten sich die Frauen und lachten schadenfroh, einige applaudierten sogar. Der Soldat, der als erster mit mir gesprochen hatte, schickte uns nun alle aus dem Raum und dirigierte uns nach unten in die Empfangshalle. „Frau Conrady, können Sie bitte übersetzen was ich jetzt sage…?“ Ich nickte. „Gut, wir sind eigentlich hierhergekommen um Sie, Frau Conrady, zu finden. Nähere Informationen dazu werden Sie gleich erhalten, wenn unser Hubschrauber eintrifft. Aber sagen Sie den Frauen, dass wir uns auch um sie kümmern werden – wir bringen Sie alle so schnell wie möglich von hier weg in Sicherheit.“ Ich übersetzte den Frauen diese frohe Nachricht und sie lagen sich sofort gegenseitig in den Armen. Alle küssten und umarmten mich jetzt und wir heulten vor Freude. Aber wie hatten sie mich bloß gefunden…? Von draußen kam ein Motorengeräusch – ein Hubschrauber. Ich lief nach draußen und beobachtete den vierten Mann bei der Einweisung des Hubschraubers. Jetzt war er gelandet und die Seitentür öffnete sich – M A T T H I A S !!! Ich wurde auf der Stelle bewusstlos. „Andrea, hörst du mich…?“ Ich öffnete die Augen und sein Gesicht schwebte direkt über mir. Seine Hand streichelte meine Wange. Das konnte nur ein Traum sein… „Es wird alles wieder gut, wir haben es geschafft!“ Neben ihm hockte eine hübsche blonde Frau, sie lächelte etwas gequält… „Stephanie, was machst du denn hier…?“ Ich sah sie an, aber sie sagte nichts und schaute nun fragend zu Matthias. „Sie hat mir geholfen dich zu finden!“, sagte Matthias und es klang sehr überzeugend. Aber die Art wie Stephanie Matthias angeschaut hatte – sie
liebte ihn, das war eindeutig! Ich war aber im Moment unfähig Eifersucht zu empfinden, ich fühlte eigentlich gar nichts außer einer großen emotionalen Leere. Sicherlich würde ich bald eine plausible Erklärung bekommen… Jetzt lief es mir heiß und kalt den Rücken herunter – auch ICH würde Einiges zu erklären haben… Ich stand langsam auf und sah mich um. Ein spanisch sprechender kleiner Mann sagte den Frauen, dass sie sich abreisebereit machen sollten. Auf die Frage ob sie irgendetwas mitnehmen wollten schüttelten alle den Kopf. Er ging jetzt rüber zu der Gruppe der Soldaten und winkte Matthias heran, dann berieten sie sich kurz. Vier Männer gingen zum Hubschrauber und entluden gemeinsam 2 schwere Fässer über eine kleine Metallrampe. Dann verbanden sie eines der Fässer über einen Schlauch mit einem Gerät, aus dem wiederum ein Schlauch zum Hubschrauber führte. Der kleine Mann rief jetzt alle zusammen. „Hola, mein Name ist Ramirez. Also, wir können nicht alle auf einmal hier weg, der Hubschrauber muss zweimal fliegen. Die erste Gruppe wird nur aus Frauen bestehen, die von einem Soldaten begleitet werden. Wir werden sie zu einem verlassenen Flugplatz bringen und dort auf die zweite Gruppe warten. Unmittelbar danach wird ein Flugzeug dort landen, das uns alle sicher aus diesem Land bringen wird!“ Er zählte jetzt 15 Frauen ab und schickte sie zum Hubschrauber. Die Soldaten waren mit dem Betanken fertig und halfen den Frauen beim Einsteigen. Ich stand links neben Matthias und schaute dem Hubschrauber hinterher, der gerade gestartet war. Ich hatte mich bei ihm untergehakt und lehnte meinen Kopf an seine Schulter, so langsam kam das vertraute Gefühl zurück. Würde er mich noch haben wollen, wenn er erst einmal alles wüsste…? Liebte ich ihn noch…? Ich glaubte schon, aber ich war nicht sicher – alle meine Gefühle waren im Moment noch unter einer dicken Schicht anderer Erinnerungen vergraben… Stephanie stand rechts von Matthias und hielt seine andere Hand – es wirkte so selbstverständlich…! Cristina stand vor uns und drehte sich jetzt zu mir um. „Ist das dein Mann…?“ Wir sprachen spanisch. Sie schaute zu Stephanie und dann wieder zu mir. „Ich hoffe, dass er es wieder sein will. Aber ich könnte auch verstehen wenn nicht…!“ Ich holte tief Luft. „Sie liebt ihn, es wird nicht einfach für dich werden…“ Cristina ging zu den anderen Frauen, die aufgeregt schnatterten und diesen Ramirez mit ihren Fragen löcherten. Ein Soldat kam jetzt aus dem Haus und ging direkt auf uns zu. Er hatte Blut an seiner Uniform. Jetzt stand er vor mir und schaute mich an. „Der Zustand von diesem Herrn ist kritisch, aber stabil. Er hat sehr viel Blut verloren, aber ich denke er wird es schaffen. Sicherlich hat er verdient was mit ihm geschehen ist, aber wir sind Soldaten, keine Mörder – deshalb müssen wir ihn mitnehmen! Können Sie das bitte den anderen Frauen irgendwie begreiflich machen, ich denke auf Sie werden sie hören…“ Er ging wieder zurück ins Haus. Ich löste mich von Matthias und ging rüber zu den Anderen. Gemeinsam mit Ramirez konnte ich sie schließlich überzeugen, nachdem sich auch Cristina dafür ausgesprochen hatte Raoul mit zu nehmen – allerdings aus einem besonderen Grund… „Ich möchte, dass er lebt und sich den Rest seines Lebens daran erinnert, was er uns angetan hat!“, hatte sie gesagt und dafür Beifall geerntet. Sie war eine tolle Frau, ich würde sie sicher vermissen! Nach etwas über zwei Stunden war der Hubschrauber wieder da. Gleich nach der Landung wurde er wieder betankt und wir stiegen ein. Als letztes kam der Arzt mit Raoul, der von zwei Soldaten auf einer Trage gebracht wurde. Sie schoben sie in die Mitte des Laderaums und Raoul wurde von allen Seiten verächtlich angeschaut. Aber er schlief und bekam davon nichts mit. Wieder saß Matthias zwischen mir und Stephanie, aber es war zu laut um zu sprechen. Auch während der Wartezeit hatten wir nicht mehr geredet, sondern einfach nur so dagesessen. Keine der Frauen hatte sich noch mal zu „unserem“ Haus umgesehen, jede von uns war jetzt mit ihren Gedanken beschäftigt. Wir wollten einfach erst mal weit, weit weg von hier, trotz der Soldaten fühlten wir uns noch nicht wirklich sicher. Nach einer ganzen Weile ging der Hubschrauber runter und landete. Hier gab es nur noch einzelne Waldflecken, alles war eben. Wir stiegen aus und Ramirez führte uns zu einem halb verfallenen Gebäude, hier warteten die anderen schon auf uns. Jetzt kam auch der Arzt – ohne Raoul… „Ich habe ihm noch ein paar Medikamente verabreicht und eine neue Infusion angelegt. Bis zur weiteren medizinischen Versorgung sollte er es so überstehen…“ Ich erklärte den Frauen gerade was er gesagte hatte, als wir ein lautes Motorengeräusch hörten – unser Flugzeug! Wir mussten im Gebäude warten bis es auf der staubigen Piste gelandet war, dann scheuchte uns Ramirez schnell zur sich öffnenden Ladeklappe. Im Vorbeigehen warf ich einen Blick in den Hubschrauber, Raoul schlief dort friedlich auf seiner Trage. Ich hoffte, ihn niemals mehr wieder zu sehen… Es war ein Transportflugzeug ohne richtige Sitze. Wir suchten uns alle einen Platz auf dem Boden und hielten uns an den Gummiseilen und Netzen fest, die von den Seitenwänden herunterhingen. Die Männer kümmerten sich besonders um die Frauen, deren Schwangerschaft schon weiter fortgeschritten war. Ich hatte den Eindruck, dass Matthias erst jetzt bemerkte, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Frauen Babys erwarteten und ich spürte seinen prüfenden Blick. Er saß mir gegenüber und Joana hatte ihren Kopf auf seinen Schoß gelegt, es ging ihr nicht gut und der Arzt war auch bei ihr. Die Maschine rollte nun polternd an das Ende der Piste und die Propeller brummten nun immer lauter. Dann gab es einen Ruck und die Maschine schoss davon. Ich spürte zwar die Beschleunigung, aber wir schienen ewig am Boden zu bleiben und die Erschütterungen waren heftig. Endlich hoben wir ab und flogen in einem kleinen Bogen davon. Stephanie saß neben mir, aber es war mir komischerweise nicht unangenehm – im Gegenteil. Auf dem Schiff hatte ich sie auch immer sehr gemocht. Aber jetzt war sie meine Konkurrentin – oder doch nicht…? Wir würden alle noch sehr viele Gespräche führen müssen, bis wir wieder wüssten wo wir hingehörten… Aber Stephanie hatte zu denen gehört, die mich gerettet hatten – aus welchen Gründen auch immer – und dafür schuldete ich ihr zumindest meine Freundschaft. Ich sah sie von der Seite an und sie spürte meinen Blick. Sie wollte jetzt etwas sagen, aber ich schüttelte mit dem Kopf und legte einfach meinen Arm um sie… Ramirez fuchtelte mit dem Funkgerät umher und musste ziemlich laut brüllen, damit ihn jemand verstand. Soweit ich es verstand, hatte er einen Polizisten am anderen Ende, dem er erzählte, dass er mit dem Auto an dem alten Flugplatz vorbeigefahren sei und dort einen verlassenen Hubschrauber mit einem verletzten Mann gefunden habe. Als Ramirez sicher war, dass man ihn richtig verstanden hatte, schaltete er ab. Ich war eingeschlafen und wachte erst auf, als die Maschine auf der Landebahn aufsetzte. Diesmal stiegen wir ohne große Hektik aus. Wieder war es ein privater Flugplatz und Ramirez sagte uns, dass wir nun in Argentinien seien. Es warteten zwei Busse auf uns – ein größerer für die Frauen und ein kleinerer für das Team. Matthias stand nun sehr unschlüssig herum und schaute abwechselnd zu mir und zu Stephanie. Sie ging zu ihm und flüsterte ihm etwas zu, dann kam er zu mir. „Ich fahre mit euch und Ramirez in die Klinik. Alle Frauen sollen jetzt erst mal gründlich untersucht werden…“ Matthias schaute nun sehr auffällig auf meinen Bauch. „Ich bin nicht schwanger – aber ich war es schon mal… zweimal, wenn du es genau wissen willst…! Raoul hat uns alle hier geschwängert – er war ein krankes Schwein!“ Matthias war geschockt. Vielleicht hatte er sich schon etwas gedacht, aber ich hätte es ihm SO nicht sagen dürfen… Mit versteinertem Gesicht stand er hilflos da und tat mir jetzt unendlich leid. „Ich möchte, dass du bei St
ephanie bleibst!“, sagte ich mit sanfter Stimme. „Ich werde mit meinen Freundinnen mitgehen und mich von ihnen verabschieden, vielleicht sehe ich sie nie mehr wieder – OK…?“ Matthias nickte stumm und trottete zurück zu Stephanie. Wirklich überzeugt war er nicht davon, dass ich es auch so meinte – ich wusste selbst nicht genau, was mich zu dieser Aussage verleitet hatte… Jetzt war es zu spät – wir stiegen bereits in die Busse und fuhren davon. Eine Weile lang hatten wir noch einen gemeinsamen Weg, aber dann bog unser Bus ab und der kleinere blieb auf der Hauptstraße in Richtung Zentrum. Bald war er aus meiner Sicht verschwunden. Ich dachte nun schmerzlich daran, dass Matthias und ich uns nach unserer letzten Trennung jahrelang nicht mehr gesehen hatten. Nun, diesmal würde es sicher nicht mehr so sein, obwohl ich vor der nächsten Begegnung auch Angst hatte… 30 Wir fuhren zu demselben Hotel, in dem wir schon vor ein paar Tagen übernachtet hatten und wie selbstverständlich bekamen wir auch wieder „unser“ Zimmer. Ich hatte unterwegs nur wenig gesprochen und wenn, dann nur mit den Soldaten, nicht mit Stephanie. Jetzt standen wir beide an dem riesigen Fenster in der 35. Etage und bekamen einen phantastischen Sonnenuntergang präsentiert. Stephanie suchte meine Hand mit ihrer und hielt sie fest. Ohne mich anzusehen fing sie an zu reden… „Ich hatte gedacht es würde einfacher für mich werden wenn ich dabei wäre, aber ich bin verunsicherter als zuvor… Vielleicht war es einfach die lange Zeit eurer Trennung, aber ich hätte doch erwartet, dass die Funken zwischen euch deutlich heller sprühen würden! Dann wäre ich morgen zwar traurig mit den Soldaten in das Flugzeug gestiegen, aber ich hätte Klarheit gehabt. So habe ich jetzt wieder Hoffnungen, die ich eigentlich nicht haben dürfte und fühle mich schuldig dabei…“ Ich wollte etwas sagen, doch Stephanie blockte ab. „Nein, unterbrich mich bitte jetzt nicht! Es ist erst wenige Wochen her dass wir befreit wurden und doch habe ich das Gefühl, als würde ich dich schon mein ganzes Leben kennen. Ich gebe dir keine Schuld, ich habe gewusst worauf ich mich einlasse – jedenfalls dachte ich das. Ach Matthias, wenn ich nicht spüren würde, dass du mich auch…“ Sie sprach nicht weiter und begann zu weinen. Ich nahm sie in die Arme und wir wiegten uns langsam im Kreis – wie bei einem Blues. Sie hatte Recht, meine Gefühle für sie waren stärker, als ich es mir selbst hatte eingestehen wollen. Ich saß nun genau zwischen den Stühlen und hätte nicht sagen können, welche der beiden Frauen ich mehr liebte… Aber so konnte es nicht weitergehen, ich würde mich irgendwann entscheiden müssen! Was sollte ich jetzt bloß tun…? Stephanie fühlte meinen inneren Kampf… „Ich werde mit den Soldaten zurückfliegen, aber nicht aufs Schiff zurückgehen – ich brauche jetzt Zeit für mich. Und du und Andrea, ihr braucht jetzt viel Zeit für euch… Nein, sag jetzt nichts, es ist so das Beste. Wenn sie wiederkommt werde ich bereits weg sein, aber heute Nacht möchte ich mich noch einmal von dir verabschieden…“ Stephanie ging ins Bad und gab mir ein Zeichen ihr zu folgen. Wir zogen uns gegenseitig aus während das Wasser in die große Wanne plätscherte. Es entspannte wirklich etwas in dem warmen duftenden Wasser zu liegen und ich wusch Stephanie mit dem Schwamm – so wie früher… Sie föhnte sich noch die Haare, während ich bereits unter der Decke lag. Dann löschte sie das Licht im Bad und kam im Halbdunkel zu mir, nur vom geheimnisvollen Licht der Stadt erhellt. Und dann liebten wir uns, so sanft und so leidenschaftlich wie beim allerersten Mal… Als ich erwachte war Stephanie verschwunden. Kein Brief, nichts! Ich rief an der Rezeption an, sie hatte nicht ausgecheckt. Aber die Soldaten waren auch schon weg – und ich hatte verschlafen… Den ganzen Tag über blieb ich im Zimmer und das Zimmermädchen beäugte mich bei ihrer Arbeit misstrauisch wie einen Triebtäter. Endlich, am späten Nachmittag kam ein Anruf von Andrea. Es ginge ihr gut, aber sie müsse noch zwei Tage zur Beobachtung in der Klinik bleiben… Ich verließ das Zimmer nur um zu essen und einmal war ich nachts im Schwimmbad gewesen, weil ich nicht schlafen konnte. Die Zeit verging so langsam, mit meiner Befreiung hatte ich wohl jegliche Geduld verloren. Dann endlich rief Andrea an – von unten – ob sie hochkommen könne… Ich erwartete sie in der Tür – nach einem flüchtigen Begrüßungskuss schob sie sich an mir vorbei ins Zimmer und sah sich um. Ich wusste warum. „Sie ist bereits auf dem Rückweg!“ Andrea machte ein erstauntes Gesicht, als sie das hörte. „Das hätte ich jetzt nicht erwartet…“ Andrea wollte noch etwas hinzufügen, aber dann überlegte sie es sich anders. Sie wechselte das Thema. „In der Klinik war alles OK, ich bin absolut gesund und auch den anderen geht es soweit gut. Ramirez hat gesagt, dass alle etwas Startgeld erhalten werden. Jede könne in das Land zurückgehen, aus dem sie verschleppt wurde oder auch woandershin, und er will sich auch später noch um sie kümmern. Nur Cristina ist aus Paraguay und ich habe ihr angeboten, mit uns nach Deutschland zu kommen…“ „Ja, warum nicht…? In Paraguay wäre sie vielleicht auch nicht ganz sicher. War sie nicht diejenige, die…?“ Ich verzog das Gesicht bei dem Gedanken. „Wenn sie es nicht getan hätte, dann hätte es eben eine Andere von uns getan, so wäre dieses Schwein bestimmt nicht davon gekommen… Aber wollen wir uns nicht hinsetzen…?“ Andrea rückte den kleinen Tisch ans Fenster und ich schob die Sessel hinterher. Sie hatte schon den Hörer in der Hand und bestellte uns etwas zu Essen – ihr Spanisch klang in meinen Ohren perfekt! Dann ging sie ins Bad und ich hörte wie sie duschte. Es klopfte im selben Moment an die Tür, als sie wieder aus dem Bad kam – der Zimmerservice. Der Kellner deckte schnell und unaufdringlich den kleinen Tisch und verschwand erst, nachdem ich ihm 5 Dollar Trinkgeld gegeben hatte. Nun saßen wir uns beide in Bademänteln gegenüber und arbeiteten uns durch die vielen kleinen Tapas, die Andrea bestellt hatte. Dazu tranken wir einen chilenischen Rotwein, von dem Andrea gleich 2 Flaschen bestellt hatte… Der ungewohnte Alkohol zeigte bei Andrea bald eine kleine Wirkung, doch sie wollte sich nicht betrinken, sondern anscheinend nur etwas auflockern… Zunächst entschuldigte sie sich bei mir für den harten Auftritt am Flughafen. Sie habe mir das so nicht sagen wollen, aber es sei ihr einfach rausgerutscht. Dann erzählte sie mir die ganze Geschichte ab dem Tag, als sie mit Raoul in dem Haus angekommen war. Ich war erschüttert, vor allem wegen dem Babyverkauf, aber Andrea versicherte mir, dass sie inzwischen ihren Frieden gefunden habe – ich glaubte ihr aber nicht! Über die Zeit auf dem Schiff schien sie aber nicht sprechen zu wollen – stattdessen fragte sie mich… „Und Matthias, erzähl du doch mal…!“ Ich begann von hinten, mit der Befreiungsaktion, erzählte ihr von Behringsdorf, von meiner Zeit bei Stephanie… In ihrem Kopf entstanden jetzt Bilder – Bilder aus der Perspektive der gepeinigten Männer – ich konnte es ihr regelrecht ansehen! Sie war entsetzt und sagte mir, dass sie sich zutiefst dafür schäme, dass sie versucht hatte, alle diese Dinge zu verdrängen… Dann erzählte ich ihr von Tanja und von der Unterbrechung. Andrea hatte sehr aufmerksam zugehört. „Aber wo warst du denn in der Zeit dazwischen…?“ Ich schluckte, aber irgendwann würde ich es ihr ja doch sagen müssen… „Da war ich bei dir…!“ Andrea wurde kreidebleich. Das Glas rutschte ihr kraftlos aus den Fingern und kippte auf ihren Schoß, der Wein lief über den Bademantel herunter auf den Boden, eine blutrote Spur hinterlassend. Wie erstarrt saß sie jetzt da, ohne jede Regung, ungefähr zwei Minuten lang. Dann kam wieder etwas Leben in ihr Gesicht zurück. „Sag mir bitte dass das nicht wahr ist…!“ Andrea sperrte sich mit allen Kräften gegen die Wahrheit, die sie schon längst erfasst hatte. Immer noch fixierte sie mich und ihre Augen füllte
n sich jetzt mit Tränen. „Ich würde am liebsten im Boden versinken, wie kannst du mich überhaupt noch lieben…? Jetzt brachen alle Dämme und sie wurde von Weinkrämpfen geschüttelt. Ich ging um den Tisch herum um sie zu beruhigen, doch sie wies mich ab und vergrub sich schluchzend in dem Bademantel. Sie hörte nicht mehr auf zu weinen und so saß ich über eine Stunde hilflos neben ihr auf dem Boden. Schließlich zog ich sie aus dem Sessel hoch und schleppte sie rüber zum Bett. Sie war jetzt völlig fertig. Den versauten Bademantel warf ich einfach in die Badewanne. Dann ging ich zu ihr ins Bett. Andrea zitterte und ich kuschelte mich ganz dicht an sie, um sie zu wärmen. Sie wehrte sich nicht mehr und meine Nähe schien sie allmählich zu beruhigen. Nach einer Weile schlief sie vor Erschöpfung ein. In der Nacht schreckte ich aus dem Schlaf auf. Andrea saß zusammengekauert mit angezogenen Beinen auf dem Sessel am Fenster und schaute heraus. Sie spürte meinen Blick und drehte langsam ihren Kopf in meine Richtung. „Bist du wach, ich kann dich nicht richtig sehen…?“ Sie hörte sich sehr traurig an. „Ja… Kannst du nicht schlafen… Kann ich was für dich tun…?“ „Nein, hör mir einfach nur zu… In der Klinik… Die meisten Frauen haben abtreiben lassen, wenn es noch ging – auch Cristina! Und dann habe ich mich ihr spontan angeschlossen…“ Ich verstand nicht, worauf sie hinaus wollte, sie war doch gar nicht schwanger gewesen…? „Ich verstehe nicht…?“ „Bitte Matthias, du darfst mir nicht böse sein, ich kann es dir erklären, aber ich hatte Angst, dass du mich davon abbringen würdest… Wir haben uns sterilisieren lassen!“ Ein kalter Schauer lief meinen Rücken hinunter, was hatte sie sich nur dabei gedacht…? Und ohne mit mir vorher darüber zu reden… „Es war so schrecklich für mich mit dem toten Baby und danach hatte ich mehr Angst davor, dass so etwas noch mal passieren könnte, als davor, überhaupt noch Mal schwanger zu werden. Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, aber ich könnte das nicht noch einmal alles durchstehen – auch für dich nicht…!“ Wie konnte sie das so einseitig entscheiden – ich war fassungslos! Ihre Beweggründe konnte ich in gewisser Weise sogar nachvollziehen, aber so nur schwerlich akzeptieren! „Wir sind immer noch jung, wie kannst du nur eine so gravierende Sache einfach allein entscheiden…? Abgesehen von meiner Enttäuschung, dass wir beide jetzt niemals Kinder haben werden – meinst du nicht, dass es dir selbst mal leidtun könnte…? Andrea schaute wieder aus dem Fenster. „Du kannst mich doch gar nicht mehr wollen… Glaubst du, dass du jemals vergessen kannst, was du auf dem Schiff gesehen hast…?“ Ich stand auf und setzte mich ihr gegenüber auf den anderen Sessel. Von ihrer Schönheit hatte sie nichts eingebüßt, aber ihre Psyche war sehr angeschlagen… „Nein, das denke ich nicht! Aber darum geht es in erster Linie auch gar nicht – auch Stephanie habe ich „so“ gesehen und trotzdem hat das keinen Einfluss auf meine Gefühle für sie…!“ „Liebst du sie…?“ Andrea hatte sich mir jetzt wieder zugewendet. „Ja, ich habe mich in sie verliebt, aber ich habe niemals aufgehört dich zu lieben… Obwohl ich mit ansehen musste, wie sehr du Raoul geliebt hast – DAS war für mich das Schlimmste an Bord! Wenn er dich nun nicht betrogen hätte und du mit ihm in Paraguay so gelebt hättest wie du dir das eigentlich erhofft hattest – wie wäre dann wohl mein „Besuch“ bei euch verlaufen…? 31 Die Frage von Matthias katapultierte mich gedanklich in eine Zeit zurück, die ich inzwischen schon genauso verdrängt hatte, wie ich auch das Schicksal von Matthias verdrängt hatte. Obwohl diese Frage so offensichtlich kommen musste – ich war nicht darauf vorbereitet! Der Hass auf Raoul hatte alle ursprünglichen Gefühle überlagert und ich hatte jetzt sogar eifersüchtig auf Stephanie reagiert, aber hatte ich eigentlich das Recht dazu…? Unwillig erinnerte ich mich nun an die Liebe zu Raoul und versuchte, mich in die Situation ein zudenken, die Matthias beschrieben hatte… Raoul und ich in einem großen luxuriösen Haus, zwei kleine Kinder, alles ist perfekt – und dann steht Matthias vor der Tür…! Wie hätte ich reagiert…? Meine Gedanken verschluckten sich jetzt fast gegenseitig und ich ertappte mich dabei, wie ich schon wieder eine Entschuldigung für mein Verhalten finden wollte. Natürlich, Matthias und ich waren vor dieser unglückseligen Reise nur zwei Jahre zusammen gewesen und es waren dann fast 5 Jahre vergangen, bis ich das Schiff wieder verlassen konnte – aber das war keine ausreichende Erklärung. Ich dachte jetzt noch einmal konzentriert darüber nach und kam dann zu einer erschreckenden Erkenntnis – ich hatte Raoul sehr viel stärker geliebt als Matthias! Nicht wegen der Zeit oder den Umständen – nein, diese Intensität der Gefühle war für Matthias auch früher nie vorhanden gewesen… Abgesehen davon, dass ich ihn wahrscheinlich irgendwann ganz vergessen hätte, wenn ich mit Raoul glücklich gewesen wäre – ich hätte ihn wieder weggeschickt, wenn er dann plötzlich vor mir gestanden hätte – ganz sicher…! Wann hatte Matthias mir diese Frage gestellt – vor zwei, drei Minuten…? Immer noch schaute er mich erwartungsvoll an, was sollte ich jetzt bloß sagen…? Dass ich ihn zwar noch oder wieder liebe, aber dass er nur „zweite Wahl“ sei…? Ich konnte ihn auf keinen Fall belügen, aber ich wollte ihn auch nicht verlieren, dazu bedeutete er mir viel zu viel! Und ich wollte es unbedingt mit ihm versuchen, falls er mich überhaupt noch nehmen würde – nach allem… „Wenn du so lange darüber nachdenken musst, dann kann ich mir die Antwort schon denken…“ Matthias sprach sehr ruhig, mit dieser elektrisierenden Stimme, deren Klang ich so lange vermisst hatte. „Es bringt ja auch nichts mehr, wir sollten lieber nach vorn schauen. Wir hatten doch eine gute Basis und lernen uns jetzt einfach wieder neu und noch ein bisschen besser kennen – was meinst du…?“ Ich spürte, wie mir wieder die Tränen in die Augen schossen – diesen Mann hatte ich nicht verdient! Matthias kam jetzt zu mir und küsste mich auf die Augen, auf die Nase, auf den Mund – unser altes Ritual vor dem Einschlafen. „Komm, lass uns jetzt ins Bett gehen!“, sagte er und zog mich mit sanfter Kraft aus dem Sessel. Im Bett kuschelte er sich an mich und ich spürte seine unbewusste Erektion an meinem Hintern, aber sonst passierte nichts. Der Gedanke daran, vielleicht bald wieder mit ihm zu schlafen, machte mich trotz meiner katastrophalen Gefühlslage etwas kribbelig… Aufgewühlt wie ich war dauerte es dann noch Stunden, bis ich endlich etwas Ruhe fand. Wir blieben noch drei Tage in Buenos Aires und flogen dann nach Deutschland zurück. Am Morgen der Abreise war ich noch einmal zur Untersuchung in der Klinik, aber es war alles in Ordnung. Ich war gemeinsam mit Cristina dorthin gefahren und sie sagte mir überraschend, dass sie zwar nicht mit nach Deutschland kommen würde, aber Ramirez ihr eine Aufenthaltserlaubnis für Spanien besorgen wollte. Dort würde sie dann zunächst bei ihrer Kusine leben und wir könnten uns trotzdem auch häufiger sehen, es sei ja nicht so weit… In unserer Wohnung lebten schon seit Jahren andere Leute und der Großteil unserer Sachen war weg! Die erste Zeit wohnten wir deshalb bei Matthias Eltern, aber es war eine bedrückende Atmosphäre. Trotz aller Bemühungen, unser Schicksal weitestgehend geheim zu halten, war die Presse bald informiert und am Tag der Ankunft der „Platinum“ in Hamburg wusste es dann die ganze Welt. Selbst 4 Wochen danach war der Medienrummel noch nicht abgeebbt und wir wurden regelrecht verfolgt. Wir flüchteten nach Formentera ohne irgendjemandem in unserer Stadt unseren Aufenthaltsort zu verraten. Dort mieteten wir ein kleines abgelegenes Haus direkt am Strand und konnten uns erstmals wieder richtig entspannen. Ab und zu hatte Matthias Kontakt zu diesem Behringsdorf, der sich freundlicherweise um unsere finanziellen Angelegenheiten kümmerte. Unser Geld e
rhielten wir regelmäßig per telegraphische Anweisung, niemals benutzten wir unsere EC- oder Kreditkarten… Seit unserer Rückkehr nach Deutschland schlief ich auch wieder mit Matthias. Das erste Mal war sehr schön gewesen, sehr romantisch mit vielen Kerzen und unendlichen Streicheleinheiten, aber ich konnte mich nicht gehen lassen… Die ganze Zeit über musste ich daran denken, dass er Raoul und mich in den leidenschaftlichsten Situationen beobachtet hatte. Matthias war sehr geduldig, aber auch nach vielen Wochen war ich immer noch sehr zurückhaltend… Ansonsten verstanden wir uns hervorragend, alles machten wir zusammen – kochen, spazieren gehen, schwimmen – sogar lesen! Ich liebte ihn immer noch sehr, aber ich begehrte ihn nicht mehr und er litt sehr darunter. Wir waren jetzt die besten Freunde, das perfekte Team, auch der Sex war sicher besser als bei den meisten anderen Paaren, aber in unserer Beziehung fehlte jetzt etwas und so sehr wir uns auch bemühten – es war verloren gegangen… Nach ein paar Monaten rief ich Ramirez an und er gab mir die Nummer von Cristina. Sie lebte jetzt in Madrid und war völlig aus dem Häuschen, als ich mich bei ihr meldete. Spontan lud sie mich zu sich ein und schon 2 Tage später flog ich von Ibiza aus zu ihr. Matthias hatte mich mit der Fähre bis nach Ibiza begleitet, aber er wollte nicht mitkommen, obwohl Cristina auch ihn eingeladen hatte. „Ihr habt euch doch so viel zu erzählen, da würde ich doch nur stören…“, hatte er gesagt und eigentlich auch ein bisschen Recht damit gehabt. Cristina erzählte mir von ihren Plänen. Mit Ramirez Hilfe hatte sie bereits eine kleine Organisation aufgebaut, mit der sie verschleppten Frauen in Südamerika helfen wollte. Und ihre erste Reise war schon geplant, bald würde sie für 3 Monate dort hin fliegen und einige Dinge vor Ort erledigen. Nachdem sie von mir gehört hatte, wie es mit mir und Matthias stand meinte sie, dass es doch keine schlechte Idee sei mitzukommen, vielleicht würde sich dadurch eine neue Perspektive ergeben… Ich dachte darüber nach. In den wenigen Tagen bei Cristina hatte ich mich wieder richtig erleichtert gefühlt und Matthias kaum vermisst. Er war mein wandelndes schlechtes Gewissen, das mich jetzt nicht belastete, so unfair das gegenüber ihm auch war… Ich beschloss, gleich bei Cristina zu bleiben und vor dem Abflug nach Südamerika nicht mehr zu Matthias zurückzugehen. Schweren Herzens rief ich ihn auf unserer Geheimnummer an, er war sofort am Telefon! „Hallo Matthias…“ In Gedanken sah ich ihn jetzt in unserem Wohnzimmer sitzen. „Du kommst nicht mehr zurück…“ Ich war wie vor den Kopf geschlagen, wie konnte er das wissen…? „Ich… Ähh… Es tut mir leid, aber…“ Ich fand keine Worte. „Andrea, ich habe es schon seit einiger Zeit gespürt und wusste, dass das passieren würde. Ich bin jetzt zwar sehr traurig, aber nicht wirklich überrascht. Du brauchst es mir auch nicht erklären… Du weißt, dass ich immer für dich da sein werde – was auch geschieht… Bitte pass auf dich auf, versprichst du mir das…?“ „Ja…!“ Ich konnte nicht nichts mehr sagen, meine Kehle war zugeschnürt. „Ich denke an dich…!“, sagte er und legte auf. Ich weinte bitterlich. 32 Die Zeit in Deutschland war die Hölle gewesen, irgendeiner der „Freiwilligen“ hatte seine Story noch vom Schiff aus an ein Magazin verkauft, weil er sich darüber geärgert hatte, dass sein Anteil vom Erlös geringer sein sollte als unserer. Die Willkommensparty fiel wegen der „Publicity“ auch ins Wasser und wir hatten alle Mühe uns zu verstecken. Zu Behringsdorf hatte ich losen Kontakt, seine Wirtschaftsprüfer kümmerten sich um den Verkauf des Schiffes und betreuten auch einige von uns als Mandanten – Andrea und mich eingeschlossen. Andrea war ohnehin schon sehr angeschlagen, aber das war dann alles Zuviel für sie. In einer Nacht- und Nebelaktion fuhren wir mit dem Zug bis nach Barcelona und nahmen dort eine Fähre zu den Balearen. Niemand hatte uns verfolgt und wir konnten endlich wieder aufatmen. Ich hatte auch gehofft, dass sich unsere Beziehung jetzt schneller erholen würde, aber es gab nur sehr kleine Fortschritte. Andrea konnte die Vergangenheit einfach nicht vergessen und unser Zusammenleben wurde dadurch sehr belastet… Von Stephanie hatte ich seit unserer letzten Nacht in Buenos Aires nichts mehr gehört. Andrea selbst hatte mich mehrfach gedrängt, mich doch mal nach ihr zu erkundigen. Sie schien es ehrlich zu meinen, auch wenn ich ihre Motivation nicht ganz verstand und so hatte ich schließlich versucht, Stephanie ausfindig zu machen. Über Behringsdorf kam ich dann an die Nummer von Sven, aber sie war nicht bei ihm – er lebte mit seiner „alten“ Freundin zusammen. Sven hatte Stephanie seit der Rückkehr auch nur noch einmal kurz gesehen und hatte keine Ahnung wo sie jetzt war – im Gegenteil, er wunderte sich, dass sie nicht bei mir war! Nach einigen weiteren erfolglosen Versuchen gab ich die Suche auf und bat Behringsdorf, unsere Nummer an Stephanie zu geben, falls sie sich meldete. Sie war also ebenso wie wir untergetaucht und ich hoffte, bald etwas von ihr zu hören. Jetzt waren schon einige Monate vergangen, aber das Verhältnis zwischen Andrea und mir verbesserte sich leider nicht weiter. Und je länger dieser Zustand anhielt umso stärker belastete sie diese Situation – so würde es nicht mehr lange weitergehen, das fühlte ich. Sie flog irgendwann spontan zu Cristina nach Madrid, ich war ein paar Tage ganz allein und hatte viel Zeit zum Nachdenken. Als dann ihr Anruf kam wusste ich es sofort – sie würde nie mehr zurückkommen…! Die Wochen vergingen und ich war einsamer, als ich es auf dem Schiff gewesen war. Aber mit der Zeit ließ der Schmerz nach und ich bereitete mich darauf vor, wieder nach Deutschland zurück zu gehen und mich dem Leben zu stellen. Andrea hatte sich nicht mehr bei mir gemeldet, aber von Ramirez wusste ich, dass es ihr gut ging. An meinem letzten Morgen in Formentera saß ich mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse und wartete auf den Sonnenaufgang. Die Spedition hatte am Nachmittag zuvor alles verladen, was ich mitnehmen wollte, aber viele Möbel ließ ich im Haus zurück. Da klingelte das Telefon… „Matthias…?“ Der Klang ihrer Stimme traf mich wie ein heißer Strahl. „Stephanie…! Wo bist du…? Ich hatte versucht dich zu finden…“ Ich platzte fast vor Aufregung. „In Mallorca… Ich war die ganze Zeit hier – als Stephanie „Hoffmann“… Und du bist in der Nähe, ich kann es an der Vorwahl erkennen… Wie geht es euch – Dir und Andrea…?“ Ich hörte deutlich ihren schnellen Atem. „Es hat sich alles etwas anders entwickelt – wir haben uns freundschaftlich getrennt…“ Ich wollte Andrea nicht allein die Schuld dafür geben. „Oh… Das hätte ich nicht gedacht… Und – bist du mit jemand anderem zusammen…?“ Die Antwort hatte sie ziemlich überrascht und ihre Gegenfrage hatte sie dann mit zitternder Stimme nachgeschoben. „Nein, ich bin ganz allein… Und du…?“ „Ja, ich auch… Mit Sven und mir das konnte nichts mehr werden…“ Ich sagte ihr nicht, dass ich schon mit ihm gesprochen hatte. „Matthias, ich habe dich angerufen weil ich irgendwie gehofft hatte, dass du mir vielleicht helfen könntest… Aber so ist es noch besser… Kannst du bitte so schnell wie möglich vorbeikommen…? Aber erschrick jetzt bitte nicht – ich bin im „Hospital General“ in Palma…“ Mein Herz stand fast still, was war mit ihr passiert…? Ich stellte aber keine Fragen mehr und raste sofort los, um die nächste Fähre nach Ibiza zu erwischen! Mit dem Flieger dauerte es nur noch weitere 40 Minuten und so stand ich schon um 11h am Empfang des Krankenhauses. Auch hier war Stephanie als „Sra. Hoffmann“ angemeldet und kaum hatte man mir die Zimmernummer genannt, flog ich auch schon die Treppen hinauf. Im Flur bemerkte ich es dann schnell – das war die Entbindungsstation…! Stephanie war nicht mehr in ihrem Zimmer, man hatte sie schon in den Kreissaal gebracht. Nach einer kurzen Diskussion mit der Stationsschwester ließ ma
n mich dann doch zu ihr, nachdem ich mich desinfiziert und einen sauberen Kittel angezogen hatte. Ich öffnete vorsichtig die schwere Schiebetür und Stephanie sah mich sofort, sie hatte wahrscheinlich die ganze Zeit zur Tür geschaut… „Matthias, endlich bist du da – ich kann nicht mehr länger warten…!“ Ich nahm ihre Hand und küsste sie und Stephanie versuchte trotz der gerade wieder einsetzenden Wehe zu lächeln. Ich setzte mich auf den freien Hocker am Kopfende und sah beeindruckt auf die vielen Monitore, und lauschte dem schnellen Piep ton… Stephanie schaute mich jetzt tief mit ihren unglaublich blauen Augen an. „Es ist unser Baby…!“ Ich nickte lächelnd und drückte ihre feuchte kleine Hand. Natürlich, noch auf dem Schiff hatten die Ärzte die Spiralen entfernt… Ich zweifelte keine Sekunde daran, dass dies mein Kind war. Jetzt schien es ernst zu werden, der Arzt und die Hebamme wurden etwas hektischer. „Empuja“ brüllte er Stephanie jetzt fast an und sie begann zu pressen. Ich stand Stephanie bei, so gut es ging, aber ich konnte nicht „dort“ hin schauen. Fast wäre ich selbst noch vom Stuhl gekippt, aber dann war es plötzlich geschafft und ich hörte ein kräftiges Schreien. „Es un niño“ – „Es ist ein Junge!“, sagte der Arzt und nur kurze Zeit später legte ihn die Hebamme dürftig gesäubert auf Stephanies Brust. Er kam mir so winzig vor, aber es war alles in Ordnung. Von den Arbeiten nach der eigentlichen Geburt bekam ich fast nichts mit, so fasziniert war ich von dem Baby. Ich durfte es in Stephanies Zimmer tragen, während sie mit dem Bett dorthin gefahren wurde. Völlig erschöpft war sie bald eingeschlafen und ich saß ganz still mit dem Baby im Arm im Sessel und betrachtete sie. Als das Baby später kleine knurrende Geräusche machte wachte Stephanie sofort auf. Sie setzte sich etwas gerader hin und machte eine Brust frei. Dann gab ich ihr den Kleinen, sie legte ihn an und er fing sofort an zu nuckeln. Ich war von diesem Bild überwältigt und in diesem Moment wusste ich, dass ich die Beiden nie mehr verlassen würde… „Woher weißt du bloß wie das geht und woher weiß er es…? Stephanie machte das so souverän, als ob sie niemals etwas Anderes getan hätte. „Wir hatten beide Zeit uns darauf vorzubereiten – im Gegensatz zu dir…!“ Stephanie zog jetzt wieder allwissend ihre linke Augenbraue hoch. Plötzlich verdunkelte sich ihr Lächeln… „Ich bin sehr froh, dass du gekommen bist. Weißt du, ich hatte lange gezögert… Ich wusste ja nicht… Aber es ist schließlich dein Sohn – ich war mit niemand sonst zusammen…! Sie machte eine kleine Pause und fasste sich dann ein Herz. „Was wirst du jetzt tun…?“ Ihr unsicherer und angsterfüllter Blick tastete mich ab. „Ich möchte aber nicht dass du denkst… Ich meine das ist jetzt keine Verpflichtung für dich nur weil… Wenn du jetzt noch mit Andrea zusammen wärst, dann könnte ich ja auch nicht erwarten…“ Ich war zu ihr rüber gegangen und hatte meinen Finger auf ihren Mund gelegt, so wie sie das auch bei mir getan hatte. „Es hat nichts mit meinem „Beschützerinstinkt“ zu tun – ich liebe dich ganz einfach so wie du bist… Ohne Baby, mit Baby – ich wünsche mir jetzt nichts mehr, als mit euch zusammen bleiben zu können – für immer…!“ Ihre Anspannung löste sich und sie begann zu weinen. Eine Träne tropfte auf den Jungen, der verdutzt die Augen öffnete, aber dann genüsslich weitersaugte. Wir mussten nun beide lachen und ich tupfte Stephanie und den Kleinen mit einem weichen Papiertuch wieder trocken. „Da könnte man direkt neidisch werden!“, sagte ich mit einem betont lüsternen Blick auf Stephanies volle Brüste. „Oh – ich hoffe, dass ich dich auch schon bald in diesen Genuss kommen lassen kann…“ Stephanie warf mir einen viel sagenden Blick zu und ließ kurz ihre Zunge über die Lippen gleiten. „Auch wenn das Baby jetzt erst mal im Vordergrund steht – ich werde bestimmt nicht zu den Frauen gehören, die ihre Männer nach der Geburt vernachlässigen…! Und ich brauche jetzt sehr viel Pflege – meine Haut muss täglich massiert und eingerieben werden, damit ich bald wieder so aussehe wie vorher – und wer könnte diesen Job wohl besser machen als du…?“ Stephanie lachte ganz natürlich und ich fühlte mich auf einmal unglaublich gut. Ja, diese Frau hatte keine Berührungsängste mit der Vergangenheit und schaute einfach nach vorn. Einen Moment lang überlegte ich, warum ich mich nicht gleich für sie entschieden hatte, es war doch alles so klar… Aber dann kam ich zu dem Schluss, dass dieser Prozess vor allem für mich sehr wichtig gewesen war, erst jetzt konnte ich wirklich sicher sein! Eine Schwester kam jetzt herein und nahm den Jungen mit nach draußen. „Wenn du nicht gekommen wärst, dann hätte ich ihn Matthias genannt!“ Stephanie hatte schon wieder etwas Farbe im Gesicht. „Und jetzt…?“ Irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, zu diesem Thema wirklich befragt zu werden. „Na, ich bleibe dabei, wieso sollte ich mir denn was Neues ausdenken…?“ Sie strahlte über das ganze Gesicht, sie hatte wohl schon darauf gelauert, es mir genauso zu erzählen… „Und wollen wir noch eine Weile hier auf Mallorca bleiben…? Ich habe eine kleine Finca in der Nähe von Arta gemietet…“ „Ja, warum nicht…? Ich werde gleich die Spedition anrufen, sie sollen meinen Kram erst mal einlagern. Und dann überlegen wir uns ganz in Ruhe, wo wir uns „niederlassen“ wollen, aber bis „Matthias Junior“ in die Schule kommt, haben wir ja noch etwas Zeit…“ Ich zwinkerte Stephanie zu. Dann beugte ich mich über sie und gab ihr einen langen Kuss. Sie schmeckte so gut, wie ich sie in Erinnerung hatte – wir hatten das Ziel unserer langen Reise erreicht… 33 Unsere Zentrale hatten wir in Buenos Aires errichtet, Argentinien erschien uns irgendwie am „sichersten“, außerdem hatte Ramirez hier hervorragende Kontakte. Während Cristina sich hauptsächlich darum kümmerte, ein Netzwerk von Anlaufstellen für betroffene Frauen oder deren Angehörige einzurichten, konzentrierte ich mich auf die Finanzierung. Aber ich erlitt einen Rückschlag nach dem anderen – irgendwie fanden sich keine „Sponsoren“ für unser Projekt. Schließlich hatte Ramirez eine Idee. „Warum versuchen wir nicht Raoul anzuzapfen…? Ich habe recherchiert, er ist noch am Leben und verfügt über ein gigantisches Vermögen. Der offizielle Weg über die Gerichte ist jetzt nach der Wahl sicher auch möglich, aber ich denke, man sollte sich besser „so“ mit ihm einigen…“ Erpressung…? Ich schüttelte mich schon allein bei dem Gedanken an Raoul, ich wollte nie mehr etwas mit ihm zu tun haben! „Du glaubst doch wohl nicht, dass ich mit von diesem Schwein etwas annehme – egal auf welchem Weg…? Jeden Abend vor dem Einschlafen bedaure ich, ihm nicht gleich den Rest gegeben zu haben!“ Ramirez starrte schon wieder auf meinen vor Wut bebenden Busen, aber er hatte mir wohl trotzdem zugehört. Cristina war jetzt interessiert zu uns rüber gekommen und stellte sich neben mich. „Nur mal angenommen wir würden vielleicht über so eine Lösung nachdenken…“ Cristina machte eine kleine Pause und wartete auf eine eventuelle Reaktion von mir. „…wie würdest du vorgehen…?“ Ich verschränkte die Arme und fixierte nun Ramirez wie eine Schlange das Kaninchen. „Sag mal Ramirez, es ist sicher weniger anstrengend geradeaus zu blicken anstatt nach oben, aber könntest du mich mal anschauen wenn wir uns unterhalten…?“ Cristina prustete los und Ramirez löste seinen Blick nur unwillig von meinen Brüsten. „Ja, klar – Entschuldigung, ich war nur so in Gedanken…“ Die Vorstellung, ein Teil SEINER Phantasien zu sein, behagte mir überhaupt nicht, obwohl ich seit meiner Trennung von Matthias durchaus wieder in der Lage war, anerkennende Blicke von Männern zu genießen. Trotzdem würde ich noch eine ganze Weile brauchen, bis ich wieder mit jemandem frei und unbelastet zusammen sein könnte… „Also, wie gesagt, ich habe mir bereits einen Überblick über sein Vermögen verschafft –
finanziell ist das absolut kein Problem für ihn. Wir müssten nur einen seriösen Anwalt in Paraguay für uns gewinnen, der Raoul unsere Forderungen übermittelt. Ich denke dabei auch nicht an etwas i*****les, sondern an einen Vertrag, in dem alle „seine“ Frauen gegen eine entsprechende einmalige Entschädigung auf weitere Ansprüche verzichten. Ich sehe auch nicht, was das mit einem „Geschenk“ zu tun haben soll, es ist das Mindeste was euch für das Erlittene zusteht!“ Ramirez flinke kleine Augen versuchten jetzt abwechselnd, Zustimmung in Cristinas oder meinem Gesicht abzulesen. Cristina machte eine wackelnde Kopfbewegung, die irgendwie nach Ja und Nein gleichzeitig aussah. Ich merkte ihr deutlich an, dass sie etwas sagen wollte, was ihr aber sehr schwer zu fallen schien. Schließlich räusperte sie sich. „Ähm… OK, das ist zumindest eine Idee über die man noch mal nachdenken sollte, oder…?“ Cristina hatte sich mit diesen Worten zu mir gewandt. Ich zögerte noch kurz, aber nickte dann. Der Gedanke an Raoul gefiel mir absolut nicht, aber die Idee als solche war nicht so einfach von der Hand zu weisen. „Da ist noch etwas… Ihr wisst, ich bin als einzige aus Paraguay und hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr in meine alte Heimat. Aber es gibt da vielleicht noch jemanden von früher – er müsste inzwischen Anwalt sein – auf den wir uns ein hundertprozentig verlassen könnten, da bin ich absolut sicher! Und obwohl es mich einiges an Überwindung kostet – mit Andreas Zustimmung würde ich es tun…“ Es gefiel mir nicht, dass ich jetzt wieder diejenige sein sollte, von der die Zukunft unseres Projektes abhing. Auf der anderen Seite rechnete ich es Cristina hoch an, dass sie dafür sogar bereit war, ihre Deckung aufzugeben. Nach einem ausführlichen Gespräch zwischen uns dreien wurden wir uns schließlich einig. Ramirez sollte zunächst Informationen über diesen Anwalt einholen – es war wichtig zu wissen, welche Rolle er in den Jahren von Cristinas Abwesenheit gespielt hatte. Und falls er „clean“ sei – soweit das in einem Land wie Paraguay überhaupt möglich war – sollte ein gemeinsames Treffen in Buenos Aires arrangiert werden. Ramirez kam erfreut aus Asunción zurück. „Der Junge scheint sauber zu sein. Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann hat er es geschafft, sich weitestgehend aus der Politik herauszuhalten. Natürlich hat er als Wirtschaftsanwalt bei seinen Klienten auch gut mit kassiert, aber das bewegte sich soweit alles noch im Toleranzbereich. Raoul gehörte allerdings auch dazu…“ Cristina sah mich sehr nachdenklich an. „Gut, dann ist es wohl an mir, den nächsten Schritt einzuleiten, einverstanden…?“ Ramirez und ich bestätigten nochmals unsere Zustimmung. „Ramirez, gib mir mal die Telefonnummer, bist du sicher, dass sein Anschluss nicht überwacht wird…?“ Ramirez lachte und sagte, dass er das persönlich überprüft habe… „Würdet ihr mich dann mal eine Weile allein lassen, das ist jetzt wirklich nicht einfach für mich…“ Ramirez lud mich spontan auf einen Café ein und wir verließen sofort unser kleines Büro. In der Tür drehte ich mich noch mal um und sah, wie Cristina nachdenklich den Hörer in der Hand schaukelte und das Telefon anstarrte… Sie hatte ein Treffen für Anfang der kommenden Woche verabredet und holte den Anwalt persönlich vom Flughafen ab. Cristina wollte zunächst allein mit ihm Essen gehen, Ramirez und ich sollten dann erst am Nachmittag dazu kommen. Ich war aus einem unerfindlichen Grund heraus ziemlich aufgeregt, dabei hatte ich doch schon einige Übung in solchen Gesprächen! Nachdem ich mich fünf Mal umgezogen hatte ging ich schließlich in einem Figur betonenden Nadelstreifenkostüm zum Aufzug. Ich wohnte immer noch im Hotel, wir hatten dafür einen recht guten Dauerpreis ausgehandelt, außerdem fühlte ich mich hier irgendwie sicher. Mit Spannung klopfte ich an die Tür des Clubraumes, den Cristina auf der dritten Etage für uns reserviert hatte. Von drinnen hörte ich ein lang gezogenes „Si…?“ und ich trat ein. Der Raum sah aus wie eine kleine Bibliothek, auf der rechten Seite war die gesamte Wand bis zur Decke mit richtigen Büchern gefüllt. Auf der anderen Seite, vor einer recht überzeugend gemachten Kaminattrappe, stand ein runder Wurzelholztisch zwischen zwei antiken Sofas, und darauf saßen sich Cristina und der Anwalt gegenüber. Cristina hatte die Tür im Blick gehabt und nickte mir nun aufmunternd zu, und ihr Gesprächspartner, den ich bisher nur von hinten gesehen hatte, drehte sich jetzt ebenfalls zu mir um und stand auf. Er kam zwei Schritte auf mich zu und reichte mir die Hand. Trotz meiner hohen, eleganten Pumps, mit denen ich mich auf fast 1,80 Meter hoch geliftet hatte, schaute er noch von ziemlich weit oben auf mich herab. Während er mir ein freundliches und offenes Lächeln schenkte und meine Hand kraftvoll aber sanft schüttelte, betrachtete er mich sehr aufmerksam von oben bis unten. Es waren aber nicht die unverschämten Blicke, mit denen Männer Frauen oft „ausziehen“, was ihm gleich ein paar Sympathiepunkte bei mir einbrachte. „Buenas tardes Señora Conrady, ich freue mich sehr, Ihre Bekanntschaft zu machen. Darf ich mich Ihnen selbst vorstellen, mein Name ist Arturo Bruckner!“ Sehr charmant, alte südamerikanische Schule! Und verdammt gut aussehend – volles dunkles Haar, schönes markantes Gesicht und… grüne Augen, so tief und so dunkel wie der Boden einer Rotweinflasche! Jetzt wusste ich wenigstens, warum ich vorhin schon unbewusst nervös gewesen war, es war irgendwie eine Vorahnung gewesen! Er führte mich zu „seinem“ Sofa und ich drückte mich in die äußerste linke Ecke wie ein unerfahrener Teenager. Ich ärgerte mich darüber, dass ich so offensichtlich auf diesen Mann reagierte, aber seine Ausstrahlung hielt mich weiterhin gefangen. Aber er schien es entweder bewusst zu übersehen oder gar nicht zu bemerken und ich konnte mich nicht entscheiden, welche Variante mir nun besser gefiel. Langsam entspannte ich mich, schließlich sollte das hier nur ein geschäftliches Gespräch werden. „Cristina hat mir schon viel von Ihren Erlebnissen erzählt und mir auch in groben Zügen gesc***dert was Sie vorhaben… Nun, ich denke, dass ich Sie dabei gern unterstützen würde, ich bin von diesem Klienten jetzt sehr enttäuscht!“ Er sah mich mit seinen unglaublichen Augen an und ich spürte, wie ich rot wurde. Wenn ich jetzt nicht gleich etwas Vernünftiges sagte, dann musste er mich für eine komplette Idiotin halten. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Cristina belustigt zu uns rüber schaute. Was hatte sie ihm alles erzählt…? Sicherlich vom Leben im Haus, aber vielleicht auch von meiner Zeit auf dem Schiff…? Das würde mich etwas stören, aber andererseits musste er ja alles wissen, um uns entsprechend vertreten zu können. Und Cristina würde ihm die Informationen bestimmt „schonend“ erzählt haben, darauf konnte ich mich verlassen. Was auch immer er schon wusste, es hielt ihn nicht davon ab, respektvoll mit mir zu flirten, und das Gefühl wärmte mich angenehm von innen. Es waren vielleicht nur 15 Sekunden vergangen, in denen ich ihn angeschaut, aber nichts gesagt hatte. Offenbar hatte er meine Verblüffung aber anders gedeutet und wurde jetzt selbst etwas verlegen. „Ich möchte mich Ihnen natürlich nicht aufdrängen, selbstverständlich müssen Sie erst mal Vertrauen zu mir gewinnen… Es ist nur… Cristina und ich kennen uns schon sehr lange und da dachte ich…“ Jetzt stammelte er wie ein Junge und ich fühlte, wie die rationale Andrea in mir erwachte. „Señor Bruckner, wir werden ja im weiteren Verlauf des Gespräches sehen, ob wir zusammen passen – ich meine natürlich wir als Klienten und Sie als unser Vertreter!“ Na ganz so rational war das wohl nicht von mir gewesen – wohl eher eine „Freudsche Fehlleistung“… Die beiden hatten es aber nicht anzüglich aufgefasst, das lag sicher an meiner jetzt betont sachlichen Art. „Der letzte Mann dem ich vertraute war leider ein Landsmann von Ihnen, aber das sollte in unserem Fall ja keine Rolle spie
len…!“ Mein Gegenüber reagierte etwas brüskiert – aber zu Recht, was redete ich bloß für ein blödes Zeug…? Er gefiel mir doch, warum um alles in der Welt versuchte ich dann, ihn zu beleidigen…? Seine Züge entspannten sich jetzt wieder etwas. „Señora Conrady, sie haben sicher viel durchgemacht, deshalb sehe ich Ihnen ihre letzte Bemerkung nach. Schauen Sie, mein Großvater ist vor 65 Jahren auch nicht ganz freiwillig aus Deutschland weggegangen, trotzdem distanziere ich mich energisch von einer kollektiven Verurteilung…“ Ich schämte mich zutiefst, wie konnte ich das Gespräch jetzt noch retten…? Cristinas Blick berührte mich heiß und ich wagte nicht sie anzusehen – ich hatte nicht nur mich, sondern auch sie blamiert. Seine angenehme Stimme holte mich aus meinen Gedanken. „Wollen wir nicht einfach noch mal von vorn anfangen…? Also, ich bin Arturo, ein sehr alter Freund von Cristina – darf ich Andrea zu Ihnen sagen…?“ Er strahlte mich mit seinem umwerfenden Lächeln an. „Natürlich, Cristinas Freunde sind auch meine Freunde!“ Dankbar nahm ich den Ball auf und hielt ihm meine Hand hin, so als ob wir uns jetzt gerade erst das erste Mal sehen würden. Er drückte erfreut und erleichtert meine kleine Hand zwischen seinen beiden gepflegten Händen – kein Ehering, das hatte ich gleich bemerkt! Es klopfte an der Tür und ich war dankbar für die kleine Unterbrechung… Ramirez kam herein und begrüßte uns lautstark, jetzt konnte die eigentliche Besprechung beginnen! Wir saßen bis spät in der Nacht zusammen und erörterten alle Aspekte unseres Planes bis ins Detail. Arturo war brillant, er ordnete das Chaos unserer unausgereiften Vorstellungen mit einer bewundernswerten Ruhe und Souveränität, ohne dabei arrogant zu wirken. Er gefiel mir immer besser und ich ärgerte mich jetzt noch mehr darüber, wie ungeschickt ich mich am Anfang ihm gegenüber verhalten hatte. Aber nun war alles soweit besprochen und wir verabschiedeten uns in der Lobby des Hotels. Ramirez ging als Erster und ich stand noch einen Moment mit Cristina und Arturo in der Halle. Cristina hatte irgendwann am Abend beiläufig erwähnt, dass Arturo bei ihr übernachten und sie ihn morgen früh gleich zum Flughafen bringen würde. Ich beobachtete die beiden jetzt genauer. Cristina hatte sich bei Arturo eingehakt und sie wirkten sehr vertraut, trotz der langen Zeit, die sie sich nicht gesehen hatten. Waren sie früher ein Paar gewesen…? Cristina war meine Freundin und ich wünschte ihr nichts mehr, als wieder mit jemandem glücklich zu sein. Aber in diesem speziellen Fall verspürte ich so etwas wie… Eifersucht! – ja genau, ich war tatsächlich eifersüchtig! Ich wollte aber nicht, dass man mir etwas anmerkte und beeilte mich deshalb mit dem Verabschiedungsritual. „Kommt es ist schon wahnsinnig spät, lasst uns jetzt alle ausruhen!“, sagte ich energisch und küsste Cristina links und rechts auf die Wange. Dann kam Arturo an die Reihe – so wie es unter Freunden üblich ist – und ich „musste“ mich natürlich ein wenig an ihm hochziehen, weil er so groß war… „Wie findest du ihn…?“ fragte mich Cristina gleich am nächsten Tag im Büro. Sie machte einen sehr amüsierten Eindruck, was ich geflissentlich übersah. „Meinst du so als Anwalt…?“ Ich versuchte, ein möglichst naives Gesicht aufzusetzen, aber bei Cristina konnte das natürlich nicht funktionieren. „Komm Chica, du sprichst hier mit der alten Cristina! Vielleicht hat es Arturo noch nicht gemerkt, denn trotz seines Aussehens und seiner netten Art ist er immer noch ein wenig unbeholfen was Frauen betrifft. Aber mir kannst du doch nichts vormachen…“ Cristina schob den Kopf ein wenig nach vorn, zog die Augenbrauen hoch und wartete auf eine Antwort. „Also gut, ich finde ihn sehr ansprechend! Aber es ist ja dein Freund und ich würde natürlich niemals… Du weißt schon…!“ Unsicher ruderte ich mit den Armen in der Luft herum während ich sprach. „Ansprechend – wie süß! Du bist voll auf ihn abgefahren wie man neuerdings sagt und das ist für mich auch absolut OK! Er ist und bleibt nur ein alter Freund und – wir hatten nie etwas miteinander! Und falls sich neben unserem Geschäft etwas zwischen dir und ihm entwickelt – ich würde mich wahnsinnig für euch beide freuen! Du wärst die Richtige für ihn, mit seiner ersten Frau hatte er kein Glück und seit dieser großen Enttäuschung lebt er allein…!“ Cristina war jetzt richtig aufgedreht und ihre Augen leuchteten. „Aber Cristina, mach mal langsam! Du hast Recht, er gefällt mit außerordentlich gut und ich würde ihn gern näher kennen lernen. Aber lassen wir es einfach mal laufen, OK? Ich werde mich nicht sperren, aber es wird mir umgekehrt schwer fallen, mich wieder zu öffnen und Vertrauen zu einem Mann zu gewinnen, das verstehst du doch…?“ Ich nahm Cristina in die Arme und drückte sie ganz fest. Ramirez kam herein. „Hola Chicas, werde ich jetzt auch so begrüßt…?“ Ich ließ Cristina los und gab Ramirez zwei freundschaftliche Begrüßungsküsse. Cristina allerdings zog ihn ein wenig näher zu sich ran und alberte kurz mit ihm herum. Bahnte sich da etwa auch was an…? Vielleicht würde ich sie nachher mal fragen. Jetzt mussten wir aber erst mal arbeiten, jede Menge Emails und Faxe mussten beantwortet werden und das Telefon klingelte auch gleich los, nachdem ich den Anrufbeantworter abgeschaltet hatte. Arturo brauchte nur drei Tage für die Vertragsentwürfe. Es waren nur wenige Änderungen erforderlich und schon am nächsten Tag hatten wir eine Zusammenkunft aller Frauen für den Anfang der darauf folgenden Woche in Buenos Aires organisiert. Wir trafen uns in einem Konferenzraum in meinem Hotel und die Wiedersehensfreude war enorm. Bei jedem Eintreffen einer „Neuen“ wurde sie von den bereits anwesenden Frauen stürmisch gefeiert. Aber damit hatte ich gerechnet und deshalb den offiziellen Teil vorsorglich auf den späten Nachmittag gelegt. Nach dem Abräumen der Buffetreste war es dann soweit. Arturo, der erst vor kurzem angekommen war, stand vorn am Rednerpult und wartete geduldig darauf, dass wir uns beruhigten. Ich hatte noch keine Gelegenheit gehabt allein mit ihm zu reden, aber ich hatte mich sehr schick angezogen und saß so, dass er mich voll in seinem Blickfeld hatte. Er zwinkerte mir unauffällig zu und begann mit seiner Rede. „Señoras, ich möchte es so kurz wie möglich machen, damit sie sich weiter unterhalten können. Wenn sie mir jetzt also bitte aufmerksam zuhören würden…?“ Alle Augen im Raum waren nun auf Arturo gerichtet und auch die letzten Gespräche verstummten. uşak escort bayan „Gut, Cristina und Andrea haben Ihnen ja schon am Telefon erklärt worum es geht. Ich habe hier vorbereitete Verträge von denen ich glaube, dass „Don Raoul“ sie gern unterzeichnen wird, um größeren Ärger zu vermeiden. Darin ist festgelegt, dass sie alle eine „Vergütung“ für ihre teilweise langjährige „Tätigkeit“ erhalten werden und im Gegenzug auf jegliche weitere Ansprüche gegen ihn verzichten und auch keinerlei Rechtsverfahren gegen ihn anstrengen werden. Nachdem sie alle damit einverstanden waren, dass jede von Ihnen den gleichen Anteil erhalten soll, habe ich diesen gestern nach reiflicher Überlegung mit 2,5 Millionen Dollar angesetzt…!“ Cristina und ich sahen uns an, mit dieser Größenordnung hatten wir nicht gerechnet! Arturo hatte uns bisher nur gesagt, dass es nicht wenig sein würde, und er noch auf eine abschließende Information warte – aber 2,5 Millionen Dollar – das war einfach unfassbar…! Eine große Unruhe hatte sich im Raum breit gemacht und alle Frauen schnatterten aufgeregt durcheinander. Arturo klopfte auf das Pult und versuchte, die Aufmerksamkeit noch einmal auf sich zu ziehen. Nach etwa 2 Minuten war es wieder ruhig genug, um einen weiteren Anlauf zu versuchen. „Ich sehe, sie sind von der Höhe des Betrages überrascht, aber für Herrn Ballester dürfte das wirklich kein Problem darstellen. Wenn Sie also einverstanden sind, dann kommen sie jetzt bitte einzeln nach vorn und unterschreiben die Verträge.
Ich werde davon zunächst eine Kopie an ihn weiterleiten und um einen Termin für die definitive Vertragsunterzeichnung ersuchen. So wie ich die Situation einschätze, dürfte das schon ziemlich bald der Fall sein…!“ Nachdem Arturo seine Papiere zusammengeräumt hatte brach die Partystimmung aus, die Frauen waren nicht mehr zu halten. Einzeln hatten wir ihnen noch das Versprechen abgenommen, mit wirklich niemandem darüber zu reden, bis wir das Geld auch wirklich hatten und ich hoffte, dass sie sich daran halten würden. Arturo verabschiedete sich von Cristina, er wollte gleich mit der Abendmaschine wieder zurück fliegen. Ich hatte davon nichts gewusst und war enttäuscht, denn heute hätte ich gern ein bisschen Zeit außerhalb der Geschäftsordnung mit ihm verbracht. „Schade, dass Sie schon gehen müssen und nicht mehr mit uns feiern können… Darf ich sie dann wenigstens zum Flughafen begleiten und Ihnen die Wartezeit ein wenig verkürzen…?“ Ich glaubte nicht dass ich das gerade gesagt hatte, was sollte er jetzt bloß von mir denken? Aber wenn er wirklich so schüchtern war wie Cristina behauptet hatte, dann war der direktere Weg vielleicht auch der richtigere…! „Das ist eine ausgezeichnete Idee, ich hatte Sie gerade dasselbe fragen wollen!“ Cristina schüttelte belustigt den Kopf – was für ein charmanter Lügner! Sicherlich hatte er mit dem Gedanken gespielt, aber er hätte sich bestimmt nicht getraut, das wussten sie und ich. Arturo hielt mir seinen Arm hin und wir gingen gemeinsam aus dem Raum. Die Anderen hatten die kleine Szene gar nicht mit bekommen und so hatte ich auch noch keine Erklärungen abgeben brauchen. Aber in zwei Stunden würden sie mich gnadenlos mit ihren Fragen löchern wenn ich wieder zurück war… Im Taxi saßen wir dichter zusammen, als es die Platzverhältnisse eigentlich erforderten. Mein Bein wurde ganz leicht von seinem berührt und ich spürte die Hitze seines Körpers. Ich weiß auch gar nicht mehr worüber wir sprachen, er erzählte und ich lauschte seiner erotischen Stimme, schnupperte seinen Duft und ertrank in seinen Augen. Erst am Flughafen „wachte“ ich auf und ging mit ihm mit bis zur Passkontrolle. Dort standen wir uns einen Moment lang unschlüssig gegenüber, bis ich spontan meine Arme um seinen Hals schlang und ihn herunterzog. Erst als er meinen Kuss erwiderte fiel mir ein, wie lange ich schon keinen Mann mehr geküsst hatte. Schnell verdrängte ich diesen Gedanken und konzentrierte mich auf die aktuelle Situation. Arturo hatte einen Arm um meine Hüfte gelegt und mich fest an sich gezogen. Ich spürte ganz deutlich seine beginnende Erektion, aber jetzt schien ihm das nicht mehr peinlich zu sein. Nur unwillig lösten wir uns voneinander, nachdem über den Lautsprecher nun schon der letzte Aufruf für seine Maschine von einer quengelnden Frauenstimme durchgesagt wurde. „Seit ich dich das erste Mal gesehen habe, konnte ich an nichts anderes mehr denken als an dich…!“ Arturo ging durch die Passkontrolle, drehte sich um und winkte mir noch mal zu. Dann verschwand er in der Menschenmenge. Wie konnte er mir so etwas sagen und dann einfach abhauen…? Eine Kugel mit Schmetterlingen war in meinem Bauch explodiert und sie hoben mich ganz leicht in die Luft. Ich hatte mich in Arturo verliebt und er sich offensichtlich auch in mich! 34 Wir feierten noch sehr lang und ich ließ mich bereitwillig wegen Arturo aufziehen – alle hatten es jetzt natürlich gemerkt! Erst spät in der Nacht schleppten wir uns mehr oder weniger nüchtern in unsere Zimmer, auch für die anderen Frauen waren Zimmer im Hotel reserviert. Kaum lag ich im Bett klingelte mein Telefon, es war Arturo. „Woher wusstest du, dass ich jetzt im Zimmer sein würde…?“, fragte ich überrascht. „Das wusste ich nicht, ich habe einfach alle 5 Minuten angerufen seit ich wieder zu Hause bin…“ Er musste es seit Stunden versucht haben, ich war unglaublich geschmeichelt! Dann erzählte er mir, dass ihm so etwas noch nie passiert sei, niemals hätte er an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Ich versicherte ihm, dass es mir genauso ginge und wir unterhielten uns dann noch bis zum frühen Morgen. Nun hatte ich schon fast alles über ihn erfahren und er über mich, aber meine Vergangenheit schien ihn in keinster Weise zu belasten – ich war unendlich glücklich! Nachdem wir beide in den folgenden Tagen für einen sprunghaften Anstieg des Telefonumsatzes in Paraguay und Argentinien gesorgt hatten wurde es ernst – Raoul hatte unsere Bedingungen vorbehaltlos akzeptiert und war zur Unterzeichnung der Verträge bereit. Aber auch er hatte eine Bedingung – ich sollte persönlich anwesend sein! „Das kannst du vergessen, auf keinen Fall werde ich mich mit ihm treffen!“ Ich war außer mir. „Aber Andrea, es kann überhaupt nichts passieren. Unsere Leute werden sich unauffällig in der Nähe aufhalten – wir sind nicht allein. Und Raoul kenne ich gut genug, er weiß, dass er dieses Spiel verloren hat, aber er möchte wenigstens einen kleinen Triumph. Und das ist eben, dass eine von euch ihm angsterfüllt Auge in Auge gegenüberstehen muss. Komm, du bist doch eine sehr starke Frau – ich weiß, dass du ihm das Gegenteil beweisen kannst!“ Ich hörte deutlich Arturos Atem am Telefon. „OK, ich bin einverstanden – es geht ja schließlich um viel Geld und du wirst bei mir sein. Aber trotzdem habe ich ein sehr ungutes Gefühl, wir müssen äußerst vorsichtig sein. Wann soll ich kommen…?“ „Nimm am besten die Maschine morgen Nachmittag, ich werde dann für Übermorgen Vormittag einen Termin vereinbaren! Mach dir keine Sorgen, es wird alles gut gehen – Te quiero mucho!“ Ich saß nach diesem Gespräch noch eine Weile ganz still am Schreibtisch und schaute durch das staubige Fenster ins Nichts. Bei dem Gedanken an Raoul schnürte sich mir der Hals zu. Andererseits würde ich zum ersten Mal aber auch mit Arturo allein sein können und ich beschloss, meine Gefühle auf diesen Punkt zu konzentrieren. Arturo holte mich am Gate ab, ich hatte ihn schon von weitem gesehen. Er trug einen cremeweißen Anzug, schwarzes Hemd und Hut! In Europa sah so etwas immer ein bisschen merkwürdig aus, aber hier passte es total. Überhaupt fand man hier noch sehr viele 30er – Jahre Elemente, die in einem interessanten Kontrast zur Moderne standen, was mir persönlich sehr gut gefiel. Auch ich trug ein raffiniertes scheinbar altmodisches Sommerkleid, das meine Figur perfekt betonte. „Du siehst hinreißend aus!“, hauchte mir Arturo ins Ohr, nachdem wir uns ungefähr 5 Minuten lang geküsst hatten. „Möchtest du etwas Essen oder Trinken…?“ Seine großen grünen Augen funkelten mich erwartungsvoll an. „Nein, vielleicht später. Ich würde mir jetzt gern erst mal dein Haus anschauen…“ Erfreut über meine Antwort schnappte sich Arturo meinen großen schweren Koffer ohne sich darüber zu beschweren, was ich denn alles für nur zwei Tage eingepackt hatte. Nach etwa 15 Minuten fuhren wir durch ein sehr luxuriöses Villenviertel, das mich ein wenig an Beverly Hills erinnerte – so, wie ich es aus dem Fernsehen kannte. Wir bogen in eine Auffahrt ab und stoppten an einem Wachhäuschen. Ein bewaffneter Mann in Uniform öffnete das schmiedeeiserne Tor mir einer Fernbedienung, nachdem er Arturo erkannt und überschwänglich begrüßt hatte. „Ich bin nicht so oft hier und übernachte meistens in meinem kleinen Apartment in der Stadt. Weißt du, seit ich nicht mehr mit meiner Frau… Allein fühle ich mich hier nicht wohl, obwohl ich die gesamte Inneneinrichtung schon ausgetauscht habe!“ Das beruhigte mich etwas, es hätte mir nicht behagt, die deutliche Handschrift einer anderen Frau im Haus zu spüren. Das Haus war ein weitläufiger Bungalow mit einem Innenhof und viel Glas. Und die Einrichtung bestand ausschließlich aus Designermöbeln, die aber nicht kühl wirkten, sondern harmonisch auf die extravagante Architektur abgestimmt waren. Am Ende eines verwinkelten Flures stoppte Arturo und schaute mich verlegen an. Ich hätte ihn aufessen können, so süß war er! Jetzt war ich an der Reihe. „Wo ist dein Schlafzimm
er…?“, fragte ich mit extra dunkler Stimme und er zeigte stumm auf die rechte Tür. Ich öffnete und ging hinein. Der Raum war riesig und das Bett stand leicht erhöht auf einem Podest. Ein paar Stufen führten nach unten zu einem kleinen Pool und dahinter schwebten riesige Glastüren, durch die man einen phantastischen Blick in den weitläufigen Garten hatte. Arturo stand immer noch im Flur. „Komm rein und stell den Koffer irgendwo hin, ich kann ja auch später noch auspacken. Ich würde jetzt gern erst mal mit dir baden, der Pool sieht ja wirklich verführerisch aus…“ Ohne eine Antwort abzuwarten kickte ich meine Sandaletten weg und nestelte bewusst ungeschickt an den kleinen Knöpfen auf meinem Rücken herum. „Willst du mir denn nicht ein bisschen helfen…?“ Ich drehte nur meinen Kopf zur Seite und warf Arturo einen schmachtenden Blick zu. Na endlich, jetzt setzte er sich in Bewegung. Langsam schloss er die Tür und stellte den Koffer ab, ohne den Blick von mir zu lösen. Dann stellte er sich hinter mich und küsste mich zärtlich auf den Nacken – dafür hatte ich vorsorglich schon eine Hochsteckfrisur gewählt! Knopf für Knopf meines Kleides machte er mir seinen geschickten Fingern auf und knabberte sich mit seinen Küssen bis runter zum Anfang meiner PO spalte. Jetzt machte ich einen Schritt nach vorn, ließ mein Kleid auf den Boden fallen und zog gleichzeitig mit einer souveränen Selbstverständlichkeit meinen String – Tanga aus. Ohne mich zu Arturo umzudrehen ging ich vollkommen nackt zum Pool und stieg langsam in das Wasser. Es war perfekt auf Körpertemperatur eingestellt – nicht zu kalt und nicht zu warm. Ich sah in den Garten und hörte hinter mir das zügige Rascheln von Kleidung. Leise Schritte auf den dunklen Natursteinfliesen kamen kurz danach auf mich zu und hielten genau hinter mir an. „Möchtest du etwas trinken, ein Glas Champagner vielleicht…?“ „Ja gern – auch wenn ich mir keinen Mut für dich antrinken brauche! Darf ich mich zu dir umdrehen…?“ Vor Aufregung hatte ich bereits eine Gänsehaut und meine Brustwarzen waren schon deutlich aufgerichtet. „Natürlich, ich bin doch kein kleiner Junge und brauche mich bestimmt nicht verstecken…!“ Ich hörte das Lachen in seiner Stimme und setzte mich jetzt auf die gegenüberliegende Seite des Pools. Arturo war bereits an der Bar und ich sah ihn von hinten – er hatte absolut Recht! Trotz seiner Größe hatte er einen sehr athletischen und durchtrainierten Körper. Er war nahtlos braun und sein leicht olivfarbener Teint schimmerte verführerisch in der Sonne. Gleich würde er sich umdrehen… Ich hatte es geahnt – ein Waschbrettbauch!!! Die leichte dunkle Brustbehaarung passte ausgezeichnet zu dem erotisch maskulinen Rest und erfreut registrierte ich, dass er an den entscheidenden Stellen rasiert war. Und die entscheidende Stelle selbst – huh, ich hatte zwar schon größere gesehen, aber dieser würde mir ganz besonders gut passen, das konnte ich jetzt schon sagen… Mit beiden Gläsern in der einen und der geöffneten Flasche in der anderen Hand stieg er vorsichtig die Stufen in den Pool hinunter. Er reichte mir ein Glas und füllte dann unsere Gläser mit dem schäumenden Champagner. „Bienvenida a mi casa…“ Wir stießen an und tranken beide unsere Gläser in einem Zug leer. Gleichzeitig stellten wir sie auf dem Rand des Pools ab und ich näherte mich Arturo und küsste ihn. Er ließ seine Zunge sanft zwischen meine Lippen gleiten und streichelte mir mit beiden Händen über den ganzen Körper. Er saß mit dem Rücken an die Wand des Pools angelehnt und ich kniete mich vorsichtig über seinen Schoß. Dann rutschte ich auf seinen Schenkeln soweit es ging nach vorn. Arturo schob sein Becken ein wenig von der Wand weg und fasste mit beiden Händen unter meine Po backen. Er zog mich jetzt so fest an sich, dass sein hoch aufgerichteter Schwanz wie bei einem Sandwich zwischen unseren strammen Bäuchen gefangen war. Ich spürte wie er pulsierte und noch dicker zu werden schien. Arturo stöhnte leicht und seine Küsse wechselten nun von leidenschaftlich auf immer wilder. Er hielt mich nun fest umschlungen und ich wackelte etwas hin und her, so dass sein Schwanz zwischen unseren Körpern leicht gerollt wurde und einen starken Reiz auf mein Lustknöpfchen übertrug. Auch ich war jetzt sehr heiß geworden und spürte trotz des mich umgebenden Wassers, wie meine Säfte zu fließen begannen, lange würde ich es nicht mehr aushalten… Arturo hatte es gemerkt und hob mich schwerelos an, gerade nur so viel, dass seine pralle Spitze auf der Höhe meines glühenden Eingangs lag. Ich brauchte ihn nur ein klein wenig zu führen und er schlüpfte mühelos hinein. Dann spürte ich, wie der dicke Schaft mich Zentimeter für Zentimeter lustvoll weiter ausfüllte – es war ein göttliches Gefühl! Wir waren beide schon zum Zerplatzen geil, die ganzen Telefonate und die Wartezeit waren unser Vorspiel gewesen! Jetzt fühlte ich seit langem wieder diese unglaublich brodelnde Flut in mir aufsteigen und ich schrie hemmungslos meine Lust aus mir heraus. Auch Arturo kam nur wenige Sekunden nach meinem ersten Orgasmus mit ganz sanften Stößen und das Gefühl und die Vorstellung seines sich jetzt tief in mir verströmenden Saftes löste meine zweite Welle aus. Ich schnappte nach Luft und warf mich an seine Brust. Sein Schwanz hatte sich in mir genauso gut angefühlt, wie ich es gehofft hatte und er pulsierte immer noch deutlich spürbar. In meiner Brust konnte ich deutlich meinen Herzschlag spüren und das Klopfen übertrug sich auf Arturo. „Ich weiß nicht was ich sagen soll, das war… Mein ganzes Leben habe ich wohl nur auf dich gewartet…!“ Er fasste mich an den Schultern und schob mich ganz zärtlich zurück, so dass ich ihn ansehen musste. „Ich fühle dasselbe wie du…“ Ich gab ihm einen Kuss auf die Nase und dann auf den Mund. In meiner geschmeidigen Lustspalte regte sich schon wieder etwas. „Oh, was ist das denn, haben wir noch Hunger…?“ Arturos Hände spielten nun mit meinen festen Brüsten und sein zufriedenes Grinsen zog sich über das gesamte Gesicht. „Ja, aber vielleicht sollten wir uns das Dessert für später aufheben. Wie wäre es jetzt mit etwas Richtigem zum Essen…?“ Ich horchte kurz im mich hinein und verspürte jetzt wirklich ein deutliches Hungergefühl. Wir krabbelten aus dem Pool und machten uns bereit zum Essen. Arturo sagte dass wir hier im Haus bleiben würden und ich öffnete meinen Koffer um mir etwas Bequemes heraus zu suchen. Aber wir gingen nicht in die Küche, sondern ins Esszimmer – alles war gedeckt und wir bekamen ein vorzügliches 5–Gänge-Menu serviert. „Ich dachte wir wären allein hier im Haus, meinst du sie haben uns gehört…?“, flüsterte ich Arturo zu, als die freundliche Hausangestellte den Raum verlassen hatte. „Na und wenn schon, ich denke sie freuen sich jetzt auch, wenn ich wieder glücklich bin! Aber das Haus ist sehr groß und unser Schlafzimmer sehr abgelegen. Wollen wir jetzt dort unseren „Nachtisch“ einnehmen…?“ Ich zwinkerte Arturo zu und reichte ihm meine Hand. Er machte eine übertriebene Verbeugung und führte mich dann wie eine Königin in sein „Schlafgemach“… 35 Auch die verschiedenen Gänge des „Nachtisches“ waren exorbitant gewesen und erst spät in der Nacht waren wir beide erschöpft, aber glücklich eingeschlafen. Am Morgen klingelte der Wecker und nur sehr unwillig stand ich auf. Gleich nach dem Frühstück sollten wir uns mit Raoul treffen und jetzt konnte ich die Gedanken daran nicht mehr verdrängen. Bald verließen wir das Haus, aber Arturo ging mit mir zu Fuß den Weg hinunter in Richtung Tor. „Warum nehmen wir kein Auto, wo soll das Treffen überhaupt stattfinden…?“ Ich war etwas irritiert. „Es wird bei ihm zu Hause sein – er ist mein Nachbar…!“ Mit offenem Mund blieb ich stehen und starrte Arturo an, wieso hatte er mir das bisher verschwiegen…? „Ich hatte dieses Grundstück damals per Zufall angeboten bekommen, aber es war mir einfach zu groß. Ich erzählte Raoul davon und er machte den Vorschlag das Grundstück z
u teilen, jeder baute dann ein Haus auf seiner Seite. Aber wir sehen uns nur selten, eigentlich nur geschäftlich – ich bin nicht mit ihm befreundet, falls du das vielleicht denkst…!“ Arturo hatte einen ehrlichen Blick und ich wollte ihm ja auch vertrauen. Ohne noch etwas dazu zu sagen nahm ich seine Hand und wir gingen weiter. Der Wachmann fand es wohl ziemlich ungewöhnlich, dass wir zu Fuß unterwegs waren und fragte Arturo gleich zwei Mal, ob alles in Ordnung sei. Argwöhnisch schaute er uns hinterher, bis wir am Ende der langen Hecke das nächste Tor erreichten. Hier wusste man Bescheid. „Buenos dias, señores, Don Raoul erwartet sie bereits…!“ Angewidert von dem Namen schritt ich Hand in Hand mit Arturo den sanften Hügel nach oben in Richtung Haus. Es passte zu Raoul, es war ein herrschaftliches zweistöckiges Gebäude im klassischen Hazienda – Stil. Ein Diener öffnete uns die Tür und mit sehr gemischten Gefühlen folgte ich Arturo ins Haus. Innen erinnerte es mich an das Haus im Wald und ein eiskalter Schauer fuhr mir den Rücken hinunter. „Sie kennen den Weg…!“, sagte der Diener und verbeugte sich kurz vor uns, bevor er sich umdrehte und verschwand. Arturo ging den linken Gang entlang und klopfte am Ende an eine schwere Holztür. „Si…!“ Ich erkannte schon an dem einen Wort Raouls Stimme und wäre am liebsten davon gelaufen, aber es war zu spät. Arturo hatte meine Hand fest umschlossen und zog mich hinter sich in das Arbeitszimmer von Raoul. Er saß hinter dem Schreibtisch und grinste mich widerlich an. „Schön dich wieder zu sehen, meine Wildkatze…“ Ich blieb an der Tür stehen und Arturo ging mit dem Aktenkoffer zu Raoul. Ich erwartete, dass Raoul aufstehen würde, aber er blieb einfach sitzen und drückte einen Knopf auf seinem dunklen Holzschreibtisch. Hinter mir hörte ich ein klackendes Geräusch von der Tür – offensichtlich hatte er sie verschlossen! Ich schaute erschreckt zu Arturo, doch der bleib ganz ruhig. „Hier sind die Papiere, du musst jeweils auf der letzten Seite links unterschreiben!“ Arturo hatte einen kleinen Stapel Papier vor Raoul ausgebreitet, der nun den Blick von mir abwandte und nach einem dicken Füllfederhalter griff. Ohne sich die Verträge noch einmal anzuschauen unterschrieb er blind alle Exemplare, offensichtlich hatte er großes Vertrauen zu Arturo. Dann hielt er ihm den Stapel hin und Arturo sortierte die Papiere in verschiedene Fächer des geöffneten Aktenkoffers, den er am Ende des großen Schreibtisches abgestellt hatte. Beide sahen nun meine Richtung und ihr Blick gefiel mir überhaupt nicht… „So mein Täubchen, jetzt kommt der angenehme Teil. Arturo, würdest du mir bitte assistieren…?“ Raoul hielt plötzlich ein Rasiermesser in der Hand und schwenkte es diabolisch grinsend vor seinem Gesicht herum. Und auch Arturo hatte eine lange Pistole aus seinem Aktenkoffer geholt, die er jetzt auf mich richtete. Ich war wie gelähmt, sämtliche Empfindungen waren wie nach einer Explosion atomisiert. Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen – Raoul und Arturo…? Raoul warf Arturo einen kurzen verschwörerischen Blick zu und stützte sich auf die Tischplatte, um sich zu erheben. Aber im selben Moment drückte ihm Arturo plötzlich den Lauf der Pistole an die Schläfe und drückte unverzüglich ab. Ein dumpfer Knall ertönte und Raouls Oberkörper sackte krachend auf den Tisch. Sein Kopf lag auf der Seite und die Augen waren noch geöffnet. Aus dem kleinen Einschussloch strömte das Blut, aber auch an der Unterseite hatte sich schon eine große Lache gebildet, anscheinend war die Kugel dort wieder herausgekommen. Nach einem kurzen Blick auf Raoul nickte mir Arturo aufmunternd zu, für ihn schien alles in Ordnung zu sein. Aber ich war so aufgewühlt wie noch nie – was war hier bloß los…? Arturo zog sich Gummihandschuhe an und schraubte etwas von der Pistole ab – ich vermutete dass es ein Schalldämpfer war – säuberte ihn mit einem Taschentuch und steckte ihn in ein Fach des Aktenkoffers. Ebenso verfuhr er mit dem Rasiermesser. Dann klappte er die Trommel aus der Pistole und tauschte die leere Hülse gegen eine neue Patrone aus. Anschließend wischte er routiniert und gründlich über die Pistole, drückte sie in die rechte Hand von Raoul und feuerte einen lauten Schuss in Richtung des geöffneten Fensters ab. Die Hand mit der von Raoul fest umklammerten Waffe ließ er sofort danach seitlich nach unten fallen. Der Lauf der Pistole berührte jetzt den Boden. Dann drückte er den Türknopf und lief laut um Hilfe rufend aus dem Raum. Ich stand immer noch wie angewurzelt da. Der Diener kam in das Arbeitszimmer gelaufen und hielt sich vor Schreck die Hände vors Gesicht. Von draußen hörte ich, wie Arturo am Telefon mit der Polizei sprach. Ich ging zurück in die Halle und setzte mich in einen Sessel. Einer der Wachleute stürmte an mir vorbei und sprach aufgeregt mit Arturo, aber der erzählte ihm etwas von einer schrecklichen Tragödie. Nur kurze Zeit später kam die Polizei, die Geschwindigkeit ihres Eintreffens überraschte mich. Nach einem kurzen Blick ins Arbeitszimmer kam der comisario zurück in die Halle. „Was ist hier geschehen…?“ Arturo warf einen kurzen Blick auf mich und begann zu erzählen. „Nun, Don Raoul ist, ich meine war ein alter Freund und auch Klient von mir, der sich stets in Vertragsangelegenheiten von mir beraten ließ. Er hatte mich und meine neue Verlobte für heute Morgen zu sich gebeten und mir vorher nur gesagt, dass es sich um einen halb privaten und halb geschäftlichen Termin handeln würde. Er empfing uns in seinem Arbeitszimmer und übergab mir ein Schriftstück, das ich vorher noch nie gesehen hatte – sein Testament…! Noch während ich es überflog und überraschend feststellte, dass er mich und meine Verlobte als gemeinschaftliche Erben eingesetzt hatte für den Fall dass wir später heirateten, holte er plötzlich eine Pistole aus der Schublade und nahm sich das Leben…“ Arturo machte ein erschüttertes Gesicht und sah aus, als ob er gleich anfangen würde zu weinen. „Ich wusste, dass er vor einiger Zeit diesen „Unfall“ hatte und deswegen nie mehr mit einer Frau zusammen sein wollte, aber ich hätte doch nie gedacht dass mein neues Glück ihn veranlassen könnte…“ Arturo setzte sich kraftlos neben mich und ich legte meinen Arm tröstend um ihn. Wie von selbst fingen nun meine Tränen an zu rollen und ich fing einen mitleidigen Blick des Beamten auf. „Señora, haben Sie der Sc***derung des Herrn abogado noch etwas hinzuzufügen…?“ Ich schüttelte mit dem Kopf. „Sie können dann gehen, ich werde mich bei Ihnen melden wenn noch etwas ist. Señor Bruckner, dürfte ich nur kurz einen Blick auf das Testament werfen…?“ Arturo stand auf und kam nach kurzer Zeit aus dem Arbeitszimmer zurück. Vor den Augen des Kommissars öffnete er den Aktenkoffer und holte einen Umschlag hervor, den er dem Beamten übergab. Der Kommissar blätterte nur kurz durch das mehrseitige Dokument und gab es dann an Arturo zurück. „Schicken Sie mir davon bitte eine Kopie ins Büro…? Das Original möchte ich nicht behalten, es ist zu wertvoll. Sie wissen, dass Sie jetzt ein sehr reicher Mann sind…?“ Ein prüfender Blick ruhte nun auf Arturos Gesicht. „Ich war auch bisher nicht unvermögend, das werden ihre Ermittlungen schnell ergeben!“ Arturo klang jetzt sehr selbstbewusst. „Komm Andrea, wir gehen nach Hause. Auf Wiedersehen und vielen Dank, dass sie so schnell gekommen sind, Señor comisario!“ Wir gaben dem Beamten die Hand und verließen das Haus von Raoul. Ein Krankenwagen kam uns von der Einfahrt entgegen. Schweigend und Hand in Hand gingen wir zu Arturos Haus zurück. Im Salon nahm er zwei große Cognacschwenker aus dem Schrank und goss uns sehr großzügig etwas aus einer geschliffenen Karaffe ein. „Französischer Armagnac – fast 100 Jahre alt“, sagte er und nahm einen großen Schluck. Noch immer wartete ich auf eine Erklärung. Jetzt sah mich Arturo bedeutungsvoll an. „Cristina ist meine Schwester…!“ Das war es also! So langsam nahm mein verwirrter Verstand seine Arbeit wi
eder auf. „Aber warum habt ihr mir denn vorher nichts gesagt, das verstehe ich nicht…?“ Arturo nahm meine Hand. „Es war nur so ein Gefühl, ich kann dir nicht sagen warum ich Cristina gebeten habe, mich als Freund auszugeben. Und von der Sache heute wissen nur du und ich. Mach dir keine Gedanken, es wird keine große Untersuchung geben. Und wenn – die Ausrüstung unserer Polizei ist veraltet, aber warum sollten Sie unsere Geschichte nicht glauben…? Es gibt kein Motiv, ich bin zwar nicht so reich wie Raoul, aber ich habe bereits mehr Geld verdient als ich überhaupt ausgeben kann. Und niemand weiß, dass Cristina meine Schwester ist – wir hatten verschiedene Mütter – mein Vater hatte es mir selbst erst auf seinem Sterbebett erzählt… Deshalb war die Bezeichnung „Freund“ ja nicht ganz so erfunden, wir hatten uns erst als junge Erwachsene kennen gelernt, uns aber danach sehr oft gesehen. Und dann verschwand sie irgendwann – spurlos – einfach so! Du glaubst nicht wie lange ich nach ihr gesucht habe… Raoul hatte ich nach Beendigung meines Studiums das erste Mal getroffen, sein Vater war angeblich verunglückt, das war kurz nach seinem Abitur. Wenn ich auch nur den Hauch einer Ahnung gehabt hätte, dass er später Cristina… Ich hatte sie ihm auch noch vorgestellt…! Und von seinen späteren „Geschäften“ erzählte er mir natürlich nichts, ich kümmerte mich nur um seine Finanzverwaltung. Bei Cristinas Anruf nach so vielen Jahren hat mich vor Freude fast der Schlag getroffen, aber als ich dann hörte wer dahinter steckte, und was er euch angetan hatte, musste ich weinen… Und dann lernte ich dich kennen und plötzlich war alles klar! Ich bin alles andere als ein gewalttätiger Mensch, aber ich musste es tun – für euch – das verstehst du doch…?“ Sein flehender Blick berührte das Innerste meiner Seele und ich nickte stumm. Arturo ging zum Aktenkoffer und öffnete ihn. Ein versteckter Mechanismus öffnete den Boden und die Verträge mit uns Frauen kamen zum Vorschein. Er nahm sie heraus und ging damit rüber zum Kamin. Ganz ordentlich drapierte er die Seiten zwischen den verkohlen Holzscheiten und zündete sie an. Dann ging er zurück, holte das Rasiermesser und den Schalldämpfer aus demselben Fach des Koffers und verließ kurz den Raum. „Ich habe die Sachen in einem absolut sicheren Zwischenversteck untergebracht – reine Vorsichtsmaßnahme – denn niemand wird hierher kommen, um etwas zu suchen…“Arturo sollte Recht behalten, schon nach wenigen Wochen wurde der Fall als klarer Selbstmord zu den Akten gelegt. Die Waffe war zweifelsfrei als die von Raoul identifiziert worden und die fehlende Kugel hatte er sich nach den Ermittlungen eindeutig selbst durch den Kopf gejagt, das Geschoss war in der gegenüberliegenden Wand stecken geblieben. Arturo hatte die Pistole bei seinem ersten Besuch „für alle Fälle“ von Raoul erhalten und der fehlende Schalldämpfer war später niemandem aufgefallen – wahrscheinlich wusste ohnehin nur Raoul selbst davon. Auch das Testament wurde von niemandem angefochten, die Unterschrift war ja echt und es gab keine Verwandten mehr – und von seinen vielen Kindern wusste ja niemand etwas! Arturo hatte es richtig eingeschätzt, Raoul hatte ohne es zu wissen auch sein eigenes Testament mit unterschrieben, das zwischen den Verträgen versteckt gewesen war. Die eigentlichen Verträge hatten wir vernichtet, so dass niemals jemand auf einen Zusammenhang zu den Frauen kommen dürfte. Und die Anteile überwies Arturo ihnen dann später von seinem Konto auf den Cayman Islands, zumindest in steuerlicher Hinsicht hatte er wohl doch seine kleinen Geheimnisse…! Jetzt fehlte aber noch eine Bedingung um an das Vermögen von Raoul heranzukommen – Arturo und ich mussten heiraten! Cristina war hoch erfreut darüber und war kaum noch zu bremsen. Aber ich hatte ein „kleines“ Problem – Matthias und ich waren immer noch verheiratet! Über Ramirez kam ich an seine neue Telefonnummer, auf Formentera hatte ich ihn nicht erreichen können. Jetzt hatte ich den Hörer in der Hand und nagte nervös an meiner Unterlippe – wie würde er nach all den Monaten reagieren…? 36 „Gehst du mal ran? Ich wickele gerade den Kleinen!“ Stephanies Stimme kam von irgendwo oben aus dem Haus, während ich im Wohnzimmer nach dem verdammten Mobilteil suchte. Ich folgte der Quelle des dumpfen Gedudels und fand das Telefon endlich unter einem Kissen auf der Couch. „Ja, hallo…?“ Mir fiel auf wie gereizt ich in den Hörer fauchte, doch schuld daran war nur die nervige Suche nach dem Telefon gewesen, sonst war alles in Ordnung. „Matthias…, ich bin’s – Andrea…“ Sofort beschleunigte sich mein Puls, der unerwartete Klang ihrer Stimme brachte mich aus dem Konzept. Ich schluckte. „Andrea…! Geht es dir gut…?“ Ich hörte wie Stephanie mit unserem brabbelnden Sohn die Treppe hinunter kam. „Ja, ich bin jetzt wieder ganz OK, glaube ich… Was ist denn das für ein Geräusch, bist du nicht allein…?“ Ich sah rüber zu Stephanie, die mich fragend anschaute, weil sie noch nicht wusste mit wem ich sprach. Sie gab mir fragende Zeichen mit der Hand, ob sie mich allein lassen sollte, aber ich schüttelte den Kopf. „Nein Andrea ich bin nicht allein, Stephanie ist bei mir und wir haben einen Sohn…!“ Stephanie machte ein kritisches Gesicht, ihr gefiel anscheinend nicht, wie unverblümt ich Andrea diese Nachricht an den Kopf geworfen hatte, aber ich stand dazu! „Echt…? Das ist ja toll, da freue ich mich wirklich für euch! Wenn ich das gewusst hätte, dann… Ich hatte schon oft daran gedacht mich wieder zu melden, aber ich hatte ein schlechtes Gewissen…“ Andrea schien sich wirklich zu freuen und ich hörte auch aus ihrer Stimme heraus, wie erleichtert sie jetzt war. Hatte sie vielleicht gedacht, ich würde hier weinend in der Ecke sitzen und auf sie warten…? Aber was wollte sie eigentlich…? „Und einen Sohn habt ihr auch – Wahnsinn – wie heißt er denn…?“ Sie hatte sich wieder etwas gefangen. „Du wirst es nicht glauben – Matthias! Er ist 7 Monate alt und sieht genauso aus wie ich als ich klein war, aber seine Augen sind so blau wie die von Stephanie!“ „Stephanie… Seid ihr glücklich, liebt sie dich noch sowie damals…? Ich weiß, dass es dir sehr schwer gefallen war eine Entscheidung zu treffen, aber ich bin wirklich froh, dass ihr euch dann doch noch gefunden habt!“ Andrea klang sehr ehrlich, aber ich hatte immer noch keine Ahnung, warum sie eigentlich angerufen hatte. „Ja, ich bin auch froh, dass sich alles so entwickelt hat wie es jetzt ist!“ Stephanie zog die Augenbrauen zusammen, sie hörte ja nicht was Andrea sagte und konnte sich auch noch nichts Richtiges zusammenreimen. Ich gab ihr ein „Daumen hoch“ Zeichen. „Aber du rufst doch nicht zufällig an, kann ich etwas für dich tun…? Dein ganzes Geld ist übrigens auch noch auf dem Konto, brauchst du denn gar nichts mehr…?“ „Ach – das Geld, das ist noch ein anderes Thema! Du, ich kann dir das alles gar nicht so am Telefon erzählen. Wir werden bald eine ganze Menge Geld bekommen und einen großen Teil davon werde ich euch abgeben. Nein, was ich eigentlich sagen wollte ist… Ich habe jemanden kennen gelernt und wir… Mann ist das blöd… – wir wollen heiraten – so, jetzt weißt du es!“ Ich musste kurz darüber lachen, wie Andrea um den Brei herum geredet hatte. Aber während des Gespräches waren mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf gegangen – ich sah Stephanie und hörte Andrea und meine Gefühle durchliefen unzählige Schleifen… Natürlich war mir Andrea nicht egal, doch während ich ihr schonend klar zu machen versuchte, dass Stephanie jetzt eindeutig die Frau in meinem Leben war, hatte sie mir genau das Gleiche von ihrem Partner sagen wollen! Ich war erleichtert. „Na das ist doch super, jetzt weiß ich auch warum Ramirez immer so herumgedruckst hat…“ „Wie, du hast dich nach mir erkundigt…?“ Andrea klang total überrascht. „Na klar, wir wollten doch wissen wie es dir so geht…“ Am anderen Ende war es jetzt still. „Hey, ist schon OK
– du brauchst jetzt kein schlechtes Gewissen mehr zu haben! Aber ich hoffe doch, dass wir von jetzt ab öfter mal was voneinander hören – auch nach unserer „Scheidung“!“ Ich versuchte, besonders locker und fröhlich zu klingen. „Du bist einfach zu lieb, ich hätte dich auch gar nicht mehr verdient!“ Mit dieser scherzhaft ernsten Bemerkung meldete sich Andrea zurück. „Wollt ihr denn dann auch heiraten, Stephanie und du – mir kommt da spontan der Gedanke an eine Doppelhochzeit…!“ Ans Heiraten hatten wir noch gar nicht gedacht, beziehungsweise ich nicht – Stephanie bestimmt! Der Gedanke gefiel mir aber außerordentlich gut. „Ich werde sie fragen, aber erst mal muss ich ihr ja noch die erste Frage stellen. Außerdem ist sie glaube ich auch noch verheiratet…?“ Ich blinzelte rüber zu Stephanie und sie tippte sich belustigt mit dem Finger an die Stirn, mittlerweile konnte sie sich denken worüber wir sprachen. „OK Andrea, ich werde bald mit einem Anwalt sprechen, damit er die Dinge gemeinschaftlich für uns regelt. Ich denke, dass wir das schnell hinbekommen werden!“ Wir verabschiedeten uns und ich erzählte Stephanie, was mir Andrea alles gesagt, beziehungsweise angedeutet hatte. Ich merkte ihr an, dass sie jetzt sehr erleichtert war, wahrscheinlich hatte sie immer Angst vor einer möglichen Rückkehr von Andrea gehabt. Gleich am nächsten Tag zog ich unauffällig los und kaufte heimlich einen Verlobungsring aus Platin, der mit einem imposanten hellblauen Diamanten besetzt war, ohne dabei zu protzig zu wirken. Als Datum für die Gravur wählte ich den Tag unserer Befreiung auf dem Schiff. Nachdem der Kleine im Bett war, machten wir es uns im Wohnzimmer gemütlich. Ich hatte Feuer in dem kleinen Kamin gemacht und überall Kerzen aufgestellt. Die Gläser mit dem Rotwein lüfteten auf dem Tisch und im Hintergrund lief ruhige, leise Jazzmusik. „Was soll das denn werden, willst du mich verführen…?“ Stephanie kam barfuß die Treppe hinunter und ihre schlanken braunen Beine schauten frech unter dem kurzen luftigen Sommerkleid hervor. „Ja, zumindest hoffe ich dass es klappt! Aber erst wollte ich dich noch etwas anderes fragen…“ Ich kniete mich hin und klappte feierlich die Schachtel mit dem Ring vor ihr auf. „Möchtest du meine Frau werden…?“ „Ja…!“ hauchte mir Stephanie noch zu, bevor sie sich auf mich stürzte und mit Küssen überdeckte. Dann schnappte sie sich den Ring und steckte ihn sich selbst an – er passte perfekt. Sie stand nun vor mir und streifte sich langsam die Träger ihres Kleides herunter. Es rutschte ein Stück nach unten und blieb dann an ihrem Busen hängen, der auch nach der Schwangerschaft noch genauso schön war wie vorher, und vielleicht sogar noch ein kleines bisschen größer… Ich zog unten am Saum des Kleides und es landete wie ein kleiner Fallschirm auf ihren Füßen. Stephanie trug kein Höschen, das tat sie hier eigentlich auch selten und ich bewunderte wie schon so oft ihren makellosen Körper. „Ich liebe es wenn du mich so anschaust, in diesen Momenten habe ich das Gefühl, dass ich alles für dich bin…“ Sie schaute jetzt mit einem verklärten Blick auf mich herab. „Aber das bist du doch auch, und deshalb möchte ich dich heiraten!“ Stephanie schaute mich auf einmal sehr nachdenklich an, irgendetwas schien sie stark zu beschäftigen. „Weißt du Matthias, eine Ehe bedeutet für mich sehr viel mehr als nur zusammen zu leben und sich treu zu sein. Deshalb war es mir auch unmöglich geworden, es noch einmal mit Sven zu versuchen. Natürlich ist das mit uns etwas ganz anderes und ich bin mir deiner Liebe auch sicher, aber es gab auch andere Frauen in deinem Leben… Nicht dass du mich jetzt falsch verstehst, aber ich habe es auch genossen, dich auf dem Schiff nur für mich zu haben – du gehörtest allein mir und ich war deine „Sonne“…“ Sie machte eine kleine Pause. „Niemand zwingt dich mich zu heiraten und ich bin auch so glücklich, aber wenn du es doch tust dann erwarte ich, dass ich auch in deinem Kopf wirklich die Einzige bin und bleibe, du solltest dir also ganz sicher sein…!“ Ihr Gesicht war jetzt schon nicht mehr ganz so streng und da war sie wieder – die abwartend hochgezogene Augenbraue. Ich beugte mich nach vorn und umfasste Stephanies schlanke Fesseln mit den Händen. Demütig küsste ich nun ihre Füße. Plötzlich traf mich etwas Heißes im Rücken und ich zuckte zusammen. Stephanie hatte eine Kerze vom Tisch genommen und etwas flüssiges Wachs auf mich tropfen lassen. Verwundert schaute ich sie an. „Das wollte ich schon immer mal machen…“ Stephanie lächelte jetzt sehr geheimnisvoll. „Also gut, mein Bräutigam, wie wäre es denn jetzt mit einer schönen Massage für mich…? Das letzte Mal ist schon eine ganze Weile her!“ Sie ging rüber zum Kamin und zog den flauschigen kleinen Teppich näher heran. Dann legte sie sich davor mit geschlossenen Augen auf den Bauch und wartete. Ich stand auf um das Sonnenöl von der Terrasse zu holen, und schon auf dem Rückweg zog ich mich Stück für Stück aus. Das Feuer des Kamins zauberte phantastische Lichtreflexe auf Stephanies Haut und ich war plötzlich sehr erregt, aber anders als sonst! Ihr leicht dominantes Verhalten hatte etwas in mir ausgelöst, das ich so noch nicht kannte, aber ich fühlte, dass ich noch viel mehr davon haben wollte… Die Nacht verlief etwas anders als sonst. Ich verwöhnte Stephanie nach allen Regeln der Kunst und sie wand sich dabei bebend und von heftigen Orgasmen geschüttelt unter meinen Händen, aber sie bot sich mir nicht an! Und als sie genug hatte, nahm sie einfach meine Hand und wir gingen nach oben ins Bett. Dort erklärte sie mir feierlich, dass der Sex zwischen uns ab jetzt etwas ganz Besonderes sein sollte – eine wirkliche Kostbarkeit! „Weißt du, wir machen es hier jeden Tag, zu allen möglichen Zeiten und es ist auch immer sehr schön. Aber ich habe Angst, dass es sich dadurch irgendwie abnutzt und du dann das Interesse an mir verlierst…“ Ich schüttelte energisch den Kopf, aber Stephanie blieb unbeirrbar. „Wie auch immer, du musst selbst zugeben dass es auch für dich schöner ist, wenn du dich nach einer kleinen Enthaltsamkeitspause dann wieder „richtig“ auf mich freust – oder…?“ Ich zuckte halb zustimmend mit den Schultern, natürlich hatte sie wie immer Recht. „Na siehst du, dein Frauchen weiß ganz genau was du brauchst…!“ Stephanie gab mir einen langen Kuss und drehte mich dann mit sanftem Druck auf die Seite, damit sie sich an mich ran kuscheln konnte. Ich spürte ihren Atem in meinem Nacken, ihre kühlen Brüste auf meinem Rücken und ihren heißen Schoß an meinem Hintern und brauchte noch sehr lange, um trotz meiner Erregung einschlafen zu können… Am nächsten Tag rief ich Behringsdorf an und bat ihn um Hilfe bezüglich der Scheidungsgeschichten. Er freute sich sehr zu hören, dass wir jetzt alle wieder glücklich waren und versprach, sich schnellstens um alles zu kümmern. Dann hörte ich so etwas wie einen kleinen Kampf um das Telefon und plötzlich Tanjas Stimme. „Hallo Matthias, so ein Zufall! Ich bin gerade bei meinem Vater im Büro und der hätte doch glatt aufgelegt, ohne mich mit dir sprechen zu lassen. Wie geht es dir…? Ich habe oft an dich gedacht…“ „Oh – hallo Tanja! Uns geht es gut, ich weiß nicht ob du mitbekommen hast, dass ich mit Stephanie zusammen bin und wir einen kleinen Sohn haben. Wir wollen bald heiraten und dein Vater besorgt uns einen Anwalt wegen den Scheidungen…“ Tanja räusperte sich. „Schade… Ich bin auch nicht mehr mit meinem Mann zusammen, überhaupt haben sich die meisten Paare vom Schiff inzwischen getrennt. Trotzdem – ich wünsche euch alles Gute und vielleicht sehen wir uns ja mal… Was macht eigentlich Andrea?“ Ich erzählte Tanja kurz was ich so wusste und verabschiedete mich dann schnell von ihr, nachdem Stephanie mir einen vernichtend strengen Blick zugeworfen hatte. Aber sie sagte nichts weiter dazu, sondern ließ mich einfach noch 2 Tage schmoren, bis ich wieder mit ihr schlafen durfte. Aber dann wurde es wirklich so wie
sie gesagt hatte, durch die Wartezeit und die Vorfreude darauf erlebten wir unseren Sex viel intensiver und so blieb es auch in der Zeit danach. Etwa drei Wochen nach meinem Anruf bei Behringsdorf erhielt ich von ihm die Nachricht, dass alles soweit vorbereitet sei, und er nur noch die unterschriebenen Vollmachten von uns vieren benötigte, die bereits per Kurier an uns unterwegs seien. Schon am nächsten Morgen stand ein Mann der spanischen „World Wide Express“ vor unserer Tür. Er hatte die Anweisung, die unterschriebenen Dokumente gleich wieder in einem vorbereiteten Umschlag mit zurück zu nehmen. Stephanie und ich überflogen kurz die Vollmachten für die Scheidungsanträge, aber es war alles ganz klar. Es gab keine Kinder und auf jegliche wechselseitige Ansprüche wurde verzichtet. Bei der Angabe der Trennungszeit hatten wir etwas gemogelt, aber so richtig zusammen war ich mit Andrea nach ihrer Befreiung ja auch nicht mehr gewesen… Am Abend rief sie an. „Hi Matthias, ich habe die Papiere bekommen und auch gleich wieder unterschrieben zurückgeschickt!“ Ich sagte ihr, dass wir das auch schon getan hatten, aber das war ihr nicht so wichtig. „Ich rufe aber eigentlich wegen etwas anderem an… Also ich hatte doch schon mal angedeutet… OK – Pass auf – Raoul ist tot, wie und warum erzähle ich dir dann wenn du hier bist. Auf jeden Fall wird sein gesamtes Vermögen auf uns übertragen werden. Aber vorab hatten wir schon Einsicht in seine privaten Papiere und – halt dich fest – es gibt Hinweise auf Franck! Wann kannst du kommen…?“ 37 Es lief mir eiskalt den Rücken hinunter! Raoul tot – OK, mit ihm hatte ich eigentlich schon abgeschlossen, als wir ihn auf dem Flugplatz zurückließen. Aber Franck…? Das wäre wirklich sensationell, wenn wir ihn erwischen könnten! Ich hatte die Gedanken an ihn völlig verdrängt, wie überhaupt an vieles, was auf dem Schiff geschehen war. Aber jetzt kehrte die Erinnerung und damit auch der Hass zurück… Stephanie war sofort Feuer und Flamme, sie konnte es kaum erwarten, etwas zu unternehmen! Andrea hatte zwar nur von mir gesprochen, aber ich ging selbstverständlich davon aus, dass die Einladung auch für Stephanie galt. Wir waren seit einiger Zeit recht eng mit den Nachbarn befreundet, die eine kleine Tochter im Alter unseres Sohnes hatten. Wir nahmen uns die Kinder häufiger mal gegenseitig ab und nachdem wir ihnen erzählt hatten, dass wir dringend geschäftlich verreisen müssten, boten sie sich sofort an, auf Matthias aufzupassen. Über Madrid und Sao Paolo flogen wir nach Paraguay, wo wir von Andrea und ihrem Arturo am Flughafen abgeholt wurden. Es war eine sehr herzliche Begrüßung und auch Arturo fanden wir beide auf Anhieb sehr sympathisch, wenn auch die Kommunikation aufgrund fehlender Spanischkenntnisse etwas umständlich war. Aber sein Englisch war sehr gut und so gewöhnten wir uns bald an das Deutsch – Spanisch – Englische Konversationsgemisch. Beim ersten Kontakt mit Andrea bekam ich dann die endgültige Gewissheit, dass wir beide wirklich nur noch so etwas freundschaftliche Gefühle füreinander hatten, was unsere neuen Partner mit sichtlicher Zufriedenheit registrierten. Und nachdem auch die Frauen, die sich ja auf dem Schiff schon gut verstanden hatten, völlig unbefangen miteinander umgingen, stand einer „Männerfreundschaft“ zwischen Arturo und mir nichts im Weg. Er war zwar um einiges älter als ich, aber wir fanden sofort einen guten Draht zueinander. Nach dem Abendessen erzählte uns Andrea die gesamte Geschichte von Raoul. Sie sprach Deutsch, aber an Arturos Reaktionen konnte ich sehen, dass er vieles davon verstand. Dann kam die Stelle ihres Besuches bei Raoul. Andrea zögerte und schaute Arturo fragend an, aber Arturo nickte nur einmal kurz und signalisierte ihr ein „Ja“ mit den Augen. „Gut… Ich werde euch jetzt erzählen wie es wirklich war – ihr müsst wissen, dass außer uns beiden nur noch Cristina darüber Bescheid weiß. Aber Arturo vertraut euch, weil ich euch vertraue…“ Sie lächelte ihn an und nahm seine Hand, dann fuhr sie mit der Geschichte fort. Stephanie und ich hatten Andrea bis zum Schluss andächtig zugehört, ohne sie ein einziges Mal zu unterbrechen. Wir würden also eine ganze Menge Geld bekommen, aber auch so war es uns ja bisher nicht schlecht ergangen! Vor allem aber war ich überrascht über meine Gefühle – vor mir saß ein Mann, der einen anderen gezielt getötet hatte und ich liebte ihn dafür! Bewegt stand ich auf, ging auf Arturo zu und schüttelte ihm die Hand. „Gracias, Amigo…“, das war alles was ich sagen konnte, aber er verstand genau, was ich damit meinte… Am nächsten Morgen saßen wir zu viert um den Esstisch herum und Andrea und Arturo hatten eine Menge Papiere darauf verteilt. „Also… Seht ihr hier die ganzen Kontoauszüge…? Die sind noch aus der Zeit vor unserer „Reise“. Über einen Zeitraum von fast 3 Jahren hat Raoul unterschiedlich hohe Dollarbeträge von mehr als 70 verschiedenen Banken an eine Bank in Macao transferiert – insgesamt rund 120 Millionen Dollar!“ Andrea schaute uns bedeutsam an, um sich unsere Aufmerksamkeit zu sichern, aber das war gar nicht nötig. „Wo ist das denn genau – Macao…?“, wollte Stephanie jetzt wissen. „Irgendwo neben Hongkong und hat auch irgendwie so einen Sonderstatus…“ Andrea sprach weiter. „Das Entscheidende ist aber, das von dort aus die Bezahlung der „Platinum“ in Finnland erfolgte, die Werft hat uns das auch nach einigem hin und her bestätigt. Wir können jetzt also ziemlich sicher davon ausgehen, dass Raoul einer der Hauptgeldgeber von Franck gewesen ist!“ Wieder machte Andrea eine Pause, sie liebte es, die Spannung zu zelebrieren. „Arturo hat seine Beziehungen spielen lassen und wir haben herausbekommen, dass von dem Konto in Macao regelmäßig auch kleinere Beträge an eine Bank in Bangkok gingen und es einen Tag nach eurer Befreiung überraschend aufgelöst worden war… Aber jetzt kommt es – das hier sind die Zielrufnummern von Raouls Privatanschluss aus den letzten Wochen vor seinem Tod, die hiesige Telefongesellschaft war so freundlich sie uns zur Verfügung zu stellen…“, Andrea lächelte geheimnisvoll und zwinkerte Arturo zu „…und schaut mal was wir gefunden haben – 2 Anrufe nach Bangkok…!“ Andrea stand auf und stellte sich hinter ihren Stuhl. Die Hände auf die Lehne gestützt schaute sie nun stolz in die Runde. „Naja, es scheint wirklich einiges dafür zu sprechen, dass vielleicht Franck selbst hinter dem Konto und der Telefonnummer in Bangkok steckt und auch bis vor kurzem noch Kontakt zu Raoul hatte…“, sagte ich grübelnd. „Wie wollen wir jetzt weiter vorgehen…?“ Andrea hatte sich den Stuhl herumgedreht, saß verkehrt herum darauf und kippelte nervös vor und zurück wie auf einem Schaukelpferd. „Wir dachten, dass du vielleicht zunächst mit Behringsdorf sprechen solltest, ich kenne ihn ja selbst gar nicht. Er hat möglicherweise bei der Suche nach Tanja auch einen brauchbaren Kontakt nach Thailand geknüpft. In jedem Fall wird er aber sicher eine Idee haben, wie man am Geschicktesten vorgeht. Und bis zu eurem Rückflug können wir zu viert noch mal die Papiere durchforsten, vielleicht finden wir dabei noch etwas mehr!“ Andrea setzte sich jetzt wieder etwas damenhafter hin, nachdem sie gerade fast schon einmal umgekippt war. Ich stimmte die Vorgehensweise noch einmal mit Arturo auf Englisch ab, während Andrea und Stephanie die nicht mehr benötigten Papiere wieder ordentlich in den Pappkartons verstauten. In den folgenden 2 Tagen durchstöberten wir noch unzählige Berge von Papier, aber weitere Hinweise fanden wir leider nicht mehr. Am Tag unseres Abfluges waren sich Stephanie und Andrea einig – die Doppelhochzeit sollte tatsächlich stattfinden, aber erst dann, wenn unser „Kreuzzug“ gegen Franck erfolgreich gewesen war! In Mallorca angekommen waren wir sehr glücklich unseren Sohn endlich wieder zu sehen, der uns anscheinend nicht besonders vermisst hatte, die kleine Nachbarin hatte ihm als Ablenkung vollauf genügt! „Jetzt bin ich wirklich davon ü
berzeugt, dass es genetisch sein muss!“, hatte Stephanie scherzend gesagt, während er versuchte ihren zahllosen Küssen zu entgehen. Behringsdorf kam noch am selben Tag in Mallorca an, als ich ihm von Andreas Erkenntnissen erzählt hatte. Er hatte gerade noch einen Charterflug von Hamburg erwischt und auch Tanja mitgebracht. Sie sah einfach umwerfend aus, schon am Flughafen drehten sich alle Männer nach ihr um. „Ich konnte sie nicht davon abbringen mit zu kommen…“, sagte Behringsdorf seufzend zu mir, ohne dass ich ihn überhaupt etwas gefragt hatte. Ich war nur froh, dass Stephanie nicht bei der stürmischen Begrüßung am Flughafen mit dabei gewesen war. Stephanie reagierte betont gelassen, aber trotzdem freundlich auf Tanja, die jetzt in ihrer Anwesenheit wenigstens nicht mehr mit mir flirtete. Tanja war ganz wild auf den kleinen Matthias, dem diese „verrückte Tante“ offensichtlich gut gefiel und sie tobte mit ihm durch das ganze Haus. Behringsdorf, Stephanie und ich saßen im kühlen Wohnzimmer und unterhielten uns. „Matthias, Sie wissen, dass ich nicht aufgehört hatte nach diesem Franck oder wie auch immer er in Wirklichkeit heißt zu suchen, und die Angelegenheit ist mir so wichtig, dass ich gleich selbst gekommen bin. Also, was haben wir…?“ Ich zeigte ihm die entsprechenden Belege und er nahm interessiert alles auf. „Wenn Franck sich wirklich noch in Bangkok aufhält, dann kriegen wir ihn! Ich habe gleich nach unserem Gespräch heute Morgen herum telefoniert und eine absolut zuverlässige Empfehlung für einen thailändischen „Ramirez“ bekommen – der Mann heißt Thaksin Kunasatra. Ich werde ihn am Samstag am Flughafen in Frankfurt treffen – möchten Sie dabei sein…?“ Ich brauchte nicht lange zu überlegen, das wollte ich, denn das Jagdfieber hatte mich längst gepackt… Behringsdorf zeigte uns jetzt noch ein etwas merkwürdiges Bild, das fast schon fotographische Qualität hatte. „Das ist Franck. Es wurde nach den Angaben einiger Frauen vom Schiff von einem Polizeizeichner am Computer erstellt…“ Ich hatte Franck zwar nur am Anfang der Reise gesehen, aber ich erkannte ihn sofort wieder! Auch Stephanie machte ein bedrücktes Gesicht bei seinem Anblick. Die Frauen hatten Recht – wir mussten auch ihn finden, erst dann würde der Alptraum endgültig vorbei sein! Tanja raste gerade wieder mit meinem Sohn auf dem Arm durchs Wohnzimmer raus auf die Terrasse. Er jauchzte ganz laut und war völlig aufgedreht – ich würde es später auch ihr überlassen, ihn dann irgendwie ins Bett zu bekommen! Und alles mit hohen Schuhen – ein Wunder, dass sie noch nicht gestolpert war! Stephanies Blick streifte mich, aber anscheinend hatte ich die Prüfung bisher bestanden. Sie stand auf und stemmte die Hände in ihre schmale Taille. „Mal sehen, ob ich die beiden so langsam einfangen kann, es wird jetzt auch Zeit fürs Abendessen. Und Herr Behringsdorf – versuchen Sie gar nicht erst mir etwas von Taxi, Hotel und Umständen zu erzählen – Sie beide bleiben hier bei uns, die Gästezimmer sind schon vorbereitet!“ Behringsdorf musste schmunzeln und hob abwehrend die Hände. „Aber selbstverständlich Stephanie, es ist uns eine Freude ihre Einladung anzunehmen! Matthias und ich werden schon mal den Tisch decken, dabei können wir uns ja noch weiter unterhalten!“ Stephanie lachte verschmitzt, eigentlich hatte sie sich schon auf eine kleine Höflichkeitsdiskussion eingestellt. Aber nun drehte sie sich einfach um und ging raus auf die Terrasse zu Tanja und klein Matthias. „Eine tolle Frau, sie können sich wirklich glücklich schätzen…“ Eine Menge Anerkennung schwang in Behringsdorfs Worten mit. „Tanja ist ganz anders und ich habe meine Not mit ihr seid ihre Mutter gestorben ist… Wenigstens lassen Sie sich nicht von Ihr um den Finger wickeln, aber gerade das scheint sie zu reizen. Schade eigentlich, so jemand wie Sie könnte mit ihr fertig werden, aber auch als ihr Vater muss ich leider zugeben, dass Sie die richtige Wahl getroffen haben…“ Stephanie und Tanja kamen vergnügt herein, aber ohne Matthias. „Isabel hat ihn mir abgenommen weil wir Besuch haben. Ich habe sie gewarnt, denn Tanja hat ihn total „überladen“, aber sie wollte es sich trotzdem antun…“ Tanja war etwas verschwitzt und hatte ein rotes Gesicht bekommen. „Ich hätte mich aber auch noch um ihn gekümmert…“, sagte sie wie ein kleines Mädchen und machte einen Schmollmund. Dabei schaute sie mir direkt in die Augen. „Naja, dann gehe ich erst mal duschen und helfe dir dann in der Küche, OK…?“ Diese Worte richtete sie wieder in „Normalsprache“ an Stephanie. Sie schien jetzt doch ein wenig an genervt zu sein. „Komm ich zeige dir wo du alles findest!“, sagte sie nur und schob Tanja vor sich her zur Treppe. Als die beiden verschwunden waren fing ich einen viel sagenden Blick von Behringsdorf auf, aber er sagte nichts mehr dazu. „Mit den Papieren ist übrigens auch alles soweit klar. Auch von Stephanies Noch-Ehemann haben wir sie anstandslos bekommen. Aufgrund der besonderen Umstände wird ein persönliches Erscheinen vor Gericht wahrscheinlich nicht erforderlich werden und ein Termin schon in etwa 3 Wochen stattfinden können.“ Ich dankte Behringsdorf für seine Bemühungen und wir machten uns daran, den Tisch vorzubereiten. Das Abendessen und die übrige Zeit bis zur Abreise am nächsten Morgen verliefen ohne weitere „Tanja“ – Zwischenfälle und ich wunderte mich, dass Stephanie mich noch nicht darauf angesprochen hatte. Zum Flughafen kam sie aber nicht mit und Tanja fand tatsächlich noch eine Gelegenheit, mich allein zu erwischen, als ihr Vater sich eine deutsche Zeitung kaufte. Sie schmiegte sich ganz eng an mich und küsste mich auf den Mund. Ich konnte zwar noch widerstehen ihren Kuss zu erwidern, aber es hatte mich spürbar erregt… Tanja rieb sich noch einmal kurz an mir, ließ mich dann los und grinste breit über beide Ohren. „Das beweist gar nichts, du hast mich ja fast vergewaltigt…!“, versuchte ich mich zu verteidigen. Ich sah, wie Behringsdorf quer durch die Halle wieder auf uns zukam. „Du weißt ja wo du mich findest, mein süßer Schatz…“ Tanja blieb unbeirrt selbstbewusst. Dann erfolgte die „offizielle“ Verabschiedung und die beiden verschwanden hinter den Kontrollen. Zum Glück hatte Behringsdorf mir versprochen, am Samstag allein nach Frankfurt zu kommen, sicher konnte er sich denken, warum ich ihn darum bat… 38 „Na, hat sie dich doch noch erwischt…?“, sagte Stephanie ganz beiläufig als ich ihr einen Begrüßungskuss gab. Ich war gerade vom Flughafen zurückgekommen und wunderte mich einmal mehr über Stephanies übersinnliche Wahrnehmung. „Woher weißt du das denn jetzt schon wieder…?“ Ich versuchte gar nicht erst, Stephanie etwas vormachen zu wollen. „Weißt du warum ich dir die Opferrolle abnehme…? Jemand mit einem schlechten Gewissen oder mehr Erfahrung hätte sich wenigstens den Lippenstift abgewischt. Außerdem riechst du nach ihrem Parfüm – hast du das denn gar nicht gemerkt…?“ Von wegen „Übersinnliche Wahrnehmung“, ich sah jetzt in den Spiegel im Flur, schon von weitem waren die leuchtendroten Streifen zu sehen! „Na mach nicht so ein zerknirschtes Gesicht, so unangenehm wird es dir doch auch nicht gewesen sein…! Komm, geh ins Bad und mach dich sauber. Noch sind wir ja nicht verheiratet, aber danach lasse ich dich nicht mehr so großzügig davonkommen…“ Stephanie küsste ihren Zeigefinger und tippte mir dann lächelnd damit auf den Mund – das war’s, damit war das Thema für sie erst mal erledigt. Die Zeit bis zum Samstag verging wie im Flug. Stephanie hatte mich auch nicht mit Sexentzug bestraft – ganz im Gegenteil. Nachdem wir den Kleinen ins Bett gelegt hatten, war sie eine Weile im Bad verschwunden und kam dann topgestylt wieder heraus, mit perfektem Make-up, superscharfen Dessous, halterlosen Strümpfen und High-Heels. Andrea hatte das nie mehr getan, sie dachte es würde uns zu sehr an die Zeit auf dem Schiff erinnern, aber Stephanie hatte damit keine Probleme – sie wusste, wie sehr ich es liebte! A
ber ich durfte sie zunächst nicht berühren, sondern musste ihr vom Sessel aus zusehen, wie sie sich auf dem Bett räkelte und sich überall streichelte. Erst nach einer ganzen Weile winkte sie mich heran und ich verwöhnte ihre süße Muschi mit meiner Zunge, bis sie mich bei ihrem einsetzenden Orgasmus mit einem schmerzhaften Tritt ihrer spitzen Absätze nach hinten wegstieß und sich mit den Fingern selbst bis zum Ende rubbelte. Dann öffnete sie die Augen und sah mich lüstern an. „Ich will dass du es dir selber machst und auf meine Brüste abspritzt…“ Sofort kniete ich mich zu ihr auf das Bett und die Art wie sie jede meiner Bewegungen beobachtete, machte mich so geil, dass ich meinen Saft schon nach kurzer Zeit in kräftigen Portionen auf ihren Körper entlud. „Das hast du fein gemacht, jetzt wisch mich aber bitte auch wieder sauber!“ Ich holte sofort ein Handtuch und tupfte sie wieder trocken. Zufrieden lächelnd zog sie sich nun nackt aus und wir kuschelten uns in unsere gewohnte Einschlafstellung… Behringsdorf hatte einen kleinen Raum im Airport Center für uns reserviert. Als ich ankam waren er und der Thailänder schon im Gespräch. Thaksin Kunasatra war ein kleiner, sehr drahtiger Kerl mit einer sehr starken Ausstrahlung. Nach europäischem Maßstab hätte ich ihn auf höchstens Mitte 20 geschätzt, aber sicherlich war er schon älter. Er beantwortete die Frage dann selbst, indem er mir ein Blatt mit seinem Lebenslauf gab. Dieser war in Englisch verfasst und ich überflog ihn nur kurz. Der Mann war danach schon 38 Jahre alt! Wir erzählten ihm abwechselnd worum es ging und er machte sich Notizen in einer Schrift, die ein wenig an Arabisch erinnerte. Dann notierte er sich den Namen der Bank und die Telefonnummer und steckte das Phantombild von Franck in seine Tasche. „Sie haben nicht viel aber trotzdem denke ich, dass ich ihn damit finden kann. Ich werde die Bank rund um die Uhr unauffällig observieren lassen und auch die Registrierung der Telefonnummer zurückverfolgen. Sobald er das erste Mal auftaucht wird er von uns beschattet, bis wir auch seine Unterkunft und sonstigen Lebensgewohnheiten kennen. Den Zeitpunkt wann wir ihn dann stellen bestimmen Sie, aber nur noch eine Frage – wissen Sie eigentlich schon, was Sie dann mit ihm anfangen wollen…? Soll er unauffällig verschwinden, möchten Sie dass er leidet, oder wollen Sie ihn mit nach Deutschland nehmen…? Nun, Sie können ja noch darüber nachdenken – ich hätte auf jeden Fall schon eine effektive Idee für eine nachhaltige Bestrafung in Thailand…“ Behringsdorf und ich sahen uns an, bisher war der Weg das Ziel gewesen, aber Kunasatra hatte Recht – wir würden darüber nachdenken müssen. Er verabschiedete sich von uns, seine Maschine ging noch am selben Tag wieder zurück. „Was denken Sie…?“ Behringsdorf fixierte mich mit seinen grauen Wolfsaugen. „Ich denke dass wir uns die Mühe sparen sollten, ihn nach Deutschland zurückzubringen…“ Behringsdorf nickte bedächtig, das hatte er hören wollen! Ich musste mich jetzt ebenfalls auf den Rückweg machen und Behringsdorf begleitete mich bis zum Gate. Die Maschine startete pünktlich und ich schaute nachdenklich von oben auf die dichte Wolkendecke. Erst jetzt wurde mir klar welches Urteil wir heute gefällt hatten… Die nächsten Wochen wurden zur Qual, jedes Mal wenn das Telefon klingelte hoffte ich, eine Nachricht von Behringsdorf zu bekommen. Endlich war es soweit! „Hallo Matthias – wir haben ihn!“ Mein Herz schlug heftig von innen an meine Brust und mein Mund war trocken. „Die Telefonnummer hatte nichts gebracht, das Handy war nicht registriert, aber gestern ist er in der Bank aufgetaucht. Kunasatra lässt ihn seither nicht mehr aus den Augen und Franck fühlt sich völlig sicher, er rechnet überhaupt nicht mit einer Verfolgung! Schätzungsweise in einer Woche wird alles soweit vorbereitet sein, ich habe Kunasatra bereits gesagt, dass wir Franck nicht mitnehmen wollen… Ich möchte Sie gern wieder dabei haben wenn er erfährt, dass sein Spiel endgültig vorbei ist, können Sie das einrichten…?“ Natürlich konnte ich das einrichten, ich dachte ja fast an nichts anderes mehr! Noch am selben Abend rief ich Andrea an, um ihr die Neuigkeit mitzuteilen. „Da komme ich mit, ich will diesem Schwein noch einmal in die Augen sehen…“ Ich versuchte vergeblich es ihr auszureden, sie blieb stur. Arturo hatte mitgehört und sprach jetzt über den anderen Apparat mit mir. „Ich kann sie einerseits sehr gut verstehen, ich habe aber auch meine Bedenken – wenn sie unbedingt mitkommen möchte, dann musst du gut auf sie aufpassen! Ich kann leider nicht hier weg, ein wichtiger Gerichtstermin…“ „OK, Arturo, natürlich werde ich auf sie aufpassen… Ach verdammt, warum habe ich es euch nur jetzt schon erzählt…?“ Stephanie saß mir gegenüber und lächelte wieder so allwissend, sicher hätte sie mir schon vorher sagen können, wie Andrea reagieren würde. Sie war jetzt wieder am Telefon. „So mein Lieber, es gibt keine Ausflüchte mehr. Ich packe ein paar Sachen zusammen und komme erst mal ein paar Tage zu euch, OK…? Und sobald dann das Signal von Behringsdorf kommt sind wir sofort startklar!“ Ich verabschiedete mich von Andrea und Arturo und legte auf. Gegen Frauen, die sich etwas in den Kopf gesetzt hatten, war ich einfach machtlos! Stephanie gab mir einen Kuss und verschwand in der Küche. Andrea war schon zwei Tage später da. Sie hatte nicht vorher angerufen, sondern sich einfach einen Leihwagen am Flughafen genommen. Aber wir waren schon auf sie eingestellt – Stephanie hatte Unmengen an Essen eingekauft und das größere der beiden Gästezimmer war für sie vorbereitet. Ich öffnete ihr mit Matthias auf dem Arm die Tür und sie schaute uns mit großen Augen an! „Matthias…“ Auch der Kleine schaute jetzt interessiert in ihre Richtung, er hatte ja seinen Namen gehört! Andrea stand immer noch wie angewurzelt vor uns. „Entschuldigung – es ist nur so ungewohnt… Ich meine ich wusste es ja, aber wenn man euch dann sieht… Kann ich ihn mal nehmen…?“ Sie streckte die Arme nach dem Kleinen aus und er warf sich ihr ohne zu zögern entgegen. „Ganz wie der Vater…!“ Stephanie hatte sich hinter mich gestellt und konnte sich diese winzige Spitze nicht verkneifen, aber es war nicht böse gemeint. „Hallo Andrea, schön dass du da bist – Matthias, warum bittest du sie nicht herein…?“ Ich küsste Andrea an Matthias vorbei auf die Wangen und machte einen Schritt zur Seite, um den Eingang freizugeben. Jetzt umarmten sich auch Stephanie und Andrea und drückten den Kleinen zwischen sich, was ihm anscheinend gut gefiel. „Kannst du bitte meine Sachen aus dem Auto holen? Hier sind die Schlüssel!“ Die beiden Frauen waren schon im Haus verschwunden und steckten bereits in einer intensiven Unterhaltung über Kinder. Ich ging die paar Schritte zum Auto und öffnete den Kofferraum – zwei große Aluminiumkoffer! Ich schleppte sie einzeln ins Haus und stellte sie geräuschvoll ab. Andrea sah mich belustigt an. „Danke, du bist ein Schatz!“ „Was ist da eigentlich drin, Steine…?“ Ich gehörte sicherlich nicht zu den Schwächsten, aber jeder dieser Koffer musste mindestens 40 Kilogramm wiegen! „In dem einen sind eigentlich nur Schuhe…“ Andrea sagte das mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass ich mir jeden weiteren Kommentar ersparte. Ich schüttelte nur schmunzelnd den Kopf, in der Frauenwelt gab es anscheinend Dinge, die beständiger waren als die Schwerkraft! Ich setzte mich zu den Frauen und schüttete mir ebenfalls eine Tasse Kaffee ein. Matthias krabbelte um den Tisch herum und jagte einen verschrumpelt Luftballon, und Andrea beobachtete ihn während sie mit uns sprach. „Bedauerst du deine Entscheidung…? Ich meine das mit den eigenen Kindern…!“ Wir kannten uns gut genug, so dass ich Andrea diese Frage ganz direkt stellen konnte, auch wenn ich dafür ein missbilligendes Kopfschütteln von Stephanie erntete. Andrea sah mich an. „Nein, eigentlich nicht! Ich mag Kinder und komme gut mit ihnen klar – sicherlich wäre ich a
uch nicht die schlechteste Mutter geworden, aber ich verspüre nicht mehr diesen Ruf von innen, diese Sehnsucht nach einem Baby, versteht ihr…?“ Stephanie und ich nickten zustimmend, die Art wie Andrea es sagte klang sehr überzeugend. „Und Arturo ist froh über meine Einstellung, denn seine erste Frau hatte ihn verlassen weil er unfruchtbar ist…“ Wir wechselten dann das Thema und beschäftigten uns mit der Reise nach Thailand. Fast schon beschwörerisch musste ich Andrea das Versprechen abringen, sich dort unbedingt an die Anweisungen von Kunasatra zu halten und keinerlei Extratouren zu versuchen. Nach dem Essen gingen wir zum Strand und verbrachten einen vergnügten Nachmittag miteinander. Und ich genoss die neidischen Blicke der anderen Männer, die selbst auch gern von so zwei „Traumfrauen“ umgeben gewesen wären! „Belastet es dich, dass Andrea jetzt hier bei uns ist…?“ Stephanie und ich lagen im Bett, es war schon spät und das spärliche Mondlicht erhellte das Zimmer nur sehr wenig. Ich sprach leise, um Matthias im Nebenzimmer nicht zu wecken, die Verbindungstür war nur angelehnt. „Nein, das würde ich nicht sagen! Aber eure tiefe Verbundenheit ist deutlich spürbar, jeder von euch ist immer noch ein Teil des Lebens des Anderen. Und ihr geht auch wie ein Paar miteinander um – so ganz vertraut und selbstverständlich – ihr merkt es selbst wahrscheinlich gar nicht! Aber das tut mir nicht weh, denn ich weiß, dass du mich wirklich liebst, und dass eure Gefühle in der jetzigen Form unsere Beziehung in keinster Weise bedrohen…“ Ich fühlte wie Stephanie mich in der Dunkelheit ansah, ohne mich eigentlich sehen zu können. „Ich bin sehr froh, dass du so darüber denkst. Du siehst es absolut richtig und brauchst dir auch keine Gedanken zu machen – ich gehöre nur dir!“ Ich zog sie jetzt ganz dicht an mich und atmete tief ihren süßen warmen Duft ein – es berauschte und erregte mich auf der Stelle… „Ich weiß dass du das glauben möchtest und ich liebe dich dafür! Aber du wirst auch ihr immer ein bisschen gehören, doch damit kann ich umgehen. Nur bei deiner zuckersüßen kleinen Tanja werde ich kein Auge mehr zudrücken, bei der nächsten Unverschämtheit werde ich sie mir vorknöpfen – egal wer dann zufällig gerade dabei ist…“ Bei diesen Worten krallte sie mir schmerzhaft ihre Fingernägel wie eine Katze in den Po, um mich unmittelbar danach sanft an derselben Stelle zu streicheln. Ich zog es vor zu schweigen und ihre herrlichen Brüste mit ehrfurchtsvollen Küssen zu bedecken… 39 „Wir können los, Kunasatra hat alles vorbereitet und wird die Sache ins Rollen bringen, sobald wir dort sind. Ich habe schon mal den Flugplan checken lassen. Wenn wir uns morgen Nachmittag in Frankfurt am Flughafen treffen, dann könnten wir am Abend um 22.30 Uhr mit der LH nach Bangkok weiterfliegen. Ich habe vorsorglich schon mal Plätze in der First reservieren lassen, aber sind Sie sicher, dass Sie ihre Frau – ähh ich meine Andrea – dabei haben wollen…?“ Glücklicherweise war ich allein im Raum und versicherte Behringsdorf im Brustton der Überzeugung, dass ich alles im Griff hätte und er sich keine Gedanken machen brauche – dabei hoffte ich insgeheim, dass sich Andrea auch wirklich an ihr gegebenes Versprechen halten würde. Sicherheitshalber fügte ich noch hinzu, dass er unter keinen Umständen nicht auch noch Tanja mitnehmen dürfe! Ich brauchte es ihm auch nicht zu erklären… Ich verabschiedete mich schweren Herzens von Stephanie und Matthias und setzte mich ans Steuer von Andreas Mietwagen. Dann umarmte Andrea die Beiden und küsste sie, genau wie ich hatte sie Tränen in den Augen als sie einstieg. „Komm, lass uns losfahren bevor wir hier alle noch richtig losheulen…“ Sie versuchte zu lächeln und wischte trotzig eine herabrollende Träne mit dem Handrücken zur Seite. Ich startete den Wagen und wir winkten den Beiden zu, bis sie aus dem Rückspiegel verschwunden waren. Auf dem Weg zum Flughafen sprachen wir nicht viel, erst auf dem Flug nach Frankfurt erzählte Andrea mir ausführlich etwas über ihre Projektarbeit in Südamerika. Gleich als ich aus der Maschine kam schaltete ich mein Handy ein und hörte die Mailbox ab. Die erste Nachricht war von Stephanie, sie wollte mir nur sagen wie sehr sie mich liebte, und dass sie die ganze Zeit an mich denken würde… Die raue Stimme von Behringsdorf löste dann aber gleich wieder den Kloß in meinem Hals auf, er beschrieb mir genauestens unseren Treffpunkt in der Halle B. „Da sind sie ja schon! Wir haben noch so viel Zeit, ich kenne da ein sehr gutes Restaurant in der Stadt – wie wär’s…?“ Andrea und ich willigten sofort ein, ein bisschen Ablenkung würde uns ganz gut tun. Mit dem Taxi waren wir nach 30 Minuten dort und fanden einen sehr schönen Platz auf der Terrasse. Das Essen war hervorragend und wir gingen dabei auch nicht allzu zurückhaltend mit dem Rotweinkonsum um. Als wir dann später in unsere Maschine einstiegen, waren wir alle drei dezent angeheitert und schliefen bald in den bequemen Liegesesseln der ersten Klasse ein. Am Flughafen nahmen wir uns zwei Taxis und fuhren getrennt zum „Oriental “. Das Hotel war ziemlich ausgebucht, obwohl es zu den teuersten in Bangkok gehörte, wir hatten gerade noch die letzten Zimmer reservieren können. Allerdings war man bei der Reservierung automatisch davon ausgegangen, dass „Mr. and Mrs. Conrady“ selbstverständlich in derselben Suite schlafen würden… Um kein unnötiges Aufsehen bei dem ohnehin schon etwas irritierten Rezeptionisten zu erregen, nahmen wir das Zimmer dann ohne weitere Diskussion. Der Blick war herrlich, vom obersten Stock aus hatten wir über den Fluss hinweg einen tollen Ausblick über die Stadt. Und die Suite war sehr groß, aber sie hatte nur ein Doppelbett. Ich rief erst mal Stephanie an um ihr zu sagen, dass wir gut angekommen waren und erzählte ihr auch von dem Reservierungsmissverständnis. „Aber du brauchst doch deswegen nicht auf der Couch zu schlafen, wie willst du dich denn da richtig ausruhen…? Nein, ich möchte dass du mit Andrea in einem Bett schläfst, und ihr euch trotzdem so verhaltet, wie ich es von dir erwarten kann…“ Damit war das Thema für Stephanie erledigt und sie erzählte mir etwas von dem Kleinen. Während wir noch telefonierten lief Andrea hin und her und packte den umfangreichen Inhalt ihrer Koffer in den Schrank, dabei war sie aber noch mehr oder weniger angezogen. Das allein erregte mich auch nicht, aber ich wollte ihr sicherheitshalber lieber nicht zu nahe kommen… Wir duschten getrennt und Andrea amüsierte sich über mein verklemmtes Verhalten. „Wenn du nur reine Gedanken hast, dann besteht doch keine Gefahr! Ich liebe jetzt Arturo und möchte auch gar nicht mit dir schlafen!“ Sie stand nur mit Höschen und BH bekleidet im Bad und tuschte sich gerade die Wimpern. Ich saß auf der Bettkante und war schon fertig angezogen, wir wollten uns an der Bar mit Behringsdorf und Kunasatra treffen. Durch den Türspalt konnte ich sie genau beobachten. „Das möchte ich auch nicht, aber ich bin auch nur ein Mann. Und bestimmte Dinge funktionieren bei uns, auch ohne dass man sie mit dem Verstand beeinflussen könnte – das weißt du doch ganz genau! Mach es mir also bitte nicht unnötig schwer – OK…?“ Andrea schaute mich jetzt über den Spiegel an und gab mir einen Luftkuss. „Du bist so ein verdammt ehrlicher Typ. Allein deswegen hättest du eine Belohnung verdient…“ Sie lachte. „Also gut, ich komme jetzt aus dem Bad und möchte mich fertig anziehen. Du kannst dir ja die Augen zuhalten!“ Sie stand jetzt vor dem geöffneten Schrank und ignorierte die beiden Kleider, die sie bereits „vorausgewählt“ an die Türen gehängt hatte. „Was meinst du, soll ich nicht doch lieber das Schwarze hier anziehen…?“ Ich stand auf und ging lächelnd ans Fenster, durch meine Beratung würde sonst alles noch länger dauern… Durch die Zeitverschiebung waren wir alle ein bisschen durcheinander – besonders Andrea, die ja noch auf Südamerika „eingestellt“ war. Es gab zum Glück auch nicht mehr vi
el zu besprechen, Kunasatra wollte uns am nächsten Vormittag abholen und zu dem ersten Beobachtungspunkt bringen… Nach einigen Drinks und kleinen Snacks bauten wir irgendwann rapide ab und bewegten uns dann noch halbwegs würdevoll zum Aufzug. Immerhin schafften wir es dann auch noch ins Bett und begünstigt durch den Alkohol fielen wir beide schnell in einen tiefen Schlaf. Als ich aufwachte, lag Andrea nackt und ganz eng an mich gekuschelt mehr auf als neben mir. Ihre Hand ruhte unbewusst auf meinem besten Stück und noch bevor ich schnell an etwas anderes denken konnte, bekam ich eine gewaltige Erektion. Das ist nicht fair, dachte ich und schälte mich vorsichtig unter ihr heraus. Hier war es 9 Uhr morgens, musste ich jetzt 5 Stunden abziehen oder dazurechnen…? Wie auch immer, wir mussten aufstehen! Ich berührte Andrea sanft an der Schulter und schüttelte sie leicht, aber sie machte keine Anstalten aufzuwachen. Endlich bewegte sie sich etwas und drehte sich umständlich auf den Rücken. Durch unwillige kleine Sehschlitze blinzelte sie mich an. „Wo ist mein Kaffee…?“ Diesen Satz überhörte ich einfach und ging ins Bad. Stephanie würde mir sicherlich einiges verzeihen, aber nicht dass ich meiner zukünftigen Exfrau auch noch den Kaffee ans Bett brachte wie früher! Ich stellte mich unter die Dusche und das prasselnde Wasser übertönte ihre Verwünschungen. Plötzlich öffnete Andrea kurz die Tür der Duschkabine und fauchte mich an. „Du bist ein Arsch!“ Dann knallte sie sie wieder zu. Was so ein bisschen Koffeinmangel doch ausmachte… Ich ging aus dem Bad und Andrea benutzte jetzt an geschnupft die Dusche. Da es für das Frühstücksbüffet schon zu spät war, bestellte ich uns das Frühstück beim Zimmerservice. Der Etagenkellner schien schon vor unserer Tür gewartet zu haben, denn keine 10 Minuten später wurde ein sehr umfangreiches Frühstück in unsere Suite gerollt. Noch bevor Andrea aus dem Bad kam, hatte ich ihr bereits einen Kaffee eingeschenkt – mit drei Stück Zucker und viel Milch – so wie sie ihn gern trank. Im Bademantel und mit einem zu einem Turban hoch geschlungenen Handtuch um die Haare setzte sie sich mir gegenüber an den gedeckten Tisch. Wortlos schlürfte sie den ersten Schluck ihres Kaffees. Ich beobachtete sie die ganze Zeit und als sie meinen Blick auffing musste sie lachen. „Es ist nicht dasselbe, du weißt dass ich ihn IM BETT trinken muss…“ „Ja meine Gebieterin, ich gelobe Besserung. Komm, wir müssen uns ein bisschen beeilen!“ Morgen früh würde sie von mir aus ihren blöden Kaffee bekommen! Aber jetzt war ich erst mal wieder davon beeindruckt, wie man so viel essen und dabei so gut aussehen konnte. Stephanie hatte zwar auch eine genauso tolle Figur, aber sie trieb regelmäßig Sport, Andrea hingegen nur sehr sporadisch – sie hatte einfach Glück. Gnädiger weise dehnte sie die Anziehprozedur heute nicht so sehr aus, wofür ich ihr wirklich dankbar war… Das Telefon klingelte exakt in dem Moment als ich endlich Andreas „Fertig!“ aus dem Bad hörte. Behringsdorf bat uns nach unten und wir verließen zügig das Hotel durch den Haupteingang. Dort wartete bereits Kunasatra in einem klapprigen Toyota Geländewagen auf uns. Wir stiegen ein und kämpften uns durch das geschäftige Treiben in der Innenstadt. An einem größeren Platz hielten wir an der Ecke an. Kunasatra zeigte mit seiner Hand nach links zur Einmündung einer anderen Straße, dort war fand eine Fahrzeugkontrolle statt! Kunasatra sagte uns, dass dies kein ungewöhnlicher Vorgang in Bangkok sei, es gäbe regelmäßig Kontrollen an wechselnden Stellen. Einige Fahrzeuge wurden durch gewunken, andere mussten kurz links anhalten und wurden durchsucht, dafür mussten die Fahrer aussteigen. Jetzt kam ein schwarzer Mercedes älteren Baujahrs an den Kontrollpunkt und wurde heraus gewunken. Der Fahrer stieg aus – es war Franck! Andrea griff vor Aufregung nach meiner Hand und quetschte sie unbewusst so fest, dass es richtig wehtat! Ein Polizeibeamter führte den Hund von dem zuvor kontrollierten Fahrzeug an Francks Wagen heran. Der Hund zerrte plötzlich heftig an der Leine und bellte so laut, dass wir es sogar noch im geschlossenen Wagen hören konnten. Sofort kam ein zweiter Polizist dazu und stellte sich mit gezückter Waffe hinter Franck. Der Beamte mit dem Hund untersuchte nun das Innere des Wagens und hielt nach kurzer Zeit ein Päckchen in die Luft. Franck versuchte noch, mit den Beamten zu reden, aber er bekam ohne Diskussion Handschellen angelegt und wurde unsanft in einen Polizeiwagen verfrachtet. Der Wagen setzte sich in Bewegung und wir folgten ihm zu einem etwas gehobeneren Wohnviertel, das etwas außerhalb lag. Der Wagen hielt vor einem größeren weißen Haus und wir parkten in einigem Abstand. Die Beamten stießen Franck vor sich her bis zum Garteneingang, dann verschwanden sie hinter der hohen Hecke. Inzwischen waren noch weitere Polizeifahrzeuge angekommen und die Besatzungen stürmten ebenfalls ins Haus. Direkt gegenüber von Francks Hauseingang hatten sich bereits einige Schaulustige angesammelt. Plötzlich öffnete Andrea ihre Tür und rannte sofort los. So schnell ich konnte stieg ich aus und lief ihr hinterher, ich holte sie kurz vor Francks Haus ein. „Ich will sein Gesicht sehen wenn er raus kommt und ich will dass er mich erkennt!“ So hasserfüllt hatte ich Andrea noch nie gesehen, sie machte mir richtig Angst. Ich sah mich um, Kunasatra und Behringsdorf saßen immer noch im Wagen. Sie gaben mir ein Zeichen, dass wir ruhig dort bleiben könnten und ich hielt Andrea jetzt fest an der Hand wie ein unartiges kleines Mädchen. Wir stellten uns vor die in der kurzen Zeit schon beachtlich angewachsene Menschenmenge und schauten gespannt in Richtung Hauseingang. Der Beamte, der bei den Fahrzeugen geblieben war musterte uns nur kurz und sah dann ebenfalls wieder zum Haus. Jetzt regte sich etwas in dem dunklen Eingang und einige der Beamten kamen wieder heraus, sie hatten einige dieser Plastikpäckchen in der Hand. Dann – nach einer kurzen Pause – erschien Franck. Er blutete aus der Nase, offensichtlich war er drin geschlagen worden. Vor dem Polizeiwagen blieb er stehen und schaute über das Fahrzeugdach hinweg in die Runde – er erkannte Andrea sofort! Seine Augen weiteten sich und er öffnete den Mund. Doch bevor er etwas sagen konnte wurde er im Genick gepackt und in das Auto gedrückt. Völlig entgeistert starrte er Andrea solange durch die Scheibe hindurch an, bis sich der Wagen in Bewegung setzte. Einer der Beamten verscheuchte nun die Leute von der Straße und wir gingen zurück zum Toyota. „Was wird jetzt mit ihm passieren…?“ Ich konnte es immer noch nicht glauben – alles war so schnell gegangen! „Ich habe Kunasatra gerade dasselbe gefragt als wir allein im Auto waren… Er sagt, dass Franck aufgrund der gefundenen Menge des Rauschgiftes sicher mit einer Verurteilung wegen Drogenhandels rechnen muss. Und entgegen einer in Europa weit verbreiteten Meinung ist das hier kein Kavaliersdelikt, sondern eines der schwersten Vergehen überhaupt. Franck wird also keine Chance haben, der Todesstrafe zu entgehen, die hier aber üblicherweise erst nach Jahren und dann oft völlig unerwartet vollstreckt wird. Und bis dahin wird Kunasatra von außen dafür sorgen, dass Franck im Gefängnis so richtig Spaß haben wird…“ Ich stellte ihn mir in einem der verkommenen Gefängnisse vor, die ich aus Kinofilmen kannte und verspürte eine unglaubliche Genugtuung. „Er wird doch nicht flüchten können, oder…?“ Andrea klang nicht wirklich ängstlich, sondern eher besorgt. „Keine Angst meine Liebe, von dort wo er bald hingebracht wird hat das noch keiner geschafft. Und auch ich hoffe dass er solange überlebt, wie sie alle auf dem Schiff festgehalten wurden…“ Behringsdorf und Andrea tauschen einen eiskalten Blick aus – nein, hier hatte sicher niemand Mitleid mit dem „netten“ Herrn Franck. Andrea und ich reisten noch ab späten Abend wieder ab, das ersparte mir dann auch eine weitere möglicherweise „schwere“ Nacht mit ihr im selben Bett. Behringsdorf blieb noch etwas über
eine Woche in Bangkok, dann wurde Franck aufgrund der erdrückenden Beweislage in einem Schnellverfahren ohne Revisionsmöglichkeit zum Tode verurteilt. Und direkt vom Gericht aus wurde er unverzüglich zum sichersten und auch schrecklichsten Gefängnis des ganzen Landes gebracht… 40 Ich betrachtete Matthias im matten Licht der Nachtbeleuchtung, wie er süß in seine Decke eingekuschelt schlief. Ich liebte ihn immer noch sehr, aber meine Gefühle zu ihm hatten sich verändert – er war so etwas wie ein Bruder für mich geworden! Auch wenn es mir in Bangkok doch ein wenig Spaß gemacht hatte ihn zu reizen… Aber er und Stephanie waren so glücklich und ich war es auch mit Arturo, das würde ich auf keinen Fall mehr gefährden! Die Maschine landete kurz vor 7 Uhr morgens mit etwas Verspätung in Frankfurt. Bis zu meinem Weiterflug nach Buenos Aires hatte ich noch den ganzen Tag über Zeit und deshalb auch schon rechtzeitig ein Tageszimmer im Steigenberger gebucht – ich wollte einen faulen Wellness – Tag einlegen. Und vorher noch gemütlich mit Matthias frühstücken, denn sein Weiterflug nach Mallorca ging erst am späten Vormittag. Ich sah sie gleich, als wir aus dem Ausgang herauskamen – Tanja! Was um alles in der Welt hatte die denn hier zu suchen…? Ich ging so schnell auf sie zu, dass Matthias fast schon hinter mir her rennen musste. Jetzt hatte sie mich auch entdeckt und machte ein sehr überraschtes Gesicht. „Kannst du mir mal sagen, was du hier zu suchen hast…?“ Ich hatte mich vor ihr aufgebaut und zischte sie förmlich an, aber sie ließ sich davon nicht beeindrucken. „Ich wüsste nicht was dich das angeht. Und was machst du überhaupt hier…? Mein Vater hatte mir nichts davon gesagt, dass du mitfahren würdest!“ Einige der in der Nähe stehenden Abholer verfolgten jetzt interessiert das sich anbahnende Streitgespräch zwischen zwei so attraktiven Frauen. Matthias stand neben mir und schaute Tanja irritiert an, anscheinend hatte er die Situation noch nicht erfasst. „Hallo Tanja, dein Vater ist nicht mit gekommen, er bleibt doch noch eine Weile in Bangkok…!“ Mein kleiner Matthias – so clever wie er sonst immer war – oder machte er jetzt nur auf naiv…? Ich betrachtete ihn genau von der Seite. Nein, er hatte es wirklich noch nicht kapiert… „Sie ist nicht wegen ihrem Vater hier, sondern nur wegen dir! Leider hat sie nicht gewusst, dass du nicht allein bist und jetzt habe ich ihr glücklicherweise die Tour vermasselt! Was hattest du eigentlich vor, wolltest du jetzt mit Matthias wie ein Flittchen für ein paar Stunden im Hotel verschwinden…? Was du hier abziehst ist wirklich das Allerletzte!“ Ich schäumte vor Wut, vor allem weil sie keine Spur von Betroffenheit zeigte, ab liebsten hätte ich ihr eine runter gehauen! „Matthias, könnten wir uns vielleicht mal einen Moment allein unterhalten…?“ Tanja schaute Matthias jetzt mit ihrem Bambi – Augenaufschlag an und versuchte doch tatsächlich, mich zu ignorieren! Matthias schnappte kurz mit dem Mund wie ein Fisch, aber er bekam keine Gelegenheit etwas zu sagen. „Das kannst du hundertprozentig vergessen! Ich wüsste nicht, was du allein mit ihm zu besprechen hättest. Stephanie hatte mir gegenüber zwar schon erwähnt, dass du etwas aufdringlich geworden wärst, aber du scheinst ja keinen Funken Anstand mehr zu besitzen. Schämst du dich eigentlich nicht…?“ Tanja bewahrte immer noch ihre trotzig stolze Haltung und Matthias fühlte sich äußerst unwohl in seiner Haut. Solche Situationen widerstrebten zutiefst seiner Harmoniebedürftigkeit, aber er konnte sich dem jetzt nicht entziehen. Einige der Umstehenden hatten unser Gespräch unverhohlen verfolgt und warteten nun gespannt auf die Fortsetzung der Show. Matthias nutzte die kleine Gesprächspause für einen Vorschlag. „Lasst uns doch erst mal da rüber gehen, hier ist nun wirklich kein guter Ort für solche Gespräche…“ Ohne eine Antwort von uns abzuwarten, steuerte er eine Ecke in der Halle vor einem geschlossenen Autovermietungsschalter an. Tanja schaute mich giftig an und tackerte auf ihren sündhaft teuren Armani – Schuhchen und ihrem hautengen Designer – Kostüm hinter Matthias her. Ich brauchte keine Einladung für dieses Gespräch, ich hatte die Berechtigung dabei zu sein – zumindest empfand ich es so! Trotzdem stellte ich mich nicht direkt zu den beiden hin, sondern mit etwas Abstand so, dass ich Tanja ins Gesicht sehen und auch noch alles hören konnte. Matthias wusste, dass ich hinter ihm stand, aber er sprach nun mit Tanja, als ob sie allein seien. „Tanja, ich habe dich wirklich sehr gern, und ich würde lügen wenn ich sagte, dass du keine Wirkung auf mich hast. Ganz im Gegenteil – du bist eine der schönsten und erotischsten Frauen die ich kenne und es fällt mir sehr schwer, dir zu widerstehen. Aber ich liebe Stephanie und sie liebt mich, und ich würde niemals etwas tun was sie verletzt! Wenn du also die Freundschaft zu mir nicht aufs Spiel setzen möchtest, dann musst du das unbedingt akzeptieren!“ Ich sah wie sich Tanjas Augen mit Tränen füllten. „Es tut mir leid, aber ich habe mich auch in dich verliebt! Es ist nicht wie sonst, es geht mir nicht um Macht oder so… Ich bin einfach meinem Gefühl gefolgt und habe mich gestern Nacht ins Auto gesetzt und bin hierher gefahren – ohne nachzudenken, was danach passiert. Ich wollte es wenigstens versucht haben, damit ich nicht weiter einen unerreichbaren Traum hinterher jage. Und ehrlich gesagt habe ich auch mit so einer Antwort von dir gerechnet, nur hätte ich sie gern ungestörter gehört…!“ Tanja warf mir doch tatsächlich einen beleidigten Blick zu! Dann warf sie sich Matthias an den Hals und klammerte sich an ihm fest wie eine Ertrinkende. Sie weinte und es wirkte echt, aber bei Tanja konnte man da nicht so sicher sein – sie war eine begnadete Schauspielerin! Matthias stand ganz hilflos herum und ich fragte mich, ob das alles ohne meine Anwesenheit auch so abgelaufen wäre. Schließlich ließ sie ihn los und rannte so schnell es ihre hohen Schuhe erlaubten davon. Matthias schaute ihr nach bis sie verschwunden war und drehte sich dann mit einem tiefen Seufzer zu mir um. „Ich verstehe gar nicht was die alle an dir finden…!“, sagte ich vergnügt ironisch und hakte mich bei ihm ein. Ich sah rüber zum Ausgang, einige Schaulustige schienen die Auseinandersetzung auch aus der Ferne noch weiter verfolgt zu haben. Ich drückte Matthias im Gehen noch einen Kuss auf die Wange, damit sie zusätzlich was zum Nachdenken bekamen und führte ihn dann raus zum Taxistand – diese Morgenüberraschung hatte mich jetzt richtig hungrig gemacht! Matthias verabschiedete sich gleich nach dem Frühstück von mir. Wir hatten nicht weiter über den Zwischenfall mit Tanja geredet aber ich wusste, dass er es Stephanie auf jeden Fall erzählen würde. Der Erholungstag ging dann sehr schnell vorbei und am Abend saß ich schon wieder in der Maschine nach Hause. Auf dem Flug konnte ich fast nicht schlafen und dachte über sehr viele Dinge nach, besonders aber über ein Thema… Stunden später hatte ich dann einen Entschluss gefasst! Ich erzählte Arturo gleich davon, als er mich überraschenderweise schon in Buenos Aires empfing. Er war sofort einverstanden und wir sprachen dann am nächsten Morgen auch mit Christina und Ramirez darüber. Die Beiden waren jetzt auch irgendwie zusammen – nicht so richtig fest, aber doch schon fest genug, um fast jede Nacht gemeinsam zu verbringen. Ramirez setzte jetzt ein wichtiges Gesicht auf und zwirbelte seinen Schnurrbart. „Ich habe damit gerechnet, dass du mal damit kommen würdest und die Adresse deshalb schon vor längerer Zeit recherchiert…“ Ich war echt baff, wie konnte er das ahnen…? „Du bist sehr aufmerksam – wo wohnt sie…?“ Ich versuchte ruhig zu bleiben, doch mein Puls schnellte augenblicklich nach oben. „In Sarasota, Florida. Die Leute scheinen in Ordnung zu sein und sie haben anscheinend wirklich nichts gewusst. Ein korrupter Mitarbeiter der Adoptionsbehörde hatte die Papiere der Kinder gefälscht und die Gelder dafür kassiert, dass das Verf
ahren angeblich „beschleunigt“ wurde. Dafür haben die „Eltern“ dann 200.000 Dollar Schmiergeld bezahlt, ansonsten kann man ihnen aber keinen Vorwurf machen!“ Ramirez schaute mich nun fragend an. „OK – Ich möchte meine Tochter sehen und mit ihnen reden, dann sehen wir weiter…“ Bevor wir uns auf den Weg in die USA machten, ruhte ich mich erst mal ein paar Tage aus. Ich hatte jetzt so lange gebraucht, um diese Entscheidung reifen zu lassen, da kam es auf ein paar Tage länger auch nicht mehr an… Obwohl die Entfernungen innerhalb Amerikas vergleichsweise kurz sind, war es wie immer eine halbe Weltreise, um in die USA zu gelangen. Und bei der ersten Landung musste sich Arturo dann einem langen misstrauischen Interview bei den Einreisebeamten unterziehen, was er mir zuliebe aber geduldig ertrug. Wir mieteten in Tampa einen Cadillac und fuhren die Küstenstraße hinunter nach Süden. Unterwegs übernachteten wir in einem nur mittelmäßigen Hotel, aber das war mir im Moment relativ egal. Morgen würde ich meine Tochter sehen – das war jetzt alles was mich bewegte! An nächsten Morgen fuhren wir sehr früh los und je näher wir dem Ziel kamen, umso unerträglicher wurde die Dauer der restlichen Strecke für mich. Aber schließlich standen wir vor dem Haus und ich war immer noch unschlüssig, was ich jetzt tun sollte. Die Eingangstür öffnete sich und ein Mann kam heraus, er winkte uns zu. Natürlich, wir waren hier in einer Kleinstadt und parkten vor dem einzigen Haus am Ende der Straße – vor seinem Haus! Ich ließ das Seitenfenster nach unten fahren. „Can I help you…?“, fragte er mich schon aus einiger Entfernung, während er langsam auf unseren Wagen zukam. Er hatte leuchtend rotblondes Haar und ich schätzte ihn so auf Anfang 50. „Hi, my Name is Joe Brandon!“ Er streckte mir freundlich die Hand entgegen. Ich schüttelte seine Hand durch das Fenster und öffnete dann die Tür um auszusteigen. Arturo war bereits um den Wagen herumgegangen und hatte Joe ebenfalls die Hand gegeben. „Wir haben einen weiten Weg hinter uns, um etwas mit ihnen zu besprechen…“, sagte ich auf Englisch, als ich vor ihm stand. Ich hatte beim Aussteigen meine Sonnenbrille nach oben ins Haar geschoben und Joe schaute mich jetzt eindringlich an. Mit einem sehr ernsten Gesicht nickte er uns zu und ging zurück zum Haus – wir folgten ihm. Wir gingen durch das sehr geräumige Haus bis zum Wohnzimmer. Es war angenehm kühl und Joe bat uns, doch Platz zu nehmen. Wieder fixierte er mich mit seinem durchdringenden Blick. „Seit sie bei uns ist habe ich mich vor diesem Tag gefürchtet. Sie brauchen mir nichts erklären, sie sieht Ihnen so unglaublich ähnlich…“ Joe legte die Hände vor sein Gesicht und begann zu weinen. Dann sah er mich mit traurigen Augen wieder an. „Werden Sie sie uns wegnehmen…?“ Ich fühlte mich so schlecht wie selten zuvor. „Ich würde sie gern kennen lernen…“ Joe nickte stumm und stand auf. Wir folgten ihm über die Terrasse in den Garten. In einiger Entfernung stand ein mächtiger Baum an dem eine Schaukel angebracht war. Darauf saß ein kleines Mädchen, das von einer dunkelhaarigen Frau sanft an geschubst wurde. Joe winkte ihnen zu, die Frau stoppte die Schaukel und hob das Mädchen herunter. Es stürmte sofort los in unsere Richtung. Je näher sie kam umso mehr hatte ich das Gefühl, einen alten Super8 – Film aus meiner Kindheit zu sehen. Die Ähnlichkeit war wirklich frappierend. Die Kleine stellte sich hinter Joe und schaute uns interessiert zwischen seinen Beinen hindurch an. Sie musste jetzt etwa 3 Jahre alt sein! Die Frau war nun auch bei uns angekommen und sah sofort, was Joe auch gesehen hatte. Sie warf ihm einen verzweifelten Blick zu. „Hola, soy Luisa!“ Sie begrüßte mich sehr zögerlich. Eine Latina – ich hatte es mir gleich gedacht! Sie war etwas jünger als Joe und machte einen sehr sympathischen Eindruck. „Wie heißt die Kleine…?“, fragte ich auf Spanisch. Joe und Luisa sahen sich verwundert an. „Sie heißt Maria Angeles…“ Ich ging nun in die Hocke, um mir meine Tochter auf Augenhöhe anzusehen. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich total vergessen hatte, ein Geschenk für sie zu besorgen. Ich hatte darin einfach keine Erfahrung. „Hola Maria Angeles, me llamo Andrea. Me das un besito…?” Sie lächelte und kam dann tatsächlich auf mich zu, um mich mit einem „Küsschen“ zu begrüßen. Dann huschte sie schnell wieder hinter Joe und beobachtete mich weiter. Ich richtete mich auf und fragte Joe, ob er auch Spanisch spreche, da das die Unterhaltung vereinfachen würde. Er bejahte es. Luisa ging ins Haus und kam mit einem großen Krug Eistee und 5 Gläsern zurück. Wir nahmen auf der Veranda Platz und Maria Angeles zog eine riesige Puppe zum Spielen hinter sich her in den Garten. Sie setzte sich auf den Rasen und begann ein „wichtiges“ Gespräch auf Spanisch und Englisch mit der Puppe. Nicht nur Luisa und Joe schauten mich jetzt erwartungsvoll an, auch Arturo schien sehr gespannt zu sein, was ich sagen würde, denn wir hatten vorher nichts abgestimmt! „Die Geschichte unter welchen Umständen ich von meiner Tochter getrennt wurde, möchte ich ihnen nicht zumuten – sie ist einfach zu traurig. Ich möchte nur dass sie wissen, dass ich sie nicht freiwillig hergegeben habe…“ Ich sah, dass Luisa und Joe es kaum wagten zu atmen. „Ich möchte sie erst mal beruhigen, Maria Angeles sollte hier bei Ihnen bleiben, aber ich habe dafür einige Bedingungen! Solange sie klein ist, würde ich sie gerne ein paar Mal im Jahr besuchen und zwischendurch würde ich mich natürlich über Fotos von ihr freuen! Wenn sie dann älter wird, wäre es schön, wenn sie dann in den Ferien auch mal einige Zeit bei mir, einer alten Freundin der Familie, verbringen könnte. Ich möchte sie wirklich kennen lernen und versuchen, ihre Freundschaft zu gewinnen. Und wenn sie beginnt eine Frau zu werden, dann sollte sie von uns gemeinsam erfahren, dass ich ihre biologische Mutter bin, alles andere werde ich ihr anschließend selbst erklären… Ach, und noch etwas… Das Geld, das sie für Maria Angeles bezahlt haben, werden Sie von mir zurück erhalten. Ich möchte, dass meine Tochter frei von dieser dunklen Last aufwächst, das werden sie sicher verstehen! Joe, nach unseren Informationen geht es Ihnen geschäftlich sehr gut, aber falls Sie irgendwann einmal Probleme bekommen sollten zögern sie nicht, uns darauf anzusprechen! Ich möchte nicht, dass es Maria Angeles an irgendetwas mangelt, aber Sie dürfen sie natürlich auch nicht zu sehr verwöhnen…! So, das war eigentlich schon alles, was halten Sie von meinem Vorschlag…?“ Luisa sah Joe kurz an und sprang dann auf, um mich zu umarmen. Sie küsste mich und drückte mich so fest, dass ich fast keine Luft mehr bekam. Als sie mich wieder frei gab, stand Joe vor mir und reichte mir schüchtern die Hand. Die Tränen standen ihm in den Augen. „Andrea, Sie sind eine großartige Frau! OK, wir haben einen Deal…!“ Ich war jetzt sehr erleichtert darüber, dieses Gespräch hinter mich gebracht zu haben und auch Arturo war sehr beeindruckt von mir. Luisa und Joe überschlugen sich nun förmlich und ließen uns nicht mehr gehen. Am Abend gab es ein hervorragendes Barbecue und sie bestanden darauf, dass wir bei ihnen übernachteten. Und als wir uns am nächsten Tag verabschiedeten, hatten wir alle das Gefühl, dass wir uns in der Zukunft wirklich aufeinander verlassen konnten! 41 Stephanie erwartete mich schon am Flughafen – sie war allein. Aber zu ihrem auffälligen Outfit hätte ein Kleinkind auf dem Arm auch irgendwie ungewöhnlich ausgesehen. Sie trug einen sehr modischen Overall in einem dezenten Tarndesign. Den durchgehenden Reißverschluss hatte sie soweit runter gezogen, dass ihre strammen Brüste gerade noch nicht heraus hüpften und der eng geschnallte breite Ledergürtel hob ihre perfekte Figur besonders gut hervor. Dazu hatte sie passende hochhackige Schnürsandalen an und ihre dicken naturblonden Haare zu einem kräftigen Zopf geflochten. Jetzt stand ich vor ihr und konnte es kaum fassen, dass diese wunderbare Frau mir
gehörte. Sie hatte sich kaum geschminkt, gerade nur so viel, um ihre natürlich schöne Ausstrahlung noch unauffällig zu unterstreichen. Ihre blauen Augen leuchteten vor Freude. „Matthias ist bei Isabel, ich wollte dich erst mal für mich allein haben…“ Stephanie näherte sich meinem Gesicht um mich zu küssen, und ihr betörender Duft machte mich ganz kribbelig. Und sie schmeckte so gut… „Vaya, hombre – was für eine Begrüßung!“ Mein Sitznachbar ging gerade an uns vorbei und klopfte mir anerkennend auf die Schulter. Stephanie löste sich von mir und nahm meine Hand. Unter den neidischen Blicken der umstehenden Männer ging ich nun stolz mit ihr in Richtung Parkhaus. Wir fuhren mit dem Aufzug ganz nach oben und ich entdeckte unser Auto ganz einsam hinten in der Ecke. Stephanie betätigte schon von weitem die Fernbedienung und als wir beim Auto angekommen waren, hielt sie mir die hintere Tür auf. „Setz dich in die Mitte und schau mir zu…!“ Verwundert stieg ich in den Wagen und Stephanie schloss die Tür. Dann ging sie nach vorn zur Motorhaube und begann sich langsam auszuziehen. Ich beobachtete sie aus dem dunklen Wageninneren, es war wie in einem Autokino! Sie strippte enorm professionell und wälzte sich so aufreizend auf der Motorhaube, dass ich fast schon allein vom Zusehen gekommen wäre. Immer wieder sah ich mich um, aber außer uns war hier oben niemand. Ich öffnete meine Hose und zog sie ein Stück herunter, sofort schnellte mein Schwanz nach oben und wuchs zu seiner vollen Größe heran. Stephanie war jetzt nackt bis auf die Schuhe, unter dem Overall hatte sie sonst nichts angehabt. Dank der unteren Reißverschlüsse, die bis zum Knie reichten, hatte sie ihn so problemlos ausziehen können. Und nun streichelte sie sich überall – drückte ihre Brüste, zog den Ledergürtel langsam zwischen ihren Beinen hindurch. Sie war schon sehr feucht geworden, ich konnte genau erkennen, wie ihre wunderschöne glatt rasierte Muschi glänzte. Endlich kam sie wieder um den Wagen herum und öffnete meine Tür. Ohne zu zögern grätschte sie sich über meinen vor Geilheit zuckenden Schwanz und führte ihn mit einer zügigen Bewegung zum Eingang ihrer klitschnassen Lustspalte. Dann nahm sie ihn in einem Rutsch ganz in sich auf und hob und senkte ihren süßen Hintern immer wieder bis zum Anschlag. Die Berührung ihrer zarten Po backen auf meinen Schenkeln brachte mich fast um den Verstand und ich bettelte darum, jetzt abspritzen zu dürfen. Aber Stephanie schüttelte mit dem Kopf und bearbeitete mich konzentriert weiter, während ich mein Gesicht in ihren herrlichen Brüsten vergrub. „Jetzt…!“ Ich fühlte ihren beginnenden Orgasmus und ließ meiner Lust nun auch freien Lauf. Mit jedem weiteren Stoß pumpte ich eine mächtige Ladung meines aufgestauten Saftes in sie hinein, was sie mit einem befriedigten Stöhnen quittierte. Immer noch vor Erregung zitternd blieb sie still auf mir sitzen und legte ihren Kopf auf meine Schulter. „Du scheinst mir ja wirklich treu geblieben zu sein…“, sagte sie leise und ich fühlte, wie sie dabei lächelte. Erschöpft, aber glücklich machten wir uns wieder so gut es ging „straßenfähig“ und fuhren nach Hause. Unterwegs erzählte ich Stephanie alles, was ich in der Zwischenzeit erlebt hatte – auch den „Zwischenfall“ mit Tanja. Sie wollte darauf aber gar nicht weiter eingehen – hatte sie etwa schon mit Andrea telefoniert…? Viel wichtiger war für sie jetzt das Hochzeitsthema, denn die letzte Prüfung hatten wir ja bestanden. Und deshalb wollte sie auch schon bald mit Andrea telefonieren und ein paar organisatorische Dinge mit ihr besprechen. Als Behringsdorf wieder nach Deutschland zurückgekehrt war, rief er mich an und erzählte mir ausführlich von Francks Verhandlung. Wir besprachen dann noch die finanziellen Aspekte der Aktion und ich war überrascht, wie vergleichsweise günstig Kunasatra alles organisiert hatte. Ich spürte aber, dass Behringsdorf noch etwas auf dem Herzen hatte und sprach ihn deshalb direkt darauf an. Er antwortete etwas zögernd. „Ich weiß nicht, ob ich Sie das überhaupt fragen sollte…! Ich hatte daran gedacht, ob Sie nicht vielleicht schon wieder Lust hätten zu arbeiten, denn einen tüchtigen Partner könnte ich in meinem Alter so langsam gut gebrauchen…“ Ich dachte kurz darüber nach und beschloss, nicht herum zu drucksen, sondern Behringsdorf ganz offen meine Meinung dazu zu sagen. „Herr Behringsdorf, ihr Vertrauen ehrt mich sehr! Aber ganz ehrlich gesagt kann ich es mir im Moment noch nicht vorstellen, wieder den ganzen Tag lang in einem Büro eingesperrt zu sein. Mein Nachholbedarf an Freiheit und Bewegung ist nach den langen Jahren der Gefangenschaft längst noch nicht gestillt und unsere entspannte finanzielle Situation erlaubt es mir ja auch, noch unbegrenzt Urlaub zu machen. Aber bezüglich Ihres Angebotes fällt mir gerade jemand ein! Mein Cousin Marc ist Diplom – Wirtschaftsingenieur und hat ziemlich viel Erfahrung in Projektarbeit. Wir haben erst kürzlich telefoniert und er würde sich gern verändern, um beruflich weiter zu kommen. Vielleicht möchten Sie einmal ein unverbindliches Gespräch mit ihm führen…?“ „Ja klar, warum nicht…? Richten Sie ihm doch aus, er möge einen Termin mit meinem Sekretariat ausmachen und sich dabei auf Sie berufen!“ Wir unterhielten uns dann eine Weile über geschäftliche Dinge und am Schluss fragte er mich noch nach dem Stand der Hochzeitsvorbereitungen. „Oh – Stephanie und Andrea haben schon richtig losgelegt! Der Termin soll im November sein – dann ist noch Frühling in Paraguay!“ „Aber ist das nicht ein wenig unpraktisch…? Es werden doch sicherlich auch viele Gäste aus Deutschland kommen, wollen Sie die alle von so weit einfliegen lassen…? Ich hätte nämlich einen Vorschlag für Sie: Ein guter Freund von mir baut gerade im Süden von Gran Canaria eine Luxusanlage, die Ende Oktober fertig werden soll. Wie wäre es, wenn sie die Anlage dann mit Ihren Hochzeitsgesellschaften sozusagen einweihen und dort exklusiv ein paar Tage verbringen würden…? Ich fand den Vorschlag von Behringsdorf außerordentlich gut und bedankte mich ganz herzlich bei ihm dafür. Auch Stephanie, die gerade zufällig durchs Wohnzimmer lief, gefiel die Idee spontan super und sie wollte gleich am Abend mit Andrea darüber sprechen. Und die beiden Frauen waren sich dann auch sehr schnell einig – der Hochzeitstermin sollte auf Anfang November bleiben, aber in Gran Canaria stattfinden! Die Zeit bis dahin verging wie im Flug und schließlich war es soweit! Behringsdorf hatte die Organisation in Gran Canaria weitestgehend übernommen, aber Andrea und Stephanie hatten auch so noch genug zu tun – Einladungen, Brautkleider, Menuauswahl, usw. – ein Wahnsinnsstress, vor dem Arturo und ich uns so gut wie möglich drückten! Am Schluss standen dann doch sehr viele Gäste auf der Liste und wir charterten deshalb für die gemeinsame Anreise sogar eine noch größere Maschine. Als Sammelpunkt hatten wir uns ein Hotel in Frankfurt ausgesucht und nach und nach trudelten nun alle ein: Andreas Freundinnen aus Südamerika, Christina und Ramirez, einige Geschäftspartner und Freunde von Arturo, Joe und Luisa mit der Kleinen, Verwandte und Freunde von Andrea, Stephanie und mir, Isabel und Fernando aus Mallorca, beide Behringsdorfs und natürlich einige der „Mitpassagiere“ von der „Platinum“. Stephanies jetzt Ex-Ehemann Sven hatte allerdings abgesagt, was uns eigentlich gar nicht so unangenehm war. Und Andrea und Stephanie hatten auch darauf geachtet, ansonsten nur wirklich nette Leute einzuladen, sie machten keinerlei „Pflicht – Kompromisse“! Am Nachmittag hatten wir endlich alle beisammen und konnten in unsere Maschine einsteigen. Schon die Stimmung auf dem knapp 5-stündigen Hinflug war phantastisch, wie würde es dann erst auf der Hochzeitsfeier sein…? Am Flughafen von Gran Canaria standen schon einige Busse für uns bereit und wir fuhren ohne größere Verzögerung los. Aber etwas war merkwürdig, warum bogen wir nach Norden ab…? – Maspalomas lag doch im Süden! Anscheine
nd war ich der Einzige, der das bemerkt hatte und mit einem unguten Gefühl sah ich mich im Bus um. Behringsdorf fing meinen nervösen Blick auf und lachte – er gab mir ein Zeichen für „OK“. Was hatte er mit uns vor…? Bald hatten wir Las Palmas erreicht und fuhren in Richtung Hafen. Ich hatte bereits so eine Ahnung und jetzt erkannte sie schon von weitem – die „Platinum“! Die Busse fuhren uns bis zum Schiffsanleger und ich stieg gespannt aus. Fast jedem von uns war mittlerweile klar, um welches Schiff es sich hier handelte, auch wenn es einen etwas anderen Anstrich bekommen hatte und den neuen Namen „Freewind“ trug. Ein Mikrophon war vor der Gangway bereitgestellt und Behringsdorf wartete geduldig wie immer auf etwas mehr Ruhe für seine Ansprache. „Liebe Hochzeitsgäste! Ich weiß, dass ich mit meiner Überraschung ein großes Risiko eingehe, denn einige der hier Anwesenden verbinden nicht unbedingt die besten Erinnerungen mit diesem Schiff in der alten Form. Trotzdem denke ich, dass der erneute Besuch unter nun ganz anderen Vorzeichen mit dazu beitragen wird, auch die restlichen dunklen Punkte auszulöschen, nachdem wir die schuldigen Personen ja schon erfolgreich gestellt haben. Sollten Sie meiner Auffassung allerdings nicht folgen wollen – kein Problem – das Hotel stünde uns natürlich auch wie ursprünglich geplant zur Verfügung!“ Erwartungsvoll schaute Behringsdorf nun in die Runde und versuchte, Zustimmung oder Ablehnung an den Reaktionen der Gäste abzulesen. Ich stimmte mich kurz mit Stephanie ab, ging zu Behringsdorf nach vorn und nahm das Mikrophon. „Also Leute, wir sollten vielleicht einfach per Handzeichen darüber abstimmen. Ich persönlich würde das Schiff auch gern mal aus einer anderen Perspektive kennen lernen! Also, wer ist noch dafür…?“ Ich hob optimistisch meinen Arm und ziemlich schnell gingen dann auch die übrigen Hände nach oben – es sah ziemlich einstimmig aus! Im Eingang zum Schiff zeigte sich jetzt ein bekanntes Gesicht – der Chef unserer Befreiungstruppe! Ich freute mich sehr ihn zu sehen und er gab uns bald das Zeichen, jetzt an Bord kommen zu können. Trotz des liebenswerten Chaos hatte dann doch irgendwann jeder beim Sicherheitspersonal eingecheckt und einen Kabinenschlüssel bekommen. Als ich unseren in der Hand hielt war ich nicht wirklich überrascht darüber, dass wir „unsere“ alte Kabine bekommen hatten. Mit klopfenden Herzen standen Stephanie und ich nun vor der Tür. „Jetzt mach schon auf!“, sagte sie etwas ungeduldig und ich öffnete mit der Magnetkarte. Die Tür schob sich geräuschlos zur Seite und wir gingen aufgeregt hinein. Es hatte sich kaum etwas verändert, die Raumaufteilung war gleich, nur die Farben der Innenausstattung waren freundlicher geworden. Instinktiv sah ich runter auf den Boden, aber die Schienen waren verschwunden! Ich drehte mich um und sah raus auf den Flur. In die gegenüber liegende Kabine wurden gerade Koffer gebracht, die Zellen waren natürlich weg und durch gemütliche großzügige Innenkabinen ersetzt worden. Wir blieben nur kurz in der Kabine und gingen den Gang zurück in Richtung Fahrstuhl, denn wir wollten uns alle vor dem Auslaufen auf dem Pooldeck treffen. Eine Tür ging plötzlich auf und Tanja sprang heraus! Sie stieß mit mir zusammen und ich konnte sie gerade noch auffangen, um einen Sturz zu verhindern – sie hatte wirklich ein perfektes Timing… Ich fühlte Stephanies Blick in meinem Rücken und dachte noch darüber nach, was ich jetzt am Geschicktesten sagen sollte, als eine weitere Person dieselbe Kabine verließ – mein Cousin Marc! „Oh, hallo Matthias… Hey, tut mir leid – wir haben ein bisschen herum gealbert und sie ist einfach raus gerannt…!“ Ich war so überrascht Marc unter diesen Umständen zu treffen, dass mir nicht gleich bewusst war, dass ich Tanja immer noch fest hielt. Jetzt beeilte ich mich damit sie loszulassen, doch sie nutzte noch schnell die Gelegenheit für einen freundschaftlichen Kuss. „Ich bin dir echt so dankbar, dass du Marc meinem Vater vorgeschlagen hast. Wir wollten es eigentlich erst nach eurer Hochzeit offiziell bekannt geben – wir sind nämlich verlobt!“ Ich wunderte mich, warum sie daraus so ein Geheimnis gemacht hatten, aber Stephanie schien mit dieser Entwicklung äußerst zufrieden zu sein und beglückwünschte die beiden euphorisch. Ich schloss mich ihr gleich an und hoffte nur, dass sie das zweideutige Zwinkern von Tanja nicht bemerkt hatte…Oben auf dem Pooldeck gab es einen pompösen Empfang und der Kapitän bedauerte in seiner Ansprache sehr, dass er aus rechtlichen Gründen die Trauungen nicht selbst vornehmen dürfe. Aber er hätte deshalb einen Standesbeamten dabei, der die Zeremonie dann mitten auf dem Atlantik unter freiem Himmel durchführen würde. Und in fünf Tagen würden wir dann nach einer echten Atlantiküberquerung als frischgebackene Eheleute in Puerto Rico ankommen! Gleich nach unserer Ankunft in San Juan sollte die „Freewind“ ihren offiziellen Betrieb als Kreuzfahrtschiff aufnehmen und wir würden von dort aus dann wieder nach Hause fliegen. Die ersten beiden Tage auf dem Schiff waren traumhaft, alles war entweder neu oder wirkte ganz anders, so dass wir den Aufenthalt ohne die eventuell befürchteten Bauchschmerzen genießen konnten. Und dann kam die unbeschreibliche Doppelhochzeit – Stephanie und Andrea sahen wie Göttinnen aus und überhaupt klappte alles absolut perfekt – es war eine Traumhochzeit! Trotzdem konnte ich es am Abend kaum erwarten, mich nun endlich mit Stephanie in unsere Kabine zurückzuziehen… Aber jetzt war es soweit! Die Tür schloss sich hinter uns und ich betrachtete Stephanie voller Vorfreude. Mit ihrer gleichmäßig sonnengebräunten Haut sah sie in ihrem matt glänzenden Kleid aus Wildseide ungeheuer verführerisch aus. Sie schaute mir tief in die Augen und hob jetzt zentimeterweise das Kleid nach oben – sie war darunter völlig nackt. Ich ging langsam auf sie zu. „Halt – bleib bitte stehen und dreh dich um! Und dann mach deinen Oberkörper frei und leg die Hände auf den Rücken…“ Aha – ein Spiel! Brav folgte ich Ihren Anweisungen. Plötzlich hörte ich ein metallisches Klacken – sie hatte mir Handschellen angelegt…! Stephanie drehte mich jetzt um und schob mich rückwärts bis zum Stuhl. Sie leckte unbewusst über ihre Lippen, wie immer wenn sie etwas Besonderes vorhatte. Ich war nun sehr gespannt auf das, was jetzt kommen würde und wollte ihr den Spaß in unserer Hochzeitsnacht auf keinen Fall verderben. Aus dem Bad holte sie eine kleine Ledertasche und stellte sie neben mir auf den Boden. Dann öffnete sie meine Hose und zog sie mir gleichzeitig mit dem Slip herunter. Ich sollte mich nun hinsetzen und die Augen schließen… Ich hörte ein zischendes Geräusch und spürte augenblicklich ein leicht brennendes, kaltes Gefühl zwischen meinen Beinen. Ich blinzelte nach unten und sah, wie Stephanie mich zügig mit Fett eincremte und mir geschickt einen Kunststoffring über meine Hoden zog. Nachdem sie meinen Schwanz ebenfalls durch den Ring gefädelt hatte, kehrte die Sensibilität allmählich wieder zurück und ich spürte, wie sich langsam eine Erektion ankündigte. Aber dazu kam es nicht mehr, denn Stephanie hatte mir bereits das gebogene Kunststoffrohr über meinen noch geschrumpften Schwanz gestülpt und schnell auf den Ring geschoben. Mit einem vergnüglichen Grinsen ließ sie nun das kleine Vorhängeschloss einrasten. „So, fertig…! Komm steh auf und dreh dich rum, damit ich dir die Handschellen wieder abziehen kann, die waren nur zur Sicherheit gedacht!“ Ich fühlte, wie der Druck um meine Handgelenke nachließ, als sie aufschnappten. „Zieh dir erst mal den Rest deiner Kleidung aus und dann darfst du mich aus meinem Brautkleid auspacken…“ Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen! Schnell zog ich meine restlichen Sachen aus und war jetzt war ich nackt bis auf den KG, der gemeinerweise eine deutlich sichtbare Erektion zuließ. Stephanie registrierte meine starke Erregung mit einer sichtlichen Befriedigung und drehte mir nun den Rücken zu. Auf der Rück
seite des Brautkleides befanden sich unzählige Knöpfchen und ich brauchte einige Zeit, um sie alle zu öffnen. Endlich hatte ich es geschafft und Stephanie stieg oben aus dem Kleid heraus. Sie setzte sich aufs Bett und streckte mir ihre Füße entgegen – ich sollte ihr die Schuhe ausziehen! Mit meinen Händen fuhr ich nun zärtlich an ihren schlanken Beinen nach oben bis zum Spitzenbesatz der weißen halterlosen Strümpfe, und schaute Stephanie fragend von unten an. Sie nickte mir majestätisch zu – ich sollte sie ganz ausziehen! Einen Moment lang dachte ich über die jetzige Situation nach. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals wieder einen KG anziehen würde und das auch noch halbwegs freiwillig! Und noch weniger hätte ich erwartet, dass ich dadurch so erregt werden könnte wie ich es jetzt war – aber Stephanie hatte es gewusst! „Lässt du mir bitte ein Bad ein…? Und bis genügend Wasser in der Wanne ist kannst du schon mal anfangen, die vielen Haarnadeln aus meiner Frisur heraus zu fischen!“ Ich ging zunächst ins Bad wegen dem Wasser und kniete mich dann hinter Stephanie auf das Bett. Vorsichtig entfernte ich die Haarnadeln und Klammern, die teilweise auch noch durch Haarspray verklebt waren. Nach jeder Klammer gab ich ihr einen zärtlichen Kuss auf den Nacken und es dauerte eine ganze Weile, bis ich alle gefunden hatte. Stephanie ließ sich nun mit dem Rücken aufs Bett fallen. Auf ihrem ganzen Körper glitzerte das Effekt – Make-up wie unzählige kleine Diamanten. Ich gab ihr einen langen, leidenschaftlichen Kuss und führte sie dann zum Bad. Ich verwöhnte Stephanie wie früher mit dem weichen Schwamm, wusch ihr die Haare, trocknete sie ab und föhnte sie – ganz liebevoll, so wie sie es gern hatte. Sie verließ das Bad mit einer kleinen Flasche und legte sich wortlos am Fußende quer auf das Bett – ich wusste genau, was sie jetzt wollte… Ich kniete mich neben das Bett und wärmte das duftende Öl in den Handflächen vor, bevor ich es sanft auf ihrem Körper verteilte. Es dauerte nicht lange bis sie sich meinen Händen entgegen drängte, je näher sie sich ihrem Schoß näherten und so war bald aus der Entspannungs- eine erotische Massage geworden…Nachdem ich ihr mit meinen Händen bereits einen heftigen Orgasmus verschafft hatte, wollte sie nun auch noch meine Zunge spüren und setzte sich dafür breitbeinig auf die Bettkante. Stephanie war jetzt schon so geil, dass ihr süßer Nektar von ganz allein aus ihrer weit geöffneten Lustspalte hinausströmte. Ich schleckte und saugte wie ein Süchtiger alles aus ihr heraus und bearbeitete ihr Knöpfchen mit schnellen kreisenden Bewegungen meiner Zunge, bis sie sich mit einem unterdrückten Schrei nach hinten warf und ihren zweiten Höhepunkt des Abends auskostete. Ich hoffte nun still und lustvoll leidend auf meine Erlösung, aber Stephanie schien sich erst mal ein wenig ausruhen zu wollen. Dann, nach ein paar Minuten nahm sie das Bettzeug und breitete es auf dem Boden aus. „Ich habe schon sehr lange darauf gewartet, dich nun wieder ganz für mich allein zu haben – es ist ein so unglaublich wohltuendes Gefühl und ich werde auch in Zukunft nicht mehr darauf verzichten wollen… Komm, lass uns jetzt schlafen, vielleicht lasse ich dich morgen mal raus – wir werden sehen…!“ Noch völlig von ihrem Zauber eingefangen legte ich mich brav auf die Seite und Stephanie kuschelte sich an meinen Rücken – so wie früher. Bald spürte ich ihren gleichmäßigen Atem, sie war sofort eingeschlafen! Ich war immer noch sehr erregt und konnte keine Ruhe finden – denn überall wo ihr sanfter, duftender Körper mich berührte, schien meine Haut vor unerfülltem Verlangen zu glühen. Aber trotzdem war ich jetzt sehr, sehr glücklich… ENDE

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